Ich verreise nicht gerne

Ich bin Sternzeichen Schütze (nicht dass ich an Astrologie glauben würde) und man sagt Schütze geborenen nach, dass sie sehr reisefreudig wären. ich bin es definitiv nicht.  Ganz im Gegenteil. Ich hasse es, zu verreisen.

Morgen muss ich für drei Tage auf Geschäftsreise. Eigentlich wären es nur zwei Tage gewesen, aber es wurde entschieden, dass es auf drei Tage ausgeweitet wird.

Mein Einwand, dass ich meine Kinder ungern alleine lasse, wurde mit der abfälligen Bemerkung “Wir reden hier von K A T Z E N” abgetan.

Immer diese Abwertung, dass meine Kinder weniger wert sind, als menschliche Kinder.

Meine werden mich genauso vermissen, wenn ich nicht da bin. Als ich im Sommer, ebenfalls im Rahmen der Arbeit, zwei Tage weg musste, frassen sie sehr schlecht.

Ich mag morgen nicht weg, kann mich aber nicht dagegen verwehren.

Mein Zauberer ahnt glaub etwas, er wich heute kaum von meiner Seite. Von meinem gefleckten Liebling bin ich das gewohnt. Er ist sowieso voll das “Mama-Kind”, aber der Zauberer ist normalerweise nicht so anhänglich.

Ja klar, es sind nur drei Tage, aber mir graust schon seit Wochen davon. Ich habe keinen Bock drauf! Null, Niente, Nada!

Auch dies wird vorrübergehen…

Eine neue Gesellschaft braucht das Land

Als ich ein Teenager war, sang Ina Deter das Lied “Neue Männer braucht das Land”. Das war damals glaub ein berechtigter Aufruf. Das Lied war damals auch schon etwas älter, nur entdeckte ich es erst Jahre später .

Heute würde ich den Text umwandeln in “Eine neue Gesellschaft braucht das Land” und zwar jedes Land.

Um wieviel anders würde eine Welt ausschauen, wenn niemand einer Tätigkeit nachgehen müsste nur des schnöden Mammons wegen? Wenn jeder das tun könnte, was ihn erfüllt. Wie phantastisch wäre eine Zivilisation, die ohne Geld auskommen würde, wo es kein arm und kein reich gäbe. Wo jeder das ausleben könnte, was er gerne tut und trotzdem versorgt wäre? Wo niemand am sozialen Minimum leben würde, trotz eines Vollzeitjobs.

Wie die Idee des Protagonisten in dem Buch “Herr aller Dinge” von Andreas Eschbach (meinem Lieblingsautor) der alles, was der Mensch benötigt von Nanomaschinen erschaffen lässt, so dass niemand mehr arbeiten muss. Ich spoiler jetzt nicht und lasse offen, wie es ausging.

Wie würde eine Gesellschaft ausschauen, in der jeder seine Träume und Wünsche erfüllen könnte, ohne dass Geld dabei eine Rolle spielen würde. Wenn niemand Jahrzehntelang an einem Haus abzahlen müsste und jeder genug hätte und alles gerecht verteilt wäre? Wenn niemand mehr einer Arbeit nachgehen müsste, die ihm morgens schon Übelkeit verursacht. Was wenn wir alle in Umständen leben könnten, die das Glück, die Freude und die Liebe fördern, anstatt Machtgier, immer noch mehr “Wachstum” und Zwietracht, Missgunst und Hass?

In Bhutan geht es schon ziemlich in diese Richtung. Das von mir sehr geschätzte Volk der Bishnoi geht noch einen Schritt weiter und integriert das Glück und das Wohl der Tiere in ihre Philosophie.

In so einer “Utopie” würde ich zukünftig gerne leben. Es ist noch ein sehr weiter weg dort hin, aber vielleicht, mit dem Zutun eines jeden Einzelnen, kommen wir dieser erstrebenswerten alternativen Realität vielleicht näher.

Die Weisheit meiner Oma

Als ich noch ein kleines Kind war, erzählte mir meine Oma immer viele Geschichten. Eine blieb mir besonders in Erinnerung und ich finde sie noch heute ganz zauberhaft. Meine Oma hat mir darin versucht, eine Vorstellung der Ewigkeit zu vermitteln. Ich weiss nicht, ob Oma diese Geschichte erfunden hat, oder ob sie sie woanders her hatte, aber darum geht es auch nicht, sie ist einfach nur toll und ich teile sie deshalb heute:

Alle Zweitausendjahre fliegt ein kleiner Vogel zum höchsten Berg der Welt und wetzt seinen Schnabel an der Bergspitze. Wenn eines Tages der gesamte Berg abgewetzt sein wird, ist eine Sekunde der Ewigkeit vergangen.

Gedanken für trübe Novembertage

Wenn ich das Zeitliche gesegnet habe:

Ich möchte verbrannt werden und dann die Urne unter so nem Baum begraben in einem Baumfriedhof. Als Musikauswahl vielleicht „Meine Soldaten“ von Maxim und „Witchcraft“ von Wonderwall , „Temple of love“ von den Sisters of Mercy , „Don`t you worry child“ von der Swedish House Mafia oder „my imortal“ von Evenescnence oder „Halleluja” von Leonhard Cohen- ABER auf keinen Fall irgendein Rockgedöns und schon gar kein Classicrock aus den 80ern, sonst komme ich aus dem Sarg raus und spuke herum. Kein Blumenschmuck, ich möchte nicht, dass Blumen für mich sterben müssten. Kommen darf jeder, der kommen will, das ist mir egal. Jeder ist willkommen. Kein trauriges Gesülze. Lieber lustige Anekdoten über mich. Dazu kann bestimmt fast jeder eine beitragen. Und vergesst dann nicht, ich glaube an Reinkarnation, deshalb: I’ll be back, wie der Terminator zu sagen pflegte. Vielleicht dann eine Inkarnationsstufe höher – als Katze.

Insomnia

Ich schlafe seit Monaten sehr schlecht und wenn ich schlafe träume ich einen unglaublichen Bullshit. Meistens Alpträume von der Arbeit.

Der Hauptgrund, warum ich nicht schlafen kann, sind 1000 Gedanken, die mir durch den Kopf gehen und mich nicht zur Ruhe kommen lassen. Ein weiterer Grund für die Schlaflosigkeit sind meine Kinder.

Einer meiner Söhne findet, dass drei Uhr nachts eine prima Zeit zum kuscheln ist. Ich kuschele unglaublich gerne mit ihm, aber ich benötige auch eine Tiefschlafphase.

Er weckt mich, indem er mit den Pfoten so lange meine Nase bearbeitet, bis ich aufwache und wenn ich dann nicht wach bleibe und seinem Willen entspreche, entweder zu knuddeln oder seinen Napf zu füllen, dann fährt er seine Krallen aus. Ich bin schon häufig mit roten Striemen auf der Nase aufgewacht.

Die anderen beiden Söhne und die Tochter haben sich das abgeschaut und nach dem Motto: “Was der kann, können wir auch”, wecken sie mich nun auf ähnliche Art. Nur lassen sie gnädigerweise ihre Krallen eingefahren. Es kann aber durchaus vorkommen, dass der 9 kg Riese auf meinem Brustkorb liegt und mich so lange laut beschnurrt, bis ich aufwache, oder dass die Tochter zu mir unter die Decke kuschelt und sich so lange an mich schmiegt, bis ich aufwache.

Das ist alles unglaublich süss, wenn man in die liebesbedürftigen Kulleraugen der Kinder schaut, aber doch nicht mitten in der Nacht.

Auf Anraten der Tierheilpraktikerin betreibe ich im Moment das Ignorieren der nächtlichen Aktivitäten, was sehr schwer ist. Wenn ich aber in absehbarer Zeit wieder normal schlafen möchte, dann muss ich das durchziehen, sonst wecken mich die Kleinen weiterhin mehrmals in der Nacht und ich wache dann komplett gerädert und übernächtigt morgens auf. Schlafentzug gilt nicht umsonst als Foltermethode.

Wir werden sehen, wer den längeren Atem hat, ich oder die Kleinen. Wahrscheinlich gilt auch hier wieder der Spruch: Katzenerziehung ist total leicht. Innerhalb von zwei Wochen machst Du alles was sie wollen.

Ausbeute des Tages

Heute Nachmittag war ich mit einer Freundin und einer Kollegin bei einem Klamottenflohmarkt. Wir ergatterten alle drei wirklich schöne Stücke. Die Frauen von denen wir gekauft haben, waren auch alle total nett und es war ein angenehmer Nachmittag.

Bei mir fanden 2 Kleider, 1 Rock, 1 Jumpsuit ,1 Kurzarmtop und 1 Langarmtop den Weg nach Hause. Für alle Schätze zusammen habe ich € 18,00 gezahlt.

Bei Scondhand-Klamotten habe ich kein solch schlechtes Gewissen, wie bei neuer Kleidung. Klar, gebraucht hätte ich das alles nicht, aber ich mag es. Es hat Spaß gemacht, wir hatten eine schöne Zeit und wir haben schöne neue Teile.

Und doch habe ich trztdem ein klitzekleines bissle ein schlechtes Gewissen, weil ich viel zu viel Zeugs habe. Mitnehmen kann ich eh mal nix, warum also so viel anhäufen? Weil ich es kann, weil ich mich gerne mit schönen Dinge umgebe, auch wenn ich sie wahrlich nicht benötigen würde.

Vielleicht sollte ich mal wieder eine Tauschparty veranstalten, um wieder einige Stücke los zu werden und jemand anders damit zu erfreuen.

Bei meiner letzten Ausbeute ergatterte ich einen rosa Tüllrock mit aufgestickten Glitzersteinen. Eine liebe Bekannte fragte mich “Wann willst Du denn den tragen?” Ich antwortete “Wenn ich mich als Einhorn verkleide” und sie fing an zu lachen. Ich sagte “”Obwohl, ich trug schon mal einen längeren fliederfarbenen Tüllrock auf der Arbeit, kombiniert mit einem schlichten schwarzen Top und schwarzen Schuhen. In dieser Kombi war das gar nicht so auffällig”. Sie schaute mich schelmisch an und sagte dann spöttisch “Ja Margit, klar, total unauffällig. In Flieder!!! Natürlich”. Nun ja, es könnte schon sein, dass dieses Outfit seeeeeehr auffällig war, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sogar. Das würde auch die erstaunten Blicke erklären, die ich an diesem Tag erntete. Und wenn schon. Ich werde es wieder tragen, warum auch nicht. Das bin ich. Ich bin nun mal die Tussie, die sich gerne auffällig kleidet. Das ist in der Branche nicht unbedingt üblich und entspricht sicher nicht der Kleiderordnung. Dennoch lebe ich hier nach dem Motto: Erlaubt ist was mir gefällt!

Was sind Seelenverwandte?

Sehr oft ist irgendwo die Rede von Seelenverwandten, doch was ist das eigentlich?

Eine verwandte Seele. Soweit so gut, aber wie kommt es zu dieser Verwandtschaft der Seelen. Sind es Inkarnationen, die einem in früheren Leben nahe standen? Sind es Seelen, die einem selbst ähnlich sind?

Gibt es eine Seelenfamilie und in jeder neuen Verkörperung sammeln die sich irgendwie wieder zusammen? Was wenn mal eine Wiedergeburt schief geht und man zur falschen Zeit oder am falschen Ort wieder geboren wird? Macht das “Universum” keine Fehler, sondern nur Menschen? Stimmt da alles immer mit dem “Schicksal” und alles ist passgenau und alles geschieht so, wie es sein soll und aus einem bestimmten Grund? Oder ist alles nur Chaos und reiner Zufall?

Früher dachte ich oftmals, ich hätte Seelenverwandte gefunden und irgendwann stellte sich heraus, dass sie Dimensionen und Lichtjahre von mir entfernt waren und nicht im geringsten mit meiner Seele verwandt,

Ist es überhaupt erstrebenswert, wenn man immer in jeder Reinkarnation die gleichen Seelen wieder findet? Vielleicht sind ganz andere neue Seelen mit denen man nicht “verwandt” ist besser für einen, als immer die “Alten”, die man eh vielleicht schon seit Jahrtausenden kennt?

Gibt es sowas wie “Seelenverwandtschaftsinzest”, wenn man in jedem Leben immer die gleichen Seelen um sich schart?

Vielleicht werden wir es irgendwann einmal erfahren, in einer anderen “Welt” und vielleicht werden wir herausfinden, dass all unsere Vorstellungen die wir heute haben nichts weiter sind, wie die von Frühzeitmenschen, die Blitz und Donner für das Grollen der Götter hielten.

Länglich braun und kein Duplo

Drei unserer Katzenkinder haben längere Haare. Speziell bei den Katern kommt es ab und an mal vor, dass hinten im Fell was hängen bleibt, was dort nicht hin gehört. Es verfangen sich darin – nett umschrieben – “braune Brocken”. Ich denke das ist anschaulich genug.

Wenn sowas geschieht ist dies sehr schnell erkennbar am abartigen Gestank. Wenn einer der beiden Kater (das Mädchen hatte das noch nie) wieder eine “Praline” am Hintern hängen hat, erkennt man das sehr schnell. Leider jedoch meist nicht schnell genug.

In 90% der Fälle haben sie bei Entdeckung schon das halbe Haus “gestempelt”. Solche Malheure treiben unseren Verbrauch an Essigessenz enorm in die Höhe.

Das Putzen alleine ist noch nicht das “Schlimmste”. Beim Versuch, die Hinterlassenschaften mit einer Papierschere vorsichtig aus den Haaren zu schneiden, entwickeln sich die sanftmütigen Samtpfoten zu Wirbelwinden und man könnte meinen, sie hätten so viele Pfoten wie ein Oktopus Tentakel hat.

Wenn man einen echt üblen Tag erwischt hat, dann wurde das Überbleibsel schon etwas weich und platt gedrückt und selbst wenn man es großzügig herausgeschnitten hat und der Kater von hinten wie ein Pavian aussieht, muss noch gründlich nach gewaschen werden. Was Katzen echt liiiiieben… nicht…

Danach ist die Katze mindestens eine halbe Stunde beleidigt. In ganz schlimmen Fällen – wenn es keine “Brocken” mehr sind, sondern eher im flüssigen Zustand wird es eklig. Das ist richtig richtig übel. Einer der beiden hat es auch schon wiederholt fertig gebracht, seine Schweifspitze in die Pfütze zu tunken und damit die halbe Kellerwand zu “streichen”. Kürzlich kam er freudestrahlend angerannt und streichte mir um die Beine mit in die höhe gestelltem Schweif und säuberte die Spitze des Schwanzes so an meiner Pyjamahose…ein Traum. Der Verbrauch an Waschmitteln ist an solchen Tagen auch exorbitant hoch, weil ich doch eine kleine “Adriana Monk” bin.

Aber wenn sie einen einmal anschauen, mit ihren Kulleraugen und einen anschnurren, dann ist alles vergessen. Es gibt auch bei weitem Schlimmeres, als Katzenscheiße zu putzen.