Gab es jemals weibliche Despotinnen oder Diktatorinnen

Ich habe mir schon öfter darüber Gedanken gemacht, dass es – soweit ich weiss – keine weiblichen Amokläufer gibt. Gab es in der Historie schon mal weibliche Despotinnen oder Diktatorinnen? Es gab Giftmischerinnen, die Familienmitglieder und Gegner beiseite geschafft haben. Aber so richtig grausame Herrscherinnen? Es fällt mir keine ein. Liegt es daran, dass wir seit Jahrtausenden in patriarchaischen Machtverhältnissen leben? Wären Frauen auch machtgieriger und furchterregend, wenn wir in einem Matriarchat leben würden? Ich bezweifle das ein bisschen. Gewaltverbrechen werden auch größtenteils von Männern verübt. Macht ist glaub für Frauen nicht so erstrebenswert. Einfluss eher, aber Macht und Einfluss sind verschiedene paar Schuhe. So eine richtig böse weibliche Tyrannin kann ich mir nicht vorstellen.

Was man unter Frauen jedoch leider öfters findet, ist Neid und Missgunst. Als Jugendliche war ich im Schullandheim in einem 12er Zimmer. Dass wir uns in den zwei Wochen nicht zerfleischt haben, ist ein Wunder. 12 Pubertiere auf engstem Raum. Das war grob fahrlässig von den Lehrkräften.

Wenn Frauen untereinander sind, ist oft zu beobachten, dass es dann um Klatsch und Tratsch geht. Jede Sau wird durch`s Dorf getrieben und kein gutes Haar an den Mitmenschen gelassen. Warum ist das so?  Ich habe mal in dem Buch “Witch” von Lisa Lister die Vermutung gelesen, dass in unserem kollektiven Bewusstsein ein großes Mißtrauen dem eigenen Geschlecht gegenüber verankert ist, bedingt durch die Zeit der Inquisition, wo selbst Schwestern sich gegenseitig verraten haben.

Es wäre so schön, wenn wir uns wieder vertrauen und uns gegenseitig unterstützen würden, anstatt uns runter zu machen. Wenn wir zusammenhalten würden, anstatt gegeneinander zu agieren könnte eine gänzlich neue Welt entstehen. Wenn wir die Weiblichkeit schätzen würden, anstatt uns dafür zu schämen, könnte die Menschheit eine positive Wendung einschlagen. Wenn wir das schaffen und das Schöne in Jeder / Jedem schätzen und achten könnten, würde in einer Frauengruppe auch nicht mehr der Teufel im Eck sitzen und lernen.

 

Hey

Eine Freundin schrieb mir heute eine WhatsApp-Nachricht. Diese fing mit “Hey,… ” an. Kein Hallo Margit, Hi Margit oder meinetwegen sogar noch Hey Margit, sondern einfach nur Hey. Sie hat sich mit Sicherheit nichts dabei gedacht und es auch nicht unhöflich oder in irgend einer Weise negativ gemeint. Sie ist auch nicht die Einzige, ich habe schon öfters “Hey” Nachrichten erhalten. Scheint ein neuer Trend zu sein.

Ich kann es nicht erklären, aber ich finde es komisch. Keine Ahnung warum, aber es hat für mich irgendwie einen unpersönlichen Charakter, dieses “Hey”.  Hey sagt man eigentlich, wenn einem etwas widerstrebt und man dagegen aufbegehrt. “Hey lass das”, “Hey, Finger weg”, oder einfach nur “Hey!” – so jedenfalls kannte ich bisher die Verwendung, aber als Begrüßung? Für mich fühlt es sich komisch an. “Hi” dagegen hat nicht diesen ablehnenden Touch.

Vielleicht bin ich heute auch einfach nur extra pingelig und nur ich empfinde das so und für den Rest der Welt ist “Hey” vollkommen “save”. Noch so ein Wort, das immer inflationärer verwendet wird, ob es passt oder nicht, ebenso wie …! Ich kenne mehrere Personen, die hinter jeden Halbsatz drei Punkte setzen. Das nervt mich massiv, aber sagen tu ich es den Leuten nie. Ich mag diese Menschen echt gerne, auch wenn mich ihr Geschreibsel wirklich auf die Palme bringt.

Was weiss ich schon. Wahrscheinlich schreibe ich auch öfter Dinge, die anderen auf den Senkel gehen. Dann wäre ich froh, wenn man es mir sagen würde. Aber hey, solange mir das niemand sagt bin ich save…

 

Urlaub im Herbst, der keiner ist

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Urlaub im Herbst ist dieses Jahr wie Sommerurlaub, nur angenehmer als es der “richtige” Sommer war. Nicht ganz so heiß. Angenehme 25 C°, aber dennoch auch unheimlich, weil es so lange schon schön ist. Wir hatten seit Mitte April sommerliche Temperaturen (mit Ausnahme von nur wenigen Tagen, an denen es nicht so schön war). Der Winter ging abrupt in den Hochsommer über. Frühling gab es keinen. Herbstliche Temperaturen mit Sturm und Kühle hatten wir zwar auch kurz, aber das anhaltend warme Wetter überwiegt doch deutlich. Vielleicht wird der längste Sommer, den ich je erlebt habe, auch wieder abrupt vom Winter abgelöst, ohne Herbst. Wir werden sehen. Solange genieße ich den Spätsommer in vollen Zügen.

Die Furcht vor einem ungelebten Leben

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Mich treibt im Moment die Furcht um, ein ungelebtes Leben zu leben. Wenn ich heute sterben würde, was hätte ich dann aus meinem Leben gemacht, oder besser gesagt, was habe ich NICHT aus meinem Leben gemacht?

Welche Spuren werde ich einmal hinterlassen? Lebe ich ein ungelebtes Leben? Ein bedeutungsloses Leben?

Was ist ein bedeutungsvolles Leben? Wie lebt man ein gelebtes Leben? Ich habe keine Ahnung!

Meine Erfahrung mit balinesischem Astronauten-Techno

Ich war bei einer Kakao-Zeremonie. Was hatte ich mir eigentlich darunter vorgestellt? In meiner unendlichen Naivität dachte ich, es wäre etwas ähnliches wie eine Teezeremonie, nur eben mit Kakao. Ich sollte eines Bessren belehrt werden.

12 Teilnehmer trafen sich bei der Veranstalterin in einem Raum, der mit Kristallen, Häkeldecken und Kakaobohnen dekoriert war.

Die Teilnehmer trudelten nach und nach ein und einige unterhielten sich über Themen wie AUM Tanzen – nie gehört – und irgendwelche Gruppenkuscheltreffen, die sich für mich wie “Ringelpietz mit Anfassen” anhörten. Diejenigen, die es kannten, bekamen glänzende Augen, bei den Erzählungen zweier Teilnehmerinnen und kommentierten es mit “voll schööööööön”, während ich dachte “WTF mache ich hier?”. Mir schwante Böses.

Die Gastgeberin hatte den zeremoniellen Kakao leicht erwärmt und mit Gewürzen verfeinert. Jeder hatte seine Lieblingstasse mitgebracht. Die Zeremonienmeisterin schenkte den Kakao in jede Tasse und gab sie in den Kreis, mit der Bitte, sie mit guten Wünschen zu besprechen, bis sie dann beim Besitzer ankam. Das war wirklich eine schöne Idee und ich entspannte mich wieder etwas.

Der Kakao schmeckte bitter, aber nicht ungenießbar. Wir erhielten eine kleine Einleitung über Herkunft und Wirkung des Kakaos. Danach spielte eine der Teilnehmerinnen auf der Gitarre und wir sangen alle dazu.

Bis hierher war es ein schöner Abend und damit hätte es für mich eigentlich auch beendet sein können. Doch nun begann der Teil, der mich an die Grenzen meiner Komfortzone brachte.

Es fing mit Paarübungen an. Zwei Mitwirkende taten sich zusammen und Eine/r knetete, massierte und streichelte die / den Andere/n. Nach ungefähr 15 Minuten wurde gewechselt. Ich war so froh, dass ich diese Übung mit meiner Freundin machen konnte, mit der ich diese Kakao-Zeremonie zusammen gebucht hatte. Unter Freunden ist das doch etwas anderes, als mit fremden Menschen, für mich zumindest. Ich umarme Familienmitglieder und Freunde echt gerne, aber mit dem Berühren von Fremden tue ich mich massiv schwer.

Der nächste Programmpunkt wurde für mich noch “schlimmer”. Wir wurden zum “freien Tanzen” aufgefordert. Leider kann ich nicht auf balinesischen Astronautentechno tanzen. Offen gesagt kann ich gar nicht tanzen, aber wenn, dann nur auf Musik, die mir richtig richtig richtig saugut gefällt. Wahrscheinlich dauerte diese “Tanzzeit” nur 5 Lieder, aber gefühlt waren es für mich Stunden. Irgendwann machte ich einfach die Augen zu und flüchtete in meine eigene Welt. Ich war nicht die Einzige. Ein paar der Anderen fanden ebenfalls keinen Zugang zur Musik. Es gab Momente, da flüsterte mir der komplett unspirituelle Wesensteil in mir zu “Für das Geld, das das hier kostet, hättest Du Dir besser doch den Lockenstab für extragroße Locken bestellt”.

Als nächstes war Eye-Gazing angesagt und ich muss gestehen, das war echt überraschend gut. Jedoch funktionierte das “Seelenlesen in den Augen” bei mir nur bei den Personen, die ich vorher schon auf Anhieb sympathisch fand. Ich “las” in ihren Augen Anmut, Liebe, Dankbarkeit, Freude, Weisheit und vieles mehr. Bei ein paar wenigen spürte ich sogar so etwas wie Vertrautheit, als ob ich sie, beziehungsweise ihre Seelen kennen würde. Bei Denjenigen, die mir nicht so lagen zog sich die Minute ewig und es fiel mir schwer, ihnen ein “Feedback” zu geben.

Der Abend wurde abgeschlossen mit dem “Angel-Walk”. Wir bildeten eine Gasse und Jede/r lief einmal hindurch und wurde von den anderen gestreichelt. Das war für mich auch wieder eine massive Herausforderung. Es fiel mir bei Denjenigen, die ich mochte wieder deutlich leichter, wie bei denen, die ich eher “merkwürdig” fand. Unsympathisch war mir niemand, aber dennoch gab es schon Menschen, die mir eher lagen und welche, mit denen ich weniger anfangen konnte. Ich denke, das ist auch völlig normal.

Fazit des Ganzen: Es war eine aussergewöhnliche Erfahrung. Ich habe nette Menschen wieder getroffen, bzw. neu kennengelernt, wiederholen möchte ich das Erlebnis jedoch nicht.

Heute zeigt der peruanische Kakao seine Wirkung. Ich fühle mich wie verkatert, bin leicht reizbar und übellaunig. Vielleicht nicht gerade der ideale Zeitpunkt um ein Resümee zum gestrigen Abend zu posten, aber vielleicht ist es dadurch auch ehrlicher. Ich fand den Abend offen gesagt teilweise schön und teilweise unschön. Das lag aber nicht an den anderen Leuten, sondern nur an mir selbst. Es ist aber auch gut für mich zu erkennen, dass ich nicht der Typ bin für Veranstaltungen dieser Art. Ein zweites Mal werde ich auf keinen Fall an einer Kakaozeremonie teilnehmen und auch kein anderes Kursangebot der Gastgeberin mehr wahrnehmen.

Ideocracy

Gerade schaue ich mal wieder die Science Fiction Komödie Ideocracy aus dem Jahr 2006. Als ich die “Komödie” das erste Mal sah, fand ich sie witzig, aber ich sah es als abwegige Fantasie an. Ein paar Jahre später stellte ich schon erschreckende Tendenzen fest, die den Film schon weniger abwegig erscheinen ließen.

Heute ist der Streifen 12 Jahre alt und mit jedem zunehmenden Jahr wird er weniger utopisch.

Irgendwann wird die Menschheit wirklich so dumm sein, dass alle nur noch Fastfood zu sich nehmen, die Felder mit Energydrinks bewässern und auf Sofas mit integriertem Klo sitzen. So arg weit davon entfernt sind wir schon heute nicht.

 

 

Es ist ja nur ein Streuner

Freunde von mir fanden heute eine angefahrene Katze auf der Straße. Der Unfallort lag mitten in der Pampa bei einem Weiler mit nur ein paar Häusern. Natürlich war der Handy-Empfang dort sehr schlecht und keine Internetverbindung möglich. Deshalb riefen die Freunde mich an und baten mich um Hilfe.

Während die Freunde vor Ort versuchten die Katze einzufangen, die sich zwischenzeitlich in ihrer Panik in ein für Menschen schwer zugängliches Gebüsch geflüchtet hatte, versuchte ich anderweitig Hilfe aufzutreiben. Ich rief bei verschiedenen Tierärzten an und wurde an den Tierschutz verwiesen.Dort bekam ich mehrere Nummern vom Anrufbeantworter mitgeteilt. Die erste Nummer die ich anrief sagte mir, dass sie keinen Dienst hätte und verwies an die zweite. Die zweite  Nummer riet uns zur Geduld und wir sollen versuchen, die Katze mit Futter aus dem Gebüsch zu locken. Ich erwähnte dass die Katze sehr schwer verletzt ist und aus dem Mund blutet und dass ich deshalb nicht glaube, dass wir sie mit Futter aus dem Gebüsch locken können. Daraufhin erhielt ich zur Antwort, dass wenn sie sich nicht helfen lassen will, das eben so ist, so schlimm es sich auch anhören würde.

Meine Freunde fanden vor Ort einige Hilfsbereite, jedoch auch welche die sagten “Ist ja nur ein Streuner, jetzt hat es ihn mal erwischt”, “Ist nicht meine Katze, was geht es mich an”. Ein kleiner Junge und seine Familie halfen am Meisten. Letztendlich konnten alle Zusammen dafür sorgen, dass die Katze aus dem Gebüsch befreit und zum Tierarzt gebracht werden konnte.

Vor vielen Jahren fand ich ein angefahrenes Reh und mir erging es schlimer wie den Freunden heute. Alle Autos fuhren vorbei, an den Häusern öffnete niemand die Tür, obwohl sich die Vorhänge bewegten. Handyempfang nicht vorhanden. Bis ich einen Typen aus der Garage fahren sah und mich direkt vor sein Auto stellte. Er musste anhalten, wenn er mich nicht überfahren wollte. Er sagte seiner Frau, dass sie mir helfen soll, weil er zur Arbeit müsse. Die Frau lies mich dann zu ihrem Festnetzapparat und suchte mir die Nummer des zuständigen Försters heraus. Als ich zurück zum Reh kam, gab es keine Lebenszeichen mehr. Vom Entdecken des Rehs bis zur Rückkehr nach der Hilfesuche wahren mindestens 20 Minuten vergangen. Heute denke ich, es wäre besser gewesen, bei ihm zu bleiben und für es da zu sein. Es hatte sehr viel Blut verloren und der Förster wird nichts anderes gemacht haben, als es zu “erlösen”. Ein Tierarzt hätte mir nicht geholfen und an den Förster verwiesen. Es war noch bei Bewusstsein als ich es fand. Es sah mich hilfesuchend an und ich werde diesen Blick nie vergessen. Heute würde ich bei ihm bleiben, in seinen letzten Minuten, aber damals war ich im wahrsten Sinne des Wortes hilflos. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, was richtig ist. Ich dachte, ich würde dem Reh mit meiner Suche helfen, aber ich hatte es allein gelassen.

Bei der Katze heute war es etwas anders gelagert. Einer Katze hilft ein Tierarzt. Aber auch nicht immer. Ich kenne Geschichten von Tierärzten, wo eine herrenlose Katze gleich eingeschläfert wird, weil der oder die Tierärztin / Tierarzt nicht auf den Kosten für Operation und Behandlung sitzen bleiben will. Es ist zu teuer und rentiert sich nicht. “Ist doch nur ein Streuner”. Einer von Millionen weltweit.

Als ich mal in eine neue Stadt gezogen war und auf der Suche nach einem Tierarzt war, sagte die damalige Tierärztin über unseren roten EHK Kater und unsere schwarze Halblanghaarmischlingsdame (aus dem Tierschutz) “der Rote ist ne typische Bauernkatze, aber die Schwarze ist was Edleres”. Wir gingen nie wieder dort hin. Für uns waren beide unsere gleichwertigen Kinder und eines so wertvoll wie das andere.

Ich hoffe sehr, dass der Tierarzt, zu dem die angefahrene Katze heute mittag gebracht wurde ihr helfen konnte. Es hat aber mal wieder deutlich gezeigt, wie hilflos und im ersten Augenblick auch überfordert man ist, wenn man ein verletztes Tier findet.

Vor zwei Wochen fand ich auf dem Heimweg einen Hund ohne Halsband auf dem Gehweg stehend. Weit und breit kein Mensch. Es war ein größerer weisser Hund, vielleicht ein Labradormischling. Ich kenne mich mit Hunderassen nicht gut aus. Ich ging zu ihm und redete beruhigend auf ihn ein, aber er knurrte mich an. Ich traute mich nicht näher als 2m an ihn heran. Ich blieb bei ihm, weil ich ihn nicht alleine lassen wollte und Angst hatte, dass er auf die Strasse rennt. Wir wohnen zwar in einer Gegend mit fast ausschließlich Anliegerverkehr, aber man weiss ja nie. Ich war gerade auf der Internetsuche nach dem Tierschutzverein, als ich eine Frau aus einem der Häuser die Straße abwärts kommen sah. Ich deutete auf den Hund und fragte sie, ob sie wisse, wem er gehört, aber sie zuckte nur mit den Schultern, wechselte die Richtung und lief davon. Jemand muss mein Rufen aber gehört haben, denn aus dem Nachbarhaus kam ein Mann gesprungen und rief “Das ist meiner, er ist aus dem Garten ausgebüxt, Danke, dass Sie sich um ihn gekümmert haben”. Ich war echt froh, als er ihn mitnahm. Ich hätte wirklich nicht gewusst, was ich sonst tun soll. Ich hätte wahrscheinlich beim Tierschutzverein angerufen, ob sie mir helfen können, ihn einzufangen, oder eine Freundin mit Hundeerfahrung. Ich war offen gesagt etwas überfordert mit dem Hund. Wie hätte ich mich richtig verhalten, wenn der Mann nicht gekommen wäre?

Wer das hier liest und mir Nummern geben kann von Personen oder Institutionen, die in Falle eines verletzten Tieres oder wie bei dem oben beschriebenen Fall mit dem Hund, helfen, gerne Info an mich, dafür wäre ich sehr dankbar. Gibt es Tierrettungsnotrufstellen für die Gebiete Schwäbisch Hall / Ceailsheim / Ellwangen? Gibt es eine Hotline für Tierärzte, die am Wochenende Notdienst haben?

Was kann man tun, wenn man ein verletztes Haustier, Wildtier oder sogenanntes “Nutztier” gefunden hat? Wie hilft man schnell und effizient?

Von der Liebe zu den Dingen

Der derzeitige Dalai Lama sagte einmal:

“Menschen wurden erschaffen um geliebt zu werden.
Dinge wurden geschaffen um benutzt zu werden.
Der Grund warum sich die Welt im Chaos befindet,
ist weil Dinge geliebt werden und Menschen benutzt werden.”

Ich möchte dieses Zitat erweitern:

“Menschen und Tiere (und zwar alle Tiere) wurden erschaffen um geliebt zu werden.
Dinge wurden geschaffen um benutzt zu werden.
Der Grund warum sich die Welt im Chaos befindet,
ist weil Dinge geliebt werden und Menschen und Tiere benutzt werden.”

Mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein “beliebig einsetzbares Ding”. Mein “beliebig einsetzbares Ding” hat mich eine schöne Stange Geld gekostet, aber ich kann es mir ja leisten. Das habe ich mir alles verdient. Ich will ich will ich will ich will… Dinge Dinge Dinge Dinge Dinge. Dafür arbeite ich bis zum umfallen. Dafür kann ich mir auch was “gönnen”. Ich brauche teures Zeug um mich zu definieren, um die Leere in mir zu füllen mit Krims und Krams. Ich muss kaufen kaufen kaufen. Ich konsumiere also bin ich. Ich brauche immer mehr und mehr und mehr, denn die Leere  in mir wird mit jedem Ding größer. Ein noch größerer Fernseher wird die Wunden meiner Seele nicht heilen, ein zweites oder drittes oder viertes Auto nicht die nagende Gier in mir stillen. Der teure Schmuck wird mich nicht schöner machen. Das zweite, dritte, vierte oder fünfte Haus wird nicht meinen Neid besänftigen. Meine Yacht wird nicht mein Herz wärmen. Meine Uhren werden mir nicht mehr Lebenszeit geben.

Wenn unsere Lebensspanne abgelaufen ist, werden wir nichts Materielles mitnehmen. Es wird kein Gevatter Tod GmbH Umzugsdienst kommen und das Gerümpel aufladen. Vielleicht wird sich dann der Eine oder die Andere wünschen, er oder sie hätte mehr Liebe angehäuft, denn ich bin mir sicher, dass man Liebe mitnimmt.