Wie man aus einem stinknormalen Handybild eine Portraitaufnahme macht

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Ich habe mit meinem Handy ein Selfie gemacht. Einfach in Gammelklamotten, ungeschminkt und vor einer weissen Wand in unserem Haus.

Dieses Foto habe ich mit verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen modifiziert:

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Zuerst wandelte ich das Bild in Sepia um, machte das Licht weicher, setzte einen Weichzeichner drüber und zuletzt simulierte ich eine professionelle Ausleuchtung von oben. Ach ja und natürlich habe ich die Falten abgemildert, das Hautbild verfeinert und die Augen geschärft. Fertig ist das neue “Ich” mit wenigen Mausklicken.

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Wie ich mal fast ein Hochzeitsshooting verlassen hätte

Vor einigen Jahren, war ich die Hochzeitsfotografin bei einem Paar wo er total unsympathisch war und sie eine total Liebe.

Die Braut hatte mich gebeten, ein paar Einzelbilder von ihr im Brautkleid zu machen und darunter auch ein sogenanntes Stumpfband-Bild. Das Shooting fand an einem seichten Flusslauf statt, das mit ein paar kleinen Felsstücken garniert war.

Sie stellte ein Bein auf einen der kleinen Felsen, sie krempelte das Brautkleid hoch bis zum Oberschenkel, so dass man das Strumpfband sah und ich fotografierte es. Wir hatten das Bild gerade fertig, als der Bräutigam schäumend vor Wut angerannt kam und mich anschrie, dass ich aufhören solle, solch “perversen Bilder” von seiner Frau zu machen. Ich stand zuerst ziemlich perplex da, bis ich meine Stimme wieder fand und sagte “Geht`s Dir noch gut? Die Bilder sind nur für Euch, wenn Deine Frau so ein Strumpfband-Bild will, ist das ihr gutes Recht und ob Ihr die Bilder jemandem zeigt oder nicht ist alleine Eure Sache, also wo bitteschön ist Dein Problem?”. Er wollte sich aber aufregen und sich nicht wieder einkriegen. Wenn die Braut nicht so nett gewesen wäre und ich sie nicht so gern gehabt hätte, hätte ich dem Kotzbrocken gesagt “Dann mal Dir doch ab jetzt Deine Hochzeitsbilder”. Doch ich blieb, machte gute Miene zum bösen Bräutigam und hielt meinen Mund.

Das Paar hat sich schon bald getrennt und das war auch gut so: Vor allem für die Braut.

Frühlingserwachen

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Vielleicht ist dieses Bild ein Hinweis für mich. Ein Zeichen dass es Hoffnung gibt. Dass Licht am Horizont scheint. Es muss sich etwas grundlegend ändern in einem bestimmten Bereich meines Lebens. Ich kann nicht länger von der Apokalypse träumen. Mein Leben ist endlich und ich möchte es nicht noch 16 Jahre so verbringen. Alleine der Gedanke verursacht mir sofortigen Brechreiz. Mein Körper streikt täglich mehr und ich weiss sehr genau, was er mir sagen will, doch ich weiss nicht, wie ich es ändern kann. Wenn ich nur für mich alleine verantwortlich wäre, hätte ich das Dilemma schon lange hinter mir gelassen, aber ich bin nicht nur für mich verantwortlich. Deshalb bin ich gefangen, wie in diesem Geäst auf dem Bild, doch hinter den verwucherten Zweigen scheint die Sonne und noch habe ich Hoffnung, einen Ausweg zu finden. Ich liebe mich selbst zu sehr, als dass ich mir das noch jahrelang zumuten kann. Es gibt immer eine Alternative, eine Lösung, einen Ausweg. Ich muss nur genauer hinschauen, oder mir eine Heckenschere kaufen.