Zahlen sind Schall und Rauch

nicht nur beim Alter, sondern auch beim Gewicht, solange es nicht massiv gesundheitsgefährdend ist.

Ich rede hier von ein paar Kilo mehr auf den Rippen, wie es der Body-Mass-Index empfiehlt, nicht von Adipositas.

Letzte Woche sagte jemand unbedacht und vermutlich auch nicht in böser Absicht, ich solle besser weitere Klamotten tragen, dann würde man meinen Bauch nicht so sehen.

Das hat mich so durcheinander gebracht, dass ich fest daran geglaubt habe, abnehmen zu müssen. Ich wünschte mir mindestens 2Kg abzunehmen – vorzugsweise natürlich nur am Bauch, hahaha. Der Bauch ist meine einzige Problemzone, dafür aber sehr hartnäckig. Mit meinen Dumbo-Lauschern habe ich mich im Laufe der Jahre angefreundet. Inzwischen finde ich sie sogar richtig gut. Sie sehen fast aus wie Elfenohren wenn man sie im Profil fotografiert.

Meine langen Beine sind eindeutig ein Pluspunkt. Meine langgliedrigen Arme, Finger und Zehen vielleicht nicht so ganz dem derzeit vorherrschenden Schönheitsideal entsprechend, aber ich finds gut so wie es ist. Ja ok, die Falten sind auch so eine Problemzone, aber ich hab ja nur Lachfalten und zwei Denkerfalten zwischen den Augen. Das ist objektiv betrachtet echt nicht der Rede wert. Bleibt also der Bauch. Tja und was soll ich sagen? Mein Wunsch wurde sofort erfüllt in Form eines echt  fiesen Virusinfekts der mit absoluter Appetitlosigkeit einhergeht. So habe ich in drei Tagen über 2 kg abgenommen. Nur zu welchem Preis. Es ist ein harmloser Virus, der hoffentlich bald verschwindet, halb so wild. Dennoch werde ich zukünftig vorsichtiger mit meinen Wünschen nach Gewichtsverlust sein.

Die 2Kg waren echt nicht gravierend Ja, ich habe ein klitzekleines Bäuchlein (das heute fast verschwunden ist), so what! Es gibt wirklich weltbewegenderes. Wieso habe ich mir das eigentlich einreden lassen. Genau, niemand hat mir das eingeredet, sondern ich selbst habe es mir vorgegaukelt, einen zu dicken Bauch zu haben. Egal wer was sagt, so ist es noch immer meine Verantwortung, darauf zu reagieren, oder einfach auf Durchzug zu schalten.

Natürlich war ich vor ein paar Jahren noch einige Kilos leichter und wog so um die 60kg. Das war aber bei einer Körpergröße von 1,76m auch etwas wenig, so im nachhinein betrachtet.

So und jetzt esse ich noch 200g, dann habe ich wieder ein richtig cooles Gewicht von 66,6kg und wenn es doch mal mehr werden, kann ich immer noch weitere Kleider anziehen, damit ich dünner wirke, hahahaha.

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Mimmiiiiimiiiiii

Heute morgen stand ich vor dem Spiegel und überlegte, was ich anziehen könnte. Ich zog mich dann mindestens 3x um, weil ich mich in allem unvorteilhaft fühlte. Ich fand mich fett, unförmig und und und. Ich lies mal wieder buchstäblich kein gutes Haar an mir selbst. Bei anderen Menschen bin ich bei Weitem unkritischer und sehe über so manche – meist charakterliche – Schwäche hinweg. Bei mir selbst lege ich viel strengere Maßstäbe an. Ich mäkle viel zu viel an mir herum. Wenn es mit irgendjemand eine Unstimmigkeit gibt, suche ich den Fehler auch grundsätzlich bei mir. Ich lasse Anderen fast alles durchgehen, jede Unhöflichkeit, jede Gemeinheit, jedwegige Unverschämtheit. Nur mir selber kreide ich mikroskopische Kleinigkeiten an. Das muss aufhören. Ich muss endlich lernen, das umzudrehen. Ich muss mir gegenüber nachsichtiger und großzügiger sein und anderen deutliche Grenzen setzen. Ich bin nicht fett und ich bin nicht hässlich. Ich bin genau richtig, so wie ich bin.

An alle Menschen die zu veil an sich selbst herumkritisieren: Ihr seid genau richtig, so wie Ihr seid. Es gibt nichts zu mäkeln!

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Sowas wie das letzte Einhorn

Wenn die Tage wärmer werden, sieht man zunehmend mehr Haut bei Männlein und Weiblein. Dabei fällt mir immer mehr auf, dass es kaum noch nicht tätowierte Menschen gibt. Ok, jenseits der 60 ist der Anteil an nicht tätowierten Menschen wieder zunehmend gering, jedoch darunter ist der Anteil der Tattooträger und / oder gepiercten Leute deutlich gestiegen.

Ich bin weder tätowiert, noch gepierct (von zwei extrem Mainstream Ohrlöchern für Ohrringe abgesehen). Ich bin quasi sowas wie das letzte Einhorn. Meine Haut ist frei von Farbe. Irgendwie ist es inzwischen schon wieder so selten, nicht gezeichnet zu sein, dass es vielleicht schon wieder “cool” ist. Mir ist das gleich. Das muss jeder für sich entscheiden. Ich finde Tätowierungen und Piercings einfach nicht schön an mir und was andere mit ihrer Haut anstellen geht mich nix an.

Ich finde zwar die wenigsten “Verziehrungen” schön, aber wenn es zum Typ passt und der Träger sich damit wohl fühlt, ist das absolut in Ordnung. Ob Diejenigen, die sich Ihre Arme und Oberschenkel tätowieren ließen auch noch in 10 Jahren daran erfreuen werden? Wer weiß – nicht mein Bier.

Mein Problem ist, dass meine Haut mehr und mehr von Falten “geziert” wird. Das Leben hinterlässt Spuren, ob es mir gefällt oder nicht. Altern ist definitiv nichts für Weicheier. Vielleicht ist die Natur doch gnädig in dem sie ältere Leute meistens schlechter sehen lässt… dann tut der Blick in den Spiegel nicht so weh, wenn die Sehkraft nach lässt und quasi ein eingebauter Weichzeichner das Elend abmildert.

Foxy Lady

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Eigentlich bin ich nicht so der Faschingstyp – eigentlich. Es gibt eine Veranstaltung bei uns in der Gegend, die immer am “Gumpendonnerstag” (der Donnerstag vor dem Hauptfaschingswochenende, auch Altweiberfasching genannt) stattfindet. Das ist simpel gesagt eine Party, wo alle verkleidet sind und man viel tanzt. Kein sonstiges Faschingsgedöns. Grob gesagt eine Kostümparty. Das ist genau nach meinem Geschmack. Ich verkleide mich sehr gerne, mag aber dieses übliche Karneval / Fascching / Faßnacht – Drumherum nicht besonders. Auch die übliche “Faschingsmucke” hielt sich in Grenzen. Es wurde überwiegend tanzbare Musik aus den Charts gespielt. Sehr angenehm.

Dieses Jahr war ich – wie schon im vergangenen Jahr – ein Fuchs. Die Haare habe ich selbst frisiert. Ich habe mir einen Curler gekauft. Das ist ein Gerät, wo man das Haar Strähnen-weise über den “Einzug” des Geräts legt und die Drehrichtung aktiviert und schon zieht das Lockengerät die Strähne eigenständig ein und man wartet, bis es 4x piepst und voilà, die Locke ist fertig. Mit einem gewöhnlichen Lockenstab habe ich nie so schöne Locken zaubern können, mit dem Curler sieht es – meiner Meinung nach – recht professionell aus. Selbst für absolute Styling Laien wie mich ist es einfach zu bedienen und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Viel einfacher als mit einem Lockenstab. Die Frisur sieht auch heute – zwei Tage später – noch recht ansehnlich aus. Fertig waren die Locken innerhalb von circa 15 Minuten. Für so ein Ergebnis sass ich schon weit aus länger bei Friseuren. Ich liebe es, wenn ich autark von Dienstleistungen werde. Mit meinen Haaren bin ich eh sehr heikel. Ich lasse sie höchstens alle 5-6 Monate schneiden, den Haaransatz färbe ich selbst mit veganer Haarfarbe, die ich aus verschiedenen Farben zusammen mische um diesen Farbton zu erhalten und ich schneide die Spitzen selbst. Lediglich die Stufen lasse ich in unregelmässigen Abständen von einer befreundeten Friseurin nachschneiden. Wenn spezielle Events anstehen lasse ich mich von ihr auch Schminken, jedoch glaube ich, dass ich die Haare zukünftig mit meinem Curler selbst stylen werde. Das Ergebnis hat mich schwer überzeugt. Vielleicht sind die Haare nicht supertoll und perfekt, aber gerade das gefällt mir daran so gut. Es ist nicht so “geschleckt”, sondern natürlich aus.

Heute vor genau 14 Jahren

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lernte ich meinen Mann kennen. Das obige Bild zeigt uns ein paar Wochen später, als wir schon ein Paar waren. Wie unglaublich jung ich da war. Aber auch damals schon kritisierte ich an mir herum, fand mich nicht hübsch genug, nicht jung aussehend genug, nicht dünn genug. Wie bescheuert und offensichtlich habe ich nicht viel dazu gelernt. Ih kritisiere mehr an mir herum wie je zuvor. Lasse meist kein gutes Haar an mir. Hab einen zu dicken Bauch, zu knochige Knie, zu lange Stelzenbeine, zu viele Lachfalten. zwei zu starke Denkerfalten zwischen den Augen, zu krumme Zähne, zu zu zu zu was auch immer mir täglich neu dazu einfällt, was an mir alles nicht stimmt. Es wird Zeit, mich auf das zu konzentrieren, was real ist. Ich sehe gut aus. Nicht für mein Alter, nicht noch, nicht geht so. Einfach faktisch: Ich bin gutaussehend PUNKT.

Ich hatte vorgestern ein Gespräch mit einer Kollegin. Auch sie mäkelt oft und gerne an sich herum und kann nicht glauben, wenn ihr Partner ihr sagt, dass sie schön ist, denn das ist sie. Sie hat eine tolle Figur, ein hübsches Gesicht,  Was stimmt mit uns nicht, dass wir ständig an uns herum kritisieren und nicht glauben, was die Wahrheit ist?

Als ich diese Woche das Bild von mir mit der Mütze und dem roten Lippenstift auf Insta postete, schrieb ein junger Blogger darunter “Beautyful” und was war mein erster Gedanke “Der hat sich bestimmt im Post geirrt”. Nein, hat er nicht, er meinte mich damit. Weil ich auf dem Bild eben schön ausschaue. Ich bin es selbst leid, mich immer kleiner zu machen als ich bin, weiss aber nicht, wie ich aus der Mäkelfalle heraus komme.

Mein Mann sagt mir oft, “Ich weiss echt nicht was Du immer hast, hör doch endlich auf damit”. Das würde ich gerne, aber ich weiss nicht wie. Wie übt man sich in Selbstliebe? Daran muss ich echt arbeiten. Wenn ich Bilder von mir von heute in weiteren 14 Jahren betrachten werde, wird es wieder so sein, dass ich denken werde “Meine Güte, war ich damals jung und hübsch”. Warum erkenne ich es nicht heute? Auch damals erkannte ich es nicht und 14 Jahre zuvor ebenfalls nicht. Es wird Zeit, dass ich aufwache und nicht nur ich: Wacht auf, all ihr schönen Frauen da draussen, die ihr immer an Euch herumkritisiert und mäkelt. Erkennt endlich wie schön ihr seid. Seht Euch selbst mit den Augen der Anderen! Ihr seid schön und ihr seid genug, genau so wie ihr seid!

Make-up Kram und Krempel

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Einer meiner Neujahrsvorsätze war auch, dass ich mich mehr ausprobieren werde und nicht jeden Tag gleich rumlaufen möchte. Deshalb habe ich mir einen knallroten Lippenstift (mit passendem Nagellack) zugelegt.

Kürzlich las ich auf einem Beuatyblock, dass man jenseits der 50 keinen knallroten Lippenstift mehr tragen soll. So etwas weckt immer die Rebellin in mir und führt sofort zu “Und jetzt erst recht”!. Ich finde überhaupt nicht, dass man in so einem gar methusalemischen Alter keinen knalligen Lippenstift mehr tragen darf. Es ist nicht alters, sondern Typ abhängig. Wie bei allem übrigens. Diese Pauschalisierungen nerven mich so unsäglich. Als nächstes werde ich mit Lidstrich experimentieren. Das darf man anscheinend in meinem hohen Alter auch nicht mehr tragen pfffffffff

Meine Thigh Gap war weg, oh Schreck

Vorgestern unterhielt ich mich mit einer Bekannten über Oberschenkellücken, bzw. deren nicht vorhanden sein.

Normalerweise habe ich eine Thigh Gap, doch als ich am Donnerstag so an mir herunterschaute, rieben die Oberschenkel beinahe aneinander und ich erschrak. Ja, ok, ich hatte ein paar Kilo zugelegt, wie jeden Winter… aber soooo viel?

Doch dann wurde ich abgelenkt und ich vergaß das Thema wieder. Bis ich abends vor meinem Spiegel stand und oh Wunder, die Thigh Gap war wieder da.

Des Rätsels Läsung war sehr simpel. Ich hatte mittags zwei mit Teddyplüsch gefütterte Leggins übereinander getragen, weil die Außentemperatur momentan affenkalt ist. Mit diesen verstärkten Strumpfhosen hätte niemand mehr eine Thigh Gap.

Einhorn-Mascara von Pacifica

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Diese Einhorn-Mascara war ein Weihnachtsgeschenk meiner Nichte, die in den Staaten lebt.
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Pacifica vertreibt 100% vegane Kosmetik und Parfüme.

Die Einhorn-Wimperntusche hat ein Bürstchen, welches per Drehung aus oder eingefahren werden kann. Dementsprechend lässt sich die Tusche für Volumen und Länge nutzen. Auf dem Bild ganz oben seht Ihr meine Wimpern 3x getuscht. 1x mit dem kurzen Bürstchen und 2x mit dem ausgefahrenen Bürstchen. Die Rezeptur der Mascara enthält keinerlei tierische Zutaten und die Produkte von Pacifica werden nicht an Tieren getestet. Ich bin mit der Tusche sehr zufrieden. Das Bürtchen ist auch für nicht schminkbegabte Menschen, wie mich, geeignet.

Vermerk: das ist keine Werbung, sondern ein Erfahrungsbericht!

Wunsch und Wirklichkeit

Als Kind sah ich einmal eine Reportage über die sagenumwobene Gestalt des Grafen von Saint Germain, der angeblich das Elixier der ewigen Jugend hat.

Je älter ich werde, umso dringlicher suche ich den Grafen :-D. Wenn ich ihn gefunden habe, dann werde ich wieder so ausschauen:

 

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Bis dahin muss ich mich jedoch mit diesem Anblick im Spiegel abfinden:

 

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Oder besser noch, ich bitte ihn um den Stein der Weisen, welchen der Graf ebenfalls besitzen soll. Entweder ich kann damit das Elixier selbst herstellen, oder ich bin dann so weise, dass ich es nicht mehr benötige.

Back to the roots

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Mitte der 90er Jahre war meine Lieblingsserie Willkommen im Leben – My so-called life. In der Serie sagte Rayanne Craff zu ihrer Freundin Angela Chase,  ihre Haare würden sie hemmen und sie müsse sie deshalb dringend färben.

An diese Szene musste ich heute denken, als ich meine Haare von dunkelblond in braun färbte. Das dunkelblonde Haar hemmte mich zwar nicht, dennoch entsprach es mir nicht. Ich bin keine Blondine. Ich war schon immer brünett und deshalb kehrte ich heute zu meiner Naturhaarfarbe zurück.

Es ist gut möglich, dass ich immer mal wieder hellere Haare oder Strähnen haben werde, das ist auch vollkommen ok. Im Moment ist jedoch braun angesagt. Meine natürliche Farbe ist es in Wahrheit nicht mehr. Das wäre das ach so trendy “Granny Hair”, aber das passt momentan noch weniger zu mir, wie dunkelblond.