Mal wieder eine Geschichte, die ich mir ausgedacht habe

Neulich in der Hölle

Steve befand sich gerade im Landeanflug auf den Flugplatz der Hauptstadt Kenyas. Er freute sich auf die Tage, die vor ihm lagen. Es war ein kostspieliges Vergnügen, das er sich hier gönnte, aber Geld spielte für ihn keine Rolle.

Für ihn war dieser Trip ein Ausgleich zu seinem eintönigen alltäglichen Leben, das von Machtgier und oberflächlichen Ablenkungen geprägt war.

Kaum dass er in Nairobi gelandet war, erwartete ihn schon sein lokaler Angestellter, der auch die angeforderte Ausrüstung mitgebracht hatte. Per Jeep fuhren sie ins Reservat. Wenn man über das nötige Kleingeld verfügte, war es kein Problem, die richtigen kriminellen Subjekte zu finden, welche die Wächter aus dem Weg zu räumen wussten, und so konnte Steve ohne Probleme mitsamt seinen Jagdgewehren und seiner Munition ins Reservat gelangen. Ein Menschenleben zählte für Leute wie ihn genauso wenig wie ein Tierleben. Macht war das, worum es ihm ging.

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Sich Sorgen machen ist unnütz – es kommt wie es kommen soll

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So oder so ähnlich schlafe ich jede Nacht. Die kleine schwarze Schönheit liegt am allerliebsten auf mir. Auf meinem Rücken, Bauch, meinen Beinen oder sogar meinem Kopf scheinen für sie die schönsten Plätze der Welt zu sein.

Anfangs der Woche hatte sie eine Blasenentzündung und sie erbrach danach auch jeden Tag – vermutlich als Nebenwirkung der Antibiotika – aber dennoch hatte ich gleich wieder Panik.

Sie wurde im April 16 Jahre alt und ich weiss, dass unsere gemeinsame Zeit endlich ist. Das wird unaufhaltsam so sein, egal ob ich mir massive Sorgen um sie mache oder nicht.

Deshalb ist es viel besser, wenn ich jeden Augenblick mit allen diesen wundervollen Wesen, sowie überhaupt allen geliebten Menschen und Tieren genieße. Weil sie alle endlich sind. Es ist müßig sich ständig Sorgen zu machen und Angst zu haben. Es kommt, wie es kommen soll. Das muss ich mir in Momenten der Panik bewußt machen.

Sind Zahlen wirklich nur Schall und Rauch?

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In 4 Monaten werde ich unfassbare 50 Jahre alt! Die Zahl macht mir Angst. Ich bin ein Hasenfuß, was das Altern angeht. Ich gehe nicht entspannt damit um. Es hilft mir auch nicht arg viel, dass ich meistens über 10 Jahre jünger geschätzt werde. Diese Zahl mit der 5 vorne dran löst blankes Entsetzen in mir aus. 50 Jahre auf diesem Planeten und was habe ich erreicht? War das jetzt Alles?

Da ist diese Leere in mir. Die Suche nach dem Sinn und die Frage zu was ich hier bin. Bin ich heute glücklich? Nein, das bin ich nicht. Ich bin nicht unglücklich, aber auch nicht glücklich. Irgendwas so zwischendrin.

Vermutlich ist es heute nur der “bald bist Du 50-Blues” und morgen sieht die Welt wieder besser aus. Ich hoffe es zumindest inständig. Dieses beklemmende Gefühl ist nicht schön.  Aber heute wird morgen schon gestern sein und ein neuer Tag bringt neue Gefühle. Jeden Tag werden die Karten neu gemischt. Es ist nur ein kleines Zwischentief – this too shall pass. Vielleicht lache ich schon morgen wieder über diese irrationalen Ängste. Es hat eh keinen Sinn, sich darüber Gedanken zu machen. Der Tag wird kommen und die 4 wird unweigerlich verschwinden und der 5 weichen. Was soll`s dann werde ich halt FÜNFZIG. So what! Das wird mich als Person nicht groß verändern. Oder doch?

Walderkundung mit pflanzenkundiger Betreuung

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Gestern war ich mit Freundinnen auf einer geführten Kräuterwanderung – oder besser gesagt: wir fuhren mit E-Bikes durch den Wald und hielten an besonderen Plätzen an. Hierzu en paar Eindrücke:

 

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Es war ein herrlicher Nachmittag / Abend in angenehmer Gesellschaft mitten in der Natur. Nur die Heimfahrt war etwas gruselig. Bei Nacht mit dem Fahrrad durch den Wald zu fahren hatte etwas Blair Witch Project – mässiges an sich.

I am enough

Ich las heute einen Spruch, der etwas in mir ausgelöst hat. Es war “I am enough”.

So oft in meinem Leben befand ich mich selbst als nicht gut genug, nicht erwachsen genug, nicht spirituell genug. Oft hadere ich mit mir und nörgle an mir selber herum. Dass ich endlich am Bauch abnehmen muss, dass ich keinen Kaffee mehr trinken sollte, dass ich nichts mehr Süsses essen darf, dass ich weniger Klamotten kaufen sollte, dass ich endlich etwas Vernünftiges mit meinem Leben anfangen soll.  Dabei bin ich vollkommen ok, so wie ich bin, mit all meinen Schwächen und Fehlern. I am enough – ich bin genug. Schlau genug, erleuchtet genug, dünn genug, gesund genug. Genau so, wie ich bin.

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Haarspülung mit naturtrübem Bio-Apfelessig

Weil ich Plastikmüll vermeiden will, probiere ich gerade neue Rezepte für Kosmetikprodukte aus. Nach mehr oder weniger gelungenen Experimenten mit Kokosöl als Haarkur probierte ich gestern mittag noch eine Essigspülung. Dazu mischte ich 2 Esslöffel Bio-Apfelessig mit einem halben Liter lauwarmen Wasser. Das goss ich als Spülung über mein Haar und spülte kräftig mit purem Wasser nach.

Das Ergebnis war seidig glänzendes Haar mit dem kleinen Wermutstropfen, dass mein Haar bestimmt noch zwei Stunden lang nach Apfelessig roch. Es gibt schlimmere Gerüche und dieser “Preis” ist ein kleiner für Chemie und Plastik-freie Haarpflegeprodukte.

Sobald mein gekauftes Shampoo von Santè aufgebraucht ist, werde ich es durch Natron ersetzen. Kombiniert mit der Apfelessigspülung soll das richtig schönes Haar ergeben. Ich bin gespannt.