The Dodo

Wenn ich stark deprimiert bin, schaue ich mir Filmchen von “The Dodo” an. Dabei geht es immer um gerettete Tiere und sie gehen immer gut aus.

Die Welt ist so schon oftmals schwer genug. Wenn ich selbst nicht aus meinem Schneckenhaus heraus komme, muss ich nicht noch mehr Elend sehen.

Bei “The Dodo” ist die Welt am Schluss immer in Ordnung.

Es bringt bei depressiven Verstimmungen nichts, sich noch mehr im Leid zu suhlen. Man braucht dann etwas aufmunterndes, das einen nicht an den Menschen verzweifeln lässt. The Dodo ist dafür bestens geeignet.

Selbstdemontage

Ich scheine  derzeit einen Hang zur Selbstverstümmelung zu haben.

Es fing mit dem plötzlichen Auftreten der Netzhauterhöhung an, gefolgt von einem bösen Schnitt im Oberschenkel durch die Rasierklinge. Als nächstes fiel mir die Wäschetrommel auf den Fuss und der dritte Zehennagel brach durch die Gewalteinwirkung etwas unglücklich ziemlich weit unten. Ich fixiere ihn seither mit Pflastern. Bis der Nagel herausgewachsen ist, wird noch viel Wasser den Bach hinunter fließen.

Nachts träumte ich, dass mich feindliche Geheimagenten verfolgen (ich schaue eindeutig zu viel fern) und ich musste mich im Traum irgendwie so Ninja mässig an eine Stange klammern und hoch schwingen um den Schurken zu entkommen. In der Realität wäre ich wie ein nasser Sack an der Stange gehangen, wie zu Schulzeiten am Reck. Traum hin oder her, als ich erwachte, tat die Schulter höllisch weh und tut es noch. Vermutlich habe ich sie mir im Schlaf  wirklich verrenkt oder einen Nerv eingeklemmt. Es wird jedenfalls nicht besser und ich werde danach schauen lassen müssen.

Zudem habe ich an der Hüfte und am anderen Oberschenkel (an dem ich mich nicht geschnitten habe) große blaue Flecken. Ich habe keinen Schimmer, woher ich die habe. Vermutlich aus dem gleichen Alptraum wie die ausgerenkte Schulter.

Vielleicht sollen mir all diese kleinen Unfälle eine Botschaft vermitteln. Vermutlich soll ich besser auf mich achten. Mehr Rücksicht auf mich nehmen, anstatt immer auf Andere und besser zu mir selbst sein. Selbstliebe will gelebt sein. Eigentlich finde ich mich ganz cool, doch ein paar Seiten an mir, die mag ich nicht. Speziell die, es allen immer recht machen zu wollen. Das ist sowieso ein Ding der Unmöglichkeit. Deshalb muss ich lernen, es nur mir selbst recht zu machen, sonst niemand. Das ist kein Egoismus, sondern Selbstschutz und Pflege.

Wenigstens dünn

mir gehts gerade nicht so gut. Ich habe die letzten Monate ungefähr 4 kg Gewicht verloren. So “dünn” wie im Moment war ich schon lange nicht mehr. Wenn ich schon nicht glücklich bin, bin ich wenigstens schlank. Aber lieber wäre ich glücklich und hätte ein paar Kilo mehr auf den Rippen.

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Dünnsein wird total überbewertet. Lebensfreude und Zufriedenheit ist viel erstrebenswerter. Glück ist wirklich nicht abhängig von ein paar Kilo mehr oder weniger.

Viel zu früh

Auf Arte lief heute eine Dokumentation über eine Katze, die Amsterdam erkundet. Amsterdam – unterwegs auf Katzenpfoten.

Es hörte sich sehr schön an, doch schon in den ersten Minuten wurde eine Katze eingeblendet, die mich stark an unseren Merlin erinnerte.

Es kamen noch ein paar schöne Eichhörnchen, Vögel, Mäuse und weitere Tierarten und ich schaute weiter. Tja, bis der Kater vom Anfang wieder erschien. Er war quasi der Fremdenführer.

Ich musste irgendwann ausschalten, weil er mich wirklich zu sehr an Merlin erinnerte. Ich ertrug es nicht. Es tat zu weh.

Ich kann mir noch eine längere Zeit keine Bilder von Gizmo und Merlin anschauen, ohne sofort zu weinen.

Meine Freundin sagte es treffend: “Es ist auch noch keine Zeit”.

Ganz genau. Es ist noch keine Zeit, dass wir darüber hinweg wären. Das werden wir vermutlich niemals sein.

So tun als ob…

… alles in bester Ordnung wäre. Darin bin ich Weltmeisterin.

Vor einer halben Stunde traf ich auf dem Heimweg einen ehemaligen Nachbarn und auf die Frage, wie es mir geht, antwortete ich selbstverständlich “Super, alles bestens”.

Die Wahrheit wäre gewesen, dass ich noch immer jeden Tag traurig bin, weil Gizmo und Merlin nicht mehr bei mir sind. Selten vergeht ein Tag, an dem ich nicht heule. Das erzähle ich jedoch den allerwenigsten Menschen. Zum einen, weil ich denke, dass es die wenigsten verstehen würden und zum anderen, weil ich diese Ohnmacht die ich fühle sowieso nicht in Worte fassen kann.

Ich gebe vor, gut drauf zu sein. Doch tief in mir ist so eine Grundtraurigkeit, die ich selten richtig los bekomme. Übertünchen geht gut, doch wirklich richtig gut drauf sein ist schwer. So schwer, dass ich mich nicht mehr erinnern kann, wann ich das letzte Mal wirkliche Lebensfreude verspürt habe. Ich kann mich leider nur allzu gut an den letzten Moment erinnern, an dem ich dachte, dass ich am liebsten nicht existieren würde. Der war erst vor wenigen Minuten.

Drifte ich mehr und mehr in eine depressive Verstimmung oder ist die Melancholie. die ich fast immer spüre, in der derzeitigen Situation noch unbedenklich? Ich weiss es nicht. Ich fürchte, die Grenze ist fließend.

Ich will aber nicht mehr melancholisch sein. Ich will wieder glücklich sein und unbeschwert. Ich will lebensfreudig durch die Welt hüpfen. Vermutlich bin ich wieder zu ungeduldig, denn es gibt eine Zeit der Trauer und eine Zeit der Freude. Auf Regen folgt Sonnenschein. In meinem Gemüt muss es jetzt einfach noch eine Weile regnen. Ich muss jedoch nicht immer so tun, als wäre alles in bester Ordnung. Es ist vollkommen legitim zu sagen: “Ich möchte jetzt lieber alleine sein”, “ich benötige meine Ruhe”, “Ich brauche Zeit für mich”.

Novemberstimmung Anfang August

Schon seit einigen Tagen bin ich sehr melancholisch. Ich denke viel an Merlin und Gizmo und quäle mich selbst, in dem ich mir Bilder von ihnen anschaue.

Heute bin ich besonders nah am Wasser gebaut. Schon ein einziger Gedanke an die Beiden reicht und ich flenne los. Es ist fast schlimmer wie zu Anfang, als sie gestorben waren. Irgendwie stand ich die ersten Wochen unter Schock. Konnte und wollte es nicht wahrhaben und jetzt trifft mich die Erkenntnis mit voller Wucht.

An einem heißen Sommertag am 7. August 2020 sitze ich in der abgedunkelten Wohnung und heule vor mich hin. Ich will die Trauer nicht verdrängen. Sie will gelebt werden und sie darf sein. Sie ist völlig natürlich und hat ihre Berechtigung. Ich darf um meine Kinder trauern. Mir ist es scheiß egal, wenn andere sagen “Aber es waren doch nur Katzen”. Ich liebe diese Katzen mehr als ich die meisten Menschen liebe! Sie haben mir mit tausendprozentiger Sicherheit mehr gegeben, als es ein Mensch jemals könnte. Sie haben mich bedingungslos geliebt und waren immer für mich da. Das kann ich von keinem einzigen Menschen sagen.  Es waren nicht “nur Tiere”. Diese Überheblichkeit der Menschen geht mir so auf den Zeiger. Kein Tier der Welt ist so dumm und zerstört seinen eigenen Lebensraum. Tiere sind nicht gemein oder böse. Sie sind unschuldig. Wenn sie aggressiv sind, dann ist daran immer der Mensch schuld, niemals das Tier. Tiere sind nicht primitiv und minderwertig. Wenn man schon in diesen Kategorieren denken will, dann sind Tiere weiter entwickelt als Menschen. Vielleicht sind Katzen die “höchste” Inkarnationsstufe. Der Mensch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht. Vielleicht ist es aus karmischer Sicht eine “Strafe” ein Mensch zu sein. Das würde vieles erklären.

Scharlatane oder nicht?

Wir verloren innerhalb sehr kurzer Zeit zwei unserer geliebten Katzenkinder und sind noch immer in der Trauerphase.

Es beschäftigt mich auch nach wie vor die Frage nach dem “Warum”, auf die ich letztendlich nie eine Antwort bekommen werde.

Mir wurde zur Trauerbewältigung eine sogenannte Tierkommunikation empfohlen.

Ich hatte das schon vor zwei Jahren, nach dem Tod unserer MissC ausprobiert und hätte es eigentlich besser wissen müssen. Die Dame erzählte mir damals, dass MissC nun ein Kolibri wäre und das Fliegen genießen würde. Sie erzählte noch etwas über Zeichen, die ich in Form von weissen Federn von ihr erhalten sollte, weil Federn die Leichtigkeit darstellen und blablabla. Ich erkannte meine MissC in nichts des Gesagten und ich bekam auch keine weissen Federn als Zeichen. Ich sagte der selbsternannten Tiertelephatin, dass ich damit nichts anfangen könne und bekam zur Antwort, dass alles was sie gesagt hätte stimmig wäre und wenn ich das nicht verstehen würde, wäre es mein Problem.

Dass ich bei dieser “Expertin” keine Tierkommunikation mehr machen würde war also klar. Ich bekam eine andere Frau empfohlen, bei der alles ganz anders wäre.

Sie erzählte mir, dass Gizmo sich schon im Himmel befinden würde und dort in der Obhut eines männlichen Verwandten von mir sei, dass er jedoch bald wieder inkarnieren wird. Merlin dagegen wäre noch auf der körperlichen Ebene, weil unsere Trauer ihn zurück halten würde. Er hätte so früh sterben müssen, weil er im Himmel eine Aufgabe zu erledigen hätte.  Sie sehe die Farbe türkis und Blumen, ob mir das was sagen würde. Ich sagte, dass ich Lavendel in sein Grab gelegt habe und sie sagte, das wäre es dann. Mein Einwand, dass türkis und lila zwei grundverschiedene Farben sind, wurde übergangen. Ich solle eine Schatulle mit einer Perlenkette suchen. Ich sagte, dass ich so etwas nicht besitze und sie antwortete, dass ich mir dann wahrscheinlich eine Gebetskette kaufen soll. Sie sah angeblich einen roten Gummiball. Ich sagte, dass wir so ein Spielzeug nicht besitzen. Darauf hin warf sie ein, dass das dann ein Spielzeug wäre, mit dem Gizmo und Merlin jetzt im Himmel spielen würden. Ja sichi! Meine Oma hätte spätestens an dieser Stelle gesagt “die hat schneller eine Ausrede, als eine Maus ein Loch findet”. Wohl wahr! Es stimmte wieder nichts und ich erkannte keine meiner Katzen in dem Geschilderten. Sie verwechselte sogar mehrfach die Namen der Katzen. Man kann sich doch zwei Namen korrekt merken verdammt noch mal, das ist ja wohl das Mindeste.

Weil ich nach diesen Erlebnissen noch immer nicht gescheiter war, buchte ich eine Schamanin für unseren Orpheus, der seit langer Zeit an Durchfall leidet.

Wir hatten in den letzten Monaten schon vier Tierärzte, 3 Tierheilpraktiker, 1 Osteopatin und eine Akupunkteurin “durch” und niemand konnte bisher helfen. Drei Allergietests, Ultraschall, mehrfache Blut-, Urin-, und Kotuntersuchungen mit dem Anlegen von Kulturen hatte rein gar nichts gebracht. Wir probierten zig verschiedene schulmedizinische wie homöopathische Mittel aus, jedoch bis jetzt leider ohne Erfolg. In solchen Situationen greift man dann gerne nach dem letzten Strohhalm. Die schematische Heilerin erzählte mir, dass Orpheus ihr erzählt hätte, dass er deswegen Durchfall hat, weil er in seinen früheren Inkarnationen immer wieder verjagt und verlassen wurde oder früh seine Eltern verlor. Deswegen hätte er jetzt angst, dass er auch in diesem Leben wieder verlassen wird. Er wisse, dass dies nicht der Fall wäre bei uns, jedoch trägt er diese Prägung aus den früheren Leben. Er wäre aber jetzt bereit dies aufzulösen und er wäre jetzt geheilt davon. Mutter Maria hätte geholfen ihn zu heilen. Ähm… ja sichi Mutter Maria, warum nicht gleich Jesus selbst oder Gottvater. Ich glaube nicht an diese Religion und hätte das von einer keltischen Schamanin auch nicht erwartet zu hören. In dem Moment dachte ich “Oh man Margit, Du bist wieder auf die gleiche Scheisse herein gefallen”. Doch dann sagte sie, dass sie einen roten Kumpel sehen würde, der bald zu Orpheus kommen würde. Dass sie eine rote Katze sah, hat mich dann wieder hoffen lassen, dass sie doch was kann. Als ich es meinem Mann erzählte, sagte er nur “Hey die hat Dich ganz sicher gegoogelt und wenn sie Deinen Blog gefunden hat, war es ein leichtes eine rote Katze einzubauen”. Mag ja sein, dass er recht hat. Ich glaube noch immer an das Gute in den Menschen.

Tja, leider ist der Durchfall nach wie vor noch da, was ich der Schamanin auch berichtete. Zur Antwort bekam ich: “Es kann sich manchmal sofort etwas verändern, manchmal dauert es, manchmal sind weitere Schritte nötig. Bei der Lesung wurde energetisch alles, was sich uns dazu gezeigt hat, durch die geistige Welt aufgelöst. Beobachte es mal”.

Der Kommentar meines Mannes war: “Wenn Du das Geld einfach zum Klo runter gespült hättest, wäre es genauso gewesen”. Ich musste ihm versprechen, nie wieder einen Cent für so was in der Art auszugeben.

Ich klammere mich noch immer an den Hoffnungsstrahl, dass die Geistheilerin keine Scharlatanin ist und dass der Durchfall von Orpheus bald aufhört ich werde sie jedoch für “Weitere Schritte” ganz sicher nicht mehr bezahlen. Was die anderen Tierkommunikatoren betrifft, so denke ich, dass sie – bewußt oder unbewußt – das Leid der Leute (wie bei mir) ausnutzen. Wenn die das wirklich könnten, dann hätten sie zumindest etwas gesagt, was ganz klar und eindeutig von meinen Tieren kam und nicht so ein Wischiwaschi Geschwätz ins Blaue geraten in der Hoffnung, dass mal ein Treffer dabei ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand Blumen in ein Grab legt ist relativ gross und auch, dass jemand ein rotes Katzenspielzeug hat. Sie sagte noch, dass sie einen Futternapf sieht, hahahaha ach wirklich? Das ist ja mal etwas gänzlich aussergewöhnliches in einem Mehrkatzenhaushalt.

Ich darf zukünftig einfach nicht mehr so dumm sein und auf solche Leute hereinfallen. Es gibt Zeiten, da wünsche ich, ich wäre skrupelloser und könnte andere ebenso abzocken. Dann wäre ich “Die große Catsania” und würde auf einem einschlägigen Kanal den Leichtgläubigen die Zukunft aus der Katzenscheisse heraus lesen. Bin ich aber zum Glück nicht, weil so möchte ich echt nicht sein!

Ich werde gerne eines besseren belehrt, denke aber, dass die Mehrheit der Geistheiler, Schamanen, Tierkommunikatoren, energetischen Heilern und wie sie sich auch nennen, nichts können. Ein vermutlich kleinerer Teil davon sind Betrüger, die die Menschen bewusst herein legen. Ich befürchte der größere Teil sind einfach Dilettanten, die glauben es zu können. Sie betrügen die Leute nicht bewusst, sondern überschätzen sich einfach selbst. Ich weiss jetzt nicht, welche “schlimmer” sind, die wirklichen Scharlatane oder die Dilettanten?

Ich glaube, es gibt ein paar ganz wenige echte “Wunderheiler”, die telepathisch mit Tieren Verbindung aufnehmen können und sie heilen können. Diese echten Könner würden dann aber auch konkrete Angaben machen, die unverkennbar und einzigartig sind, wie z.B.: “Gizmo lag jede Nacht auf Deinen Knöcheln” oder “Merlin hat Deinem Mann immer beim Sport zugeschaut”. Das wäre sowas von eindeutig und glasklar gewesen und ich hätte es geglaubt. Im Gegensatz zu “Ihr sollt bei Mondschein spazieren gehen, das hilft bei Eurer Trauer”. Das kann schon helfen, ich bezweifle jedoch stark, dass das unser Merlin gesagt hat.

Nachtrag: nach zwei Wochen habe ich der keltischen Schamanin gesagt, dass Orpheus absolut unverändert ist und noch immer Durchfall hat. Daraufhin bekam ich zur Antwort, dass es dann meine Erwartungshaltung wäre, die verhindert, dass der Durchfall aufhört. Ja prima. Also bin wieder ich die “Schuldige”, dass es nicht funktioniert. Ich denke, wenn mir jemand sagt, die Traumata meines Katers aus vergangenen Leben hätte sich komplett aufgelöst und er wäre frei davon, dann darf ich auch erwarten, dass er dann keine Symptome mehr zeigt. Ich habe für diese Geistheilung € 120,00 an Lehrgeld bezahlt. Mein Mann sagte “Wenn’s ne Gute wäre, hätte sie Dir wenigstens einen Teil des Geldes zurück erstattet, wenn ihre “Heilung” keinen Erfolg zeigt”. Ja, wenn es ne Gute wäre… aber Ausreden finden und die Verantwortung an mich abwälzen ist einfacher. Kann schon sein, dass es wirklich gute Geistheiler, Tierkommunikatoren und Sonstiges gibt, aber meine Erfahrungen mit der “anderen Fraktion” haben mir jeglichen Glauben an “Gute” genommen.

Trendgetränke im Wandel der Zeit

Als ich ein Teenager war, trank man gerne “Grüne Witwe”. Das war Blue Curacau gemischt mit Orangensaft. Ebenfalls sehr beliebt war in der tiefsten Provinz das Getränk “Korea”. Es bestand zur Hälfte aus billigem Rotwein aus dem Tetrapack gemischt mit Cola. Eigentlich ziemlich widerlich wenn man es genau betrachtet. Es war aber für die jugendlichen Geschmäcker süss und daher in rauen Mengen trinkbar. Der Alkoholgehalt hielt sich zum Glück in Grenzen und die Hälfte wurde eh immer verschüttet, was auf Veranstaltungen zu dem Umstand führte, dass man schon recht früh mit den Schuhen regelrecht am Boden fest klebte, wenn man zu lange an einer Stelle stand.

Zum Glück habe ich schon seit Jahrzehnten kein Korea mehr getrunken und erst recht keine “Grüne Witwe”. Inzwischen bin ich sowieso gegen Zitrusfrüchte allergisch, was den O-Saft natürlich mit einschließt.

Die letzten jähre war “Hugo” ein “In-Getränk”. Die “Inge”, die vor ein paar Jahren stark propagiert wurde, konnte sich nie so richtig durchsetzen. Liegt wahrscheinlich daran, dass Ingwer nicht so populär ist wie Holunder.

Seit 2-3 Jahren gesellte sich “Lillet” dazu. Meist in Kombination mit Schweppes Wild Berry und verschiedenen Beeren wie Himbeeren. Zwar auch süss, jedoch nicht zu süss mit leicht säuerlichem Beigeschmack. Durchaus erfrischend.

Im Laufe der Zeit wandelt sich tatsächlich der Geschmack. ich wollte das in jungen Jahren nicht glauben. Damals tranken wir Freundinnen ausschließlich “Asti”, wenn wir “Sekt” tranken. Heute mag ich es zwar noch immer nicht staubtrocken, aber ein Rotkäppchen sollte es schon mindestens sein. Asti kann ich nicht mehr trinken.

Als ich damals auf dem Konfirmandenausflug war, tranken wir im Bus heimlich Berentzen Apfel und uns war allen kotzelend davon. Ebenfalls ein Gesöff welches ich heute abscheulich finde. Das kann ich nicht mehr trinken. Amaretto konnte ich über viele Jahre ebenfalls nicht mehr trinken, nachdem ich es mal im Übermaß “genossen” hatte und ihn mir in der Nacht mehrfach “nochmals durch den Kopf gehen lassen musste”. Heute geht es wieder, zum Beispiel im heißen Apfelsaft auf dem Weihnachtsmarkt oder gemischt mit Maracujasaft (den ich seltsamerweise vertrage) im Irish Pub.

Ich hoffe, “Hugo” und “Lillet” bleiben noch eine Weile im Trend und verschwinden nicht in der Versenkung wie frühere Trendgetränke.

Don`t you dare to…

… dim your light to make others feel comfortable!!!

Niemand sollte jemals sein Licht unter den Scheffel stellen, nur weil es andere blenden könnte. Don´t you dare!!!

Wenn die talentierten, emphatischen, altruistischen Menschen ihr Licht unter den Scheffel stellen, dann erschaffen wir eine Welt wie jetzt. Eine Welt, in der sich die feinfühligen, sensiblen Menschen zurück nehmen und ihnen gesagt wird, sie wären “nicht normal”.

Wenn wir unser Licht dimmen, nur damit andere nicht geblendet werden, die weniger hell strahlen, dann bleibt es dunkel! Entzündet alle Eure Lichter und lasst es hell erstrahlen. Zeigt Eure Tierliebe, lebt sie aus in vollen Zügen! Stellt Eure Feinfühligkeit zur Schau! Seit so sensibel wie ihr seid! Seid voll uns ganz ihr selbst. Lasst Euch nicht klein stutzen. Erhebt Euch alle zur vollen Größe damit Liebe und Güte verbreitet wird.

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