Hauskobold

Eine dieser Tierkommunikatorinnen, die wir hatten, meinte, dass es sein könne, dass bei uns vielleicht ein Kobold im Haus wäre. Dieser Kobold würde unseren Yoshi triezen, warum er manchmal so komisch drauf wäre. Sie hätte selbst auch ab und an Besuch eines solchen Wesens und nur sie und die Katzen können es sehen. Ihr Kater verhalte sich dann ähnlich seltsam wie Yoshi.

Mhm, ich würde es ausgesprochen cool finden, einen eigenen Hauskobold zu haben. Vielleicht könnte der mich dann zu einem Kessel voll Gold führen. So ein Kobold wäre allemal besser als ein Dämon. Eine Fee oder Elfe wäre auch wundervoll, aber ein Kobold hätte durchaus auch was. Ich glaube auch nicht, dass die fies sind. Nur wenn die Menschen fies sind, sind es die Kobolde auch.

Ich mag Naturwesen und hätte sie gerne um mich. Kobolde, Elfen, Feen, Einhörner sind mir jederzeit willkommen. IMG_9511

Deshalb habe ich mir eine Elfentür gekauft, damit die Wesen herzlich willkommen sind. Die Iren, Schotten, Briten und Isländer glauben auch daran. Es ist auch nicht weiter her geholt oder “verrückter” als Wasser in Wein verwandeln, die Jungfrauengeburt, über Wasser laufen, von den Toten auferstehen etcetc. Durch empirische Studien beweisbar ist nichts davon.

Mein Berufswunsch

Ich weiss endlich, was ich werden will: Privatier! Finanziell unabhängig und frei zu tun, was immer ich will.

Ich könnte schlafen solange und so viel ich will. Fotografieren wann und wo ich es will. Ich könnte eine eigene Katzentherapeutin nur für uns alleine einstellen, die dann mit den vier und speziell mit Yoshi trainieren könnte. Ich würde in einer Villa fernab wohnen, eingezäunt mit Katzennetzen, mit einem eigenen kleinen See, Swimmingpool und Hot Tub. Das Haus wäre nicht zu groß, ohne Keller (Keller sind halt immer gruselig, egal wie neu das Haus ist), viel Glas, lichtdurchflutet und mit wenig Schnickschnack. Ohne viel Zeugs. Alles zweckmässig, mit eigenem Gewächshaus und Gärtner, zur überwiegenden Selbstversorgung mit autarker Energie.

Dort könnte ich schreiben, fotografieren, basteln, malen, nähen wann immer mir danach wäre. Ich könnte sein, was immer ich will als Privatier. Wenn ich eine Malerin sein wollte, wäre ich das, wenn ich ein Model sein wollte, wäre ich es ebenfalls. Was immer mir belieben würde könnte ich tun.

Ich melde mich gleich mal zur Ausbildung an. Privatier für Fortgeschrittene. Genau mein Ding!

Unangenehme Begegnungen

Ich habe es mir angewöhnt, dass ich vor unangenehmen Treffen immer einen Schuss Amaretto in meinen Kaffee kippe. Zum Glück halten sich solche Veranstaltungen in Grenzen, sonst wäre ich längst Alkoholikerin.

Warum ich das tue? Natürlich könnte ich vorher auch meditieren, das wäre mit Sicherheit besser. Aber darin bin ich nicht wirklich gut, weshalb die “Instant Methode” wirken muss: Alkohol.

Ich gehe viel gelassener zu diesen Events und die Not heiligt das Mittel. Mit einem Schuss Amaretto oder einem Franquelico sieht die Welt gleich ganz anders aus und die Leute nerven mich nicht mehr. Ich kann großzügig über ihr fatales Weltbild hinweg sehen. Meine Ohren schalten auf Durchzug und ihr Dauerlammentieren wird zu einem dumpfen Rauschen. Es tangiert mich nicht. Ich bin nicht mehr aufgewühlt, ich nehme das Geschwätz nicht persönlich. Es lässt mich gleichgültig. Manchmal empfinde ich sogar Mitleid, dass sie so sind wie sie sind.

Zum Glück muss ich diese Taktik nur ein paar Mal im Jahr anwenden und es bleibt somit im harmlosen Rahmen. Ich denke mir bei jedem Schluck “Gleich nervt ihr nicht mehr, gleich ist alles gut”! Es ist ähnlich wie in dem Lied “9 Coronas” und der Textzeile “she looked like Jennifer Aniston after 9 Coronas”. Das Lied stammt aus einer Zeit, wo Corona einfach nur mexikanisches Bier war. In diesen Zeiten braucht es den Alkohol Shot noch dringender als früher, den dieses “Corona” verstärkt alles, was vorher schon da war. Im Guten wie im Schlechten. Es lebe der Amaretto.

Anarchy in rural territory

Als ich ein Kind war, hatte ich einen zwei Jahre älteren Kumpel. Seine Mutter war sehr unkonventionell und ich fürchte, sie hat mich nachhaltig geprägt.

Bei ihm Zuhause war alles erlaubt. Wir sprangen auf den Wohnzimmerpolstermöbeln umher, wie auf Trampolinen, bis die Spiralfedern krachten. Wir stellten unter Anleitung der Mutter (inspiriert von Pippi Langstrumpf) Konrads Spezialkleber aus Backutensilien und Putzmitteln her. Das Zeug wurde so hart, dass es nie wieder aus der Schüssel heraus zu bekommen war. Sie nahm das Teil und warf es mit einem Achselzucken in die Mülltonne. Es verging fast keine Woche, wo sie uns nicht zu irgendwas anstiftete und wir liesen uns nur zu gerne anstiften. Einmal kam sie auf die Idee, einen Geldbeutel an einen durchsichtigen Faden zu binden und auf den Gehweg vor dem Haus zu legen und immer wenn jemand danach greifen wollte, zog sie den Geldbeutel an dem Faden weg und lachte sich einen Ast, wenn die Leute doof guckten. Nicht selten “mussten” wir irgendwelche Leute anrufen und sie mit verstellter Stimme verarschen. Das war eine sehr schöne Freizeitbeschäftigung. Es traf immer die “Richtigen”. Nette Menschen wurden von uns nie veräppelt, nur Arschlöcher. Ich habe viel von ihr gelernt und ich hielt mich gerne in dem Haus auf, weil dort alles erlaubt war und es weder die Mutter noch den Vater des Kumpels juckte, was wir den ganzen Tag taten. In den Sommerferien war das Zuhause des Kumpels unser Abenteuerspielplatz. Die Mutter war echt die coolste Socke!

Später, als ich so um die 20 war, übernahm ich viele ihrer Anregungen und trieb ähnlichen Schabernack zusammen mit einem ehemaligen Kollegen. Auch unsere “Opfer” waren immer nur üble Zeitgenossen und es gab immer einen “Anlass” für unsere Verarschungsaktionen. Es waren ausschließlich Reaktionen auf die Aktionen der “Probanden”.

Es ist wieder an der Zeit und mir fallen so einige Zeitgenossen ein, die anarchischen Schabernack meinerseits mehr als verdient hätten.

Facebook und der Tod

Heute kam die Erinnerung von Facebook, dass ein ganz lieber ehemaliger Kollege heute Geburtstag hat und ich ihm doch gratulieren soll. Das habe ich gemacht, aber nur in Gedanken, denn der von mir sehr geschätzte Mensch starb letztes Jahr im Oktober sehr plötzlich und viel zu jung.

Am Sonntag bekam ich dieselbe Erinnerung zum Geburtstag eines Bekannten, den ich ebenfalls sehr gern hatte. Er starb vor zwei Wochen und hat seinen 30sten Geburtstag nicht mehr erlebt. Er hatte Krebs. Genauso wie meine meine verstorbene Freundin, die vor 6 Jahren gehen musste.

Nun sind es schon drei verstorbene Menschen, die ich sehr mochte, die noch als Profile in Facebook sind. Löschen möchte ich diese Profile auf keinen Fall.

Auf WhatsApp habe ich meine Freundin gelöscht, weil ich wusste, dass die Nummer wieder vergeben worden ist. Mit den beiden Bekannten werde ich es irgendwann ebenfalls so handhaben, jetzt aber noch nicht, es ist noch zu früh. Die Facebook Profile jedoch, die bleiben. Auch wenn es mir jedesmal einen Stich versetzt, wenn ich so eine Erinnerungsmeldung erhalte, oder wenn ich in meinen Freundeslisten die Profilbilder sehe, so ist es doch auch irgendwie so, als wären sie noch ein bissle da. Vielleicht sind sie das auch. Der Gedanke hat was Tröstliches.

Vielleicht wirst Du ja wieder normal

Diesen Satz hörte ich erst kürzlich wieder, es war aber ganz sicher nicht das erste mal, dass ich ihn gehört hatte. Gemeint war damit immer “Vielleicht ernährst Du Dich mal wieder so wie wir auch und isst Fleisch, Wurst, Eier, Honig und trinkst Milch”.

Ich habe der Person keine Antwort gegeben, weil es verschwendete Liebesmüh gewesen wäre. Sie hat es daraufhin noch dreimal wiederholt. Ich war kurz zuvor zu sagen “Ich habe Dich schon beim ersten Mal verstanden, aber Dein Geschwätz absichtlich ignoriert”. Das wäre natürlich enorm unhöflich gewesen und diesen Pegel hatte ich alkoholtechnisch noch nicht erreicht.

Ich glaube, dass ich nicht drauf reagiert habe, hat die Person mehr getroffen, als wenn ich gesagt hätte “Nein, ich werde ganz sicher nie mehr bewusst etwas Tierisches essen”. Ich schreibe deshalb bewusst, weil ich oft unterwegs nicht weiss, ob ich angelogen oder aus Unkenntnis desinformiert werde, wenn ich frage, ob etwas vegan ist. Darauf muss ich einfach vertrauen. Wenn ich jedoch wüsste, dass ein Produkt Ei, Milch, Honig oder gar Fleisch enthält, würde ich es ganz sicher nicht konsumieren.

Aber um die Frage der Person hier zu beantworten: NEIN, ich werde ganz sicher niemals mehr “normal” werden, wenn mit Normalität gemeint ist, dass ich das ausbeuten und töten von Mitgeschöpfen unterstütze. Ich habe seit ungefähr 1995 kein Fleisch mehr gegessen und lebe seit 2011 vegan. Es gibt kein “zurück” mehr. Wieso sollte ich in dieses barbarische Verhalten, das mir als Kind antrainiert wurde, zurückfallen, wenn ich es heute besser weiss. Ich bin mir sicher, dass die Zukunft mir recht geben wird. Schon in wenigen Generationen, wird das Töten und Ausbeuten von Tieren genauso angesehen werden, wie die Sklaverei heute.

Träume nur Schäume?

Heute nacht hatte ich gleich zwei komplett abgedrehte Träume. Als erstes träumte ich, dass der ehemalige Nachbar meiner Eltern wieder von den Toten auferstanden wäre. Das war ein total netter Herr, der hoch betagt vor einigen Jahren starb und mit Sicherheit ein erfülltes, gutes Leben hatte. Er kam zurück und erklärte mir, dass er doch noch nicht alles hier erlebt hätte. Er sah auch total fit aus, obwohl er schon fast 100 war.

Dann lief ich in einer Firma an der Rezeption entlang und meine verstorbene Freundin Sonja lief an mir vorbei. Auch sie sah total gut und fit aus. Ich sagte “Sonja, bist Du das?” und sie sagte “Ja, ich bin wieder da”.

Bedeutet das, dass beide wieder reinkarniert sind? Ich habe keine Ahnung. Ich habe Traumdeutungen “Wiederkehr Verstorbener” gegoogelt und es steht wohl für eine positive Wende im eigenen Leben und kündigt schöne Aussichten auf sich ändernde Lebensumstände an.

Die Träume waren auch schön und hatten absolut nichts bedrohliches an sich. Es war kein Zombie Traum sondern, ich freute mich, sowohl den alten Herrn, wie auch Sonja wieder zu sehen. Es hat mir keine Angst gemacht, dass sie wieder auferstanden waren, sondern es hatte was Natürliches an sich. Es fühlte sich an, als ob jemand aus dem Urlaub zurück gekommen wäre. Vielleicht ist es auch so, dass wir einige Zeit im “Himmel” sind und dann wieder geboren werden um nochmals das Erlebnis eines Körpers zu haben. Das Medium Pascal Voggenhuber glaubt, dass Menschen nur als Menschen wieder geboren werden können und Tiere nur als Tiere. Das glaube ich ganz und gar nicht. Ich glaube, wir alle waren schon einmal Tiere, Pflanzen oder auch Steine und Felsen. Ich bin davon überzeugt, dass wir alle Erfahrungen machen und alles was es gibt einmal waren. Eine Wolke, ein Baum, ein Vogel, eine Schneeflocke, ein Grashalm, eine Maus. Ein Fisch, eine Muschel, ein Wal, eine Welle, ein Pilz, eine Schnecke, eine Ameise, eine Wespe, ein Sandkorn. Ich glaube auch fest daran, dass wir alle zusammen, das sind, was “Gott” am nächsten kommt. Also dass wir alle Teile des Göttlichen sind. Jeder und Alles ergibt zusammen Gott.

Warum nicht Horst?

Manchmal stöbere ich zum Spass in Esoterikforen, wo selbsternannte Medien, Druiden und Geistheiler von ihren Kontakten mit irgend einem höheren Wesen oder aufgestiegenem Meister berichten. Sie hatten allesamt Kontakt mit Metadron, Azrael, Kuthami, Maitreya, Lady Nada, Erzengel Michael oder gleich mit Jesus oder Maria Mutter Gottes.

Ich habe noch nie gehört, dass ein Medium mit einem ganz normalen Typen namens Horst oder Herbert Kontakt hatte, oder mit einer hundsgewöhnlichen Ilse oder Anneliese. Nein, es sind immer die Berühmtheiten. Der Graf von St. Germain, Maria Magdalena, Hildegard von Bingen und und und.

Genauso verhält es sich mit Rückführungen in frühere Leben. Die Probanden waren angeblich in früheren Leben Cleopatra (ja welche denn, derer gab es gar viele!), Mata Hari, Dschingis Khan oder Julius Cäsar. Keiner war Gretel aus Bopfingen oder Heinz aus Mönchengladbach.

Vielleicht sollte ich auch mal so ein Channeling machen. Dann bin ich womöglich die einzige, die Kontakt mit den armen, vernachlässigten Horsts, Herberts, Ilses und Liesels aufnimmt. Eine “Rückführung” habe ich tatsächlich mal interessehalber gemacht. Ich weiss aber echt nicht, ob das nicht alles meiner überschäumenden Phantasie entsprungen ist. Ich habe im “Trancezustand” ein Leben gesehen, wo ich eine ganz normale Frau an der Küste Englands war, die Anfang des 20. Jahrhunderts geboren worden war. Ich war eine junge Frau in den Roaring Twenties und starb in den 40er Jahren bei einem Bombenangriff in einem eingestürzten Bunker. Vielleicht war das so, vielleicht habe ich auch einfach zu viel “Downton Abbey” und “Abbitte” geschaut, bzw. als kleines Kind mit meiner Oma “Das Haus am Eaton Place”.

Grundsätzlich glaube ich jedoch an Inkarnation. Ich glaube auch, dass es Medien gibt, die echt diese Gabe haben, wie Paul Meet oder James van Praagh. Ich glaube auch, dass es Geistführer oder Krafttiere gibt. Ich glaube jedoch auch daran, dass die überwiegende Anzahl derer, die behaupten, ein Medium zu sein, oder übersinnliche Fähigkeiten zu haben Dilettanten sind, deren Ego das nur glaubt, bzw. Scharlatane, die die Menschen gezielt betrügen. Vielleicht erkennt man die, die es wirklich können daran, dass sie Kontakt zu Berta aus Buxtehude hatten und nicht zu Königin Marie Antoinette.

Eine Szene aus dem Alltag

Ich hatte einen Gutschein geschenkt bekommen für ein Speiselokal. In der Kleinstadt in der wir leben gibt es genau zwei Restaurants, wo es nichts veganes gibt und dieses war eines davon. Ich schaute auf der Onlinespeisekarte und fand zwei Gerichte, die man leicht und ohne Aufwand veganisieren könnte. Wir beschlossen daher, dem Geschäft eine Chance zu geben.

Wir trafen dort ein und fragten den Kellner, ob noch ein Tisch für zwei Personen verfügbar wäre, was er mit “Ja, aber nur noch Vorne” bejahte. Es gibt vor dem Restaurant ein paar Tische und im Innenhof ebenfalls. Natürlich ist der Innenhof schöner, aber das war uns gleich und wir sagten, dass wir den Tisch vorne nehmen werden. Er nickte und wir liefen zu dem Tisch, der “vorne” noch frei war. Er sah wie wir uns setzten. Wir warteten 5 Minuten, bis er die Bestellung aufnahm, aber er stand an der Tür und schaute in die Luft. Wir warteten 10 Minuten. Wir warteten 14 Minuten, aber er stand noch immer an der Tür. Nach 15 Minuten kam er zu uns an den Tisch und fragte, ob wir reserviert hätten. Wir schauten ihn verständnislos an und erinnerten ihn an unser Gespräch zuvor. Er sagte er hätte mit “vorne” gemeint, dass noch im Restaurant vorne am Tresen ein Tisch frei wäre. Wir sagten ihm, dass wir an einem schönen, lauen Sommerabend nicht im Innenraum sitzen möchten und dass wir gehen werden.

Wir werden das Restaurant sicher nicht so schnell wieder betreten. Das war sehr merkwürdig. Den Gutschein werden wir an Omnis verschenken, oder wir gehen mal hin und saufen uns die Hucke voll, aber ich glaube eher nicht.