Fußreflexzonenmassage

Eine Bekannte schwärmte mir sehr von einer Fußpflegerin vor, die so geniale Fußreflexzonenmassagen durchführen würde, dass man danach wie auf Wolken schweben würde.

Ich wollte auch auf Wolken schweben und ließ mir bei besagter Dame einen Termin geben.

Der Behandlungsraum war nett eingerichtet, das Ambiente stimmungsvoll, die Fußpflegerin nett.

So begab ich mich auf diesen Stuhl und sie badete zuerst meine Füße und machte eine normale Pediküre, was noch im Rahmen des Erträglichen war. Doch dann fing sie an, an meinen Füßen herum zu drücken und ich konnte nur mühsam den Impuls unterdrücken, sie zu treten.

Als es ganz schlimm wurde, schlug ich dann zu guter Letzt doch mit einem Fuß aus und verpasste ihr beinahe ein Veilchen.

Als die Folterprozedur endlich vorüber war, fragte sie mich nicht nach einem Nachfolgetermin und war vermutlich heilfroh, dass ich ebenfalls keinen weiteren Termin wollte.

Auf Wolken schwebte ich nicht, sondern lief eher humpelnder Weise zum Parkplatz und war überglücklich, als ich daheim einfach die Füße hochlegen konnte.

Das war das einzige Experiment dieser Art und dabei wird es auch bleiben. Pediküre kann ich selber besser und ich kitzle mich auch nicht dermaßen, dass ich ausschlagen möchte. Wenn ich meine Füße selber massiere tut es mir tatsächlich gut und niemand bekommt ein blaues Auge davon.

Nichts gegen den Berufsstand der Fußpfleger. Die Dame hat ihren Job bestimmt auch gut und richtig gemacht, aber solche Behandlungen sind einfach nichts für mich.

Gedanken

Ich werde immer wieder mit dem Argument konfrontiert “fressen und gefressen werden – das ist die Natur“. Mag sein, dass das für Raubtiere und ihre Beute zutrifft. Aber ich habe noch nie von einem Löwenrudel gehört, welches sich in der Serengeti  mehrere Herden von Tieren in engen Ställen ohne Tageslicht gehalten hätte, diese mit Medikamenten und Hormonen vollgepumpt hätte und eine automatische Schlachtanlage für Zebras und Antilopen gebaut hätte, hunderte Tiere dadurch täglich getötet hätte, nur 10 gefressen, dann satt gewesen wäre und den Rest weggeworfen hätte…

Ich kann und will anderen Menschen nicht aufzwingen, wie sie zu leben haben. Alles was ich möchte ist, dass sich Jeder, der partout nicht auf tierische “Lebensmittel” verzichten will,  mal Gedanken darüber macht, ob Manches wirklich sein muss. Ob man wirklich Kälber oder Lämmer essen muss, oder nicht wenigstens darauf verzichten kann, oder zumindest bei lokalen Bauern das Fleisch / die Milch / die Eier kauft, um so den Tiertransporten und der Massentierhaltung durch Konsumverzicht entgegen zu wirken, anstatt das billigste Fleisch im Supermarkt zu kaufen, ohne die Herkunft zu hinterfragen. Auch unter den Biohöfen gibt es schwarze Schafe, wie immer und überall, aber es ist immer noch besser,  lokal einen Biobauern zu unterstützen den man kennt und der die Tiere auf die Weide lässt, anstatt einen Großkonzern wenn man seinen Fleisch, Milch, Eier Konsum schon nicht einschränken will.

Jeder kann sich überlegen, ob man wirklich mit seinen Kindern in den Zirkus muss oder in Zoo`s und / oder Delphinarien, wo die Tiere teilweise apathisch vor sich hin vegetieren.

Vielleicht kann man auch mal Sojajoghurt probieren oder Mandelmilch oder Weizenfleisch.

Jeder noch so kleine Schritt verbessert die Welt und trägt dazu bei, das Leid der Tiere zu minimieren.

Die Liste

Was ich unbedingt noch tun will, bevor ich irgendwann mal ins Gras beiße

–          Bewusstseinserweiternde Experimente mit Kräutern wenn ich ganz alt bin
–          Das Elixier des Grafen von St. Germain finden
–          Den heiligen Gral finden
–          Einmal auf ner Party so auf dem Tisch tanzen wie in dem Film „10 Dinge, die ich an Dir hasse“
–          Den Film Sissi anschauen und immer einen Schluck Schnaps saufen, wenn jemand „Eure Majestät“ sagt
–          Eine Elfenreise durch`s Keltenland
–          Ein Einhorn treffen
–          Übersinnliche Fähigkeiten entwickeln (wie in „Männer die auf Ziegen starren“)
–          Die Pyramiden von Gishe sehen
–          Einen Alien treffen (aber bitte ohne die rektalen Untersuchungen…)
–          Erreichen, dass Tiere nicht länger rechtlich als Sache eingestuft werden
–          Das Tor zur Anderswelt finden (so wie Narnia)
–          Ein Fantasy Buch schreiben
–          Eine Skulptur eines rosa Einhorns in den Vorgarten stellen
–          Einen Whirlpool in den Garten bauen lassen
–          Statt Altersheim auf Kreuzfahrt gehen