7 Fässer Wein…

… nein, ganz so viel war es nicht, aber ich habe tatsächlich 14 (!!!) Flaschen Wein zum Geburtstag und zu Weihnachten geschenkt bekommen. Zinfandel, Trollinger mit Lemberger, Weissherbst, alles Mögliche. Weisswein, Rotwein, Rosèwein.

An sich ja nette Geschenke für Weinliebhaber, nur sind wir das leider nicht. Wein trinken wir auf dem Weinfest oder wenn es sonst nichts anderes gibt. Ich persönlich bevorzuge Rum-Cola ohne Zitrone, Wodka-Bull oder als Cocktail Buena Vista. Im Winter trinke ich gerne heißen Apfelsaft mit Amaretto oder auf dem Weihnachtsmarkt weißen Glühwein. Im Biergarten trinke ich gerne mal Cider, aber Wein? Höchst selten.

Mein Mann trinkt gerne Caipi 43 oder Bourbon Wiskey und Bier. Wein gehört offensichtlich nicht zu unseren Favoriten.  Höchstens als Pflaumenwein zu einem leckeren Essen beim Vietnamesen.

Habe ich den Eindruck gemacht, dass ich so gerne Wein trinke, oder so versoffen bin? Ich meine “Halloooooo 14!!! Flaschen!”. Ich bin vom Alkoholismus Lichtjahre entfernt. Wenn wir uns Mal ein “Gläschen gönnen”; dann sicher nicht in Unmengen und auf keinen Fall jede Woche. Wieso also bekomme ich so viel Alkohol geschenkt?

Vielleicht hat es auch gar nichts mit mir zu tun und die Flaschen haben schon teilweise eine Odyssee hinter sich und andere Menschen haben auch Unmengen an Wein geschenkt bekommen und haben sie weitergeschenkt, bis sie irgendwann bei mir gelandet sind. Ich muss gestehen, dass ich auch wieder einen Großteil verschenken werde… der würde eher schlecht werden, bevor wir ihn austrinken würden. Wer hatte nochmals als nächstes Geburtstag?

Zwischen den Jahren

Wieso heißt es eigentlich “Zwischen den Jahren”, das habe ich noch nie verstanden. Es ist kein Niemandsland zwischen 2018 und 2019, sondern es sind die letzten Tage von 2018. Ab Dienstag haben wir das neue Jahr, vorher noch das Alte. Wieso also bezeichnen wir diese Zeit als Zwischenzeit? Das ergibt doch keinen Sinn.

Wir haben heute den 29. Dezember und basta. Man sagt doch auch nicht am 29. Juni “die Zeit zwischen den Sommern”.

War dann die Zeit vor 2000 “Zwischen den Jahrtausenden”? Werden die Tage vor Ablauf 2099 als “Zwischen den Jahrhunderten” bezeichnet werden? Sind die Tage vor meinem Geburtstag dann “Zwischen den Lebensjahren”? Das sagt doch auch kein Mensch. Weil die Tage vor dem Geburtstag noch zum alten Lebensjahr gehören und ab dem Geburtstag beginnt das neue Lebensjahr. Genauso verhält es sich mit den Kalenderjahren. Heute 2018, morgen und übermorgen auch noch und dann 2019.

Tierschutz und Misanthropie

Je mehr man sich mit Tierschutz und Tierrechen befasst, umso mehr verliert man unter Umständen den Glauben an die Menschheit.

Menschen versklaven Tiere, schlachten sie ab, benutzen sie in allen erdenklichen und unerdenklichen Arten. Orang Utas die für die Prostitution missbraucht werden, Hunde, die in Asien Rikschas ziehen müssen bis sie tot umfallen. Elefanten die mit Schlägen gefügig gemacht werden, Katzen und Hunde, als Gebärmaschinen eingesetzt zur “Gewinnoptimierung” der Vermehrer. Füchse und andere Tiere, denen das Fell bei lebendigem Leib abgezogen wird für Pelzkragen oder Mützenbommel. Schweine und Rinder die in Schlachthöfen von den abgestumpften Arbeitern gequält werden, bevor sie bei vollem Bewusstsein getötet werden. Füchse, Rehe, Wildschweine, Hasen, Fasane etc, die zu Tode gehetzt werden bei sogenannten Treibjagden. Esel und Kamele, die Tag aus und Tag ein adipöse Touristen durch die Gegend tragen müssen. Pferde, die als Sportgeräte angesehen werden, bis sie nicht mehr brauchbar sind und als Salami enden. Jagdhunde, die ihrem Schicksal überlassen werden oder in Tötungsstationen abgegeben werden, als wären sie defekte Elektrogeräte die man zum Wertstoffhof bringt. Haustiere, die bei Unwettern einfach zurück gelassen werden. Und und und und und. Nichts ist so pervers oder abartig, dass es der Mensch den Tieren oder seiner eigenen Art nicht antun würde.

Es ist schon schlimm genug das auf Social Mediakanälen zu lesen, aber viele Tierschutzvereine oder Organisationen bekommen die Fälle live mit. Verwundern da missanthropische Züge wirklich? Mich nicht, ich kann es nachvollziehen.

Dennoch habe ich den Glauben an die Menschheit noch nicht verloren. Ich habe noch Hoffnung. Ich kenne viele, die sich für Tiere einsetzen und sich nicht scheuen, dadurch anzuecken. Es erfordert Mut und einen langen Atem, wenn man sich für das Wohl der Tiere und für Tierrechte einsetzt. Die Jäger- und Fleischlobby ist groß und mächtig und wenn man sich mit denen anlegt, bekommt man schnell Gegenwind. Daran nicht zu zerbrechen ist wahre Stärke, aber auch unsäglich schwer.

Ich wünsche allen, die sich für Tiere einsetzen Kraft und Stärke, Nerven wie Drahtseile und viel Glück. Zusammen sind wir stark. Jedes Tier, das wir retten ist es wert. Ganz gleich, ob wir beinahe daran verzweifeln, dass wir Milliarden nicht retten können. Für jedes gerettete Tier macht es einen riesengroßem Unterschied. Jedes Lebewesen, das seine natürliche Lebensspanne auf einem Lebenshof verbringen darf, ist ein Erfolg.

Have yourself a merry little New Years Eve

Wir werden dieses Jahr zu keiner Silvesterparty gehen. Wir werden daheim bleiben, unsere Kinder beruhigen und beschützen und zu Zweit ein Raclette machen.

Wir werden um Mitternacht nicht in der Kälte rumlungern und das Haus einfach nicht verlassen. Wir werden die Jalousien möglichst dicht machen und Musik so laut, dass man den Lärm nicht hört. Wir werden uns warmen Apfelsaft mit Amaretto einverleiben und die Welt einfach ausschließen.

Silvester wird so dermaßen überbewertet!

Sechs Monate später

Heute auf den Tag genau und auf die Stunde ist es ein halbes Jahr seit wir ohne Dich leben müssen. Kein liebliches Maunzen mehr, keine Zwiegespräche, kein Mäuse-Karussell, kein “Fangen und Verstecken” spielen. Niemand liegt mehr auf mir und sabbert mich des morgens voll. Wie ich es vermisse! Du fehlst so unendlich! Deine wuderschönen Kulleraugen. Die süssen “Hörnchen” aus Haaren auf Deinem Kopf. Deine wunderschönen Schnurrhaare. Dein seidiges Fell, das im Sommer immer aussah wie bei einer Rastafari. Dein unendlich goldiges Mäulchen und die schönen Pfötchen mit den “Schneeschuhen”. Wie ich es liebte, wenn Du vor mir die Treppe hoch oder herunter gelaufen bist. Wie Du immer Deine Krallen am Kratzbaum geschärft hast und dabei elegant Deinen anmutigen Körper hin und her bewegt hast. Wie Du manierlich gegessen hast. Immer eine feine Dame. Welch herrlicher Anblick es war, wenn Du auf dem Rücken lagst und Dich so wohl gefühlt hast und ich Dein Bäuchlein küssen durfte. Ich habe es so unsagbar geliebt, wenn wir am Wochenende zu sechst im Bett lagen und Du Deine Pfötchen um meinen Hals geschlungen hattest und ich Dein liebliches Schnurren gehört habe. Wie herrlich war es, als Du mit Deinen Brüdern eng aneinander gekuschelt auf meinen Beinen lagst und ihr um die Wette geschnurrt habt. Man sagt, dass die Zeit alle Wunden heilt, aber sie kann nicht die Lücke schließen, die Du hinterlassen hast.

Ungefähr 2 Wochen, bevor Du uns verlassen hast, erschien mir meine verstorbene Freundin im Traum. Sie sagte mir, dass sie gekommen wäre, um Dich abzuholen. Ich sagte ihr, dass sie gehen soll und dass sie Dich niemals bekommt. Sie sagte nur sanft “Du weisst, dass es sein muss” und ging wieder.

Ja, ganz tief in mir wusste ich, dass ich Dich gehen lassen muss. Mir war klar, dass Dein Körper am Ende war und dass Dir keine Therapie mehr helfen wird.  Trotzdem war es so unsagbar schwer, das ein zu sehen. Ich habe versucht, den Tod auszutricksen oder ihm zumindest etwas Zeit abzuluchsen. Wir probierten alle möglichen Wundermittel, doch den Tod kann man leider nicht überlisten. Er sitzt am längeren Hebel. Er holt uns alle, wenn unsere Zeit abgelaufen ist, ganz gleich wie viel und wie lange wir betteln, dass er uns noch Zeit gibt.

Es hilft mir, mir vorzustellen, dass Du glücklich im “Himmel” lebst. Zu glauben, dass Du glücklich bist, macht es erträglicher. Auch wenn das Leben weiter geht, so wird es doch Verluste geben, die man nie ganz überwindet. Manche Wunden heilen auch nur oberflächlich und vernarben nur, so ganz vollständig heilen sie nie. Aber das wäre auch nicht richtig, wenn man den Verlust eines Kindes – und genau das warst Du für mich – überwinden würde und narbenlos und ohne Schmerz weiterleben würde. Schmerz und Tod gehören zu unserem Leben. Es ist vollkommen in Ordnung, dass es mir noch lange weh tun wird, an Dich zu denken. Es ist absolut OK, dass ich Dich für immer vermissen werde. Als Du gingst, ging ein Stück von mir selbst mit Dir. Ich bin nicht mehr vollständig ohne Dich, aber irgendwann werde ich es wieder sein. Wir werden uns wiedersehen mein Schatz – in einer anderen Welt werden wir wieder vereint sein. Eines Tages.

…aber auf Fleisch / Wurst / Eier / Fisch/ Käse könnte ich nicht verzichten…

warum erzählen mir die Leute das eigentlich immer? Was soll das? Ich erzähle doch auch keinem “Also auf Cashewnüsse könnte ich echt nie verzichten” (könnte ich sehr wohl, wenn es sein müsste) Sie wissen doch insgeheim, was mit den Tieren passiert. Egal ob im Massenbetrieb oder beim “Metzger des Vertrauens”. Geschlachtet werden sie überall.

“Ich esse nur Fisch”. Fische ersticken und zwar sehr qualvoll. Nur weil sie nicht schreien können, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht leiden. Dass man in einem Fisch-reichen Gebiet lebt, ist nun echt ein adequates Argument…nicht…

Ist es einfach nur Pragmatismus? Um etwas zu ändern, müsste man ja bei sich selbst anfangen… ach das sollen lieber mal die anderen machen… die weltfremden Gutmenschen zum Beispiel.

Heute ist “Heiligabend” und die sogenannten Normalos einverleiben sich weltweit wieder Millionen von Tierleichen und begründen eis mit dem Recht auf “Privatsache”.

Sowie eine Tat ein Opfer fordert, ist es keine Privatsache mehr. Das Kalb, die Gans, das Reh, das Wildschwein, das Schwein, die Kuh, das Lamm, die Ente… sie alle wollen nicht getötet werden. Sie werden viele Jahre vor Ablauf ihrer natürlichen Lebensspanne getötet damit die Menschen Feste feiern können. Schlachtfest, Spanferkel-Essen, Hochzeiten, Geburtstage, religiöse Feste wie hierzulande Ostern und Weihnachten.  Niemand denkt dabei an diejenigen, um die es wirklich geht.

Es geht nicht um mich. Es geht nicht darum, dass ich mich pflanzlich ernähre und auf alles Tierische verzichte. Es geht um die Tiere. Die Menschheit hat nicht das Recht, sie so zu behandeln. Es ist so unsagbar falsch!

Tiere sind nicht dazu da, um von Menschen ausgebeutet und gefressen zu werden, oder als Mützenbommel zu enden – ganz gleich zu welchem “Anlass”. Kein Fest, keine Party, kein “Lifestyle” rechtfertigt das.

Die wahre Aufgabe der Menschheit ist es Flora und Fauna zu hüten und zu pflegen und darin haben wir auf ganzer Linie versagt.

Nur um nirgends anzuecken und um “normal” zu bleiben, scheuen sich viele Menschen, aus ihrem Schatten zu treten. Ich war auch einmal so. Als mein Mann und ich vor über 10 Jahren heirateten, waren ich und eine Freundin die einzigen Vegetarierinnen. Wir bestellten zu unserer Hochzeit Fleisch um es den Normalos recht zu machen, zu denen mein Mann damals auch noch gehörte. Ich stand damals mit der Freundin zusammen einsam auf weiter Flur, was das Entsagen von Fleisch anging. Eine Minderheit, die überstimmt wurde und ich hatte damals nicht den Mumm auf eine vegetarische Feier zu bestehen. Kurz davor hatte ich ein Fiasko erlebt. Ich hatte anlässlich meines Geburtstages einen vegetarischen Brunch veranstaltet und es hagelte vernichtende Kritik seitens der Freunde und Familie. Als es das Jahr darauf wieder Fleisch und Wurst gab, war “die heile Welt” wieder hergestellt.

Irgendwann 2011 oder 2012 – so genau weiss ich es nicht mehr – wurde ich Veganerin. Ziemlich zeitgleich mit der Freundin, die auch schon viele Jahre Vegetarierin war. Wieder waren wir einsam auf weiter Flur und um uns nur Fleischesser.

Doch mit der Zeit änderte sich dies. Inzwischen sind in meinem Freundes – und Familienkreis mindestens 7 Veganer und ein paar Vegetarier. Inzwischen lebt auch mein Mann vegan. Ich bin nicht mehr alleine und wenn wir heute nochmals unsere Hochzeit feiern würden, dann würde ich hunderttausendprozentig auf eine vegane Feier bestehen. Warum sollten für unseren Tag  Lebewesen sterben. Das würde ich niemals wieder so machen und was “die Leute” dazu sagen würden, wäre mir heute gänzlich egal!

Das alljährliche “in die Luft jagen von Geld”

So schlecht kann es um unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand noch nicht bestellt sein, wenn wir noch immer dazu fähig sind, in der Silvesternacht extrem viel Geld in Form von Silvesterkrachern und Böllern in die Luft zu jagen.

Und wofür? Um den Jahreswechsel zu feiern? Wozu soll diese Böllerei gut sein? Ich habe das noch nie verstanden. Es vergiftet die Luft, vermüllt die Umwelt und ängstigt Tiere und auch Menschen.

Die negativen Aspekte überwiegen deutlich die Positiven. Feiern kann man auch ohne Krach und Rauch.

Ich wäre stark dafür, dass der Verkauf und Gebrauch von privaten Silvesterraketen komplett verboten wird.

Alle Jahre wieder – das Fest der “Liebe”

 

Was für eine “tolle” Tradition, einen Baum zu fällen, ihn sich ins Wohnzimmer zu stellen, mit Glaskugeln und Lichterketten zu behängen und zu zusehen, wie er stirbt. Darunter wird Zeug platziert, das kaum jemand wirklich braucht und gegessen werden Tiere, die dafür “geopfert” werden.

Hach und ich werde als extrem angesehen.

Wenn es nicht so traurig wäre. Manchmal fühle ich mich wie Don Quichote. Die Omnis essen uns allen die Zukunft weg und ein Prozentsatz der Bevölkerung muss hilflos dabei zusehen, weil es “Halt so gut schmeckt”.