Unser weiteres Adoptivkind

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Das ist Yoshi. Wir hatten Mitte Dezember bei der Organisation “Wags his Tail” Bulgarien angefragt, ihn zu adoptieren. Doch er war schon für jemand reserviert. Daraufhin adoptierten wir Muffin von CatsKarma. Gerade als wir den Adoptionsvertrag von Muffin unterschrieben hatten, meldete sich vor 3 Wochen Wags his tail wieder bei uns. Die Adoption von Yoshi war nicht zustande gekommen und wir waren die zweite Anfrage gewesen. Sie fragten, ob wir noch Interesse an einer Adoption hätten. Wir sahen es als Wink des Schicksals und adoptierten ihn auch. Gestern holten wir ihn auf einem Parkplatz in der Nähe von Stuttgart ab. Jetzt haben wir wieder vier Kinder. Schaut Yoshi nicht aus wie ein kleines Füchslein?

Im Grossmutteralter angelangt

Vorgestern traf ich eine alte Klassenkameradin und sie berichtete mir freudestrahlend “Margit, stell Dir vor, ich bin heute Nacht Oma geworden”. Ich freute mich mit ihr, war aber auch geschockt. Ja klar, dass jemand mit 53 Oma wird ist jetzt nicht so ungewöhnlich, aber ich fühle mich so ganz und gar nicht, wie eine Frau im Grossmutteralter. Ich fürchte, ich werde für immer 28 sein, ob das nun gut ist oder nicht. Ich bin im Geiste so jung, wie ich es mit 28 war. Was ist verkehrt daran? Ach ja, da gibt es die Fraktion, die das als “nicht in Würde altern” ansieht. Es gibt bestimmt genügend, die denken, dass ich mich krampfhaft an meine Jugend klammere. So ist das aber nicht. Ich klammere mich nicht verzweifelt an etwas und ich kämpfe nicht krampfhaft gegen etwas an. Ich bin einfach noch genauso, wie vor 25 Jahren. Infantil? Gut möglich, aber so what!

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Sprachnachrichten

Es gibt Begebenheiten und Situationen, die mich doch daran erinnern, dass ich schon etwas länger auf diesem Planeten lebe. Sprachnachrichten gehören eindeutig dazu. Wenn ich welche erhalte, die mehrere Minuten lang sind, manchmal über 10 Minuten lang, dann habe ich Mühe, mir alle Informationen zu merken und wenn ich dann – ebenfalls mit einer Sprachnachricht – antworte, muss ich mich bemühen, dass ich auf alle angesprochenen Themen eingehe und nichts vergesse. Das setzt mich dann immer unter Druck und manchmal fällt mir hinterher ein, dass ich doch was vergessen habe oder gar einen Namen verwechselt habe. Eine liebe Bekannte schickt mir oft und viele Sprachnachrichten. Bei ihr sehe ich es auch ein. Sie hat ziemlich viel um die Ohren, hat viele Lebewesen zu versorgen, studiert “nebenher” noch und ist Stammkunde bei verschiedenen Tierärzten. Sie schickt mir die Sprachnachrichten entweder aus dem Auto, aus dem Wartezimmer der Tierärzte oder spät nachts, wenn sie dann wirklich mal zur Ruhe kommt. Ein Telefonat wäre mit ihr eher schwierig zu bewerkstelligen.

Als ich die akute RCS hatte und kaum was gesehen habe, war ich auch dankbar für die Möglichkeit von Sprachnachrichten.

Dennoch finde ich Telefonate generell besser. Man kann interagieren und gleich zu den angesprochenen Themen was sagen. Ich muss mir nix merken oder gar aufschreiben. Ich vergesse auch nichts. Es ist nicht so distanziert, als wenn man sich minutenlang einen Monolog anhört. Es entstehen auch weniger Missverständnisse, weil man gleich fragen kann, wenn man etwas nicht richtig verstanden hat.

Telefonate verbinden mehr. Sprachnachrichten sind ok, wenn sie die Ausnahme bleiben oder von Menschen, von denen ich weiss, dass sie aus verschiedensten Gründen nicht so telefonieren können. Prinzipiell bevorzuge ich aber das gute alte Telefongespräch.

Unser neues Adoptivkind

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Dieser kleine orangerot-weiss gefleckte Mann ist unser neues Adoptivkind. Er zog am 18. Februar bei uns ein – also heute vor einer Woche. Er hat sich gut eingelebt. Seine pelzigen Geschwister beäugen ihn noch etwas misstrauisch, aber sie sind alle drei gut drauf. Der kleine Kater heißt Muffin und stammt aus dem spanischen Tierschutz. Er kam über die Organisation Catskarma aus Mallorca zu uns.

Stringent nervend

Es gibt so ein paar Begriffe und Redewendungen, die mir einen eiskalten Schauer über den Rücken jagen:

“Stringenz”, “Compliancerichtlinien”, “Arbeitsanweisungen”, “agiles Handeln”, “Das haben wir schon immer so gemacht”, “Das Leben ist kein Zuckerschlecken (bzw. die schwäbische Variante s’Läba isch koi Schlodzar)”, “Wenn wir erst in Rente sind machen wir dies und das” (nur erlebt man diese Zeit oft nicht)”, “Dafür sind wir zu alt”, “Ohne harte Arbeit kommt man zu nichts”, “So ist das eben, daran können wir nichts ändern”, “Was kann ein Einzelner schon tun”, “Man kann nicht alle retten”, “Bundesjugendspiele”, “Zirkeltraining”, “Mindset”… to be continued..

Selfcare Sunday

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Ich habe beschlossen, mich mehr um mich selbst zu kümmern und wann ginge das besser, als im Lockdown? Eben! Ich habe mir Pads aus rotem Ginseng gekauft. Normalerweise soll man sie 2-3x die Woche anwenden, aber ich verwende sie täglich. Ich bilde mir auch schon ein, dass die Augen- und Stirnfalten reduziert wurde. Zusätzlich trinke ich täglich Kurkuma-Ingwer-Shots und löse ein Vitamin-Protein-Pulver in Wasser oder Pflanzendrinks. Das soll mir, laut Hersteller, mehr Energie und Ausgeglichenheit bescheren. Heute ist Tag drei und ich merke noch nichts davon, wäre auch zu früh.

Mit einem natürliche Haarwuchsmittel aus Kräutern, welches ich 2x täglich in die Kopfhaut einmassiere, züchte ich meine Haare gerade nochmals länger, als sie eh schon sind. Meine Wimpern werden mit einem Koffein-Serum länger. Ich musste mit der Anwendung schon pausieren, weil die Wimpern so lang geworden waren, dass sie ständig gegen die Brille stießen.

Meine Onya liebt mich auch mit Ginsengpads im Gesicht. Ihr sind Äußerlichkeiten gänzlich Wurscht.

Echt jetzt?

Es gibt Momente in meinem Leben, wo ich denke “das kann doch nicht Eurer Ernst sein?”. Doch, die meinen das Ernst, Bierernst sogar.

Mir fehlt die Leichtigkeit und der Spass in meinem Leben und das gänzlich unabhängig von Corona und der Lockdown-Situation.

Ich würde gerne wieder sorglos sein. Ausgelassen und Lebensfreude verspüren. Wieso muss alles so seriös sein? Das ist so sterbenslangweilig. Ich möchte nicht mehr in so einer Ernsthaftigkeit und Seriosität leben. Tief in mir bin ich nicht nur eine Hippie-Seele, ich habe auch rebellische Anteile in mir. Ich hätte gerne etwas mehr Anarchie, habe aber nicht mehr den Mut dazu.

Wenn ich mutiger wäre, würde ich Schabernack treiben, Unfug anstellen, ich wäre total albern. Unangepasst und anarchisch.

Früher war ich das viel mehr als heute, aber es wurde mir gehörig abtrainiert. Ich kann mich noch gut an eine Schulstunde erinnern, in der mein Klassenlehrer meine Hausarbeit für alle sichtbar hochhielt und sagte, dass ihm noch nie so eine ungehörige Frechheit untergekommen wäre. Es war eigentlich ein Versehen. Aber von Vorne: es muss ungefähr in der 11ten oder 12ten Klasse gewesen sein. Wir sollten im Fach Betriebswirtschaft (es war ein Wirtschaftsgymnasium) irgend etwas darstellen. Was genau, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich weiss nur noch, dass ich das Thema mega öde und langweilig fand.

Um es für mich interessanter zu gestalten, hatte ich die im Beispiel dargestellte Person – als damals echt großer Fan des Mad-Magazins – als Alfred E. Neumann benannt, wohnhaft in Madhausen in der Madstrasse etc. Ich hatte das nur für mich gemacht, um das trockene Thema für einen kreativen Menschen wie mich etwas phantasievoller zu gestalten. Es half ungemein und als ich es fertig hatte, schrieb ich es quasi nochmals ins “Reine”, damit es eine seriöse Arbeit ergab. Als ich die Hausarbeit am nächsten Tag abgeben musste, verwechselte ich die Versionen und gab die “Unreine” ab. Der Lehrer empfand es als persönlichen Affront gegen ihn. Ich hatte ihn bis zu diesem Tag eigentlich für recht liberal und offen gehalten, wurde aber eines Schlechteren belehrt. Er machte komplett zu. Er hörte mich auch nicht an, als ich versuchte ihm zu erklären, dass ich die Versionen schlicht verwechselt hatte. Ich gab ihm die “ordnungsgemäße Variante”, aber er sah sie sich nicht einmal an. Er blieb bei der 6, die er mir dafür gegeben hatte und wechselte mehrere Wochen kein Wort mit mir. Irgendwann war sein Groll verflogen und er war wieder normaler, ganz so wie vorher wurde es aber nie wieder zwischen uns.

Es gab trotz dieses Einschnitts immer wieder leichtes Aufflackern der Rebellin in mir. Als ich vor Jahrzehnten in einem Fotogeschäft jobbte und für die Dekoration des Schaufensters zuständig war, schmuggelte ich versteckt ein paar kleine Jägermeisterfläschchen ins Fenster. Sie fielen erst auf den zweiten oder dritten Blick auf und vielen Menschen gar nicht. Mein ehemaliger Chef, sah es natürlich und es gab eine ordentliche Standpauke.

An Karneval erschien ich dort ein andermal verkleidet als Councelor Deanna Troi aus StarTrek. Dazu konnte der Chef aber nichts sagen, denn es war ja nichts Anstößiges, was ich trug.

Jahre später brachte ich ernsthaft ein Raclettegerät mit ins Büro und brutzelte mit ein paar gleichgesinnten Kollegen tatsächlich ein paar Pfännchen. Man konnte den Geruch des Raclettekäses noch drei Stockwerke weiter nur allzu deutlich riechen. Es hatte keine Konsequenzen, ausser schrägen Blicken.

Wir bestellten auch mal aus dem Ausland Cocktailpulver, welches man wie Brause mit Wasser anrührte und somit quasi Instant Cocktails mixen konnte. Ich war an dem Tag ziemlich besoffen, aber zum Glück wurde es anscheinend nicht bemerkt.

Während einer Jubiläumsfeier fand ein Gottesdienst statt und dieselben Kollegen wie oben erwähnt und ich hatten in der Nacht zuvor Erdbeeren in Rum eingelegt und zum Frühstück gegessen. Wir waren so betrunken, dass wir – während der Kirchenchor sang – laut “for whom the bell tolls” von Metallica grölten. Das hörte das gesamte Unternehmen, aber niemand verlor je ein Wort darüber. Ich weiss bis heute nicht, wie ich an dem Tag nach Hause gekommen bin, aber ich erinnere mich deutlich daran, dass ich morgens um 10 schon richtig schön angeschickt war.

Wenn ich so darüber nachdenke, ist es schon mindestens 10 Jahre her, seit ich das letzte mal etwas Unkonventionelles getan habe. Das “Rebellischste” was ich in den letzten 8 Jahren tat, war das Tragen von zu kurzen Kleidchen um eine gewisse Person zu ärgern. Ganz schön traurig. Das muss sich wieder ändern. Ich brauche diesen Unfug. Ich kann nicht immer so angepasst und konventionell leben. Diese konservative Welt ist nicht die Meine. Das Leben ist zu kurz um es immer so ernst zu leben. Wenn ich mal alt und am sterben bin, will ich nicht bereuen, dass ich immer versucht habe “es allen recht zu machen”, das ich immer alles “richtig” und korrekt gemacht und so unendlich uncool gelebt habe. Das würde ich ganz sicher bereuen. Ich bereue es ja jetzt schon, dass ich so lange so angepasst war. Mögen die subversiven Spiele wieder beginnen.

 

Schöner Schein

Wir waren heute unterwegs im Nieselregen. Ich hatte mein Handy dabei und habe unterwegs dieses Kloster aus dem 14. Jahrhundert aus der Ferne fotografiert.

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Zuhause habe ich das Bild Instatauglich bearbeitet:

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So macht das doch gleich viel mehr her und ist auch noch leicht mystisch angehaucht.

So ist es nicht nur mit meinem Bild vom Kloster, sondern generell auf Insta. Fast alles ist bearbeitet, mit Filtern versehen und geschönt wo es geht.

Was macht das mit uns? Ich ertappe mich, wie ich mein Insta-Konterfei bevorzuge und mit meinem Spiegelbild hadere. Ich vergleiche mich natürlich auch mit den anderen bearbeiteten Bildern und sehe nur den schönen Schein. Vermutlich sehen die anderen in Natura auch nicht so glattgebügelt und geschniegelt aus, wie auf ihren mit Weichzeichner getränkten Posts.

Es gab mal vor einigen Jahren einen Science Fiction Film namens Surrogate. Ähnlich wie in einem Videospiel hatten die Menschen perfekt ausschauende Surrogates = Stellvertreter. Ihre richtigen Körper blieben immer Zuhause, während die Stellvertreter  – von den echten Menschen gesteuert – in der Welt draussen arbeiteten, Sozialkontakte pflegten etc.

Wir sind nur einen Schritt von dieser Zukunftsvision entfernt. Die Meisten leben jetzt schon mehr in der digitalen als in der realen Welt. Davon nehme ich mich nicht aus. Ich stelle ja sogar Landschafts-Surrogates her und finde die Fakewelt besser als die Echte.

Es ist mal wieder Zeit…

… für eine mega abstruse Story aus meinem Leben.

Es war vor 17 Jahren, als ich noch eine Friseurin hatte, mit der ich auch befreundet war. Sie war nett, wenn auch mega naiv. Sie war der wandelnde Inbegriff von “Ich hab’s nur gut gemeint”. Wie wir wissen, ist “gut gemeint” echt immer Scheisse.

Ich war zu der Zeit Single und sie hatte wohl einen Kunden, der für mich schwärmte. Sie gab ihm unerlaubt und ohne zu fragen meine Handynummer. Ich habe keinen Schimmer mehr, wie er hieß, nennen wir ihn einfach Martin. Irgendwie sah der aus wie ein Martin. Er war ungefähr 5 Jahre älter als ich. Das wäre eigentlich kein Grund gewesen, aber Martin war sowas von nicht mein Typ. Er trug doch tatsächlich einen Schnauzer. Wir reden hier nicht von den 70er Jahren, sondern es war 2004 zur Hölle. Wer trug denn zu der Zeit einen Schnauzer, wenn er unter 60 war???

Er schrieb mir jeden Morgen “Hallo Du Süsse, na, wie geht es Dir, was machst Du denn heute Schönes?”. Ich wusste damals noch nichts von Ghosting und selbst wenn, hätte ich so etwas fieses nicht gemacht. Sehr nett war das, was ich mit Martin gemacht habe, jedoch auch nicht, aber nach zwei Wochen musste das ein Ende haben.

Er wollte ein Date mit mir und ich dachte mir, hier hilft nur die Holzhammermethode und willigte ein. Es war ein lauer Sommerabend und wir trafen uns im Biergarten. Das war mein üblicher Treffpunkt zum Körbe verteilen. Der Parkplatz war direkt daneben und er war nicht sehr gut besucht, so dass ich immer schnell wieder abhauen konnte. Strategisch klug wählte ich auch immer den ersten Tisch direkt neben dem Parkplatz, an dem – ausser mir – auch niemand sitzen wollte.

Er sass, wie von mir bestellt am “Katzentisch”als ich kam. Der gute Martin “strahlte” noch über beide Backen. Noch… Er erzählte mir von einer Kaffeefahrt und dass er sich dort eine Magnetfelddecke gekauft hätte. Oh mein Einhorn! Er fragte mich, was ich so in meiner Freizeit machen würde. Grober Fehler. Ich sagte ihm in aller Ernsthaftigkeit, zu der ich fähig war, dass ich schon seit Jahren nach dem Heiligen Gral suche, mich aber auch mit der Manna-Maschine begnügen würde. Er schaute etwas seltsam, aber jetzt kam ich erst richtig in Fahrt. Ich erklärte ihm, dass ich gerade Klingonisch lerne (was ich tatsächlich versucht hatte) und dass ich einen Hexenzirkel gegründet hätte (das stimmte nicht ganz, aber fast). Er war bleich geworden, beinahe grün. Ich verabschiedete mich auch recht schnell mit dem Hinweis, dass ich jetzt nach Hause müsse, um “Buffy” zu schauen, weil ich auch eine Vampirjägerin werden möchte. Letzteres stimmte nicht, aber dass ich nach Hause wollte um “Buffy” zu schauen, stimmte sehr wohl.

Ich dachte, dass ich ihn nachhaltig verschreckt hätte, aber denkste. Am nächsten Tag rief mich die Friseurin an. Der Martin hätte ihr von unserem netten Abend erzählt und dass er mich unbedingt wieder treffen wolle. Ich sagte ihr, dass sie sich gerne mit dem guten Martin treffen könne, aber ich auf gar keinen Fall ein zweites Mal. Ich sagte ihr, dass sie ihm das bitte beibringen solle und falls sie jemals wieder auf die Idee käme, dass sie irgend einem dahergelaufenen Hoschi meine Nummer geben würde, ohne meine Erlaubnis einzuholen, würde sie ihre Nummer in Großbuchstaben auf einem Plakat im Stadtklo wiederfinden. Das war mein Ernst und das wusste sie auch. Sie erklärte ihm, dass ich ihn nicht mehr sehen möchte, dass er niemals mein Typ sein wird und dass er sich eine andere Frau suchen soll.

Er schrieb mir ab diesem Zeitpunkt nicht mehr und das war gut so. Ich löschte auch direkt seine Nummer und dachte, “den seh ich nie wieder”. Aber dem war nicht so.

An Silvester desselben Jahres war ich mit meiner Nichte unterwegs und bekamen einen Anruf ihres Bruders mit der Bitte, ihn auf einer Veranstaltung in der Stadthalle abzuholen. Wir fuhren gleich hin und der Türsteher war so freundlich, uns unentgeltlich Eintritt zu gewähren. Wir suchten also meinen Neffen und liefen den Flur entlang, als Martin uns entgegen kam. Er starrte uns mit weit aufgerissen Augen an und murmelte etwas, was sich “Nixwieweghier” anhörte, was bei meiner Nichte und mir zu einem langen Lachflash führte. Er rannte daraufhin weg, als wäre der Teufel hinter ihm her. Vielleicht erinnerte er sich an meine Vampirjägerphantasien. Egal, ab da sah ich ihn wirklich nicht wieder. Oder vielleicht doch, keine Ahnung, ich wüsste nicht mehr, wie der aussah. Ist auch irrelevant und schon ewig verjährt. Wahrscheinlich hat der mich aber nicht vergessen, hahahahaha