Grausamkeiten gegen Tiere sind Unrecht

Einer meiner Lieblingsschauspieler – Ricky Gervais – postete gerstern:

Animal cruelty is wrong. “But, it´s tradition", doesn´t make it right.,”it`s part of my religion", doesn't make it right, “it´s my culture", doesn´t make it right and "people are more important" doesn´t make it right either. You know why? Because it´s just fucking wrong.

Er hat so verdammt recht! Es ist einfach verdammt falsch, was den Tieren angetan wird und mit nichts zu rechtfertigen. Schon gar nicht mit “Es schmeckt halt so gut”.

Ich bin nicht Veganerin geworden, weil ich Dich liebe Bedienung im “Gutbürgerlichen Restaurant” bei Familien- oder Firmenfeiern in den Wahnsinn treiben will indem ich Dich bitte, meinen Salat nur mit Essig-Öl Dressing anzumachen und den Spargel mit Kartoffeln ohne Sauce Hollandaise bestelle. Ich mache das wirklich nicht, um Dich anzugreifen und Dich zu beleidigen, weil ich die “Gute hausgemachte Sauce” verschmähe oder das “Berühmte Sahnedressing”. Ich will auch Dich lieber Barkeeper nicht verärgern, indem ich Cocktails anstatt mit Sahne mit Hafermilch bestelle. Ich mache das nicht, um Euch aufzuregen oder mich wichtig zu machen.

Ich sehe leider nicht die “Gute Sauce / das gute Dressing / die gute Sahne”, sondern dass dafür Kälber sterben müssen und Küken. Leider hat es sich immer noch nicht bei allen Menschen rum gesprochen: Kühe geben nicht einfach so Milch, als ob man einen Wasserhahn andrehen würde. Die Kuh ist ,wie der Mensch auch, ein Säugetier und somit fließt die Milch nur, wenn die Kuh zuvor ein Kalb geboren hat. Die männlichen Kälber erleben in den wenigsten Fällen ihre Pubertät. Sie sterben im Kindesalter. Werden zu Wurst und Schnitzel und leider auch zu Tierfutter.Das möchte ich als Mutter von vier Katzen an dieser Stelle nicht verschweigen. Es ist mein tägliches Dilemma. Zwar kaufe ich niemals Sorten mit Kalb oder Lamm aber dennoch sterben für das Futter meiner Kinder andere Tiere, für die ich mir wünschen würde, sie dürften alt werden und eines natürlichen Todes sterben. Ich hoffe noch immer auf Katzenfutter von Supermeat für das kein Tier mehr sterben muss und welches aus Hautzellen gezüchtet werden kann.

Bis es soweit ist, versuche ich so vegan wie möglich zu leben. Auch wenn ich damit Bedienungen und Kellner in den vermeintlichen Wahnsinn treibe und auch auf die Gefahr hin, dass wir zu Grillfesten und ähnlichen Veranstaltungen nicht mehr eingeladen werden, weil “Wir ja nix Gscheid`s essen” und wir womöglich “Umstände” machen.

Wir wurden vor ein paar Monaten auf eine Geburtstagsfeier eingeladen, jedoch gebeten, erst drei Stunden später als alle anderen Gäste zu erscheinen, weil es nichts Veganes zu essen geben würde. Später erfuhren wir, dass es wohl ein großes Salatbuffet gab und auch pflanzliche Beilagen. Ausserdem wären wir die Letzten gewesen, die ein veganes Essen erwartet hätten. Wir wären mit den Salaten und Beilagen sehr zufrieden gewesen und wenn es wirklich gar nichts gegeben hätte, wäre uns auch kein Zacken aus der Krone gebrochen, uns selbst etwas zum Essen mitzubringen. Das haben wir schon öfter gemacht und das ist doch überhaupt kein Problem. Wir ernähren uns nicht rein pflanzlich um die Gastgeber vor den Kopf zu stoßen und um “Extrawürste” zu wollen. Wir machen das, weil wir einfach und schlicht nicht möchten, dass wegen uns ein Tier leidet, ausgebeutet oder getötet wird. Deshalb “verzichten” wir auf Fleisch, Wurst, Eier, Milch, Honig, Zeugs mit Gelatine etc etc etc. Wir meiden alles, was Zutaten tierischen Ursprungs enthält, weil wir es einfach nicht mehr mit UNSEREM Gewissen vereinbaren konnten, so etwas zu konsumieren. Ganz gleichgültig, wie “lecker” es angeblich ist.

Manchmal sagen Leute unbedacht zu mir “Das darfst Du ja nicht essen”. Nein, das ist falsch. Ich will es nicht essen. Ich habe mich aus freien Stücken dazu entschieden nie wieder etwas Tierisches zu essen, weil ich nicht am Tierleid beteiligt sein möchte. Nicht um DIR ein schlechtes Gewissen zu machen, sondern damit ICH keines haben muss.

Eigentlich weiss es doch jeder, was mit den Tieren passiert. Dass sie oft noch bei vollem Bewusstsein geschlachtet werden, dass ein Drittel der Tiere trächtig ist und zwar schon ziemlich fortgeschritten. Jeder weiss, dass Tiere genauso zu Gefühlen fähig sind, wie wir Menschen und Schmerzen empfinden, wie wir auch. Alle wissen, dass Fische ersticken, wenn sie gefischt oder geangelt werden. Kein schöner Tod. Erschlagen werden und mit einem Bolzenschuss getötet zu werden aber auch nicht.

Jeder erwachsene Mensch, der nicht gerade den IQ einer Amöbe hat, der weiss sehr genau, was mit den Tieren geschieht. Weltweit milliardenfach täglich! Dennoch wird es ausgeblendet, lieber nicht daran gedacht, schön verdrängt und ignoriert. Vielleicht ist Ignoranz die hervorstechendste Eigenschaft des Menschen. Klar kann man die Augen vor den Fakten verschließen, dass wir die Tiere und die Natur ausbeuten und zerstören, doch egal ob wir es ignorieren oder nicht, die Folgen treffen uns doch jetzt schon gut erkennbar. Das ist wie damals als Kind, als ich dachte, wenn ich die Augen zu mache, sehen mich die anderen nicht… so ähnlich ist das mit der Tierausbeutung und der Umweltzerstörung. Dann lieber gegen die geplante Fleischsteuer wettern… und überhaupt sind diese militanten Veganer an allem Schuld, weil Attila Hiltmann fährt einen Porsche…*Ironie off*

Ich bin sehr oft nicht ethisch korrekt, arbeite aber daran

Ich würde am liebsten nur Biogemüse und Obst kaufen. Überhaupt nur vegane Bio-Lebensmittel. Doch ganz so einfach ist das nicht.

Ich war heute im Biomarkt und versuchte weitgehend plastikfrei und nur bio einzukaufen. Habe ich auch fast geschafft und ich kam mit 4 Pizzen (die sind leider noch in Kunststofffolie eingepackt, aber wir bekamen nach der Arbeit Besuch und ich hatte keine Zeit mehr zum kochen, weil es spät geworden war, weshalb ich auf die veganen Fertigpizzen zurück greifen musste), einem Kopfsalat, einer Zucchini, einer Thai-Erdnusssoße im Glas, einem veganen Nagellack, einer Schale Erdbeeren (250g für 3,95€ sind schon recht happig, aber hey, es ist schließlich Sommer und Erdbeerzeit, da gönnt man sich das schon mal) und einem Glas veganer Mayo zur Kasse. Dort angekommen sagte die Kassiererin “macht dann 39,8o€” und ich bekam Schnappatmung. WTF???

In selbigem Biomarkt gibt es ein veganes Magazin gratis – wenigstens etwas. Dort wurde ein Shop vorgestellt, der zwar wirklich schöne Bekleidung hat, aber die hübschen Sachen sprengen leider mein Budget. Ok, ich könnte es mir schon leisten ein paar Stücke zu kaufen, wenn ich mich stark einschränken würde und einfach insgesamt weniger Klamotten kaufen würde. Das jedoch ist mein absolutes Guilty Pleasure. Ich liebe Mode. Wenn ich alles in fairtrade, bio und vegan kaufen würde, dann wäre ich bei meinem Konsum bald bettelarm. Natürlich würden auch je ein paar Sandalen, Stiefel, Halbschuhe, Sneakers reichen und 5 Kurzarm- und Langarmshirts und Blusen und eine Jeans und zwei Stoffhosen, zwei Shorts, zwei Röcke und zwei Kleider. Wäre machbar, aber wer will das schon? Ich nicht. Ich liebe es, mich jeden Tag nach Stimmung zu kleiden und ich habe viele Klamotten wirklich schon seit sehr vielen Jahren. 50% Secondhand oder mit Freundinnen getauscht und viele “Aus alt mach neu” Teile, die ich aufgepeppt habe. Dennoch habe ich oft ein schlechtes Gewissen. Ich habe objektiv betrachtet viel zu viel Zeugs. Ich habe garantiert 40 paar Schuhe, unzählige Shirts, mindestens 30 Kleider und ebenso viele Röcke, 5 Shorts und so um die 7 Hosen (Hosen sind nicht so mein Ding), von Schals, Halstüchern, Taschen und Schmuck ganz zu schweigen. Die meisten Sachen davon mag ich auch echt total gerne, andere wiederum benötige ich für Artbeitsevents und weitere Sachen sind einfach zweckmässig.

Ich nehme mir immer wieder vor, eine zeitlang nichts mehr zu kaufen, doch dann finde ich wieder etwas, was ich total schön finde… ein Teufelskreis, aus dem ich gerne aussteigen würde, doch ich mag es zu gerne, mich in schöne, ausgefallene und aussergewöhnliche Klamotten zu hüllen.

Ich bin zum Beispiel absolut keine “Deko-Tante”. Dekorationsstücke sind für mich überwiegend Staubfänger und ich mag es eher minimalistisch. Auch zu viele Bilder an den Wänden wäre nicht mein Stil, auch hier ist weniger mehr. Nur bei Klamotten, Schuhen und Schmuck… wobei Schuhkauf bei mir auch sehr schwierig ist. Ich habe riesige Füsse noch dazu mit einem stark ausgeprägten Hallux Valgus am rechten Fuß. Die Schuhe müssen aus tierleidfreien Materialien sein UND schön ausschauen, was es sehr sehr schwer macht, ansprechende Modelle zu finden.

Mein besonderes “Steckenpferd” sind Abendkleider. Ich liebe Ballkleider, Roben, elegante Glitzerfummel. Keine Ahnung, wann ich die tragen kann, aber ich habe sie alle im Schrank. Manchmal ziehe ich sie einfach so an und flaniere damit durch den Garten.

Natürlich könnte ich auf weitere Anschaffungen verzichten, weil ich schon genug Krimskrams habe und wirklich auf Jahre hinaus nichts neues benötige… diesen Vorsatz habe ich, die Frage ist nur, wie lange ich ihn durchhalten kann. Das ist schwerer als keine tierischen Produkte zu konsumieren. Das fiel mir sehr leicht. Fleisch und Wurst mochte ich noch nie so wirklich und auch Milch und Milchprodukte gehörten nicht zu meinen Favoriten. Darauf zu “verzichten” war eher eine Befreiung.

Bei schöner Fashion ist das etwas anderes. weshalb es mir deutlich schwerer fällt, darauf zu verzichten. Natürlich gibt es vegane fair Trade Mode, doch sind das meistens zeitlose Basic-Teile. Das macht ja auch durchaus Sinn, nichts schnelllebiges zu produzieren, dennoch ist mir das in den meisten Fällen zu langweilig. Wenn ich in einem Online Shop stöbere, der vegane fair gehandelte organische Bekleidung anbietet, dann schätze ich das sehr, aber es trifft zu mindestens 90% nicht meinen Geschmack.

Ich gebe zu, dass ich schon mehrfach bei asiatischen Onlineshops bestellt habe. Ich mag den Style. ich mag meine weiße Bluse mit Kirschen drauf. Ich stehe auf mein Erdbeerkleid und ich finde das weisse Top aus weißer Lochspitze  mit Schößchen echt süss. Und dennoch habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich es bestellt habe.

Ich habe mir vor genommen, wenn ich rückfällig werde und mir was zum anziehen kaufe, dann erlaube ich mir selbst nur noch in der kleinen italienischen Boutique einzukaufen, in der ich schon so oft wirklich zuckersüsse Teile erstanden habe. Alles dort ist “Made in Italy” und nicht aus China. Zwar nicht bio oder fairtrade, aber ich habe ein besseres Gefühl, es zu kaufen, wenn es in Europa produziert wurde. Vermutlich lüge ich mir damit selbst in die Tasche. Noch bin ich eine “Süchtige” und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich wieder etwas kaufen werde… aber der gute Vorsatz ist ein Anfang. Ich habe meinen Konsum enorm reduziert und das ist doch auch schon etwas und besser als nichts zu tun.

No more bite

Immer wenn ich mich nicht wohl fühle, entwickle ich leichte bis mittelschwere Tendenzen zur Selbstverstümmelung. Ich kaue dann meine Nägel so ab, dass sie weh tun und zwar heftig.

Meine Gemütsverfassung kann man immer auf einen Blick an meinen Nägeln erkennen. Wenn es mir gut geht, habe ich längere Nägel, die meist recht untalentiert von mir lackiert werden in knalligem rot, hellblau, schwarz, blau, grün, rosa etc.

In Phasen, wo es mir nicht so gut geht, sind sie kurz und unlackiert, nur mit “No more bite” geschützt. Das ist ein Lack, dem ein Bitterstoff zugesetzt wurde, der das Nägelkauen verhindern soll. Das funktioniert bei mir eher suboptimal. Wenn es mir echt schlecht geht, juckt mich der bittere Stoff auch nicht sonderlich. Der Drang mir selbst weh zu tun ist dann größer.

Ich bestrafe mich selbst dafür, dass ich mich zu sehr verstellen muss, dass ich nicht wirklich ich selbst bin und dann kaue ich meine Nägel ab, bis sie bluten.

Wie kann ich das stoppen? Seit über 40 Jahren habe ich keine Lösung gefunden. Selbstliebe wäre vermutlich die Lösung. Eigentlich liebe ich mich auch – eigentlich. Doch dann gibt es wieder Situationen, wo ich nicht mein wahres Ich zeige und mich verstecke. Erst gestern wieder. Ich wollte mir einen Kaffee bestellen und vor mir standen drei Leute, die schon auf ihre Heißgetränke warteten. Die Bedienung fragte sie, welche Milch sie möchten und alle drei riefen empört, dass sie “natürlich normale Milch” möchten und nicht dieses “künstliche Sojazeug”. Überhaupt wären es die Herrschaften leid, dass immer mehr Fleischersatzprodukte in den Läden zu kaufen wären. Das wäre unmöglich, weil sie würden ja auch kein Gemüse aus Fleisch nachbasteln. Die beiden Männer und die Frau mokierten sich lautstark über “diese Veganer”, die künstliches Fleisch bräuchten, das wäre den Dreien vollkommen unverständlich. Ich dachte mir kurz “Los jetzt sag was. Erkläre ihnen nett und freundlich, dass die meisten Veganer aus ethischen Gründen auf tierische Produkte verzichten, weil sie nicht möchten, dass ein Tier wegen ihnen leidet, grundsätzlich aber den Geschmack von Fleisch etc mögen. Deswegen sind Fleischersatzprodukte für ethisch motivierte Veganer, die früher Fleisch mochten ein Segen. Weil sie tierleidfrei schlemmen können”. Doch ich blieb stumm. Ich sagte nichts. Ich sah sie mir an. Einer der Männer war massiv adipös, der Andere leicht übergewichtig mit “Bierranzen”, die Frau war bestimmt 10 Jahre jünger als ich, sah aber deutlich älter aus. Hätten sie mir zugehört? Hätte es was gebracht? Zumindest hätte es mir was gebracht und ich hätte mich wohler gefühlt, wenn ich den Mut gehabt hätte, den Mund auf zu machen.

Ja kann man den dann noch essen?

Kürzlich unterhielt ich mich mit einer älteren Frau. Wir sprachen über gemeinsame Bekannte, die Hühnerhaltung betreiben.

Die Bekannten erfreuen sich einfach so ihrer Hühner und geben ihnen ein Zuhause, ohne eine Gegenleistung zu wollen. Sprich: Die Hühner dürfen einfach Hühner sein und werden betreut und behütet als Familienmitglieder.

Vor ein paar Monaten starb nun der Hahn im hohen Alter. Die Frau hatte das auch erfahren und sagte “Ja kann man denn den dann noch essen, wenn der so alt war?”. Ich sagte ihr, dass unsere Bekannten den Hahn namens Gustav niemals gegessen hätten, weil er zur Familie gehörte und Familie und Freunde isst man doch nicht!

Sie sah mich befremdet an, sagte aber nichts mehr. Ihr Blick sprach jedoch Bände.

Ist das denn wirklich so schwer zu verstehen? Wenn der Familienhund oder die Katze stirbt, dann enden sie doch auch nicht als Braten, zumindest hierzulande nicht. Nichts anderes war es bei Gustav. Er bekam ein Grab im Garten und wurde unter Tränen bestattet.

Essen die Leute ihren Opa, wenn er stirbt? Wohl kaum! Warum also sollte jemand auf den absurden Gedanken kommen, Gustav zu essen?

Ach ja, weil es “normal” ist und weil man es “schon immer so gemacht hat” und weil es “Löwen auch tun”. Nicht zu vergessen hat der Mensch angeblich “Reißzähne” und stirbt an “akutem Proteinmangel”, wenn er sich nicht von toten Tieren ernährt. Fleischkonsum hat “Tradition” und Traditionen bricht man nicht gerne, egal wie barbarisch und grausam sie sind. Ein Spanferkel essen zum Beispiel. Objektiv betrachtet ist das schon ziemlich barbarisch und grenzt an Kannibalismus. Aber es ist “normal”, während die Leute, die sich aus ethischen Gründen pflanzlich ernähren die unnormalen Spinner waren. Ja waren, denn es setzt ganz langsam ein Umdenken ein.

Gestern sah ich ein Plakat auf dem ein Grill mit ganz viel Gemüse abgebildet war und darunter stand “Verantwortungsbewußte Väter grillen ihren Kindern nicht die Zukunft weg”. Genauso ist es.

Wenn es einem schon gänzlich Wurst ist, dass Tiere leiden, dann sollte man sich wenigstens um den eigenen Nachwuchs Gedanken machen und welche Welt man den Nachkommen hinterlassen will.

In Zeiten, wo es Ersatzprodukte gibt, die nahezu wie das “Original” schmecken, kann auch niemand mehr mit der fadenscheinigen Ausrede “Es schmeckt halt so gut” oder “Ich will auf den Geschmack nicht verzichten” daher kommen.

Wir haben diese Woche den Beyond Meat Burger im Lidl gekauft. Er roch so “echt”, dass es mir unmöglich war, ihn zu essen. Mein Mann musste sich “opfern” und alle Patties alleine essen, die er angebraten hatte. Er fand sie super lecker.

Mein Verstand wusste schon, dass er aus Erbsen hergestellt wird und kein Tier sein Leben lassen musste, dennoch war mir der Geruch zu heftig und zu stark an “echte” Burger erinnernd.

Allgemein finde ich es gut, dass diese Produkte Mainstream werden. Mc Donalds verkauft einen veganen Burger? Das ist doch klasse! Fast alle großen Fleischkonzerne haben eine vegane Edition auf den Markt geschmissen. Viele regen sich darüber auf, aber ich finde es richtig gut, denn es zeigt, dass der “unnormale Veganismus” in der “Normalität” angekommen ist. Zugegebenermaßen ist das schon ein klitzekleines bisschen so, als ob der Teufel Weihwasser verkaufen würde, aber hey, warum auch nicht. Jedes vegane Produkt (egal von wem hergestellt) trägt dazu bei, dass weniger Tiere zu Schaden kommen, selbst wenn “Satan” das Essen zubereitet hat, oder war es doch “Seitan”? Hierzu zitiere ich aus dem Film Detroit Rock City: “Satan / Santa – same letters, must be the same guy”.

Influenza

Diese Woche habe ich meinen Insta-Namen geändert und zu jeden Post zig Hashtags verwendet und voilà: ich hatte innerhalb weniger Tage über 100 Follower mehr.

Ich werde mal ausprobieren, ob die Followerzahl noch mehr steigt, wenn ich noch mehr # verwende. Wenn ich dann irgendwann vielleicht mehrere Tausend Follower habe, werde ich dann zur Influenzerin?  Will ich andere beeinflußen? Informieren vielleicht, unterhalten bestimmt, aber beeinflußen?

Jetzt könnte jemand sagen “Aber Du hättest doch am liebsten, dass kein Tier mehr von Menschen getötet oder ausgebeutet wird, das ist doch auch Beeinflußung”. Ja. Dennoch gibt es hier einen gravierenden Unterschied. Ich will das nicht für mich, weil ich meine Meinung für das Nonplusultra halte, sondern ich will, dass das Unrecht aufhört. Unrecht, dass die Menschheit den Tieren schon seit so vielen Jahrtausenden antut. Tierrechte sind das Geburtsrecht der Tiere, das wir ihnen genommen haben.

Wenn ich durch`s influenzen dazu beitragen kann, den Tieren ihr Grundrecht zurück zu geben dann werde ich diese Chance nutzen. Vielleicht ist Influenza doch keine Krankheit 😀

Die Seele der Tiere

Menschen, die noch nie mit Tieren zusammen lebten sprechen Tieren oft eine Seele ab. Sie werden als Produkte angesehen, die dem Menschen dienen sollen. Sei es als Nahrung, als Versuchskaninchen, als Lastenträger, zur Gesellschaft etc etc etc.

Wer schon einmal ein tierisches Familienmitglied hatte, der weiss, dass sie alle eigenständige Persönlichkeiten sind und selbstverständlich eine Seele haben. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Ich sage: Tiere sind unschuldig. Kein Tier macht etwas boshaftes mit purer Absicht. Böse ist nur der Mensch, jedoch kein Tier. Kein Tier quält ein anderes aus purer Bosheit und Niedertracht. Das sind menschliche “Attribute”.

Deswegen ist es die Pflicht von uns allen – der gesamten Gesellschaft – diese unschuldigen Geschöpfe zu beschützen. Wir müssen ihnen ihr angeborenes Grundrecht auf ein unversehrtes Leben gewährleisten. Das ist die wahre Aufgabe der Menschheit. Ich bin überzeugt davon, dass der wahre Sündenfall das Ausnutzen und töten von Tieren ist. Wie anders würde unser Planet ausschauen, wenn wir in Frieden mit allen Lebewesen leben würden?

Die Würde der Tiere ist unantastbar. Wie die des Menschen, den auch wir sind Tiere.

Mach doch mehr für Menschen

riet mir mal ein ehemaliger Kumpel. Tja, ich esse auch keine Menschen, denn Menschen sind ja auch Tiere. Also mache ich dasselbe, was ich für Tiere “tue”, auch für Menschen hahahahaha.

Aber nicht nur, weil ich dem Kannibalismus nicht fröne, ist ein Tierleid-freier Lifestyle indirekt immer auch etwas, was der gesamten Menschheit zugute kommt. Dazu muss man die kausalen Zusammenhänge betrachten. Die Massentierhaltung ist zu einem großen Teil für den CO2 Anstieg verantwortlich und damit auch für den Klimawandel. Für das Tierfutter wird Regenwald abgeholzt, was wiederum das Klima und die Natur in großem Maße beeinträchtigt. Somit trägt jeder Mensch, der sich pflanzlich ernährt dazu bei, dass diese schädlichen Umwelteinflüsse reduziert werden.

Oskar muss weg

Auf 3Sat lief heute in der Sendung Nano der Beitrag “Schlachtung mit Achtung”. Es ging um eine neue angeblich stressfreie Schlachtmethode gleich auf der Weide. Vorgeführt wurde sie an dem Rind Oskar. Oskar war 10 Jahre alt und musste nun “weg”. Er hätte lange genug ein schönes Leben mit seinen “hübschen Damen” gehabt.

Das Wort Achtung im Zusammenhang mit Schlachtung zu benutzen ist nicht angebracht. Eine Schlachtung ist eine Hinrichtung eines unschuldigen Wesens, das niemals etwas verbrochen hat. Es hatte nur das Pech, im falschen Körper geboren worden zu sein.

Ja, Oskar hatte ein schöneres und auch deutlich längeres Leben als die armen Artgenossen in der Massentierhaltung. Dennoch wurde er Jahre seines Lebens beraubt für Wurst, Steak, Schnitzel, Hackfleisch, Lederschuhe, Ledergürtel, Ledertaschen, Gelatine etc.

Ich konnte mir die Tötung von Oskar nicht anschauen. Das Bild wäre ich nie wieder los geworden. Es ist schon schlimm genug zu wissen, dass es passiert ist. Ich wünschte, ich würde in einer Welt leben, wo jemand eingegriffen hätte. Wenn jemand einfach verhindert hätte, dass Oskar getötet wird. Vielleicht irgendwann in einer hoffentlich nahen Zukunft, wird es bei so einem Beitrag mindestens eine Person geben, die aufstehen und das Lebewesen retten wird.

Einhorn-Mascara von Pacifica

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Diese Einhorn-Mascara war ein Weihnachtsgeschenk meiner Nichte, die in den Staaten lebt.
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Pacifica vertreibt 100% vegane Kosmetik und Parfüme.

Die Einhorn-Wimperntusche hat ein Bürstchen, welches per Drehung aus oder eingefahren werden kann. Dementsprechend lässt sich die Tusche für Volumen und Länge nutzen. Auf dem Bild ganz oben seht Ihr meine Wimpern 3x getuscht. 1x mit dem kurzen Bürstchen und 2x mit dem ausgefahrenen Bürstchen. Die Rezeptur der Mascara enthält keinerlei tierische Zutaten und die Produkte von Pacifica werden nicht an Tieren getestet. Ich bin mit der Tusche sehr zufrieden. Das Bürtchen ist auch für nicht schminkbegabte Menschen, wie mich, geeignet.

Vermerk: das ist keine Werbung, sondern ein Erfahrungsbericht!