The end is near

Heute Nacht träumte ich von nichts geringerem als der Apokalypse. Es gab zwar keine apokalyptischen Reiter und ich kann mich nur ganz dunkel und verschwommen an den Traum erinnern, bin mir aber sicher, dass ich vom bevorstehenden Weltuntergang träumte.

Von allen abgedrehten Träumen, die ich hatte, war das bis jetzt der heftigste.

Ich habe drei immer wiederkehrende Träume.

Traum a) handelt von etwas sehr wertvollem, das ich verloren habe und finden muss. Traum b) handelt von einem Computerprogramm, dass ich vergessen habe und von welchem auf einmal tausend Nachrichten auflaufen, die ich abarbeiten muss. Traum c) handelt davon, dass meine ganzen Ausbildungen und Diplome aberkannt werden und nichts wert sind und ich wieder zur Schule muss um die Prüfungen nochmals zu absolvieren.

Der Apokalypse-Traum ist jetzt wirklich der Alptraum aller Alpträume.

Wieso zum Geier träume ich vom Weltuntergang? Langsam wird es echt schräg!

König Kunde?

Ich wusste nicht so recht, ob ich das posten kann, aber ich werde die Ware nicht nennen und schon gar nicht den Herstellernamen erwähnen. Ich nenne nachfolgend das Produkt Schnick und die Firma Schnack, so dass keinerlei Bezug auf irgendwas genommen werden kann und keinerlei (womöglich auch irrtümliche) Rückschlüsse auf die tatsächliche Firma und das Produkt möglich ist.

Mitte Dezember hatte ich eine größere Lieferung Schnick bestellt, aber zwei Einheiten sahen sehr unappetitlich aus. Grün-schwarz um genau zu sein, was für Schnick eine sehr ungesunde Farbe ist. Ich fotografierte die Einheit und sendete es an Herrn Schnack. Er rief innerhalb von Minuten an und sagte „So ein Schnick habe ich ja noch nie gesehen. Da muss „Dreck“ rein gekommen sein. Bitte senden Sie uns die Einheit zu. Wir erstatten Ihnen selbstverständlich die beanstandeten Einheiten und die Portokosten für den Rücktransport. Wir werden es analysieren und uns wieder bei Ihnen melden. Benützen Sie das Schnick auf keinen Fall“. Nun das hatte ich nicht vor. Wir sendeten das Reklamationsprodukt wie vereinbart an Firma Schnack und warteten auf die versprochene Analyse.

Es wurde Ende Dezember und Anfang Januar und ich wartete geduldig. Klar, es war Weihnachten und Neujahr, vermutlich hatte das Labor Betriebsferien. Alles im grünen Bereich. Es wurde Mitte Januar und ich erfuhr von Frau Schnack in einer kurzen Email, dass Familie Schnack im Urlaub außerhalb Deutschlands weilen würde. Ich dachte mir „Es sei ihnen gegönnt,“ warten wir eben noch. Es wurde Ende Januar. Familie Schnack war lange aus dem Urlaub zurück und ich hakte nach, was meine Reklamation machen würde und wann ich die Rückerstattung erhalte und zur Antwort kam NIX. Nach einer weiteren Woche versuchte ich anzurufen. Vielleicht geht der PC der armen Leute nicht und sie antworten mir deshalb nicht, so dachte ich noch wohlwollend… aber ich erreichte niemand. Zu keiner Tageszeit zwischen 8:00 und 19:00 Uhr über mehrere Tage. Es klingelte entweder ins Leere oder sprang irgendwann auf ein Faxgerät um. Eines Tages hatte ich aber mehr „Glück“ und es schaltete sich doch wirklich ein Anrufbeantworter ein und ich hinterließ eine Nachricht mit der Bitte um baldigen Rückruf. Ich wurde natürlich nicht zurück gerufen.

Anfang Februar öffnete ich eine weitere Einheit Schnick, die ich noch hatte und sie war zwar nicht grün-schwarz, aber eindeutig unappetitlich ausschauend grün. Ich fotografierte es wieder, sendete es an Herrn Schnack mit der Bitte um dringende Rückantwort. Es kam, man ahnt es schon: NIX. Ich wartete 5 Tage und dann platzte mir der Kragen. Ich schrieb Herrn Schnack, dass ich sein „tot stellen“ mehr als befremdlich finde und dass das keine Art und Weise ist, wie man Kunden behandelt und dass ich es leid bin. Einen Tag später schrieb mir Frau Schnack „Wir bauen gerade und sind deshalb telefonisch nicht erreichbar. Wir melden uns am Sonntag“. Keine Entschuldigung, kein Bedauern, gar nichts! Was bilden diese Schnacks sich eigentlich ein? Dass ich jetzt den ganzen Sonntag warte bis die schreiben oder anrufen? Ganz sicher nicht!

Ich hatte genügend Zeit ein Ersatzprodukt für das Schnick zu recherchieren und ich wurde fündig. Familie Schnack und ihr Schnick können mir kreuzweise den Buckel runter rutschen.

Das Leben ist  zu kurz um sich über Schnacks und ihren Schnick zu ärgern. Ich habe keinen Nerv mehr für solche Leute. Sie müssen raus aus meinem Leben. Ich sch… auf das Geld, dass ich von denen wahrscheinlich sowieso nie rückerstattet bekommen werde.

Es gibt immer eine Alternative und einen anderen Hersteller. Ich bin nicht auf die Schnacks angewiesen, auch wenn die das wohl denken. Die Schnacks sind aber sehr wohl auf mich und alle anderen Kunden angewiesen. Wenn sie alle anderen Besteller so behandeln wie mich und davon gehe ich schwer aus, dann wird das Karma irgendwann in naher Zukunft zu schlagen und vielleicht fehlt dann das Geld für den Bau, der gerade wohl wichtiger zu sein scheint als alles andere im Leben der Schnacks.

Nachtrag: Tatsächlich bekam ich am Sonntag eine Email von Frau Schnack. So gegen 18:30. Sie teilte mir kurz und bündig mit, dass sie zu geschafft und fertig wäre, um mich anzurufen. Versprach mir aber eine „ausführliche Email“ für Montag, also gestern… und jetzt dürft Ihr raten, was ich gestern von den Schnacks erhalten habe – richtig. NIX. Die Firma Schnack ist nun für mich gestorben. Egal ob da noch was kommt, was ich sowieso nicht glaube. Jetzt ist Schluss. Oder um es mit den Worten meines sehr weisen Zahnarztes zu sagen: „Du musst bei Deinen fünf Fingern viel öfter den Mittelfinger benützen“. Deshalb schickte ich den Schnacks heute verbal meinen Mittelfinger! Was raus muss, muss raus.

Manchmal lohnt es sich tatsächlich früh aufzustehen, auch für „Eulen“

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denn dann kann man so eine Morgenstimmung einfangen. Das Bild wurde übrigens mit dem bösen bösen Handy fotografiert. Wieso böse? Ja, das frage ich mich auch. Ein Fotografenkollege und ich machen uns oft über eine Kollegin lustig, die es total frevelhaft findet, mit der Handykamera zu fotografieren. Sie selbst besitzt eine schweineteure Profikamera, die sie sehr selten benützt, damit sie sich nicht abnützt. Das gute Teil steht also meistens in einer Vitrine. Jedesmal, wenn wir Aufnahmen wie die obige fotografieren schicken wir sie uns gegenseitig zu und schreiben ironisch-sarkastisch darunter „Mal wieder mit dem pösen pösen Handy fotografiert“. Es geht mich nichts an und es ist die Sache der Dame. Ich für meinen Teil fotografiere mit dem, was gerade zur Hand ist und weil ich wirklich nicht immer meine Ausrüstung mit mir herum trage, ist das ziemlich oft meine Handykamera. Ich schreibe jetzt etwas, wofür mich mit Sicherheit zwei Fotografen aus meinem früheren Umfeld am liebsten steinigen würden: Bei manchen Stimmungen / Begebenheiten ist es sogar besser, wenn das Bild mit der Handykamera gemacht wird. Handybilder wirken meiner Meinung nach oftmals authentischer und geben die realen Verhältnisse korrekter wieder. So jetzt ist es raus. Aber bei diesen Herrn und der Dame bin ich sowieso aus anderen Gründen schon „unten durch“, von daher ist es vollkommen irrelevant, was die von mir denken.

Heute vor genau 14 Jahren

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lernte ich meinen Mann kennen. Das obige Bild zeigt uns ein paar Wochen später, als wir schon ein Paar waren. Wie unglaublich jung ich da war. Aber auch damals schon kritisierte ich an mir herum, fand mich nicht hübsch genug, nicht jung aussehend genug, nicht dünn genug. Wie bescheuert und offensichtlich habe ich nicht viel dazu gelernt. Ih kritisiere mehr an mir herum wie je zuvor. Lasse meist kein gutes Haar an mir. Hab einen zu dicken Bauch, zu knochige Knie, zu lange Stelzenbeine, zu viele Lachfalten. zwei zu starke Denkerfalten zwischen den Augen, zu krumme Zähne, zu zu zu zu was auch immer mir täglich neu dazu einfällt, was an mir alles nicht stimmt. Es wird Zeit, mich auf das zu konzentrieren, was real ist. Ich sehe gut aus. Nicht für mein Alter, nicht noch, nicht geht so. Einfach faktisch: Ich bin gutaussehend PUNKT.

Ich hatte vorgestern ein Gespräch mit einer Kollegin. Auch sie mäkelt oft und gerne an sich herum und kann nicht glauben, wenn ihr Partner ihr sagt, dass sie schön ist, denn das ist sie. Sie hat eine tolle Figur, ein hübsches Gesicht,  Was stimmt mit uns nicht, dass wir ständig an uns herum kritisieren und nicht glauben, was die Wahrheit ist?

Als ich diese Woche das Bild von mir mit der Mütze und dem roten Lippenstift auf Insta postete, schrieb ein junger Blogger darunter „Beautyful“ und was war mein erster Gedanke „Der hat sich bestimmt im Post geirrt“. Nein, hat er nicht, er meinte mich damit. Weil ich auf dem Bild eben schön ausschaue. Ich bin es selbst leid, mich immer kleiner zu machen als ich bin, weiss aber nicht, wie ich aus der Mäkelfalle heraus komme.

Mein Mann sagt mir oft, „Ich weiss echt nicht was Du immer hast, hör doch endlich auf damit“. Das würde ich gerne, aber ich weiss nicht wie. Wie übt man sich in Selbstliebe? Daran muss ich echt arbeiten. Wenn ich Bilder von mir von heute in weiteren 14 Jahren betrachten werde, wird es wieder so sein, dass ich denken werde „Meine Güte, war ich damals jung und hübsch“. Warum erkenne ich es nicht heute? Auch damals erkannte ich es nicht und 14 Jahre zuvor ebenfalls nicht. Es wird Zeit, dass ich aufwache und nicht nur ich: Wacht auf, all ihr schönen Frauen da draussen, die ihr immer an Euch herumkritisiert und mäkelt. Erkennt endlich wie schön ihr seid. Seht Euch selbst mit den Augen der Anderen! Ihr seid schön und ihr seid genug, genau so wie ihr seid!

Musik und mehr

Musik ist für mich nicht nur Berieselung der Ohren, sondern ein Lebensgefühl. Musik kann Euphorie und Übelkeit auslösen aber auch Traurigkeit und ein absolutes Glücksgefühl. Wenn ich das Lied „Halleluja“ von Leonhard Cohen höre, fange ich sofort an zu weinen, obwohl es wunderschön ist. Körperliche Schmerzen bereiten mir die Genres Volksmusik, Schlager, Oper und Operette. Leichte bis mittlere Übelkeit überkommt mich bei 80er Rock Gassenhauern, Country Music, Progressive Rock und Grunzmetal (ich fürchte das ist nicht die offizielle Klassifizierung, trifft es meiner Meinung nach aber recht gut).

Immer wenn ich das Lied „Temple of love“ von den Sisters of Mercy höre, stellt sich ein richtig wohliges Glücksgefühl bei mir ein. wenn ich jedoch Lieder wie „Still lovin you“ von den Scorpions höre, ist es genau das Gegenteil. Dann ist es ein eiskalter Schauer, der mich frösteln lässt.

Als ich das erste Mal Rammstein hörte, war ich von dem Beat überwältigt. Es war neu, noch nie da gewesen, etwas gänzlich anderes. Die Texte waren jetzt nicht so berauschend, aber der Sound! Es war ähnlich, wie einige Jahre zuvor bei Grunge. Ich war ehrlich und aufrichtig betroffen, als ich vom Selbstmord von Kurt Cobain hörte. „Lithium“ ist noch immer eines meiner Lieblingslieder. Überhaupt ist die gesamte Platte „Nevermind“ grandios. Es gibt kaum ein Lied ,das mir nicht gefällt.

Wer mich gut kennt, der weiss, dass ich keinen Musikstil habe. Ich höre alles quer Bett. Ich mag wie gesagt Nirvana, aber genauso Pitbull oder Ofenbach. Ich bin eher im neuen Jahrtausend orientiert, mag aber auch ein paar Lieder aus den 90ern und sogar aus den 60ern, 70ern und 80ern. Das sind aber eher die Ausnahmen.

An Neujahr habe ich mir ebenfalls vorgenommen mehr (durchs Leben zu) tanzen. Wenn wir mehr von dem bekommen, was wir am meisten tun, dann wird es Zeit für freudiges Tanzen! Oder wie die guten alten H-Blockxs sangen: Risin` high – time to move!

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Gedanken zum Murmeltiertag

Heute ist der 2. Februar und damit Groundhog Day. Ich liebe den Film mit Bill Murray und habe ihn bestimmt schon 20x gesehen. Doch ist nicht auch mein Leben oft, bestimmt von „und täglich grüßt…“?

Man steht auf, macht sich fertig, geht zur Arbeit. Man kommt abends nach Hause, kocht, räumt auf, putzt, wäscht, geht ins Bett, steht auf, macht sich fertig, geht zur Arbeit…

Fehlt nur noch, dass der Radiowecker jeden Tag „I got you babe“ spielen würde.

Meine Lieblingszene ist die, wo Bill Murray, alias Phil (wie das Murmeltier Phil) Connors, in dem Cafè sitzt und zu ein paar Trotteln sagt „Schwachsinnige, Euer Bus fährt gleich“.

Phils leben ändert sich erst, als er selbst sich ändert und seine Einstellung zu der gegebenen Situation. Als er aufhört, sich umbringen zu wollen und sich gegen die Gefangenschaft in der Zeitschleife aufzulehnen. Erst als er anfängt, den Tag zu nutzen, wird er ein Anderer und damit ändern sich seine Lebensumstände zum Guten.

Was bedeutet das für mich? Ich muss den Tag nutzen, klar, aber wie? Ich habe begonnen abends spanisch zu lernen, anstatt „Zwischen Tüll und Tränen“ zu schauen. Ich habe mir vorgenommen, wieder mehr zu tanzen und einen HippHopp Kurs autodidaktisch per Youtube Tutorials anzufangen. Ich habe begonnen mir selbst das Schminken bei zu bringen und es klappt erstaunlich gut. Ich wollte nicht jeden Tag gleich aussehen und hatte den Vorsatz, mich täglich neu auszuprobieren, was mir bis jetzt auch ganz gut gelingt. Ich starte die Veränderungen im Kleinen und schaue, ob sich im Großen etwas ändert. Wir werden sehen. Vielleicht grüßt irgendwann nicht mehr täglich das Murmeltier.

Make-up Kram und Krempel

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Einer meiner Neujahrsvorsätze war auch, dass ich mich mehr ausprobieren werde und nicht jeden Tag gleich rumlaufen möchte. Deshalb habe ich mir einen knallroten Lippenstift (mit passendem Nagellack) zugelegt.

Kürzlich las ich auf einem Beuatyblock, dass man jenseits der 50 keinen knallroten Lippenstift mehr tragen soll. So etwas weckt immer die Rebellin in mir und führt sofort zu „Und jetzt erst recht“!. Ich finde überhaupt nicht, dass man in so einem gar methusalemischen Alter keinen knalligen Lippenstift mehr tragen darf. Es ist nicht alters, sondern Typ abhängig. Wie bei allem übrigens. Diese Pauschalisierungen nerven mich so unsäglich. Als nächstes werde ich mit Lidstrich experimentieren. Das darf man anscheinend in meinem hohen Alter auch nicht mehr tragen pfffffffff