Ein Traum zum Nachdenken

vor beinahe vier Jahren starb meine beste Freundin an Krebs. Ab und zu träume ich von ihr. Die Träume fühlen sich immer sehr real an. So auch wieder der Traum, den ich vor zwei Wochen hatte:

Meine Freundin besuchte mich und beschwerte sich bei mir, dass ich sie gar nicht mehr anrufen und nichts mehr mit ihr unternehmen würde. Ich sagte daraufhin “Aber Du bist doch tot”, darauf erwiderte sie “Na und wenn schon, das ist doch kein Grund, den Kontakt zu mir abzubrechen”. Ich sagte noch einmal “Schätzle, Du bist tot, wie soll ich denn was mit Dir unternehmen?”. Sie antwortete “Selbst wenn ich tot bin, kann ich doch trotzdem überall dabei sein und Du kannst auch mit mir telefonieren”:

Ja, ich habe sie seit sie gestorben ist, ausgeschlossen. Manchmal dachte ich “Das hätte ihr jetzt gefallen”, oder “Das wenn sie wüsste”, aber ich sprach sie nie direkt an. Ich werde mir angewöhnen, sie wieder “anzurufen”. Wenn mir ihr Exfreund wieder einen bescheuerten Witz sendet, dann werde ich sie integrieren und sagen “Schau, unverändert” und dann werden wir lachen. Ich werde sie auf das Volksfest mitnehmen und mit ihr Spaß haben. Sie kann jederzeit dabei sein. Wieso sollte sie nicht dabei sein! Wie sie selbst sagte “Ich bin zwar tot, aber ich existiere noch”.

Wir schließen unsere geliebten Verstorbenen oft aus unserem Leben aus. Ich bin froh, dass sie es mir gesagt hat. Ich werde auch meinen Papa wieder direkt ansprechen. Komischerweise mache ich das mit MissC oft. Ich “unterhalte” mich sehr häufig mit ihr. Dann habe ich auch das tröstliche Gefühl ihrer Nähe. Bei ihr habe ich es intuitiv richtig gemacht.

Alle Lebewesen, die wir “verloren” haben, sind noch da. Der Tod ist nicht das Ende des Daseins und wir sind nicht wirklich getrennt von ihnen.

Einhorn-Mascara von Pacifica

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Diese Einhorn-Mascara war ein Weihnachtsgeschenk meiner Nichte, die in den Staaten lebt.
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Pacifica vertreibt 100% vegane Kosmetik und Parfüme.

Die Einhorn-Wimperntusche hat ein Bürstchen, welches per Drehung aus oder eingefahren werden kann. Dementsprechend lässt sich die Tusche für Volumen und Länge nutzen. Auf dem Bild ganz oben seht Ihr meine Wimpern 3x getuscht. 1x mit dem kurzen Bürstchen und 2x mit dem ausgefahrenen Bürstchen. Die Rezeptur der Mascara enthält keinerlei tierische Zutaten und die Produkte von Pacifica werden nicht an Tieren getestet. Ich bin mit der Tusche sehr zufrieden. Das Bürtchen ist auch für nicht schminkbegabte Menschen, wie mich, geeignet.

Lügen über Lügen

“Na, wie geht`s?” “Seit ich Dich gesehen habe könnte ich kotzen”. Das wäre zwar oftmals ehrlich, aber man sagt nett und sozialkompatibel “Danke gut und Dir?”. Auf die Gegenfrage erwartet man in den meisten Fällen ebenfalls eine oberflächliche Antwort wie “Ja, auch gut”.  Die Meisten wären mit der Entgegnung “Mir geht es total beschissen” , “Ach geh doch zum Teufel” oder “Ich hasse Euch Alle” ziemlich überfordert.

In dem Film “The invention of lying” (Deutscher Titel: Lügen macht erfinderisch) ist Mark Bellison (Ricky Cervais) der einzige Mensch, der lügen und sich Geschichten ausdenken kann. Durch diese Eigenschaft verbessert sich sein Leben enorm und letztendlich bekommt er die Frau seiner Träume.

In unserer Realität ist es so, dass kaum einer die Wahrheit hören  will und Lügen können das Leben durchaus verbessern.

Kürzlich sagte eine Besucherin zu einem unserer Kater “Bist Du ein Dicker. Du wirst ja immer fetter!” So etwas hört man nicht gerne, auch wenn es die Wahrheit ist. Wir bevorzugen die Bezeichnungen “Plüschig” oder “Flauschig”. Dick und fett wird nicht gerne gehört.

Eine Bekannte sagte kürzlich, dass sie das Weihnachtsgeschenk ihres Chefs scheusslich findet. Das mag für sie die Wahrheit sein, aber manchmal ist Schweigen wirklich Gold. Sie hat es zum Glück nicht zu ihrem Chef gesagt. Sie sollte sich an den Rat halten “Wenn Du nichts Nettes zu sagen hast, dann sei still”. Das gilt für uns Alle. Wenn wir nichts Nettes zu sagen haben, sollten wir einfach öfter mal unseren Mund halten

Es gibt so eine fernöstliche Weisheit, die ungefähr so lautet, dass man alles was man sagt überprüfen sollte, ob es wahr ist, ob es relevant ist und ob es nett ist. Ja, unser Kater ist plüschig. Ob das relevant ist glaube ich nicht, weil wir ihn in jeder Form lieben und er ist einfach auch sehr groß . Ihn als flauschig oder plüschig zu betiteln ist freundlich. Also geht das in Ordnung.  Anders würde es sich verhalten, wenn ich zu einer mir weitläufig bekannten Frau sagen würde “Ihre Frisur ist wirklich total unvorteilhaft” (es ist wahr!), aber das geht mich nichts an und ist unerheblich. Ihr alleine müssen die Haare gefallen. Wir nennen sie insgeheim “Lord Helmchen”, was es echt gut trifft… aber das ist nun wirklich nicht nett. Es bleibt schwierig… we are nothing but mammals… und wir werden weiterhin lügen, nicht nett sein, aber manchmal auch liebevoll, nett und ehrlich. Gilt auch hier das Gesetz von “Wie es in den Wald hinein schreit, so hallt es zurück”?. Ich bin zu Menschen, die zu mir nett sind auch netter als zu Menschen, die mir nicht so wohlgesinnt sind oder die mich nerven. Würde das bedeuten, dass die wiederum auch netter zu mir wären, wenn ich netter zu ihnen wäre? Was war zeurst da, die Henne oder das Ei? War ich zu denen zuerst nicht nett und es ist die Ressonanz daraus? Ganz so einfach ist es meiner Meinung nach nicht. Es gibt einfach Arschlöcher und die bleiben auch Arschlöcher, egal ob man sie wohlwollend behandelt oder nicht. Meine Oma sagte als Metapher immer “Einem bissigen Hund musst Du doppelt Futter geben”. Ich habe mich jahrelang daran gehalten. Doch dieses Jahr werde ich das anders handhaben. Den “bissigen Hunden” werde ich nicht “zweimal Futter geben”, sondern “gar kein Futter”. Denn genau das ist das Problem mit Arschgeigen. Wenn man sie nicht nur gewähren lässt, sondern ihnen auch noch “Leckerlies” für Ihr asoziales Verhalten gibt, dann bestätigt sie das doch nur. Wenn man ihnen die “Sonderbehandlung” nimmt, verhalten sie sich vielleicht tatsächlich anders. Wir werden sehen. Ich werde eine anthropologische Studie durchführen an ein paar prädestinierten Probanden.

 

Wunsch und Wirklichkeit

Als Kind sah ich einmal eine Reportage über die sagenumwobene Gestalt des Grafen von Saint Germain, der angeblich das Elixier der ewigen Jugend hat.

Je älter ich werde, umso dringlicher suche ich den Grafen :-D. Wenn ich ihn gefunden habe, dann werde ich wieder so ausschauen:

 

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Bis dahin muss ich mich jedoch mit diesem Anblick im Spiegel abfinden:

 

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Oder besser noch, ich bitte ihn um den Stein der Weisen, welchen der Graf ebenfalls besitzen soll. Entweder ich kann damit das Elixier selbst herstellen, oder ich bin dann so weise, dass ich es nicht mehr benötige.

Heute war Tabula Rasa angesagt

Was mich auf Facebook schon lange gestört hat, ist, dass es unglaublich viele furchtbare Posts gibt. Erschossene Wildtiere, Deppen vor ihren “Trophäen”, gequälte Elefanten, gefolterte Hunde und Katzen, Bilder aus Schlachthöfen, abgeschlachtete Wale und Delfine, gequälte Zootiere, durch Feuerwerkskörper verletzte Tauben und und und und

Ich kann es nicht mehr sehen. Es tut mir so unendlich in der Seele weh. Ich kann mir selbst diese Posts nicht mehr zumuten, ich ertrage es nicht mehr!

Deshalb werde ich ab heute alle “Freunde” entfernen, die so etwas wiederholt verbreiten. Ich fing heute mit drei Personen an. Alle drei kenne ich persönlich und einer ist sogar im wahren Leben ein guter Bekannter.

Der eine hatte im Halbstundentakt Bilder aus Taiji gepostet, der Andere hatte ein Video gepostet, das zeigte, wie ein Schwein mit einem Bolzenschuss getötet wurde und der Dritte hatte ein Bild mit vielen toten Füchsen hochgeladen, auf dem Jäger neben den Kadavern posierten.

Ja, das Töten in Taiji muss endlich aufhören und ja, das Schwein hätte ein schönes Leben verdient gehabt wie es “Esther the Wonderpig” leben darf und ja, die Füchse, Rehe, Wildschweine etc sollen in Frieden leben dürfen, ohne dass ihnen Jäger mit Gewehren auflauern oder sie zu Tode hetzen, Ich bin derselben Meinung wie die drei Herren, die ich entfernt habe. Ich will diese Bilder und Filme trotzdem nicht sehen. Es tut mir so weh und ich bekomme es nicht mehr aus dem Kopf und deshalb muss ich mich schützen.

Seit Jahren immer diese Posts und jetzt ist es genug. Meine Seele hat genug davon ertragen, jetzt ist Schluss damit.

Egal wie gut ich Euch leiden kann und egal in welchem Freundschaftsverhältnis ich zu Euch stehe, ich werde Euch gnadenlos aus meiner Freundschaftsliste entfernen, wenn Ihr diese Horrorszenarien verbreitet. Dasselbe “Schicksal” wird Euch auch ereilen, wenn Ihr stolz Eure “Guten Braten”, “Wurstteller”, Truthähne oder Gänse zu “traditionellen” Festen in Euren Öfen oder sonstiges Zeug postet. Auch das tue ich mir nicht länger an. Alles was mir nicht guttut, wird eliminiert.

Sneakers im Schnee

Die halbe weibliche Bevölkerung läuft gefühlt gerade mit Sneakers und nackten Knöcheln im Schnee herum und ich?

Ich bin die, die gefütterte Stiefel mit dicken Flauschsocken und ner Thermolegging trägt und noch immer friert!!!

Wie macht Ihr das? Friert Ihr nicht? Ich habe sogar welche gesehen, die offene Jacken und bauchfrei trugen? Wir haben Minusgrade Leute? Wir hatten zwar echt ewig lange Sommer letztes Jahr, aber zur Zeit sind die Witterungsverhältnisse eindeutig winterlich. Habt Ihr ein anderes Kälte-Wärme-Empfinden wie ich? Bin ich die einzige Frau, die fast immer friert? Ich sitze im warmen Haus bei mindestens 23 Grad Celsius, ich trage wirklich dicke Socken und warme Joggingsachen und dennoch habe ich eiskalte Füsse. Das ist doch abartig.

Selbst im Sommer sollte es mindestens 20 Grad haben, bevor ich offene Schuhe trage, oder die Socken weg lasse. Selbst im Rekordsommer 2018 gab es Abende, wo ich fröstelte, während alle um mich herum über die Hitze stöhnten.

Wenn ich irgendwann mal in die Hölle kommen sollte, dann ist es da zumindest schön warm.

Selbstportrait

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Ich habe mir für mein provisorisches Studio neue Hintergründe gekauft. Einer davon ist diese “Steinmauer”. Natürlich musste ich das gleich ausprobieren und aus Ermangelung an Modellen habe ich mich mit dem Selbstauslöser einfach selbst fotografiert.

Die Belichtung ist noch stark verbesserungswürdig und an meiner Performance muss ich auch noch arbeiten, für den ersten Versuch finde ich es aber eigentlich ganz gut. Man muss beachten, dass ich den Selbstauslöser eingeschaltet habe, dann schnell vor die Leinwand gerannt bin und versucht habe möglichst nicht blöd zu schauen. Es ist mir nicht so ganz gelungen, aber es gab schon schlechtere Portraits von mir, von daher bin ich ganz zufrieden.

Im Nachhinein ist vieles witziger

Es gab schon Begebenheiten in meinem Leben, die waren als sie stattfanden alles andere als lustig. Manche davon haben mir weh getan, andere ließen mich vor Scham im Boden versinken oder haben mich traurig gemacht, Doch heute, im Nachhinein – viele Jahre später – sind alle diese Vorkommnisse mega witzig und ich lache darüber.

Das Meiste hatte schon eine unfreiwillige Komik als es geschah, nur erkannte ich es nicht. Ich war gefangen in mir und konnte den feinsinnigen Humor in den jeweiligen Situationen nicht wahrnehmen. Mit dem nötigen Abstand änderte sich das zum Glück und ich konnte nicht mehr nachvollziehen, warum es mir mal solchen Kummer bereitet hatte.

Ich glaube, so wird es auch zukünftig mit vielen Erlebnissen sein. Wir halten sie für furchtbar, sie bereiten uns schlaflose Nächte, sie schlagen uns auf den Magen und wir weinen deswegen, doch in zwei oder drei Jahren werden wir herausfinden, dass sie einfach nur lächerlich waren. Irrelevant und die Lachmuskeln strapazierend.

Ich übe mich darin, nicht erst jahrelang zu warten und die Situationskomik in meinen scheinbaren Dramen schon jetzt zu erkennen.

Hierzu noch eine “lustige” Geschichte, die ich vor zwei Jahren erlebt habe:

Eine Bekannte ghostete mich “aus heiterem Himmel”. Sie schickte mir eines schönen Tages eine Email und teilte mir mit, dass sie keinen weiteren Kontakt mehr mit mir möchte. Sie und ihr Lebensgefährte waren ein paarmal mit uns bei Fotoausstellungen und es war eigentlich immer recht nett. Deshalb traf mich das Ghosting wie ein Schlag in die Magengrube. Ich grübelte tagelang, was ich ihr “angetan” hatte, konnte aber nichts finden. Ich rief sie an, wollte Antworten, aber sie blieb ein “Geist” für mich. Ich sah und hörte seither nie wieder von ihr.

Heute fiel mir ein, dass sie mir mal erzählt hatte, dass ihr Hund und ihre Katze sich seit vielen Inkarnationen kennen würdne, sich aber niemals leiden konnten und deshalb immer wieder in jedem Leben aufeinander treffen würden, seit Jahrtausenden. Sie hatte mir auch erzählt, dass die Wildtiere voll den Hass auf die Menschheit hätten und dass  man Ameisen von seinem Grundstück vertreiben könne, in dem man den Ameisenherrscher telepathisch um einen Weiterzug bittet. Sie war auch überzeugt davon, dass ein kleines Hutzelmännchen (was immer das auch ist) in ihrem Keller wohnen würde. Ich erinnerte mich daran, lies es kurz auf mich wirken und verfiel in ein befreiendes, schallendes Lachen.