
Zucchinispaghetti mit den restlichen Falafel von gestern und veganem Bärlauchpesto.
Persönlicher Blog

Zucchinispaghetti mit den restlichen Falafel von gestern und veganem Bärlauchpesto.

Falafel mit Gemüse und Tomatensoße

Vielleicht eher mit zartrosa oder hellblauen Haaren. Aber so in der Art würde ich ausschauen.

die Realität sieht jedoch so aus und die ist schon stark geschminkt.

Vorgestern habe ich zum allerersten Mal dieses Deckengebilde in einem Gebäude entdeckt, obwohl ich schon Jahrelang darunter gelaufen bin. Ich habe nie nach oben geschaut. Gestern tat ich es zum ersten Mal. Es sieht aus, wie aus MIB. Warum habe ich das nicht früher bemerkt?
Wir laufen viel zu oft an irgendetwas vorbei und übersehen das Wesentliche. Das Einzige, was dagegen hilft, ist aufmerksamer zu sein. Nicht immer abgelenkt von dies und das und jenem, sondern einfach mit offenen Augen und mit einer großen Portion Neugierde durch`s Leben zu gehen. Dann übersieht man nicht so leicht etwas Schönes, wenn es einem begegnet.
„Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel allen Übels auf dieser Welt.“ (Dr. Paul Farmer)
Es war irgendwann Mitte der 70er Jahre – deshalb kann ich das heute zugeben – den es ist verjährt und ich war damals sowieso ein Kind. Ich habe das trotzdem viele Jahrzehnte nur sehr wenigen Menschen erzählt.
Mein damaliger Kumpel und ich hatten einen Stall für Nutrias entdeckt, die wegen ihres Pelzes gezüchtet wurden. Es gab sie in braun, schwarz, rot und cremefarbig. Mein Sandkastenkumpel und ich fuhren jeden Tag mit dem Fahrrad zu dem Stall und schauten die großen rattenähnlichen Wesen an. Sie hatten ein gemauertes Aussengehege mit einem Gatter nach vorne und bekamen so wenigstens etwas Tageslicht.
Wir hatten von den Erwachsenen gehört, was mit ihnen geschehen würde. Das konnten wir nicht mit unseren Gewissen vereinbaren. Eines Tages öffneten wir die Gatter und ließen die biberartigen Tiere frei.
Wir dachten damals nicht daran, welchen wirtschaftlichen Schaden wir dem Pelzzüchter zufügten, Wir hatten auch nicht bedacht, dass die Tiere den nächsten kalten Winter in unseren Breitengraden vermutlich nicht überleben würden.
Ich war zu dem Zeitpunkt ungefähr 6 Jahre alt. Alles was ich wusste, war, dass es nicht ok war, die putzigen Wesen zu töten und ihnen das Fell abzuziehen um daraus Pelzmäntel zu machen. Sie hatten ein recht auf ein Leben in Freiheit.
An dieser Einstellung hat sich bis heute nichts geändert. Nur wäre ich heute glaub zu feige, die Nutrias zu befreien. Ich würde viel zu viel darüber nachdenken, was das für Konsequenzen für mich hätte, Der Züchter würde mich anzeigen. Ich wäre dafür verantwortlich, ihm den entstandenen Schaden zu ersetzen, ich würde strafrechtliche Konsequenzen zu tragen haben. Vermutlich eine Bewährungsstrafe. Ich weiss nicht, ob ich heute nochmals genauso handeln würde, wie damals als Kind. Mit großer Wahrscheinlichkeit würde ich nichts tun.
Ich war zu der Zeit nicht strafmündig und mir wäre nicht viel passiert, wenn wir erwischt worden wären. Das wusste ich aber nicht. Ich tat einfach instinktiv das, was ich für richtig hielt.
Heute gehe ich in die Politik, um auf legalem Weg Pelztierfarmen grundsätzlich verbieten zu lassen. Genauso wie Massentierhaltungen. Vielleicht trage ich dazu bei, dass eines Tages allen Tieren Rechte zugesprochen werden. Mit etwas Glück und viel Engagement wird dies noch innerhalb meiner Lebensspanne geschehen.
Für den Fall, dass ich steinalt werde und die Menschheit bis dahin noch immer so ist wie heute und die Tiere genauso mies behandelt, sie missbraucht, misshandelt und aufisst, dann mache ich alle Gatter auf, die ich finden kann.

Linsen mit Spätzle

vegane Schupfnudeln mit Paprika und Kohlrabistückchen angebraten, dazu Rote Beete Salat

Diese schöne Fussmatte hat mir mein Mann heute geschenkt. Sie ist toll, allerdings auch eine potentielle Stelle, wo die Katzen ihre Haarknäuel hin würgen können…

Gestern war Sankt Patrick`s Day und ich war mit zwei Kolleginnen gleich nach der Arbeit auf einen Drink im hiesigen Irish Pub. Jeder der bereits um 17:00 Uhr kam, bekam einen lustigen Hut geschenkt. Als es richtig voll wurde und die Musik anfing zu spielen gingen wir jedoch nach Hause. Mein Bein vom „Klettern“ bereitet mir noch immer Probleme und jeder Schritt schmerzt. Ich sehe jedoch schon Fortschritte. Das Hämatom ist seit heute nicht mehr lilablassblau, sondern grünlich-gelb. Es geht voran!
Vielleicht habe ich mich da auch etwas reingesteigert. Ich habe einen ganz groben Fehler begangen: Ich habe gegoogelt, wie lange es dauert, bis ein etwa 20cm großes Hämatom verheilt. Wie allgemein bekannt ist, enden alle Sucheingaben bei Google nach Krankheiten grundsätzlich tödlich. Nein, so schlimm ist es nicht, aber es stand tatsächlich geschrieben, dass man mit größeren blauen Flecken und tieferen Wunden auf jeden Fall zum Arzt soll. Was ich natürlich nicht getan hatte. Ich habe einfach die Dornen rausgezogen, Wodka drauf geleert, gewartet bis das Brennen aufhörte und tat dann Arnikasalbe drauf. Inzwischen bin ich auf Kokosöl und Aloe Vera Gel im Wechsel umgestiegen. Wie heißt es doch so schön: Unkraut vergeht nicht. Ich werde das Bein über`s verregnete Wochenende schonen und nächste Woche wird die Welt wieder ganz anders ausschauen.
Als ich das Radio einschaltete sangen Alle Farben absolut passend: Bad Ideas make the best memories! Wie recht sie haben. Ohne ab und zu über sich selbst lachen zu können, wäre das Leben doch langweilig.