Back to the roots

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Mitte der 90er Jahre war meine Lieblingsserie Willkommen im Leben – My so-called life. In der Serie sagte Rayanne Craff zu ihrer Freundin Angela Chase,  ihre Haare würden sie hemmen und sie müsse sie deshalb dringend färben.

An diese Szene musste ich heute denken, als ich meine Haare von dunkelblond in braun färbte. Das dunkelblonde Haar hemmte mich zwar nicht, dennoch entsprach es mir nicht. Ich bin keine Blondine. Ich war schon immer brünett und deshalb kehrte ich heute zu meiner Naturhaarfarbe zurück.

Es ist gut möglich, dass ich immer mal wieder hellere Haare oder Strähnen haben werde, das ist auch vollkommen ok. Im Moment ist jedoch braun angesagt. Meine natürliche Farbe ist es in Wahrheit nicht mehr. Das wäre das ach so trendy “Granny Hair”, aber das passt momentan noch weniger zu mir, wie dunkelblond.

Zu blöd zum Schminken

Es ist ein Fakt! Ich kann mich echt nicht gut schminken. Bestenfalls sehe ich aus, wie frisch vom Kinderschminken, Schlechtestenfalls wie Alice Cooper.

Mit Strobing, Contouring oder Baking brauche ich erst gar nicht an zu fangen. Das wird dann unweigerlich zur Clownsmaske. Aber auch schon Kleinigkeiten wie falsche Wimpern sehen bei mir stark nach Karneval aus. Hier der Beweis:

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Nägel lackieren gehört auch nicht zu meinen Talenten. Es sieht meistens aus, als ob einer der Kater die Nägel lackiert hätte. Jede 5Jährige kann das sicher besser.

Ich würde es echt gerne können. Ich bewundere Frauen, die top gestylt, manikürt, pedikürt und angezogen sind. Ich finde es faszinierend, wie es manche schaffen, wie aus dem Ei gepellt aus zu schauen. Kein Nagellack abgesplittert, kein Haar liegt falsch. Und bei mir? Das totale Chaos. Kein einziges Kleidungsstück ohne Katzenhaare.

Es gibt Tage (leider viel zu viele), da fühle ich mich alt, hässlich, unzulänglich und wäre gerne schöner. Würde mich gerne so schminken können, wie die “AusdemEigepelltFrauen”. An ganz miesen Tagen vergleiche ich mich mit anderen Frauen oder gar Mädchen. Beneide sie um ihr Talent sich gekonnt in Szene zu setzen. Wünschte, ich hätte Haare wie diese und die Figur wie jene. Wünschte, ich wäre alles nur nicht ich. Dabei bin ich doch ganz ok. Jede Frau hat was Schönes an sich. Manchmal ist es nur eine Frage der Frisur, der Kleidung, der Einstellung.

Ich kenne eine junge Frau, die hat ein hübsches Gesicht, schlanke Figur und dennoch hat sie NULL, wirklich NULL Ausstrahlung. Weshalb? Sie kleidet sich extrem bieder. Eher schon altbacken. Ich kenne 70Jährige, die modischer gekleidet sind. Grau, beige und creme sind ihre Farben. Vielleicht noch dunkelblau, wenn sie einen ganz flippigen Tag hat. Sie hat einen simplen Konturenschnitt, der den konservativen Gesamteindruck leider noch 100fach verstärkt. Sie schminkt sich niemals. Sie besitzt vermutlich nicht einmal Mascara. Sie gefällt sich vermutlich so, sonst würde sie ja nicht so herum laufen, oder? Vielleicht traut sie sich auch nur nicht aus sich heraus und versteckt sich hinter dieser Mauerblümchen-Fassade. So schade. Sie hätte so viel Potential. Immer wenn ich sie sehe, juckt es mich – vor allem als Fotografin – in den Finger, mal ein ganz anderes Bild von ihr zu zeigen. Ich würde gerne ein Shooting mit ihr machen, wo sie jemand gänzlich anderes ist. Ein Femme Fatal Shooting. Geschminkt, Haare nach hinten gestylt, vielleicht etwas gelockt, sexy Kleidung und lasziv auf dem Boden räkelnd. Das würde mir bei ihr gefallen. Ob es ihr wohl auch gefallen würde?

Ich würde gerne eine andere Seite von mir sehen und mich so schminken (lassen!!!), wie Kim Kardashian. Contouring mit allem drum und dran. Einmal eine ganz andere sein. Wie ich damit wohl aussehen würde? Ich fürchte, wie der Joker…aber die Hoffnung stirbt zuletzt, vielleicht würde ich damit aufsehenerregend toll aussehen. Bis dahin begnüge ich mich damit, so herum zu laufen:

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Dezentes Augen Make-up mit Lidstrich, Wimperntusche, die Brauen etwas nach gestrichelt und in Form gebürstet, die Haare irgendwie zusammen gewurstelt. Das ist mein Styling, wie ich es kann. Alles was darüber hinausgeht überfordert mein Schminktalent. Vielleicht ist das auch ganz gut so, sonst würde ich mich womöglich an schwachen Tagen hinter mehreren Schichten Concealer, Illuminating Effect Fluid und ner ganzen Palette Cover-Farbe verstecken. Völlig talentlos, was gekonntes, aufwendiges Make-up anbelangt, bin ich gezwungen, mein wahres, unverfälschtes Gesicht zu zeigen.

 

Ich sehe aus, wie ein vollgeschissener Strumpf

IMG_8189Diesen Satz hörte ich letzte Woche von einer attraktiven jungen Frau. Sie sagte noch mehr Negatives über sich selbst. Angeblich wäre sie zu fett, hätte zu dicke Arme, keine schönen Beine, graue Haare, zu wenig Oberweite, Augenringe etc etc etc, Sie ließ buchstäblich kein gutes Haar an sich selbst. Ich war offen gesagt erschrocken, wie madig diese – objektiv betrachtet hübsche – Frau sich selbst machte. Es tat mir in der Seele weh, wie sie sich runter gemacht hat.

Doch dann erkannte ich, dass sie mich auf eine bestimmte Art spiegelte. Auch ich tue mir das selbst manchmal an. Nicht in dem Ausmaß wie die Bekannte, aber dennoch eindeutig zu oft. Meine Phasen der mangelnden Selbstliebe sind meistens so alle 27 Tage kurz vor der Erdbeerwoche. Das Beste, was man tun kann, ist, diese negativen Gedanken einfach ziehen zu lassen und ihnen keine weitere Aufmerksamkeit zu schenken. Man weiss ja, woher sie kommen und dass sie auch wieder vorüber gehen.

Frauen werden schon von klein auf darauf gedrillt, dass es wichtig ist, hübsch zu sein. Der Zeitgeist und die Medien diktieren zusätzlich eine möglichst dünne Figur. Mit fatalen Folgen für uns Frauen. Das 11. Gebot der “Modernen Zeit” besagt: Du sollst nicht altern. Davon geprägt versuchen wir irgendeinem vermeintlichen Ideal nach zu jagen, vergleichen uns mit Anderen (und schneiden in unseren Augen natürlich schlechter ab) und tun weißderGeierwas dafür, möglichst jung, attraktiv und dünn auszusehen und dem gängigen Schönheitsideal zu entsprechen.

Durch ein ständiges “Heruntermachen” schadet man nicht nur sich selbst. Immer wenn wir unser Licht dimmen, belasten wir damit auch unbewusst unser engeres Umfeld. Deshalb ist es ratsam sich in Selbstliebe zu üben. Immer wenn wir schlecht über uns selbst reden, rauben wir uns, wie auch allen, denen wir diese Schlechtmacherei zumuten Energie. Sei es der Partner oder die Freundinnen. Wir belasten sie damit.

Viel zu oft vergleiche ich mich mit Anderen. Die haben anscheinend schönere Haare, schlankere Bäuche, weniger Falten und was weiss ich noch alles. Aber das ist Blödsinn. Jede von uns ist doch für sich einmalig und unvergleichlich.

Ich habe öfter Mal dysmorphophobe Phasen. Wenn ich in den Spiegel schaue, fühle ich mich missgestaltet. Zur Selbsthilfe  fotografiere ich mich zu diesen Zeiten immer. Wenn ich wieder “normal” bin und diese Bilder anschaue, finde ich nichts Abstoßendes und Häßliches daran. Wenn ich mich dann nochmals in so einem Zustand befinde, dann weiss ich, dass er nicht von langer Dauer ist und schenke ihm möglichst keine Beachtung.

Ein guter Anfang ist es auch, sich jeden Tag ein paar Komplimente zu machen. Ich fange mal mit mir an: Ich habe schöne, braune Rehaugen; ich habe schon echt viel im Leben überstanden, woran andere vielleicht verzweifelt wären; ich habe “endlos lange” Flamingobeine; ich sehe viel jünger aus, als ich laut meinem Personalausweis bin.

Was ist an Euch schön? Was habt Ihr schon erreicht oder psychisch schadlos überstanden auf das Ihr stolz sein könnt?

Eigenlob stinkt ganz und gar nicht! Es ist manchmal bitter nötig, sich selbst zu sagen, was man alles erreicht hat und was gut an einem ist um ein gesundes Selbst-bewußt-sein zu entwickeln! Nur durch Selbstliebe hat man genug Energie. Niemand kann aus einer leeren Quelle schöpfen. Deswegen gehen wir besser liebevoll mit uns selbst um. Wir sind schließlich der einzige Mensch, auf den wir uns immer und bedingungslos verlassen können.

Ich hab die Haare schön…

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Heute gab es nach 2 Jahren Eigeninitiative einen professionellen Haarschnitt. Ich muss zugeben, dass es besser ausschaut, wie wenn ich sie selbst schneide.

Ich habe in meinem bisherigen Leben leider nur 2 Friseurinnen und einen Friseur kennengelernt, denen ich vertraut habe und die es echt drauf haben und richtig gut in ihrem Job sind. Der Friseur zog weit weg, Bei der einen Friseurin hat mich der labbernde Kollege im Salon massiv genervt und bei der zweiten Friseurin bin ich jetzt.Alle anderen waren grauenhafte Stümper, die meine Haare mehrfach versaut haben.

Eine gute Friseurin / ein guter Friseur ist Gold wert.

Die Top 10 der Dilettanten:

  1. Die Salonbesitzerin, die meine BRAUTFRISUR so beschissen gesteckt hatte, dass sich der Schleier und die Haare während der Trauungszeremonie gelöst haben!!! Als ich mich dienstags nach der Hochzeit bei ihr beschwerte, setzte sie noch eins drauf und wollte mir einreden, dass meine Haare daran schuld gewesen wären.
  2. Der Vollhorst, der meine Haare ohne mein Wissen und Einverständnis schwarz färbte, weil es IHM so besser gefiel.
  3. Der Möchtegern-Haarguru, der meine Haare ohne mein Wissen und ohne meine Erlaubnis um 40cm kürzte.
  4. Die Friseurin, die statt Strähnen dicke ungleichmässige Balken in meine Haare färbte.
  5. Die Kettenraucherin, die meine Haare Pumuckel-Rot färbte, anstatt dunkelblond.
  6. Der Dorffriseur, der mir als 14jährige eine richtige Omafrisur verpasste.
  7. Der Friseur, der mich dreimal versetzte und ich vor verschlossenem Salon stand, ohne dass er mic absagte.
  8. Die Friseurin, die mir einen Pony aufschwatzte.
  9. Die Frisörin, die mich mit dem Glätteisen brannte und behauptete, das wäre nicht wahr und der rote Fleck wäre Rouge.
  10. Die ungelernte Frau, die mir als Kind die langen Haare raspelkurz schnitt. Ich habe wochenlang geheult und daher kommt mein Haartrauma.

Märchenhaft schönes Haar -myRapunzel

Viele Firmen versprechen ja das Blaue vom Himmel und ich bin immer etwas skeptisch. Trotzdem habe ich mir aufgrund der Aussage, dass man von den myRapunzel Produkten märchenhaft schönes Haar bekommt, das Shampoo bestellt.

Tja was soll ich sagen: Es stimmt! Meine Haare sind nach drei Wochen mit myRapunzel Shampoo wirklich deutlich schöner.

 

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Heute habe ich mir noch das Haaröl bestellt.

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Seit ich das Shampoo benutze, hatte ich keinen Bad-Hair-Day mehr. Es besteht nur aus natürlichen Zutaten und ist vegan, sonst hätte ich es sowieso nicht gekauft.

Ich war seit 1,5 Jahren bei keinem Friseur mehr. Ich schneide sie selbst und jetzt habe ich endlich Produkte gefunden mit denen ich meinen Traum von Rapunzelhaar verwirklichen kann.

Locken ohne Hitze mit meinem Heiligenschein:

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das ist mein Heiligenschein. Ich habe ihn selbst entworfen und selbst genäht. Natürlich mussten Einhörner drauf sein!

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Der Heiligenschein wird mit Haarsträhnen umwickelt. Die Haare sollten ganz leicht feucht, jedoch nicht nass sein. Man kann den Heiligenschein tagsüber tragen, oder damit schlafen. Er ist gefüllt mit Biobaumwollwatte, die bei 30 C° waschbar ist.

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und so sieht das Ergebnis aus. Grosse Wellen. Mal sehen, wie lange die “Pracht” bei mir hält.

Haarspülung mit naturtrübem Bio-Apfelessig

Weil ich Plastikmüll vermeiden will, probiere ich gerade neue Rezepte für Kosmetikprodukte aus. Nach mehr oder weniger gelungenen Experimenten mit Kokosöl als Haarkur probierte ich gestern mittag noch eine Essigspülung. Dazu mischte ich 2 Esslöffel Bio-Apfelessig mit einem halben Liter lauwarmen Wasser. Das goss ich als Spülung über mein Haar und spülte kräftig mit purem Wasser nach.

Das Ergebnis war seidig glänzendes Haar mit dem kleinen Wermutstropfen, dass mein Haar bestimmt noch zwei Stunden lang nach Apfelessig roch. Es gibt schlimmere Gerüche und dieser “Preis” ist ein kleiner für Chemie und Plastik-freie Haarpflegeprodukte.

Sobald mein gekauftes Shampoo von Santè aufgebraucht ist, werde ich es durch Natron ersetzen. Kombiniert mit der Apfelessigspülung soll das richtig schönes Haar ergeben. Ich bin gespannt.

 

Für den Fall, dass Ihr zuviel Öl in Eure Haarspitzen getan habt:

so erging es mir. Ich meinte es etwas zu gut mit meinen Haaren und hatte viel zu viel Kokosöl über Nacht in meine Haare geschmiert. Das bemerkte ich aber erst morgens. Abends war ich müde und etwas verpeilt und hatte großzügig in den Fettnapf ähm Kokosöltopf gegriffen. Zum Haarewaschen und vor allem Trocknen war die Zeit zu knapp. Also habe ich Bio-Dinkelmehl in den Haaren verteilt und dann ausgekämmt. Voilà, das Malheur war verschwunden und das Haar wieder gesellschaftstauglich.