DIY

Hier seht Ihr meine neuesten Nähprojekte:

 

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Der Stoff, wie er geliefert wurde – hey, ich habe Stoff geliefert bekommen hahahhaaaaaaaIMG_2960

und hier der Zuschnitt. Man kann schon erkennen, dass es ein Rock werden wird. Ich habe den Bund abgeschnitten und das Unterteil.

IMG_3098und hier der fertige Rock.
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Auch hier wieder der Stoff, wie er geliefert wurdeIMG_2962

Sowie der Zuschnitt.

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Hier habe ich den Bund schon genäht und die Falten gelegtIMG_2982

und hier nun auch der fertige Rock.

Ich habe noch einen dritten Stoff bestellt, der jedoch erst in ein paar Wochen geliefert werden wird. Dabei handelt es sich um apricotfarbene Kunstseide, auch mit Fuchsmotiv. Daraus wird ein wadenlanger Rock entstehen, der zu jeder Jahreszeit getragen werden kann, egal ob mit Sandalen oder Stiefeln.

Mein Guilty Pleasure

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Das bin ich mit meiner Kirschjacke von Shein. Ich finde sie soooo schön. Ja, ich habe einige Kleidungsstücke von Shein. Die meisten meiner Lieblingsteile sind von dort. Die Teile sind aussergewöhnlich. Wenn ich Komplimente für meine Klamotten bekomme, dann sind sie meistens von Shein.

Ich mag die Sachen und ich habe immer ein schlechtes Gewissen, weil sie mir gefallen und ich sie gekauft habe.

Ich würde gerne ausschließlich Second Hand kaufen, aber das ist gerade nur auf Online Portalen möglich und die Suche macht irgendwie keinen großen Spass. Auf Flohmärkten Schätze ergattern und zu handeln und nett mit den Verkäuferinnen zu plauschen war so viel schöner. Aber es gibt momentan keine Flohmärkte und private Tauschparties mit meinen Freundinnen sind auch nicht machbar.

Es gibt natürlich ethisch und moralisch korrekte Fashion, aber offen gesagt finde ich die Sachen dort echt nicht zu mir passend. Es ist einfach nicht mein Stil.

Klar, ich könnte einfach gänzlich auf neues Zeug verzichten. Ich habe genug anzuziehen. Aber ich mag schöne, aussergewöhnliche Kleidung einfach so gerne.

Ein Ausweg aus meinem Dilemma sind Eigenkreationen. Ich habe wieder angefangen zu nähen und versuche alte Teile aufzupimpen.

Ich werde demnächst hier meine Upcycling-Projekte vorstellen. Aus alt mach neu.

Second Hand ist nicht immer empfehlenswert

Im Sommer räumte ich meine Schränke aus und fand viele, teilweise kaum getragene Schuhe, die ich aufgrund meines ausgeprägten Hallux Valgus am rechten Fuß nicht mehr tragen kann.

Darunter auch wirklich schöne braune Sandalen aus Wildlederimitat.

Ich stellte die Schuhe bei Ebay Kleinanzeigen ein, nachdem ich auf Kleiderkreisel keine Käuferinnen dafür gefunden hatte.

Kaum ein paar Minuten nachdem die Anzeigen freigeschaltet waren, bekam ich schon die ersten Anfragen. Zuerst noch nett à la “Ob ich auch an Männer verkaufen würde”. Ich schrieb nett zurück, dass ich kein Problem damit hätte, die Schuhe an Männer zu verkaufen. Wie unsäglich naiv ich doch war…

Es kam sogleich die Frage, ob ich auch einen Fuß-Job übernehmen würde. Zuerst schnallte ich überhaupt nicht, was damit gemeint ist, bis es mir dämmerte… ich blockierte den Herrn. Doch es dauerte nicht lange, bis der nächste Fetischist auftauchte. “Wie es sich anfühlen würde, die Sandalen zu tragen” und ob ich “Tragebilder schicken könne”.  So ging es den halben Nachmittag weiter. Mann echt! Ich hätte wirklich kein Problem damit, die Schuhe an Fetischisten zu verkaufen, aber bitte ohne diese eindeutig Zweideutigen Fragen. Geht doch einfach auf einschlägige Portale. Da gibt es bestimmt professionelle Damen, die ihre Dienste anbieten. Ich habe nichts gegen Euren Fetisch, solange Ihr mich damit in Ruhe lasst. Verdammt noch mal. Jeder soll seine sexuellen Vorlieben haben, solange sie niemand schaden, aber einfach so Frauen zu belästigen ist nicht ok.

Ich finde das auch total unfair gegenüber Männern, die die Schuhe einfach nur so kaufen wollen, ohne die Verkäuferinnen blöd anzumachen.

Mein Fazit aus dem ganzen: Ich werde nie wieder versuchen Schuhe zu verkaufen, vorher schmeisse ich sie lieber in den Altkleidercontainer.

Kreatives Schaffen

Wenn ich mich kreativ betätige, egal ob ich male, nähe, fotografiere oder Bilder bearbeite, dann vergesse ich die Zeit und gehe voll in dem auf, was ich tue. Der Schaffensprozess wirkt wie eine Art Meditation, nur dass ich eben nicht nichts tue sondern etwas Neuem Gestalt gebe.

Hierzu ein Beispiel meiner Eigenkreation im Bereich “Fashion”:

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Meine Tochter findet es anscheinend nicht so gut, hahahahaha. Es ist ein Kleid aus Baumwolljersey mit Lamas bedruckt. Es ist aufgrund meiner derzeitigen Handicaps noch nicht ganz fertig, aber ich denke, das Endprodukt ist schon erkennbar.

DIY – selbst genähtes Kleid

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Heute kam der Stoff, den ich mir Anfangs der Woche im Internet bestellt hatte. Es ist ein leicht dehnbarer JerseyIMG_9304

Ich habe den Stoff dann zugeschnitten nach einem von mir selbst ausgedachtem “Schnitt”. Als Schnittmuster diente mir ein Kleid, das ich letztes Jahr genäht hatteIMG_9305

zuerst nähte ich das Oberteil
IMG_9306und danach den Rock und so sieht das fertige Kleid aus

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Es passt ganz gut, vielleicht ist es einen Tick zu lang, hahahaha, aber ich kann es ja noch nach Belieben kürzen

“Verdorben” von Flohmärkten – im besten Sinne

Vor ungefähr fünf Jahren fingen eine meiner engsten Freundinnen und ich an, auf Mädchen- / Frauenflohmärkte zu gehen. Dreimal hatten wir auch einen eigenen Stand. Leider brachten wir mehr Zeugs mit nach Hause, als wir hin gebracht hatten, weshalb wir das schnell aufgaben und nur noch Kundinnen wurden.

Wir ergatterten schon wirklich richtig tolle Schätze. Meine Freundin erstand nagelneue Markenschuhe, ungetragen für 15€ und eine wirklich schöne Jacke. Ich selbst konnte ein weisses Spitzentop, 3 Kleider, 1 Jumpsuit und einen Rock für zusammen 18€ finden. Beim vorletzten Flohmarkt fand ich eine nagelneue nachtblaue Samtbauchtasche, einen rosa Tüllrock und einen schwarzen Pullover für zusammen 10€.

Nach Weihnachten waren wir in den Geschäften und fanden NICHTS. Es gefiel uns wirklich überhaupt nicht das Geringste. Auf Flohmärkten sieht das gänzlich anders aus. Es gab schon Sonntagnachmittage, wo wir unsere Schätze kaum zum Auto schleifen konnten und meine Freundin schon ernsthaft darüber nachdachte, einen Rollkoffer mit zu nehmen.

Am liebsten sind mir die Märkte, wo man sieht, wer was verkauft und mit den Vorbesitzern reden kann. Das mag ich immer sehr gerne. Man kann auch schon von Weitem sehen, ob es an einem Stand was Passendes gibt. Wenn die Frauen ähnlich vom Typ her sind, wie man selbst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, etwas zu finden, was einem gefällt.  Oft ergeben sich nette Gespräche und ab und zu gibt es sogar selbst gemachten Likör. Beim letzten Flohmarkt gab es auch einen DJ und eine Bar.

Wir haben noch weitere Freundinnen angesteckt und letzte Mal waren wir schon zu viert unterwegs. Wir können das nur empfehen.

Man schont den Geldbeutel, spart Ressourcen und hat dazu noch jede Menge Spaß und ein gutes Gewissen.

Ausbeute des Tages

Heute Nachmittag war ich mit einer Freundin und einer Kollegin bei einem Klamottenflohmarkt. Wir ergatterten alle drei wirklich schöne Stücke. Die Frauen von denen wir gekauft haben, waren auch alle total nett und es war ein angenehmer Nachmittag.

Bei mir fanden 2 Kleider, 1 Rock, 1 Jumpsuit ,1 Kurzarmtop und 1 Langarmtop den Weg nach Hause. Für alle Schätze zusammen habe ich € 18,00 gezahlt.

Bei Scondhand-Klamotten habe ich kein solch schlechtes Gewissen, wie bei neuer Kleidung. Klar, gebraucht hätte ich das alles nicht, aber ich mag es. Es hat Spaß gemacht, wir hatten eine schöne Zeit und wir haben schöne neue Teile.

Und doch habe ich trztdem ein klitzekleines bissle ein schlechtes Gewissen, weil ich viel zu viel Zeugs habe. Mitnehmen kann ich eh mal nix, warum also so viel anhäufen? Weil ich es kann, weil ich mich gerne mit schönen Dinge umgebe, auch wenn ich sie wahrlich nicht benötigen würde.

Vielleicht sollte ich mal wieder eine Tauschparty veranstalten, um wieder einige Stücke los zu werden und jemand anders damit zu erfreuen.

Bei meiner letzten Ausbeute ergatterte ich einen rosa Tüllrock mit aufgestickten Glitzersteinen. Eine liebe Bekannte fragte mich “Wann willst Du denn den tragen?” Ich antwortete “Wenn ich mich als Einhorn verkleide” und sie fing an zu lachen. Ich sagte “”Obwohl, ich trug schon mal einen längeren fliederfarbenen Tüllrock auf der Arbeit, kombiniert mit einem schlichten schwarzen Top und schwarzen Schuhen. In dieser Kombi war das gar nicht so auffällig”. Sie schaute mich schelmisch an und sagte dann spöttisch “Ja Margit, klar, total unauffällig. In Flieder!!! Natürlich”. Nun ja, es könnte schon sein, dass dieses Outfit seeeeeehr auffällig war, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sogar. Das würde auch die erstaunten Blicke erklären, die ich an diesem Tag erntete. Und wenn schon. Ich werde es wieder tragen, warum auch nicht. Das bin ich. Ich bin nun mal die Tussie, die sich gerne auffällig kleidet. Das ist in der Branche nicht unbedingt üblich und entspricht sicher nicht der Kleiderordnung. Dennoch lebe ich hier nach dem Motto: Erlaubt ist was mir gefällt!

Ich bin sehr oft nicht ethisch korrekt, arbeite aber daran

Ich würde am liebsten nur Biogemüse und Obst kaufen. Überhaupt nur vegane Bio-Lebensmittel. Doch ganz so einfach ist das nicht.

Ich war heute im Biomarkt und versuchte weitgehend plastikfrei und nur bio einzukaufen. Habe ich auch fast geschafft und ich kam mit 4 Pizzen (die sind leider noch in Kunststofffolie eingepackt, aber wir bekamen nach der Arbeit Besuch und ich hatte keine Zeit mehr zum kochen, weil es spät geworden war, weshalb ich auf die veganen Fertigpizzen zurück greifen musste), einem Kopfsalat, einer Zucchini, einer Thai-Erdnusssoße im Glas, einem veganen Nagellack, einer Schale Erdbeeren (250g für 3,95€ sind schon recht happig, aber hey, es ist schließlich Sommer und Erdbeerzeit, da gönnt man sich das schon mal) und einem Glas veganer Mayo zur Kasse. Dort angekommen sagte die Kassiererin “macht dann 39,8o€” und ich bekam Schnappatmung. WTF???

In selbigem Biomarkt gibt es ein veganes Magazin gratis – wenigstens etwas. Dort wurde ein Shop vorgestellt, der zwar wirklich schöne Bekleidung hat, aber die hübschen Sachen sprengen leider mein Budget. Ok, ich könnte es mir schon leisten ein paar Stücke zu kaufen, wenn ich mich stark einschränken würde und einfach insgesamt weniger Klamotten kaufen würde. Das jedoch ist mein absolutes Guilty Pleasure. Ich liebe Mode. Wenn ich alles in fairtrade, bio und vegan kaufen würde, dann wäre ich bei meinem Konsum bald bettelarm. Natürlich würden auch je ein paar Sandalen, Stiefel, Halbschuhe, Sneakers reichen und 5 Kurzarm- und Langarmshirts und Blusen und eine Jeans und zwei Stoffhosen, zwei Shorts, zwei Röcke und zwei Kleider. Wäre machbar, aber wer will das schon? Ich nicht. Ich liebe es, mich jeden Tag nach Stimmung zu kleiden und ich habe viele Klamotten wirklich schon seit sehr vielen Jahren. 50% Secondhand oder mit Freundinnen getauscht und viele “Aus alt mach neu” Teile, die ich aufgepeppt habe. Dennoch habe ich oft ein schlechtes Gewissen. Ich habe objektiv betrachtet viel zu viel Zeugs. Ich habe garantiert 40 paar Schuhe, unzählige Shirts, mindestens 30 Kleider und ebenso viele Röcke, 5 Shorts und so um die 7 Hosen (Hosen sind nicht so mein Ding), von Schals, Halstüchern, Taschen und Schmuck ganz zu schweigen. Die meisten Sachen davon mag ich auch echt total gerne, andere wiederum benötige ich für Artbeitsevents und weitere Sachen sind einfach zweckmässig.

Ich nehme mir immer wieder vor, eine zeitlang nichts mehr zu kaufen, doch dann finde ich wieder etwas, was ich total schön finde… ein Teufelskreis, aus dem ich gerne aussteigen würde, doch ich mag es zu gerne, mich in schöne, ausgefallene und aussergewöhnliche Klamotten zu hüllen.

Ich bin zum Beispiel absolut keine “Deko-Tante”. Dekorationsstücke sind für mich überwiegend Staubfänger und ich mag es eher minimalistisch. Auch zu viele Bilder an den Wänden wäre nicht mein Stil, auch hier ist weniger mehr. Nur bei Klamotten, Schuhen und Schmuck… wobei Schuhkauf bei mir auch sehr schwierig ist. Ich habe riesige Füsse noch dazu mit einem stark ausgeprägten Hallux Valgus am rechten Fuß. Die Schuhe müssen aus tierleidfreien Materialien sein UND schön ausschauen, was es sehr sehr schwer macht, ansprechende Modelle zu finden.

Mein besonderes “Steckenpferd” sind Abendkleider. Ich liebe Ballkleider, Roben, elegante Glitzerfummel. Keine Ahnung, wann ich die tragen kann, aber ich habe sie alle im Schrank. Manchmal ziehe ich sie einfach so an und flaniere damit durch den Garten.

Natürlich könnte ich auf weitere Anschaffungen verzichten, weil ich schon genug Krimskrams habe und wirklich auf Jahre hinaus nichts neues benötige… diesen Vorsatz habe ich, die Frage ist nur, wie lange ich ihn durchhalten kann. Das ist schwerer als keine tierischen Produkte zu konsumieren. Das fiel mir sehr leicht. Fleisch und Wurst mochte ich noch nie so wirklich und auch Milch und Milchprodukte gehörten nicht zu meinen Favoriten. Darauf zu “verzichten” war eher eine Befreiung.

Bei schöner Fashion ist das etwas anderes. weshalb es mir deutlich schwerer fällt, darauf zu verzichten. Natürlich gibt es vegane fair Trade Mode, doch sind das meistens zeitlose Basic-Teile. Das macht ja auch durchaus Sinn, nichts schnelllebiges zu produzieren, dennoch ist mir das in den meisten Fällen zu langweilig. Wenn ich in einem Online Shop stöbere, der vegane fair gehandelte organische Bekleidung anbietet, dann schätze ich das sehr, aber es trifft zu mindestens 90% nicht meinen Geschmack.

Ich gebe zu, dass ich schon mehrfach bei asiatischen Onlineshops bestellt habe. Ich mag den Style. ich mag meine weiße Bluse mit Kirschen drauf. Ich stehe auf mein Erdbeerkleid und ich finde das weisse Top aus weißer Lochspitze  mit Schößchen echt süss. Und dennoch habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich es bestellt habe.

Ich habe mir vor genommen, wenn ich rückfällig werde und mir was zum anziehen kaufe, dann erlaube ich mir selbst nur noch in der kleinen italienischen Boutique einzukaufen, in der ich schon so oft wirklich zuckersüsse Teile erstanden habe. Alles dort ist “Made in Italy” und nicht aus China. Zwar nicht bio oder fairtrade, aber ich habe ein besseres Gefühl, es zu kaufen, wenn es in Europa produziert wurde. Vermutlich lüge ich mir damit selbst in die Tasche. Noch bin ich eine “Süchtige” und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich wieder etwas kaufen werde… aber der gute Vorsatz ist ein Anfang. Ich habe meinen Konsum enorm reduziert und das ist doch auch schon etwas und besser als nichts zu tun.