Jeder schreibt seine eigene Geschichte

Jeder Mensch schreibt seine eigene Geschichte. Manchmal sind die Geschichten der einzelnen Individuen ineinander verwoben, doch letztendlich hat jeder seine eigene Version davon.

Das Geheimnis eines glücklichen Daseins ist, sich nicht von anderen Geschichten so vereinnahmen zu lassen, dass für die Eigene kaum mehr Platz bleibt.

Natürlich ist man ein guter Mensch und denkt an andere und kümmert sich um andere, nicht nur um seine Lieben, sondern auch um Kollegen oder weitläufige Bekannte. Doch die Kunst dabei ist, sich nicht vom Leben anderer fremd bestimmen zu lassen, sondern gezielt seinen eigenen Weg zu gehen.

Weise Worte

meine beste Freundin sagte heute sehr weise Worte:

“vielleicht musste ich Krebs bekommen, damit ich lerne alles Gute anzunehmen, das mir begegnet”

Vermutlich hat wirklich jedes noch so Schlimme das passiert irgendwo auf irgend eine Art sein Gutes, oder führt zu etwas, was größer ist, als wir ahnen. Was unseren Horizont zuerst übersteigt, beziehungsweise, was wir erst später als etwas erkennen können, was uns voranbringt, was uns weiser macht, was uns dem Lebenssinn näher bringt. Aus diesem Grund begegnen uns bestimmte Menschen zur rechten Zeit und die Zeichen weisen uns den Weg. Wie Puzzle-Stücke, oder Kapitel eines Andreas Eschbach Buches und irgendwann wird daraus ein Bild.

Helfen mit “Trödel”

Auf Facebook gibt es eine Gruppe namens “Trödel für Rumänische Fellnasen in Not” und noch viele andere, ähnliche Gruppen.

Auch wenn jemand nicht viel Geld hat, ist das eine klasse Gelegenheit um Tieren zu helfen und die ist dringend nötig. Egal ob in Spanien (wo unser 4tes Adoptivkind her ist), oder Griechenland, Italien, Frankreich, Rumänien, Bulgarien, Ukraine und nicht zuletzt auch hier in Deutschland muss den Tieren geholfen werden. Vielleicht braucht jemand gerade diesen “Trödel”, der dort verkauft wird und kann so dazu beitragen, dass nicht irgend ein Konzern das Geld für die Teile bekommt, sondern es den Tieren Zugute kommt. Oder man entrümpelt selbst sein Zuhause (was ab und an ganz und gar nicht schadet) und stellt die Sachen dort zum Verkauf. Egal ob Deko-Artikel, Kleidung, Spielsachen, Bücher. Damit trägt man zur Nachhaltigkeit bei und unterstützt mit dem Erlös der Waren Tierschutzorganisationen.

Allein sein

meine Freundin Anna von Passionflow postete heute einen Artikel über das Alleinsein.

Sie hat in den letzten zwei Jahren entdeckt, dass ihr das Alleinsein gut tut und sie sich dadurch selbst besser kennen lernt.

Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Schon als Kind war ich sehr gerne allein. Ich war ein seltsames Kind :-). Ein tagträumerischer Bücherwurm. Wenn ich alleine war, dann versank ich komplett in meine eigene Welt.

Als ich ungefähr 17 Jahre alt war, hatte ich eine aussergewöhnliche Erfahrung. Ich sass alleine auf einem Hügel, es war ein warmer, schöner Tag im Frühherbst. Ruhig genoss ich einfach die Sonne, die Wärme, die Vögel, der leichte Wind, das Gras – einfach das Leben! Auf einmal durchfuhr mich die Erkenntnis über den Sinn des Lebens und warum wir alle hier sind und ich wusste um das Geheimnis des gesamten Universums und es war so simpel, dass ich laut lachen musste.

In dem Moment, als ich anfing zu lachen, vergass ich alles wieder. So schnell, wie die Erkenntnis gekommen war, so schnell war sie wieder weg. Doch ich zehre noch heute von diesem Erlebnis, den ich weiss, dass es einen Sinn gibt und das er so einfach ist, dass es geradezu lächerlich ist, warum wir nicht darauf kommen und irgendwann werde ich es wieder wissen.

Ich glaube es ist mal wieder Zeit, mich auf einen Hügel zu setzen und alle Gedanken ab zu stellen und einfach das pure Sein zu genießen. Ich denke da an einen warmen, sonnigen Frühlingstag in sehr naher Zukunft.

 

Angst essen Seele auf

oder so ähnlich hieß glaub mal ein Buch oder Film. An dem Spruch ist was Wahres dran.

Meine beste Freundin ist schwer krank und letzte Woche ging es ihr ziemlich schlecht. Ihre Eltern und ihr Bruder konnten mir auch keine genaue Auskunft geben, nur dass es ihr “sehr schlecht” gehen würde und sie einen Anfall gehabt hätte. Ich malte mir dann die ganze Nacht regelrechte Horrorszenarien aus und hatte massives Herzrasen. Am nächsten Tag hatte der Bruder mir versprochen, sich gleich zu melden, sowie er etwas Neues weiss. Das zog sich dann auch über den ganzen Tag und mir wurde vor Angst ganz flau im Magen.

Doch irgendwann machte es in meinem Gehirn “klick” und ich wurde ruhiger, beinahe gelassen. Ich kam zu der Erkenntnis, dass ich alles mir Mögliche für die Freundin tue. Mehr kann ich nicht machen. Seither bin ich mir sicher, dass sie wieder gesund werden wird. Wie das passieren wird, darüber brauche ich mir nicht den Kopf zu zerbrechen, es reicht zu wissen, dass es geschehen wird. Alles wird gut!

Eine Bekannte postete heute auf Facebook “Nachdenken ist wie schaukeln – man bewegt sich, aber es bringt einen nicht weiter”. Das ist ein guter Spruch, den ich aber etwas umwandeln würde. Nachdenken schadet ab und zu nicht und kann einen durchaus weiterbringen, grübeln und “sich Sorgen machen” aber bringt einen nirgendwo hin.  Angst isst nur die Seele auf und hilft niemandem. Nicht mir und nicht meiner kranken Freundin. Es ist kontraproduktiv. Deshalb konzentriere ich mich jetzt auf das Gute. Dass es ihr jeden Tag etwas besser geht.