Heute sind wir albern

Eine rosa Plüschjacke ist seit kurzem mein Neuerwerb für nicht ganz so kühle Tage. Das gute Stück hängt seit ein paar Tagen an der Garderobe. Mein Mann sah es und kommentierte es mit: “Hast Du ein Chubaka-Kostüm gekauft?”.

Ich fürchte, er meinte es ernst und hätte es mir zugetraut… aber nein, es ist nur eine Übergangsjacke aus Plüsch, kein Star Wars Fan Utensil. Ich könnte damit eher als Flamingo durchgehen, denn die Jacke ist nicht braun, sondern altrosa. Dazu ein rosa Rock, rosa Stiefel und ein schwarzes Oberteil und fertig ist der Flamingo. Passt glaube ich besser zu mir als ein Chubaka-Kostüm.

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Oder wie es unser Barkeeper ausdrückte “Hat die heute den Badvorleger anzgeogen?”

Selbstportrait im eigenen Studio

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Diese Woche wurde mein neues Abendkleid geliefert. Ja, ich habe definitiv einen kleinen bis größeren Abendkleider-Tick. Keine Ahnung, ob ich jemals eine offizielle Gelegenheit haben werde, das schöne Stück auszuführen. Darum geht es auch nicht. Ich kann es anziehen wann immer mir beliebt und wenn es ein verregneter Sonntag Ende Januar ist. Die Aufnahme habe ich mit dem Selbstauslöser gemacht. Der Nagellack ist heute nicht ganz passend, aber es muss nicht immer alles perfekt sein!

Meine Thigh Gap war weg, oh Schreck

Vorgestern unterhielt ich mich mit einer Bekannten über Oberschenkellücken, bzw. deren nicht vorhanden sein.

Normalerweise habe ich eine Thigh Gap, doch als ich am Donnerstag so an mir herunterschaute, rieben die Oberschenkel beinahe aneinander und ich erschrak. Ja, ok, ich hatte ein paar Kilo zugelegt, wie jeden Winter… aber soooo viel?

Doch dann wurde ich abgelenkt und ich vergaß das Thema wieder. Bis ich abends vor meinem Spiegel stand und oh Wunder, die Thigh Gap war wieder da.

Des Rätsels Läsung war sehr simpel. Ich hatte mittags zwei mit Teddyplüsch gefütterte Leggins übereinander getragen, weil die Außentemperatur momentan affenkalt ist. Mit diesen verstärkten Strumpfhosen hätte niemand mehr eine Thigh Gap.

Der Traum, sich wie eine Prinzessin zu fühlen

Mein “Guilty Pleasure” ist das TV-Format “Zwischen Tüll und Tränen”. In der Show suchen sich Bräute ihr Traumbrautkleid aus und es werden unterschiedliche Bräute in verschiedenen Brautmodenstudios gezeigt. Es ist alles dabei, vom Gruftiedress bis zum Sissi-Kleid. Von der Wuchtbrumme bis zur Gazelle sind auch alle Körperformen und Konfektionsgrößen vertreten. Es gibt voll sympathische Berater/innen und echt Nervige. Manchen Bräuten stehen die Kleider hervorragend und bei anderen würde man gerne einschreiten. Es gibt ein Studio, das auf Vintagekleider spezialisiert ist. Das ist mein Favorit. Es kommen aber – zu den immer wieder kehrenden – auch immer neue Brautmodengeschäfte dazu.

Wenn ich nicht schon verheiratet wäre, würde ich heute ein anderes Kleid wählen, wie vor fast 11 Jahren, als ich geheiratet habe. Damals gab es diese elfenhaften Vintagekleider allerdings noch nicht. Vielleicht habe ich einen klitzekleinen Abendkleider-Tick entwickelt, weil es mein “Traumkleid” damals noch nicht zu kaufen gab.

Ich besitze tatsächlich drei lange Abendkleider , die den jetzigen “Traumkleidern” sehr nahe kommen. Natürlich nicht als Brautkleider, sondern eben als Ballroben. Ich habe keine Ahnung, zu welcher Gelegenheit ich die anziehen könnte. Zumindest eines der drei ist sogar für eine Hochzeit (als Gast) einen “Touch too much”. Ich ziehe sie manchmal einfach für mich an und lustwandle damit durch unseren Garten oder durch`s Haus.

Ich glaube die meisten Frauen haben ein Faible für “Prinzessinnen-Kleider”. Deswegen sind Hochzeiten auch so beliebt. Es ist meist der einzige Anlass für eine erwachsene Frau, wo man ohne in der Klapse zu landen ausschauen kann, wie eine Prinzessin. Ja ok, ein paar Gelegenheiten gibt es schon noch, wie Karneval, Abschlussbälle, Theateraufführungen, die Oskar-Verleihung oder der Wiener Opernball. Aber nur bei der eigenen Hochzeit ist man die alleinige Prinzessin. Man muss nicht mit anderen dieses Event “teilen” sondern ist der alleinige Star.

Jede Frau, die sich mindestens einmal im Leben wie ein Superstar fühlen möchte, sollte diese Gelegenheit auch bekommen. Ich möchte dieses Gefühl öfter haben und zieh dann einfach meine Abendkleider / Ballkleider Zuhause an.

Mein Brautkleid habe ich natürlich auch noch. Ich ziehe es immer an unserem Hochzeitstag an um fest zu stellen, ob ich wesentlich zugenommen habe. Doch bisher passt es noch immer wie angegossen.

Schön ist es schon. Ich mag es immer noch sehr gerne, auch wenn ich es heute – mit dem Angebot, dass es jetzt gibt – nicht mehr kaufen würde. Ich glaube jedoch, wenn ich heute so ein Elfenkleid kaufen würde, wie es mir jetzt vorschwebt, wird es in 11 Jahren wieder einen Kleiderstil geben, der mir wieder besser gefallen wird. Von daher war und ist das Kleid genau das richtige Brautkleid für mich. Hier ein paar Impressionen:

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Es hatte ursprünglich eine meterlange Schleppe, die ich kürzen ließ. Ich weiss um meine Tollpatschigkeit und wollte nicht riskieren, an meiner Trauung darüber zu stolpern. Das Kleid hat einen sehr tiefen Rückenausschnitt, was damals vor 11 Jahren noch nicht so verbreitet war, wie heute.
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Es ist ein Neckholder-Kleid und hat eine perlenbesetzte Zierleiste am Oberteil. Die Schuhe sind Silberfarben. Der Plüschpudel ist übrigens das “Braut-Täschchen” und als “Strauß” hatte ich nur eine einzelne rote Rose. Ich kann Blumensträuße nicht leiden. Die einzelne Rose bekam abends meine Mutter geschenkt, die Blumen viel mehr zu schätzen weiss wie ich.

Welcher Sadist hat Pumps erfunden?

Diese Woche war bei mir auf der Arbeit eine Veranstaltung, die es erforderte, dass ich “schicke Schuhe” tragen musste. Die Mary-Janes die ich trug sind wirklich wunderschön, sehen echt gut aus, aber sie sind alles andere als komfortabel. Überhaupt sind alle “eleganten Schuhe” die ich besitze saumässig unbequem. Wer hat sich diese Folterwerkzeuge ausgedacht? Als ich gestern Abend nach Hause kam, konnte ich kaum mehr laufen. Warum tun wir Frauen uns das an?

Ich bleibe bei meiner Meinung: Ballerinas, Pumps und High Heels sind Kacke! Ich mag sie nicht!. Sie sehen nur gut aus, sind aber total schmerzhaft für meine armen Füsse. Sandalen, Sneakers und Stiefel dagegen eine Wohltat.

Das bedeutet für mich, dass ich über die Winter- und Sommermonate schmerzfrei durch die Welt gehe, jedoch an kühleren Sommertagen und in den Übergangszeiten, wenn ich “schicke” Schuhe wie Pumps oder Ballerinas tragen muss, wird es leidvoll.

Wenn jemand weiss, wo man tierleidfreie, schöne, bezahlbare und bequeme elegante Schuhe her bekommt, gerne Info an mich.

Mein Kleiderentwurf

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Dieses Kleid und noch viele mehr habe ich gezeichnet. Es ist eine Art Gipsy Style Kleid mit Mondphasendruck. Meine Kollektion nenne ich “Urbane Göttin”.  Entwürfe für Frauen, denen Basic-Mode viel zu langweilig ist. Ich habe die Kleider gezeichnet, die ich mir gerne kaufen würde, wenn sie erhältlich wären. Ich kaufe mir immer seltener Klamotten, weil mir einfach kaum etwas gefällt. Das schont zwar meinen Geldbeutel, aber ich bin doch sehr Mode-affin. Ich mag schöne Kleider so gerne. Wenn es sie schon nicht gibt, dann kann ich mir wenigstens die Zeichnungen anschauen. Das ist fast wie einkaufen. Vielleicht nähe ich sie eines Tages auch selbst, wenn ich die passenden Stoffe finde und meine vierpfötigen Mitbewohner mich nähen lassen. Meistens muss ich mit dem nähen warten, bis sie alle vier tief und fest schlafen, weil meine kleinen Mit-Designer aus nächster Nähe zuschauen müssen, was ich da so treibe. Das löst dann bei mir sofort die Panik aus, dass sie ihre Pfötchen in die Nadel bekommen könnten oder sich sonst irgendwie verletzen würden, oder Fäden verschlucken. Aus diesem Grund ist nähen bei mir zur absoluten Ausnahme geworden.

 

Wenn es keine Gelegenheit gibt, muss man sich selbst welche erschaffen

Ich habe ein Faible für richtig schöne Abendkleider. Ich besitze mehrere. Ein Dunkelblaues, ein Fliederfarbenes, ein Apricotfarbenes , ein Dunkelrotes und demnächst ein Hellgraues mit Spitzenapplikationen und Glitzersteinchen verziehrtes. Es wird Ende der Woche geliefert. Es war so zauberhaft, dass ich nicht widerstehen konnte. Das Einzige, welches ich jemals außerhalb unseres Heimes trug, ist das Dunkelblaue, welches ich letzte Woche auf einer Hochzeit an hatte. Selbst dort war ich damit hoffnungslos overdressed. Aber wie meine Cousine zu sagen pflegt: man ist niemals overdressed, die anderen sind einfach schäbiger angezogen!

Das hellgraue Kleid, das ich mir nun bestellt habe, wird selbst auf einer pompösen Hochzeit too much sein. Es ist ein Red Carpet Kleid. Ich werde vermutlich hier in der Provinz keine Gelegenheit haben, es auf einem Event zu tragen. Eine meiner Freundinnen hatte eine super Idee. Ich kann doch einfach in meinem Garten einen Ball veranstalten, alle meine Freundinnen einladen und wir ziehen dann unsere schönsten Ballkleider an. Ein Elfenball in unserem Garten. Das wird wundervoll. FullSizeRender

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Was für Bälle gilt, gilt auch für andere Begebenheiten im Leben. Wenn es keine Gelegenheit gibt muss man sich selber welche erschaffen.

Ein Gebot der Höflichkeit

Gestern war ich auf Schlussverkauf-Schnäppchen-Jagd. Ich habe ein Händchen dafür, mega coole Stücke zu ergattern, wenn es mich in den Fingern juckt. Gestern war es wieder soweit und ich spürte das altbekannte Schnäppchen-Gribbeln in meinen Händen.

In einer kleinen Boutique wurde ich schnell fündig und erstand ein grau-meliertes, sehr figurbetontes Kleid.

Weil ich die Stofftasche vergessen hatte und unbedingt die Plastiktüte vermeiden wollte, stopfte ich das neu erworbene Stück in meine Handtasche. Jedoch war ich gestern mit einer relativ kleinen Tasche unterwegs, so dass diese nicht mehr  geschlossen werden konnte und das Kleid quasi oben heraus quoll.

Glücklich lief ich mit meiner Trophäe Richtung Auto, als mich eine Frau ansprach “Hast Du das graue Kleid in der Boutique da hinten gekauft?”, “Ja genau” “Ich hatte dasselbe in schwarz anprobiert, aber der Stoff war hinten am Hintern total durchsichtig. Hast Du es anprobiert? Nicht, dass es Dir auch so geht”. Ich nickte freundlich und sagte “Das ist schade, dass es Dir nicht gepasst hat, vielleicht liegt es an der Farbe. In grau ist es nicht durchsichtig”. Sie antwortete “Das freut mich für Dich”. Wir wünschten uns noch einen schönen Tag.

Die Frau war sehr nett und ich wollte sie nicht brüskieren. Die Wahrheit wäre gewesen, dass sie einen Hintern dreimal so groß wie Kim Kardashian hatte und dass auch der beste Stoff nur bis zu einem gewissen Grad gedehnt werden kann. Sie hätte auch in der grauen Variante einen “Durchsichtigen Hintern” gehabt… aber das Gebot der Höflichkeit lies mich dies natürlich nur denken und ich gab eine Notlüge von mir, die suggerierte, dass es natürlich nur am Stoff gelegen haben muss.

Manchmal sind Notlügen einfach die klügeren Varianten.