Wenn ich skrupelloser wäre

würde ich Seminare zum Katzenexkremente schaufeln anbieten. Ich würde es professionell aufziehen. “Kaka Zeremonien” wären der letzte Schrei. “Entschaufeln Sie Ihr Leben symbolisch von negativen Energien”. Jeder Teilnehmer bekäme eine Schaufel und einen Beutel und könnte sich in den diversen Katzenklos in unserem Haus austoben. “Heilige Zeremonienscheiße” ! Das wäre eine Win-Win-Situation. Ich würde reich werden und die Teilnehmer würden sich vielleicht sogar mit den Teilen ihres Lebens beschäftigen, die nicht so toll sind. Es würde sie zwar nicht weiterbringen, aber es würde zumindest niemandem schaden.

Abgedrehter wie “Ecstatic Dance”, “herzöffnender Kakao-Kreis” oder “Lichtnahrung für Anfänger” ist die Idee auch nicht.

Leider bin ich nicht skrupellos genug, sonst wäre ich schon lange “Catsania”, die Hellseherin, die aus den Formen der Verklumpung von Katzenpisse die Zukunft lesen würde.

Soll jeder an das glauben was er mag. Ich bin auch kein grundsätzlich nur rationell veranlagter Mensch. Bei Angeboten wie “Expressionistisches Malen mit Menstruationsblut” muss ich allerdings sicher nicht dabei sein. “Gruppenkuscheln mit Fremden” ist auch nicht so mein Ding. Was kommt als Nächstes , etwa “Gangbang Party mit rituellem Bieraufguß”? Nichts ist so absurd, dass es nicht Interessenten anlocken würde.

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Wie man aus einem stinknormalen Handybild eine Portraitaufnahme macht

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Ich habe mit meinem Handy ein Selfie gemacht. Einfach in Gammelklamotten, ungeschminkt und vor einer weissen Wand in unserem Haus.

Dieses Foto habe ich mit verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen modifiziert:

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Zuerst wandelte ich das Bild in Sepia um, machte das Licht weicher, setzte einen Weichzeichner drüber und zuletzt simulierte ich eine professionelle Ausleuchtung von oben. Ach ja und natürlich habe ich die Falten abgemildert, das Hautbild verfeinert und die Augen geschärft. Fertig ist das neue “Ich” mit wenigen Mausklicken.

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Anmerkung des Tages

Der Unterschied zwischen “Zeit haben” und “Keine Zeit haben” heißt Interesse.

Ich kenne so einige Leute, die fast immer ausgebucht sind. So geschäftig. Haben für gar nichts Zeit – monatelang sind sie verplant und haben Termine.

Wenn Jemand eine Ausbildung macht und das auch noch nebenher, dann kann ich das sehr gut nachvollziehen. Als ich meine Ausbildung zur fremdsprachlichen Wirtschaftskorrespodentin nebenher, neben einer 40 Stunden Arbeitswoche gemacht habe, hatte ich tatsächlich auch kaum mehr ein Privatleben und sehr wenig Zeit. Entweder hatte ich Schule, musste lernen oder war einfach nur total platt. Das kann ich absolut nachvollziehen. Ich kann es auch noch verstehen, wenn jemand eine große Familie hat. Eine Bekannte hat zum Beispiel 8 Geschwister und da ist es auch logisch, dass alle paar Wochen irgendeine Familienfeier ist.

Alle anderen, die ach so ausgebucht und gestreßt sind – wenn es denn echt so ist – tun mir leid. Das wäre mir zu viel. So ein Leben möchte ich nicht haben. Wenn ich mir vorstelle, ich würde auf Monate hinaus jede freie Zeit mit irgendwelchen Aktivitäten vollstopfen, puh, ne Danke! Das wäre nichts für mich. Ich genieße es, wenn ich am Wochenende keine Pläne habe und mich einfach treiben lassen kann. Wenn es dann zu spontanen Treffen mit Freunden oder Familie kommt. ist das meist besser, wie lange im Voraus geplante Treffen,  Ich schätze meine Freiheit über meine Freizeit.

Ich bin in einem Reifestadium meines Lebens angelangt, wo ich wenigstens in meiner Freizeit überwiegend nur das mache, was mir guttut und wenn das bedeutet, dass ich an einem regnerischen Wochenende das Haus nicht verlasse und ich mich mit Mann und Katzen faul auf`s Sofa lege, dann ist das eben so.

Mein Traumberuf

Früher dachte ich, meine Traumberufe wären Autorin und Fotografin, aber ich weiss jetzt, dass ich lieber ein Schöngeist, eine Müßiggängerin oder Traumtänzerin wäre.

Ich kenne Menschen, die ziehen das durch. Sie sind hauptberuflich Schöngeiste oder Traumtänzer und ich zolle ihnen meinen Respekt dafür. Das ist jetzt weder Ironie noch Sarkasmus, sondern ich meine es ernst. Ich wäre gerne ein Schöngeist. Ich bewundere Leute, die allgemein als “Traumtänzer” betitelt werden. Die “Leute” sagen das oft als ob es ein Schimpfwort wäre, aber insgeheim wäre glaub jeder gerne ein Traumtänzer. Ich gebe offen zu, dass ich Traumtänzer bewundere.

Leider ist meine Existenzangst deutlich größer als mein Freiheitsdrang, was meine Berufung zum Schöngeist leider verhindert.

Warum gibt es keine Coaching Angebote à la “In 10 Schritten zum Schöngeist” oder Fortbildungsmaßnahmen wie “Starten Sie noch heute Ihre Kariere als Müßiggänger”, “Tagträumen leicht gemacht”. Ich wäre ernsthaft an einem Onlinekurs “So werden Sie ein hauptberuflicher Fantast” interessiert!

Puh, jetzt habe ich aber Angst

Gestern sendete mir ein “Anonymer Hacker” eine Droh-Email auf meine Fotohomepage.

Er teilte mir mit, dass er meinen PC mit einem Virus infiziert und mitgefilmt hätte, wie ich auf Porno-Seiten gesurft wäre. Wenn ich nicht innerhalb von 48h € 2.000,00 in Bitcoins an einen von ihm genannten Link transferieren würde, würde er mich damit brüskieren, indem er die Pornoseiten auf denen ich mich angeblich herumtrieb an all meine Familie und Freunde sendet.

Hahahahahaha netter Versuch. Mich würde ernsthaft interessieren ob schon jemals jemand auf diesen Trick hereingefallen ist. Ich fürchte jedoch, dass es durchaus Kandidaten geben würde.

Ich fürchte, ich werde mit zunehmendem Alter sozialinkompatibler

Je älter ich werde, desto mehr gibt es, was ich nicht mehr haben möchte. Meine Toleranzgrenze ist – im Vergleich zu früher – deutlich geschrumpft. Ich muss es nicht mehr allen recht machen und ich kann mit etwas Schwund leben. Ich muss auch nicht mehr auf allen Events gewesen sein. Daheim bei meiner Familie ist es meistens eh schöner. Ich passe immer weniger in diese Gesellschaft. Wenn ich mit manchen Leuten rede und sie irgendeinen Stuss von sich geben, dann denke ich mir innerlich “Ach halt doch einfach die Fresse”. Das wäre früher nicht der Fall gewesen. Immer lieb, nett, brav und harmoniesüchtig hat mich aber offensichtlich nicht weitergebracht. Vielleicht ist es an der Zeit, es nicht nur zu denken, sondern in sozialverträglicheren Worten auch auszusprechen. Einfach mal zu sagen “Jetzt ist es genug!”

Grenzen setzen. Es zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben, dass ich immer wieder mit Menschen konfrontiert werde, die stark narzisstisch geprägt sind. Oft mit leicht bis mittelschwer cholerischen Tendenzen. Ein ehemaliger Kollege, ein Expartner und nun seit einigen Jahren wieder eine Person, die all diese Symptome aufweist. Ich glaube, das ist es, was ich endlich bewältigen muss. Die Person werde ich nicht  ändern können, aber ich kann mein Verhalten ändern. Ich werde mir bei jedem Treffen nun immer als Mantra vorbeten “Nicht mein Zirkus – nicht meine Affen, nicht mein Zirkus – nicht meine Affen, nicht mein Zirkus – nicht meine Affen”. Den genauso ist es.

In der Vergangenheit fütterte ich die Narzissten regelrecht mit meiner Energie in dem ich immer auf sie reagierte. Es wird sie viel schwerer treffen, wenn ich einfach nicht reagiere. Wenn ich auf Durchzug schalte. Tief in meinem Innern weiss ich doch, dass diese Leute einen an der Waffel haben. Vielleicht sollte ich ihnen bei Gelegenheit ein T-Shirt schenken, welches ich bei EMP gesehen habe. Darauf stand in großen Lettern “PItsche, Pitsche Patsche, ich hab was an der Klatsche”.

Irgendwann werde ich das tun. In meiner Vorstellung von mir selbst in vielen Jahren werde ich eine verrückte alte Dame sein, die im wahrsten Sinne des Wortes “Die Sau raus lässt”. Aber wieso warten, bis ich alt bin? Warum nicht schon heute? Angst ist die Antwort auf diese Frage. Angst vor Konsequenzen, die mein Tun haben wird. Wenn ich alt bin, dann bin ich angenommener maßen “freier”, weil ich nicht mehr lange zu leben habe. Aber weiss ich denn, wann ich sterben werde? Vielleicht werde ich gar nicht alt. Ich könnte morgen vom Blitz getroffen werden und dann war`s das und ich habe nichts riskiert, bin einfach in meiner Komfortzone geblieben, war immer schön brav und angepasst. Ich denke es wird Zeit für etwas Revolution im kleinen Kreis. Ich glaube, ich werde jetzt ein paar Pläne schmieden.

Wenn die Hoffnung erlischt

Seit Jahren hoffe ich darauf, dass sich ein gewisser Umstand in meinem Leben ändert. Ich erwartete, einer Situation zu entkommen, einen Ausweg zu finden. Inständig hoffte ich darauf, doch vergebens. Sechs Jahre später ist alles unverändert und ich habe die Hoffnung verloren. Ja, ich bin inzwischen davon überzeugt, dass sich in dieser Richtung nichts mehr tun wird. Es wird so bleiben, ich bin darin gefangen, nichts wird sich ändern. Es gibt keine Hoffnung. Da ist kein Silberstreif am Horizont. Es wird kein Wunder geben. Es ist wie es ist für die nächsten 16 Jahre. Erst dann werde ich “frei” sein. Das ist Fakt. Alles andere ist reines Wunschdenken. Tagträumerei. Ich komme da nicht raus.

Seltsamerweise fühlt sich das zwar einerseits furchtbar an, sich einzugestehen, dass es keine Rettung geben wird, aber anderseits ist der Wegfall der Hoffnung auch eine Befreiung. Ich muss nicht mehr warten und hoffen und werde dann wieder und wieder enttäuscht, weil es kein Entrinnen gibt. Das zu wissen ist eigentlich besser als immer in trügerischer, falscher Hoffnung zu leben. Ich muss auch nichts mehr tun, weil ich genau weiss, dass all meine Aktivitäten sowieso fehl schlagen werden, also kann ich es auch gleich lassen. Hoffnungslosigkeit schenkt mir also Lebenszeit, die ich sonst mit möglichen Lösungen verbringen würde, die sich sowieso wieder zerschlagen – wie immer.

Es gibt keine Hoffnung.

Die Seele der Tiere

Menschen, die noch nie mit Tieren zusammen lebten sprechen Tieren oft eine Seele ab. Sie werden als Produkte angesehen, die dem Menschen dienen sollen. Sei es als Nahrung, als Versuchskaninchen, als Lastenträger, zur Gesellschaft etc etc etc.

Wer schon einmal ein tierisches Familienmitglied hatte, der weiss, dass sie alle eigenständige Persönlichkeiten sind und selbstverständlich eine Seele haben. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Ich sage: Tiere sind unschuldig. Kein Tier macht etwas boshaftes mit purer Absicht. Böse ist nur der Mensch, jedoch kein Tier. Kein Tier quält ein anderes aus purer Bosheit und Niedertracht. Das sind menschliche “Attribute”.

Deswegen ist es die Pflicht von uns allen – der gesamten Gesellschaft – diese unschuldigen Geschöpfe zu beschützen. Wir müssen ihnen ihr angeborenes Grundrecht auf ein unversehrtes Leben gewährleisten. Das ist die wahre Aufgabe der Menschheit. Ich bin überzeugt davon, dass der wahre Sündenfall das Ausnutzen und töten von Tieren ist. Wie anders würde unser Planet ausschauen, wenn wir in Frieden mit allen Lebewesen leben würden?

Die Würde der Tiere ist unantastbar. Wie die des Menschen, den auch wir sind Tiere.