The Jesters Tales – new edition

Am Mittwoch befand ich mich in einem großen Seminarraum. Eine Person circa 10 Meter von mir entfernt sagte etwas. Sie sass hinter einem Raumpfeiler. Um sehen zu können, wer spricht, kippte ich den Stuhl nach hinten. Tja, bis es ein unschönes Geräusch gab und wirklich jedem im Saal klar war, dass ich den Stuhl geschrotet hatte. Die Lehne war komplett gebrochen. Alle Teilnehmer fingen an zu lachen und ich wäre am liebsten im Boden versunken.

Der Stuhl war aber wirklich nicht sehr stabil. Ich bin jetzt nicht gerade sooo massiv kräftig. Vermutlich war ich sogar die Person mit dem geringsten Gewicht und ausgerechnet bei mir ist das Teil zu Bruch gegangen. Entweder ich bin doch schwerer als ich denke, oder aber die Lehne hatte vorher schon einen Knacks. In vier Wochen bin ich wieder in dem selben Raum. Ich werde den Stuhl ganz sicher nicht mehr nach hinten kippen.

Ausgesperrt

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Yoshi hat uns heute ausgesperrt. Muffin, Onya, mein Mann und ich waren im Gehege und wir hatten zum Schutz von Onya die Terrassentür zugemacht, damit Yoshi sie nicht jagen kann. Orpheus und Yoshi waren im Haus. Wir sahen, wie Yoshi an der Tür hoch hüpfte und den Türgriff  so umlegte, dass wir ausgesperrt waren. Erschwerend kam hinzu, dass ich (so dachte ich zumindest) die Haustür von innen zugeschlossen hatte und der Schlüssel innen steckte. Das machen wir seit wir Yoshi haben immer, weil er alle Türen öffnen kann, indem er auf die Klinke hüpft und den Griff so aufbekommt. Bei der Terrassentür hätte ich das allerdings nicht vermutet. Jedenfalls sassen wir draussen und die beiden Kater drinnen. Die Schwiegermutter den Zweitschlüssel bringen lassen, hätte nichts gebracht, da der Schlüssel (so dachten wir, weil ich das immer immer immer mache) ja innen steckte.

Glücklicherweise halfen die Nachbarn uns und einer unserer Nachbarn öffnete das gekippte Fenster im Gästeklo. Sonst hätten wir echt den Schlüsseldienst rufen müssen. Der nette Nachbar stieg ins Fenster ein und öffnete die Haustür von innen und stellte fest, dass der Schlüssel am Schlüsselbrett hing und eben nicht innen steckte. Oh man, das wenn wir gewusst hätten, wäre das Problem schnell gelöst gewesen und wir hätten die Nachbarn nicht behelligen müssen.

Etwas Schwund war ein Blumentopf, der auf dem Fenstersims stand, aber den fand ich eh nicht mehr schön, das können wir prima verschmerzen.

Der Kater sass unschuldig im Hausflur, als könne er kein Wässerchen trüben. Er ist wirklich der Border Collie unter den Katzen und nie ausgepowert und immer unter Strom. Ich glaube mit dem könnte ich selbst Agility machen. Ich habe ihm jede Menge Intelligenzspielzeug gekauft und auch selbst gebastelt und er liebt es. Je mehr er sein Hirn anstrengen muss, umso besser. Dumm ist er nicht, aber mega anstrengend. Wenn es sowas unter Katzen gibt, dann hat er ADHS. Oder er ist schizophren. Einen Moment lang schnurrt er und schaut genießerisch und in der nächsten Sekunde hat man seine spitzen Zähne im Handgelenk stecken oder im Fussknöchel. Ohne Vorwarnung, ohne jegliches Anzeichen. Ich verstehe, dass Muffin und vor allem Onya Angst vor ihm haben. Selbst ich habe manchmal Angst vor ihm.

Ich bin sehr dankbar, dass die Nachbarn uns geholfen haben und ich gemütlich wieder auf dem Sofa liegen kann, ohne dass wir Unsummen für den Schlüsseldienst ausgeben mussten. Yoshi hat uns in den letzten sechs Monaten schon genug gekostet. Wir sind schon im mehrfachen vierstelligen Bereich. Die Schutzgebühr nicht mitgerechnet, die war bei € 200, aber alles was danach kam: Tierpsychologin, Katzentherapeutin, Katzenclickertrainingspezialistin (ja, das gibt es tatsächlich), Katzentierheilpraktikerin, Katzentierärztin spezialisiert auf dominante Kater, Katzentierkommunikatoren, Katzenbachblütenspezialist. Die Mittel wie Bachblüten und Globuli kamen natürlich auch noch dazu sowie die Gittertür und und und. Vom nervlichen Aspekt ganz zu schweigen. Die Hälfte der “Spezialisten” rieten uns dazu, ihn “abzugeben”. Aber seien wir realistisch. Wer nimmt einen bissigen, unkontrollierbaren “Problemkater”? Ich hab ihn echt lieb, aber er ist auch ein kleiner AK (Arschlochkater). Ich fürchte, er war in einem früheren Leben ein Diktator und hat es nie ganz vergessen. Er ist sehr dominant und manchmal schaut er auch etwas psychopathisch. Nichtsdestotrotz liegt er mir sehr am Herzen und ich möchte ihn nicht hergeben, zumal ihn auch gar niemand nehmen würde, wenn wir offen sagen, wie er so drauf ist. Was wir auf jeden Fall machen würden, weil es schon reicht, dass wir angelogen wurden. Und dann sieht er wieder so aus, wie auf dem nachfolgenden Bild und alle Strapazen und nervenaufreibende Aktionen seinerseits sind vergessen:

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Wenn die Kinder krank sind

IMG_0390Unser Puschelchen Muffin hat einen entzündeten Zahn und ich habe ihn heute morgen in die Tierarztpraxis gebracht. Heute Abend um 16:45 Uhr darf ich ihn endlich wieder abholen.

Seit unser Merlin letztes Jahr urplötzlich und ohne Vorwarnung in exakt dieser Praxis an einer unentdeckten HCM starb, bin ich voll die Hellikopterkatzenmutter. Ich habe schon wieder Panik. Ich mach drei Kreuze, wenn der kleine Schatz wohlbehalten Zuhause ist und nichts Schlimmes festgestellt werden konnte.

Wir haben den kleinen Schnuckel zwar erst ein halbes Jahr bei uns, aber er ist nicht mehr weg zu denken. Er ist ein “Mamakind” und es ist seltsam, wenn er nicht hier ist und mich auf Schritt und Tritt verfolgt und sich an mich schmiegt. Mein süsser kleiner drolliger Sohnemann. Er war von Anfang an zu uns gehörend. Schon als wir ihn vom Flughafen abgeholt haben. Keine zwei Minuten im Auto, schleckte er schon meine Finger ab und legte sein Köpfchen vertrauensvoll in meine Hand. Ich liebe dieses orange-weisse Katerchen.

Warum sieht die dann so viel jünger aus?

Letzte Woche hatte ich ein lustiges Erlebnis. Wir sassen in einer größeren Runde und Person X sagte “Wenn man so jung ist, wie die Margit, dann betrifft einen so ein Thema noch nicht” (es ging um den Ruhestand). Ich sah Person X entgeistert an und sagte “Wir sind doch fast gleich alt”. Person Y ergänzte “Margit ist älter als Du”. Wir stellten fest, dass ich tatsächlich 2 Jahre und drei Monate älter bin als Person X. Person X war fassungslos und äußerte den Satz, den ich in der Überschrift geschrieben habe. Ich war in Versuchung zu antworten “weil ich Veganerin bin”. Ich unterließ es und das war auch besser so, weil es so nicht stimmt. Vielleicht beeinflusst es mein Aussehen, aber ich tue auch viel für meine Haut mit Kosmetik, das meiden der direkten Sonne und ich war noch nie in meinem Leben in einem Solarium und werde es auch nie betreten. Und ich habe das, was die Stars gerne von sich geben, nämlich “gute Gene”. Meine Mutter hat mit ihren 87 Jahren tatsächlich noch eine relativ faltenfreie Haut und mein Papa war bis er starb groß und schlank. Ich habe das Aussehen von meinem Vater geerbt und die gute Haut von meiner Mutter. Mein ältester Bruder ist über 60 und hat keinerlei grauen Haare. Das ist alles genetisch bedingt. Dafür färbe ich meine Haare schon seit ich Anfang 30 bin, weil die grauen Borsten schon sehr früh wuchsen.

Klar, es kann dazu beitragen, dass man gesünder ist und frischer ausschaut, wenn man vegan lebt, weil man sich meistens (ganz sicher nicht immer) mehr mit der Nahrung auseinandersetzt, die man zu sich nimmt. Wir essen viel bio und kochen jeden Abend frisch. Wir essen selten Convenience Food und auch Süssigkeiten sind Mangelware. Gänzlich verbannen tun wir sie aber nicht. Ab und zu gibt es Schokolade und Eis und auch Alkohol. Wir schlafen auch nicht immer genug und ich bin ein absoluter Sport Muffel. Ich bin vermutlich einer der unsportlichsten Menschen der Welt. Ich habe aber noch keine Sportart (ausser tanzen) gefunden, die mir Spass macht.

Ich kenne Veganer, die haben 1 zu 1 ihre früheren Essgewohnheiten beibehalten. Nur sind die Nürnberger Rostbratwürste inzwischen aus Seitan. Dünn sind sie nicht und sie sehen auch nicht sehr gesund aus. Ich kenne eine Veganerin, die ist jedoch so dünn, dass ich sie am liebsten füttern würde, jedesmal wenn ich sie sehe. Dünne Ärmchen und Beinchen, wie bei einem Insekt. Gesund ist das bestimmt auch nicht wirklich. Das ist aber auch nicht die Intention. Alle Veganer, die ich kenne (bis auf ganz wenige Ausnahmen) sind aus ethischen Gründen vegan geworden. Nicht weil sie schöner, gesünder oder dünner sein wollten, sondern weil sie nicht mehr für das Leid der Tiere mit verantwortlich sein wollten. Weil ihnen klar war, dass sie für das Kückenschreddern, dem Wegsperren der Kälbchen in Iglus und letztendlich dem frühen Schlachten der männlichen Kälber, der grausamen Haltungsbedingungen und der Ausbeutung mit verantwortlich sind, durch ihren Konsum.

Vegan macht einen nicht unbedingt schöner, schlanker, gesünder. Mir hat es jedoch meinen Seelenfrieden ein Stück weit zurück gebracht. Ich bin nicht mehr mit verantwortlich für all das Leid. Ich bin aus dem System Tierausbeutung und Tötung raus, soweit ich es vermeiden kann. Ganz vermeiden werde ich es nicht können, solange ich nicht Selbstversorger bin. Auch bei der Ernte werden Tiere unbeabsichtigt getötet. Zwar gibt es immer mehr Einsätze von Drohnen, die das deutlich verringern, aber ganz vermeiden kann man es nicht. Ich habe auch schon nachts im Dunkeln eine Weinbergschnecke zertreten, was mir unendlich leid tat und ich habe einmal einen Vogel überfahren. Ich hatte das nichtmal bemerkt. Erst als die Nachbarskatzen an meinem Kühlergrill die Reste rausholten, bemerkte ich es. Auch das tat mir sehr leid. Es macht aber einen Riesen Unterschied, ob es sich um einen Unfall handelt, oder ob man Tieren mit Absicht lange Zeit vor Ablauf ihrer natürlichen Lebensspanne das Leben nimmt.

Die Menschheit hat noch immer nicht begriffen, dass wir die Hüter des Planeten sein sollten und nicht die Zerstörer. Wir sind für unsere Tiergeschwister verantwortlich und wir sollten dafür sorgen, dass ihnen kein Leid geschieht. So wie die Bishnoi es vorleben. Sie haben verstanden, wozu wir hier auf diesem Planeten sind. Wenn wir alle wie die Bishnoi leben würden, wäre die Erde das Paradies. Ich glaube ja noch immer, dass der Sündenfall nicht das Essen eines Apfels war, sondern das absichtliche Töten eines Tieres.

Wie man es sich mit mir so richtig verscherzen kann

Es gibt ein paar Leute aus meiner Vergangenheit, die sind einen Schritt zu weit gegangen. Ich habe sie nicht offiziell, aber inoffiziell aus meiner Bekanntenliste verbannt. Ich rede noch mit ihnen, ich grüße sie. Ich gehe normal mit ihnen um, wenn ich sie treffe, doch tief in meinem Innern haben sie es sich mit mir verscherzt, für alle Zeiten.

Die eine ass einen Lammknochen, erstickte fast daran und jammerte mich damit voll. Ausgerechnet mich! Sie wollte von MIR bemitleidet werden.

Die andere modelte für einen Hersteller für ein Prospekt für Labortiere. Sie war auf dem Cover des Magazins, wo Produkte für Labortiere beworben wurden. Sie war mit einem weissen Kittel bekleidet, wie ein Arzt und pries lächelnd das Produkt an. Labortiere! Geht echt gar nicht!

Eine weitere erzählte MIR, dass sie eine Maus in ihrer Garage erschlagen hat, weil sie solche Angst vor der Maus hatte. Ebenso, wie eine Taube, die sich ebenfalls in diese Garage verirrt hatte. Gehts noch? Normale Menschen hätten die Garage einfach offen gelassen, bis sich die Tiere selbst wieder daraus heraus begeben hätten. Ich selbst habe wirklich panische Angst vor Spinnen, aber mir käme niemals in den Sinn, eine zu töten. Warum auch, die arme Spinne kann ja nichts für meine Phobie. Genauso wenig konnte die Maus und die Taube etwas für die Panik der Bekannten, trotzdem mussten sie es mit ihrem Leben bezahlen, zur falschen Zeit in der falschen Garage gewesen zu sein. Wo wäre das Problem gewesen, sie mit etwas Futter dort weg zu locken, das Tor zu schließen und gut wäre es gewesen. Wer es fertig bringt, ein Lebewesen mit einem Besenstil zu erschlagen, der hat in meinem Leben nichts mehr verloren.

Es gibt noch ein paar andere Möglichkeiten, es sich auf alle Zeiten mit mir zu verderben, aber der sicherste Weg ist, ein Tier zu quälen und zu töten, oder Werbung dafür zu machen!

Endlich wieder Flohmarkt

Nächsten Samstag gehe ich mit meiner besten Freundin auf einen Frauenflohmarkt. Endlich wieder! Nach über 1,5 Jahren der erste Flohmarkt. Wie habe ich es vermisst.

Wir hatten in der Zwischenzeit 1-2 private Tauschparties, aber das ist nicht dasselbe. Ich liebe es, auf Flohmärkten nach Schätzen zu stöbern. Die Hälfte meines Kleiderschrankes ist Second Hand. Ok, die andere Hälfte besteht überwiegend aus Shein Bestellungen… daran arbeite ich noch… mein Guilty Pleasure. Aber ich mag einfach diese Basic Sachen nicht, welche die nachhaltigen Labels anbieten. Ich mag verspielte, aussergewöhnliche Kleidung und Shein trifft genau meinen Geschmack. Etwas infantil trifft Boho. Genau mein Ding.

Um so mehr freue ich mich auf den Flohmarkt. Es ist ein “richtiger” Frauenflohmarkt. Also, Frauen haben dort ihre Stände und verkaufen ihre Kleidung. Es gab – vor Corona – hier in der Gegend einen Flohmarkt, wo die Waren alle auf Ständern aufgestellt waren, aber die Verkäuferinnen nicht anwesend. Das gefällt mir persönlich nicht so. Ich weiss schon gerne, wer die Kleidungsstücke verkauft. Ich schaue mir die Leute immer genau an. Meistens kaufe ich bei Ständen, wo die Frauen mir vom Typ her ähnlich sind. Wenn die Verkäuferinnen schon einen etwas schmuddeligen Eindruck machen, kaufe ich dort garantiert nichts, egal wie toll die Klamotten wären (was sie dann sowieso meist auch nicht sind). Ich mag es auch, mit den Frauen ins Gespräch zu kommen, weshalb sie die Teile verkaufen. Es ist dann meist wie bei mir selbst “Im Laden sah es noch ganz gut aus und daheim wusste ich nicht, wie ich es kombinieren soll”, “ich hab 1-2 kg zugelegt und jetzt ist es zu eng”, “Die Farbe steht mir gar nicht”, “ich hab einfach zu viel Zeug”. “Ich habs nicht anprobiert, grober Fehler”.

Damit Platz für die neuen Schätze ist, habe auch ich aussortiert und werde die Teile demnächst in einer privaten Tauschparty der Tochter einer Bekannten schenken.

Allein unter Omnis

Ein wachsender Teil meiner Familie, sowie ein großer Teil meiner Freunde lebt inzwischen vegan oder vegetarisch. Somit bin ich nicht mehr allein auf weiter Flur, wie vor 10 Jahren, als ich Veganerin wurde, oder wie 1994, als ich Vegetarierin wurde. Damals war ich eine absolute Ausnahme im ländlichen Raum und meinem damaligen Bekanntenkreis.

Kürzlich war ich jedoch auf einer Veranstaltung, wo ich wieder alleine war und mich auch genau so fühlte. Sie redeten den halben Abend über Hühnerbrühe, das Ausnehmen von Hühnern, darüber dass man auf Milch und Käse doch unmöglich verzichten könne und ohne Fleischbrühe keinen richtigen “Geschmack” hin bekäme. Ohne Eier, Milch und Sahne könne man doch keinen essbaren Kuchen backen und wie lecker Fleisch und Fisch doch ist. Dann könne man ja gar nichts mehr essen, wenn man auf all das verzichtet. Ich wartete vergeblich auf “Woher bekommt Ihr Euer Protein?”. Es hätte mein Bullshitbingo vervollständigt. Ich wurde immer stiller. Mir war es zu blöd irgendwas darauf zu sagen. Ich bin es auch leid. Wenn die Leute den Schuss noch immer nicht gehört haben, werden sie ihn vermutlich auch nicht mehr hören.

Ich verstehe ja, dass man an “Traditionen” hängt und dass die Indoktrinierungen stark sind und alle mit Tierausbeutung aufgewachsen sind. Auch ich habe es lange verdrängt. Fast alle Veganer waren früher mal Omnis. Auch ich. Für mich war damals die vegetarische Ernährung und später die vegane Lebensweise eine Befreiung und alles andere als ein Verzicht. Es wird nie wieder ein zurück geben.

Ich kenne nur eine einzige frühere Veganerin, die vorher einige Jahre aus ethischen Gründen pflanzlich lebte, die wieder “normal” wurde. Das werde ich nie verstehen und nachvollziehen können. Viele Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen eine zeitlang vegan leben, kehren wieder zur Omi-Ernährung zurück, aber die waren ja auch nie ethisch motiviert.

Für mich trifft es ein Bild, das ich kürzlich im Netz sah so ziemlich: Es stellte eine Kuh dar, die traurig schaute und darunter stand “I went vegan because I saw the horror in their eyes and realized that the monster was me”.

Hauskobold

Eine dieser Tierkommunikatorinnen, die wir hatten, meinte, dass es sein könne, dass bei uns vielleicht ein Kobold im Haus wäre. Dieser Kobold würde unseren Yoshi triezen, warum er manchmal so komisch drauf wäre. Sie hätte selbst auch ab und an Besuch eines solchen Wesens und nur sie und die Katzen können es sehen. Ihr Kater verhalte sich dann ähnlich seltsam wie Yoshi.

Mhm, ich würde es ausgesprochen cool finden, einen eigenen Hauskobold zu haben. Vielleicht könnte der mich dann zu einem Kessel voll Gold führen. So ein Kobold wäre allemal besser als ein Dämon. Eine Fee oder Elfe wäre auch wundervoll, aber ein Kobold hätte durchaus auch was. Ich glaube auch nicht, dass die fies sind. Nur wenn die Menschen fies sind, sind es die Kobolde auch.

Ich mag Naturwesen und hätte sie gerne um mich. Kobolde, Elfen, Feen, Einhörner sind mir jederzeit willkommen. IMG_9511

Deshalb habe ich mir eine Elfentür gekauft, damit die Wesen herzlich willkommen sind. Die Iren, Schotten, Briten und Isländer glauben auch daran. Es ist auch nicht weiter her geholt oder “verrückter” als Wasser in Wein verwandeln, die Jungfrauengeburt, über Wasser laufen, von den Toten auferstehen etcetc. Durch empirische Studien beweisbar ist nichts davon.

Mein Berufswunsch

Ich weiss endlich, was ich werden will: Privatier! Finanziell unabhängig und frei zu tun, was immer ich will.

Ich könnte schlafen solange und so viel ich will. Fotografieren wann und wo ich es will. Ich könnte eine eigene Katzentherapeutin nur für uns alleine einstellen, die dann mit den vier und speziell mit Yoshi trainieren könnte. Ich würde in einer Villa fernab wohnen, eingezäunt mit Katzennetzen, mit einem eigenen kleinen See, Swimmingpool und Hot Tub. Das Haus wäre nicht zu groß, ohne Keller (Keller sind halt immer gruselig, egal wie neu das Haus ist), viel Glas, lichtdurchflutet und mit wenig Schnickschnack. Ohne viel Zeugs. Alles zweckmässig, mit eigenem Gewächshaus und Gärtner, zur überwiegenden Selbstversorgung mit autarker Energie.

Dort könnte ich schreiben, fotografieren, basteln, malen, nähen wann immer mir danach wäre. Ich könnte sein, was immer ich will als Privatier. Wenn ich eine Malerin sein wollte, wäre ich das, wenn ich ein Model sein wollte, wäre ich es ebenfalls. Was immer mir belieben würde könnte ich tun.

Ich melde mich gleich mal zur Ausbildung an. Privatier für Fortgeschrittene. Genau mein Ding!