Mimmiiiiimiiiiii

Heute morgen stand ich vor dem Spiegel und überlegte, was ich anziehen könnte. Ich zog mich dann mindestens 3x um, weil ich mich in allem unvorteilhaft fühlte. Ich fand mich fett, unförmig und und und. Ich lies mal wieder buchstäblich kein gutes Haar an mir selbst. Bei anderen Menschen bin ich bei Weitem unkritischer und sehe über so manche – meist charakterliche – Schwäche hinweg. Bei mir selbst lege ich viel strengere Maßstäbe an. Ich mäkle viel zu viel an mir herum. Wenn es mit irgendjemand eine Unstimmigkeit gibt, suche ich den Fehler auch grundsätzlich bei mir. Ich lasse Anderen fast alles durchgehen, jede Unhöflichkeit, jede Gemeinheit, jedwegige Unverschämtheit. Nur mir selber kreide ich mikroskopische Kleinigkeiten an. Das muss aufhören. Ich muss endlich lernen, das umzudrehen. Ich muss mir gegenüber nachsichtiger und großzügiger sein und anderen deutliche Grenzen setzen. Ich bin nicht fett und ich bin nicht hässlich. Ich bin genau richtig, so wie ich bin.

An alle Menschen die zu veil an sich selbst herumkritisieren: Ihr seid genau richtig, so wie Ihr seid. Es gibt nichts zu mäkeln!

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Influenza

Diese Woche habe ich meinen Insta-Namen geändert und zu jeden Post zig Hashtags verwendet und voilà: ich hatte innerhalb weniger Tage über 100 Follower mehr.

Ich werde mal ausprobieren, ob die Followerzahl noch mehr steigt, wenn ich noch mehr # verwende. Wenn ich dann irgendwann vielleicht mehrere Tausend Follower habe, werde ich dann zur Influenzerin?  Will ich andere beeinflußen? Informieren vielleicht, unterhalten bestimmt, aber beeinflußen?

Jetzt könnte jemand sagen “Aber Du hättest doch am liebsten, dass kein Tier mehr von Menschen getötet oder ausgebeutet wird, das ist doch auch Beeinflußung”. Ja. Dennoch gibt es hier einen gravierenden Unterschied. Ich will das nicht für mich, weil ich meine Meinung für das Nonplusultra halte, sondern ich will, dass das Unrecht aufhört. Unrecht, dass die Menschheit den Tieren schon seit so vielen Jahrtausenden antut. Tierrechte sind das Geburtsrecht der Tiere, das wir ihnen genommen haben.

Wenn ich durch`s influenzen dazu beitragen kann, den Tieren ihr Grundrecht zurück zu geben dann werde ich diese Chance nutzen. Vielleicht ist Influenza doch keine Krankheit 😀

Sowas wie das letzte Einhorn

Wenn die Tage wärmer werden, sieht man zunehmend mehr Haut bei Männlein und Weiblein. Dabei fällt mir immer mehr auf, dass es kaum noch nicht tätowierte Menschen gibt. Ok, jenseits der 60 ist der Anteil an nicht tätowierten Menschen wieder zunehmend gering, jedoch darunter ist der Anteil der Tattooträger und / oder gepiercten Leute deutlich gestiegen.

Ich bin weder tätowiert, noch gepierct (von zwei extrem Mainstream Ohrlöchern für Ohrringe abgesehen). Ich bin quasi sowas wie das letzte Einhorn. Meine Haut ist frei von Farbe. Irgendwie ist es inzwischen schon wieder so selten, nicht gezeichnet zu sein, dass es vielleicht schon wieder “cool” ist. Mir ist das gleich. Das muss jeder für sich entscheiden. Ich finde Tätowierungen und Piercings einfach nicht schön an mir und was andere mit ihrer Haut anstellen geht mich nix an.

Ich finde zwar die wenigsten “Verziehrungen” schön, aber wenn es zum Typ passt und der Träger sich damit wohl fühlt, ist das absolut in Ordnung. Ob Diejenigen, die sich Ihre Arme und Oberschenkel tätowieren ließen auch noch in 10 Jahren daran erfreuen werden? Wer weiß – nicht mein Bier.

Mein Problem ist, dass meine Haut mehr und mehr von Falten “geziert” wird. Das Leben hinterlässt Spuren, ob es mir gefällt oder nicht. Altern ist definitiv nichts für Weicheier. Vielleicht ist die Natur doch gnädig in dem sie ältere Leute meistens schlechter sehen lässt… dann tut der Blick in den Spiegel nicht so weh, wenn die Sehkraft nach lässt und quasi ein eingebauter Weichzeichner das Elend abmildert.