Historischer Boden

Als ich vergangene Woche in der Heimat war und mit einem Teil meiner Freundinnen das Volksfest feierte, standen wir auf einem Platz vor einer großen Veranstaltungshalle und tranken Sekt. Eine meiner Freundinnen sagte “wir stehen auf historischem Boden! Genau hier hast Du damals Deinen Handphaser verloren”.

Und da erinnerte ich mich… damals fand in dieser Halle eine große Faschingsparty statt. Ich hatte meine StarTrek Uniform an, samt Communicator und Handphaser. In der Halle war es extrem schwül und ich wollte frische Luft schnappen. Wie immer damals war ich zu eitel für eine Brille. Kontaktlinsen hatte ich zwar auch, aber ich hatte mal beschwippst eine im Abfluß versenkt, weshalb ich ab diesem Zeitpunkt immer als “Blindfuchs” unterwegs war, wenn ich wusste, dass ich etwas trinken wollte.

Ich war nicht betrunken, aber leicht beschwippst. So stöckelte ich aus der Halle und stellte mich auf den vermeintlich freien Platz davor. Was mir völlig entgangen war, war der Umstand, dass die lokale Punkgemeinde zu “Chaostagen” aufgerufen hatte. Deshalb standen auch auf der einen Seite ungefähr 100 Punks und auf der anderen Seite ein sehr großes Polizeiaufgebot. Mitten im Niemandsland stand ich und mir fiel mein Handphaser in den Schnee und ich fand ihn nicht mehr.  Gebügt nach dem Phaser suchend schlurfte ich durch die Gegend, bis einer der Punks zu mir kam und sagte “Mädchen, was machst Du hier? Bist Du lebensmüde? Hier herrscht das Chaos und da drüben stehen die B…en!” Ich sagte wahrheitsgemäß “ich finde meinen Handphaser nicht mehr”. In der Zwischenzeit war auch einer der Polizisten auf mich zugekommen und ich erklärte auch ihm höflich meine Beweggründe. Die Punks schauten auf mich, die Polizisten schauten auf mich und dann fanden der Polizist und der Punk gleichzeitig meinen Phaser. Sie übergaben ihn mir und baten mich inständig nun wieder in die Halle zu gehen. Ich wünschte Allen noch einen schönen Abend, machte den Vulkaniergruß und sagte “live long and prosper”. Daraufhin lachten alle, wünschten auch mir einen schönen Abend und ich ging in die Halle zurück. Nach dem Wochenende las ich in der Zeitung, dass es die friedlichsten Chaostage seit Jahrzehnten waren und es zu keinerlei Unruhen gekommen war und sich Polizei und Punks friedlich trennten. Das war ein richtig schöner Abend!

Freiheit

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Heute sah ich den wunderschönen Hahn wieder. Ich brauchte lange, um ein einigermaßen gutes Bild von ihm zu erhalten. Er und seine Hennen sind scheu und das ist gut so. Sie sollen ruhig weiterhin Menschen fern bleiben. Wenn ich ein Huhn wäre, würde ich Menschen auch nicht über den Weg trauen, weil sie meist nichts Gutes mit Tieren im Schilde führen. Ich legte mich also mit meinem Teleobjektiv auf die Wiese und wartete, bis er wenigstens für einen Augenblick aus dem Gebüsch heraus kam. Ein wundervolles Tier. Ein Lebewesen und keine Nahrung!

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Diese reifen Äpfel wuchsen hoch oben af einem Ast.

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Weil ich heute Urlaub hatte, nahm ich mir die Freiheit, die Natur zu erkunden. Diese Rose wächst in einem Vorgarten ganz in der Nähe. Man muss nicht weit gehen, um Schönheit zu finden.

Neu ist nicht immer gut

Ein neuer Supermarkt hat aufgemacht. Ok, der Alte war zugegeben etwas verratzt und in die Jahre gekommen, aber genau das hat seinen speziellen Charme ausgemacht. Jetzt ist alles nagelneu und blitzt und blinkt und doppelt so groß. Der Markt ist nur über einen Aufzug oder eine Rolltreppe erreichbar. Drinnen reihen sich Regale an Regale. Mir fiel auf, dass der Anteil an Convenience Produkten um das Dreifache aufgestockt wurde. Dafür ist das Obst und Gemüseangebot kleiner geworden. Sogar die Einkaufswagen sind neu und zwar aus Plastik.

Ich werde nur noch dort hin gehen, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Orange is the new black

ein Kumpel hat uns eine neue Serie empfohlen und wir schauten die erste Staffel an, sowie den ersten Teil der zweiten Staffel.

Die Show ist gut gedreht und beruht wohl auf Tatsachen.

Doch zieht mich die Handlung total runter. Keine Ahnung warum, aber wenn ich eine Folge anschaue, habe ich danach voll Herzklopfen und bin aufgewühlt. Es tut mir eindeutig nicht gut.  Man muss nicht jeden Hype mitmachen.

Sanotint Farbe

Heute habe ich schon wieder ein Haarexperiment gemacht. Zwar ist die Sante Farbe echt gut, jedoch deckt sie leider nicht meine grauen Haare ab. Deshalb färbte ich heute meine Haare nochmals mit Sanotint. Die grauen Haare sind nun blond. Die Farbe ging leicht auftragen, die Einwirkzeit war nur kurz, es gab keine Sauerei im Bad. Alles Prima und das Ergebnis seht Ihr hier:

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Begrenzter Verstand

wir Menschen mit unserem begrenzten Verstand wissen nicht, was uns nach unserem Ableben erwartet. Wir können es nicht annähernd erahnen.

Früher dachte ich immer, dass ich “Zeichen” haben wollte, dass es den Wesen, die vorausgegangen sind gut geht. Doch als ich diese Zeichen bekam, haben sie mir Angst gemacht. Weil mein Verstand zu begrenzt ist. Jetzt bekomme ich “sanfte Zeichen”, wie Regenbögen und Träume. Mein limitierter geistiger Horizont kann diese Zeichen besser verwerten. Doch manchmal, wenn ich meinen Horizont ausdehne und zu lasse, dass viel mehr möglich ist, dann höre ich auch die Stimme der geliebten verstorbenen Person. Dann redet er ganz normal mit mir, wie zu seinen Lebzeiten.

Wir wissen viel zu wenig über die Anderswelt, wie die Kelten es nannten.

Als vor 4 Jahren unser geliebter Kater während einer Notoperation nicht mehr aufwachte, war 4 Wochen später Halloween. Die Kelten nannten es Samhain und an diesen Tagen ist der Schleier zwischen den Welten dünner. Ich wartete die halbe Nacht, dass mein Kater zurück kommt. Ich glaube, ich wäre in Ohnmacht gefallen, wenn er tatsächlich zurück gekommen wäre.  Dafür sah ich ihn morgens in der Zeit zwischen Traum und Wirklichkeit. Jedoch war er “durchsichtig” – beinahe ätherisch, aber dennoch eindeutig erkennbar. Wenn ich selber die Möglichkeiten nicht so begrenzen würde, dann wäre er auch zu mir zurück gekommen, als die Grenzen zwischen den Dimensionen “aufgeweicht” waren.

Eine ganz liebe Bekannte von mir hat schon in jungen Jahren ihren Vater verloren. Immer wenn sie sehr traurig war, kam ein Vogel und blieb bei ihr. Sie spürte, dass der Vater die Gestalt des Vogels angenommen hatte, um ihr nahe zu sein. Irgendwann ging sie zu einem Medium und das Medium sagte ihr: “Ihr Vater ist doch oft bei Ihnen, Sie wissen doch, wer der Vogel ist”.

Mein Papa war der schwarzhumorigste, geradlinigste, aufrichtigste, verlässlichste Mensch den ich kannte. Auf sein Wort konnte ich mich immer verlassen. Er war immer da, wenn ich ihn brauchte. Er hat mir so viel Gutes vererbt. Von ihm habe ich mein Sprachtalent, meinen Humor, meine Gutmütigkeit. Wenn ich meinen Verstand ausschalte, der mir einreden will “nein, das bildest Du Dir ein, Du kannst nicht mit Verstorbenen reden, das entspringt alles nur Deiner überschäumenden Phantasie” und meiner Seele / meinem Herzen die Oberhand lasse, dann kann ich mit ihm reden, so wie immer. Das sind wundervolle Momente. Dann erzählt er mir, dass es ihm gut geht und alles gut ist, wie es ist und ich mir keinen Kopf machen soll. Dann herrscht Frieden in mir.