Horror Déjà-vu

Gestern hatte ich eine Art Flashback oder Déjà-vu der schlimmsten Sorte.

Ich erledigte eine Routine-Aufgabe im Geschäft und hatte plötzlich ein heftiges Gefühl, dass ich das schon mal erlebt habe, kombiniert mit einem massiven Gefühl des Unwohlseins. Es war auch nicht nur einen Moment lang, sondern hielt mehrere Minuten an. Keine Ahnung was das war, aber ich möchte es nie wieder erleben.

Vielleicht war es nur eine “Fehlfunktion” meines Gehirns, vielleicht aber auch eine Warnung meines Körpers. Sowas wie ein Schuss vor den Bug, dass ich was ändern muss?

 

Was ist schon “normal”?

Diese Woche war ich auf einer Veranstaltung und saß mit vier weiteren Personen zusammen an einem Tisch in einem Lokal. Es handelte sich um eine Winterfeier zu der ich eingeladen worden war. Die Gastgeberin saß am Kopf des Tisches. Als der Kellner kam um unsere Bestellung aufnahmen, sagte sie auf mich deutend “Sie ist Veganerin, aber wir anderen sind normal”.

Für mich bedeutet normal Folgendes:

Niemand hat das Recht Tiere zu töten und auszubeuten

Ohne Empathie für Tiere wird es auch unter den Menschen keinen Frieden geben

Respektiere alle Lebewesen

Menschen sind auch Tiere

Alle Tiere sund unsere Geschwister

Liebe alle Tiere

Noch ist die Welt leider so, dass man ein Psychopath ist, wenn man einen Hund tötet, ein Extremist, wenn man niemanden tötet, bzw. töten lässt, aber vollkommen normal, wenn man Schweine, Schafe, Hühner, Rinder, Rehe, Fische etc tötet, bzw. von anderen töten lässt um sie zu essen.

Mein Leben als Dosenöffnerin

Wer meinen Blog regelmässig verfolgt, der weiß, dass wir vier pelzige Adoptivkinder haben.

Unsere älteste Tochter ist nun beinahe 17 Jahre alt, die andere Tochter und die beiden Söhne sind 8 Jahre alt.

Sie haben mich gut erzogen. Sowie sie maunzen, springe ich. Ich weiss auch genau, was welches Miauen bedeutet. Ich kann jede Tonart in Menschensprache übersetzen. Zum einen gibt es nölende Maunzer, die mich auf gähnend leere Näpfe hin weisen. Die ich dann natürlich sofort fülle. Doch nicht immer sind sie mit meinen Diensten zufrieden. Zwei der Kinder sind extrem mäkelig.

Ich bin mir sicher, dass sie immer so tun, als würden sie ein Futter besonders gern mögen und sowie wir eine größere Bestellung dafür aufgegeben habe, ist genau dieses zuvor heiß geliebte Essen das widerlichste, was ich ihnen je vorgesetzt habe. Sowie ich die Dosen ins Regal geräumt habe, ernte ich strafende Blicke für dieses abscheuliche Zeug. Angeekelt drehen sie sich vom Teller ab und setzen sich leidend in Pose. Begleitet wird dieses Szenario von mißbilligenden Miau-Lauten, die stark an die Autohupe aus der Serie “Die Waltons” erinnern.

Es gibt aber auch liebliche Töne, die mich zum schmusen und knuddeln animieren sollen. Es wirkt immer. Egal ob um 4 Uhr nachts, oder um 19:Uhr. Egal wie tief ich schlafe: Sowie ich eines der Kinder mit mir reden höre, erwache ich sofort. Schlaf wird sowieso seit Jahren überbewertet. Man kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorhersagen, dass einer der Söhne mitten in der Nacht seine Spielschiene wieder entdeckt und die Kugel lautstark in der Schiene hin und her kickt. Das klingt dann etwas wie kegeln. Die beste Liegefläche scheinen für die Stubentiger übrigens meine Schienbeine zu sein. Drei der Kinder liegen oft im Pulk auf ihnen. Wenn ich morgens manchmal Durchblutungsstörungen in den Füssen habe, könnte das eventuell an den 15kg Katzengewicht liegen… könnte aber auch reiner Zufall sein. Nein, da besteht bestiiiiiimt kein Zusammenhang.

Ich war mal vor vielen Jahren auf einem Feng Shui Vortrag und die Rednerin sagte: “Katzen legen sich am liebsten dort hin, wo schlechte Energieströhme sind, während Hunde dort zu finden sind, wo positive Energie herrscht”. Ähm… ja, mein Bauch, meine Schienbeine, mein Rücken… extrem schlechte Energie…manchmal liegt die Seniorin sogar auf meinem Kopf… das gibt mir zu denken…

Apropos Kopf… der neuestes “Ticks” der ältesten Tochter sind: Meine Haare kämmen. Dabei fährt sie mit ausgefahrenen Krallen durch meine Haare. Des weiteren ist “Nasenstupsen” sehr beliebt. Meine Nase wird so lange mit der Pfote angestupst, bis ich aufwache und sie knuddel. Der dritte Tick ist etwas unappetitlich. In mir schleierhafter akrobatischer Leistung pinkelt sie in einen der Wassernäpfe. Unsere Tierärztin hat das mit “Sie macht halt eine Eigenurinbehandlung” kommentiert.

Das Haus ist nie richtig sauber, eine Tiefschlafphase hatte ich schon ewig nicht mehr und Urlaube sind auch gestrichen, aber wenn sie mich einmal anschauen, mit ihren Kulleraugen, dann ist das alles vergessen. Wie heißt es doch so treffend: “Ein Leben ohne Katzen ist möglich, aber sinnlos”.

 

 

Naja, geht so, ich muss seit Montag wieder arbeiten

Heute morgen setzten sich eine Frau und ein Mann im Bus in die Sitzreihe hinter mich.

Die Frau fragte den Mann “und wie geht es Dir so?”. Der Mann entgegnete “Naja, bis Sonntag ganz gut, aber seit Montag muss ich wieder arbeiten. Weißt ja selbst, wie beschissen das ist”. Die Frau antworte “Ja, kann ich voll nachvollziehen. Ich bin Dir schon eine Woche voraus, wo ich wieder arbeiten musste. Voll ätzend!”. Beide seufzten und der Mann sagte “Im Urlaub geht es mir immer gut…”.

Warum können nicht alle Menschen Jobs haben, die sie lieben und wo sie nicht das Ende des Wochendes oder Urlaubs fürchten müssen?

Ein Bekannter sagte kürzlich “Weißt Du, in ganz verzweifelten Momenten, da beneide ich die Penner, die immer morgens am Flussufer mit ihrem Bier rumlungern”.

Irgendwas läuft gewaltig schief in unserer Gesellschaft. Ich verstehe die Unternehmen nicht, die ihre Mitarbeiter ausquetschen wie Zitronen. Was nützt die größte Gewinnsteigerung, wenn ein hoher Prozentsatz der Belegschaft an Burnout oder Depressionen leidet?

Man sollte grundsätzlich nie vergessen: Karma is a bitch if you are!

Warum nur?

Ich habe zwei Lieblingsbands. Bei beiden haben sich die Sänger das Leben genommen.

Als Kurt Cobain damals Selbstmord beging, war ich ehrlich richtig betroffen und traurig. So als ob ich ihn persönlich gekannt hätte. Auch der Tod von Chester Bennington hat mich getroffen.

Beide waren für mich herausragende Künstler, große Talente, die mir mit ihrer Musik viel Freude bereitet haben.

Trotz Talent, Erfolg und Familien waren sie nicht glücklich. Das ist unendlich traurig und tut mir so leid.

 

Dankbarkeit des Tages

Wir hatten heute einen tierärztlichen Notfall. Unsere älteste Adoptivtochter hatte Blut gepinkelt. Ich rief sofort unsere Tierärztin an und sie nahm gleich nach dem ersten Klingeln ab – am Neujahrstag! Dafür bin ich unendlich dankbar. Sie konnte unserer kleinen Süssen sofort helfen und es geht ihr heute Abend schon deutlich besser.

Zeit für Veränderung

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Der Jahreswechsel ist ideal für das Befragen von Orakeln weshalb ich heute meine Karten für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gelegt habe. Das sieht alles sehr vielversprechend aus. Es ist endlich Zeit für Veränderung. Die Zeit ist reif. Ich spüre es, Wandel liegt in der Luft. Verheißungsvoll kündigt sich Neues an. Vorfreudig erwarte ich positive Veränderungen in meinem Leben. Es hat lange genug “geregnet”, es wird Zeit für “Sonnenschein”.