Ohne Fleisch kann man doch nicht leben…

auch diesen Satz höre ich wieder und wieder und wieder… egal ob ich als lebender Beweis vor Ihnen stehe… ich lebe seit über 30 Jahren recht gut damit. Deshalb: JA, man kann prima ohne Fleisch leben! Man kann auch ausgezeichnet ohne Milchprodukte, Eier, Honig, Lederprodukten, Zeugs mit Gelatine oder Collagen und sonstigen „Tierischen Produkten“ leben. Es geht ziemlich einfach. Man muss im Laden nur in eine andere Ecke – das ist schon alles an „Umstellung“. Auch damit lebe ich schon seit ungefähr 6 Jahren ziemlich super! Also erzählt mir keinen Scheiß! Man kann gut ohne „Tierische Konsumgüter“ leben. Alleine am Willen mangelt es…seit dann doch wenigstens ehrlich und sagt: „Ich habe keine Lust, mein Leben zu ändern“.

Meine Katze ist viel süsser

Im Internet sah ich einen echt witzigen Spruch, der total auf mich passt „Egal wie viele Bilder Ihr mir von Euren Babies zeigt: Meine Katzen sind viel süsser und niedlicher!“

Ich kann nichts dafür, das war schon immer so. Ich mag Kinder, ich habe nichts gegen sie, aber wenn ich eine Katze sehe… dann sind das ganz andere Emotionen. Es ist nicht so, dass ich Eure Kinder absichtlich nicht so goldig finde, wie Eure Katzen, es ist einfach so. Eure Kinder sind auch niedlich und süss, aber eben nicht so sehr wie Eure Katzen, oder Hunde, Schäfchen, Ziegen oder Kaninchen etc…oder wenn Ihr gar kleine Eselchen habt… oder Kälbchen… aber Katzen sind nun mal meine Lieblingstiere.

Die Rückkehr der alten Götter – eine von mir erfundene Fantasiegeschichte:

Freyja lebte nun schon seit Jahren in dieser Stadt im Süden Deutschlands. Hier konnte sie höchstens noch 5 Jahre bleiben, bevor die Leute in ihrer Umgebung argwöhnisch wurden. Im 21. Jahrhundert war die Zeitspanne länger geworden, die sie an einem Ort bleiben konnte. Freyja war unsterblich. Sie war eine Gottheit. Früher wurde sie angebetet, aber das war schon viele Jahrhunderte her. Ohne Menschen, die an sie glaubten, war sie sozusagen arbeitslos. Deshalb lebte sie einige Jahre an einem Ort und zug dann weiter, bevor auffiel, dass sie nicht alterte.

Sie war die Göttin der Liebe und Schönheit. Doch sie hatte ihren Zauber verloren. Weil niemand mehr an sie glaubte, hatte sie auch aufgehört an sich zu glauben.

Traurig rührte sie den Kessel mit dem Liebeselixier. Auch wenn sie ohne Arbeit war, so hatte sie ihr Handwerk doch nicht verlernt und was konnten die Menschen gerade am allermeisten gebrauchen: Liebe!

Wenn sie durch einen Wald lief, dann wurde sie sofort von den Tieren und Pflanzen erkannt. Ihnen konnte sie nichts vormachen. Sie waren nicht so blind wie die Menschen. Die Bäume spürten ihre göttliche Präsens und raschelten vergnügt mit den Blättern, wenn sie vorbeilief. Die Rehe, Hasen, Eichhörnchen, Füchse etc gruppierten sich um sie und tanzten vor Freude. Im Wald kam Freyja`s wahre Natur zum Vorschein und jede ihrer Poren verströhmte Liebe und Schönheit. Wie gerne hätte sie ihre Gaben wieder an die Menschen verteilt, aber solange diese nicht sehen konnten oder wollten, wer und was sie war, blieb sie machtlos.

Manchmal traf sie sich mit Holle, der weisen Frau. Auch an Holle glaubte keines der Menschenkinder mehr. Zwar kannten alle noch das Märchen von Frau Holle, aber man hielt es für eine erfundene Geschichte. Doch das war es ganz und gar nicht. Holle war sehr real. Zwar ging sie noch ihren Tätigkeiten nach und wenn sie ihre Betten ausschüttelte, dann schneite es im Menschenreich, wenn sie weinte, dann regnete es und wenn sie sich unwohl fühlte, stieg Nebel auf. Doch ähnlich wie bei Freyja, war auch sie nur noch ein Schatten ihrer selbst in Gegenwart von Menschen. Die Tiere und Pflanzen erkannten natürlich auch Frau Holle. Die Menschen hatten verlernt, im Einklang mit der Natur und den Jahreszeiten zu leben. Sie zogen sich im Winter nicht mehr in sich zurück und hielten inne um ihre Kräfte und Ressourcen zu schonen. Die „dunkle Jahreszeit“ war längst mit künstlichem Licht übertüncht. Die Menschen fanden keine Ruhe mehr. Sie mussten funktionieren, egal, bei welchem Wetter und zu welcher Jahreszeit. Sommer wie Winter saßen sie in klimatisierten Räumen und sperrten die Natur aus ihrem Leben aus. Sie wunderten sich, warum sie depressiv und müde waren, keine Energie hatten und selten Blicke für das Schöne. Von Liebe ganz zu schweigen. Klar gab es noch Liebespaare und Familien, doch das war nicht mehr dasselbe wie damals, als Frau Holle und Freyja noch von den Menschen geschätzt und verehrt wurden. Es war eine soziale Kälte in die Herzen gekrochen. Die Meisten dachten nur an sich. Sie neideten sich gegenseitig so einiges und der Respekt für Tiere war komplett verloren gegangen. Der Mensch hatte jedes Mitgefühl für die Mitgeschöpfe verloren. Sie waren nur noch Objekte und Nahrung, bis auf ein paar wenige Arten, die verhätschelt wurden.

Heute traf sich Freyja mit Cernunnos, dem gehörnten Gott. Selbstverständlich war auch er in Vergessenheit geraten. Genauso, wie die Feen, Elfen, Kobolde, Zwerge, Naturgeister, Einhörner und Drachen.

Dennoch existierten sie. Ein paar ganz wenige Menschen konnten sie noch sehen und wussten um ihre Existenz. Die gleichen Menschen, die auch Freyja, Holle, Cernunnos und alle anderen alten Götter erahnen konnten.

Cernunnos lachte, als er Freyja auf ihn zulaufen sah. Er freute sich immer sie zu sehen. Sie waren seit Jahrtausenden ein Paar. Gleichberechtigt. Keiner war dem anderen untertan. Kein Talent war weniger wert. Sie ergänzten sich. Das weibliche und das männliche Prinzip.

Cernunnos hatte gute Neuigkeiten. Es gab wieder Menschen, die an ihn, Freyja und Holle glaubten. Sie feierten wieder die alten Jahreszeitenfeste und hielten sich gerne in der Natur auf. Sie lehnten Tierleid ab und glaubten an die Liebe und Schönheit aller Lebewesen. Vielleicht konnte es wieder so werden wie damals, vor so vielen Monden. Mit etwas Glück erinnerten sich die Menschen wieder an alles, was sie vergessen hatten. Dass sie nur wenig brauchten und keinen Baum ohne Not fällen mussten, kein Tier töten und leiden lassen mussten, dass kein Geschlecht weniger wert war als das andere, dass die Natur der wahre Gott / die wahre Göttin ist.

 

be mine

Derzeit gibt es recht wenige Lieder, die mir gefallen. Eigentlich nur „Be mine“ von Ofenbach und ein paar Stücke von Milkey Change, die – wie ich finde – recht ähnlich sind vom Stil her. Tanzbare gute Laune Mucke.

In meinem Umfeld gibt es jetzt bestimmt wieder welche, die sich denken „Also die Margit, die hat einen komischen Musikgeschmack, was die wieder für seltsames Zeug hört“ – na und? Mir gefällt es und andere Menschen dürfen das hören, was ihnen gefällt.

Wer entscheidet denn, was „anspruchsvoll“ ist? Mein Anspruch an Musik ist: Sie muss mir gefallen. So simpel ist es.

Die Bishnoi

In einer 180° Geo Reportage wurde das Volk der Bishnoi vorgestellt. Sie sehen sich als Hüter der Tiere und der Natur. Verletzte Tiere werden versorgt und in eine Tierklinik gebracht, Wildtieren wird Wasser zur Verfügung gestellt. Verwaiste Tierbabies werden von Menschenfrauen mit gestillt. Wilderer und Baumfäller werden zur Verantwortung gezogen. Die Bishnoi leben schon seit 500 Jahren im Einklang mit der Natur und den Tieren und respektieren jedes Leben.

Davon könnten wir uns alle eine große Scheibe abschneiden.

Darf man ehrlich sein?

Ich las heute in einer Reportage von einer Frau, die sich selbst einen Monat lang auferlegt hatte, nicht mehr zu lügen. Mit teilweise fatalen Folgen. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Klar, Lügen sind nicht gut, aber manchmal sind sie die bessere Alternative. Wem wäre geholfen, wenn man immer aussprechen würde, was man denkt, wie in dem Film „Der Dummschwätzer“.

Sätze wie „Ich mag Dich nicht mehr so wie früher“, „Diese Arbeit kotzt mich so an“, „Deine Art geht mir gerade tierisch auf den Zeiger“, „Du bist heute echt wieder eine überhebliche, selbstgerechte Schnepfe“, „Du verhälst Dich wie eine Schlampe“, „Du bist der egoistischste Mensch, den ich kenne“  oder „Du willst wissen wie es mir geht? Mag ich Dir aber nicht sagen, weil eh nur wieder irgend ein pseudoschlauer Spruch kommen würde. Vorher würde ich`s meinem nicht vorhandenem Friseur erzählen, bevor ich Dir mein Innenleben anvertrauen würde“ kämen echt nicht gut. Auch wenn sie mitunter die subjektive Wahrheit wären. Selbst in abgeschwächter Form wären sie nicht so ganz sozialkompatibel.

Diese Beispiele sind frei erfunden, aber vielleicht gab es mal Szenen im Leben, wo man diese Sätze echt dachte, sie aber natürlich heruntergeschluckt hat und brav  beantwortete mit: „Ja klar, können wir mal wieder was zusammen machen“, „Na sicher, das erledige ich doch gerne“, „Nein, es nervt mich nicht, wenn Du mir zum 1000sten Mal die gleiche Geschichte erzählst, mach ruhig“, „Du bist ja so talentiert“, „Nein, ich habe kein Problem damit, dass Du mehrere Typen datest, das ist Dein Leben, da mische ich mich nicht ein“, „Na klar ist es ok, wenn Du immer nur nach Dir schaust, ohne Rücksicht auf Verluste“ und „Mir geht es prima“.

Es lebe die Notlüge, oder etwa doch nicht? Wäre es nicht klüger, doch öfter mal die Wahrheit zu sagen? Vermutlich wäre man dann sehr einsam.

Highlights des Tages

ich hatte heute schon drei schöne Erlebnisse:

  1. Ich wurde in einem Geschäft von einer Verkäuferin geduzt und das war jetzt kein so ein Trendladen, wo alle Kundinnen geduzt werden.
  2. Die Bäckerei hatte ein veganes Brötchen im Angebot mit Hummus-Aufstrich und Gemüse drauf. Superlecker und günstig!
  3. Ich bin im warmen Regen spazieren gelaufen.

Diese Highlights haben mich heute richtig glücklich gemacht. Es sind die kleinen Dinge, die das Herz erwärmen.

 

Man kann nicht alle Tiere retten, aber man kann wenigstens versuchen, so viele wie möglich zu retten

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Heute möchte ich den großartigen Produzenten James Cameron zitieren „wenn Du die Fische retten willst, dann iss keinen Fisch“. Ich sage: Wenn Du die Tiere retten willst, dann kaufe nichts was Tierisches enthält.

Eine ältere Dame sagte anfangs der Woche zu mir, dass sie niemals Tierkinder essen würde, weil sie nicht für deren Tod verantwortlich sein will (mit dem Tod erwachsener Tiere hatte sie kein großes Problem). Nun, was die meisten „Allesesser“ nicht wissen, ist die Tatsache, dass die Tiere selten richtig erwachsen werden und meistens noch als Kinder auf ihren Tellern landen. Bei Ferkeln ist es auch nicht anders, als bei Kälbchen oder Lämmern. Ganz abgesehen von der „indirekten Tötung“ durch den Konsum von Milchprodukten und Eiern. Jeder der Eier isst, ist mitverantwortlich für das Kükenschreddern und jeder der Milchprodukte zu sich nimmt, ist für das Töten der (meist männlichen Kälber) mitverantwortlich, die bei der „Milchproduktion“ quasi als „Abfallprodukte“ anfallen. Das wissen noch immer viele Menschen nicht und hier ist Aufklärung dringend notwendig. Ich wiederhole mich hier mit Sicherheit und habe es schon oft geschrieben, aber es ist wichtig, deshalb muss ich es öfter schreiben, bis es alle verstanden haben: Eine Kuh ist ein Säugetier! Sie gibt, wie die Menschenfrau, nur Milch, wenn sie Nachwuchs hat. Ihr wird dann in den meisten Fällen das Kälbchen gleich nach der Geburt weg genommen. Es wird überwiegend in solche Iglus gesperrt und bekommt Ersatzflüssigkeit, während die Milch, die eigentlich für das Kälbchen bestimmt ist, für den menschlichen Verzehr bestimmt ist. Die Mütter trauern richtig um ihre Babies und die Kälbchen schreien nach ihren Müttern. Nur in wirklich ganz wenigen Betrieben dürfen die Kinder bei ihren Müttern bleiben. Bis sie so ungefähr 5 Monate alt sind. Dann werden die männlichen Rinder auch geschlachtet. Selbst bei Biohöfen.

Bei den Küken ist es so, dass sie nur in seltenen Fällen einige Wochen alt werden dürfen und meistens gleich nach dem Schlüpfen vergast oder geschreddert werden.

Jeder, der tierische Produkte ißt, anzieht oder sonst irgendwie konsumiert, sollte sich im Klaren darüber sein, dass er für diese ganzen Missstände mit verantwortlich ist.

So wie auch ich mitverantwortlich bin, wenn ich meinen Katzen Fleisch kaufe. Das ist mein tägliches Dilemma und ich hoffe inständig auf ein baldiges marktreifes Katzenfutter von wissenschaftlichen Errungenschaften wie Supermeat.