
Es war etwas üppig – selbst für unsere Verhältnisse, aber ab und an muss man sich was gönnen. Es war – wie immer – superlecker!
Persönlicher Blog

Es war etwas üppig – selbst für unsere Verhältnisse, aber ab und an muss man sich was gönnen. Es war – wie immer – superlecker!
Ich habe ein Faible für richtig schöne Abendkleider. Ich besitze mehrere. Ein Dunkelblaues, ein Fliederfarbenes, ein Apricotfarbenes , ein Dunkelrotes und demnächst ein Hellgraues mit Spitzenapplikationen und Glitzersteinchen verziehrtes. Es wird Ende der Woche geliefert. Es war so zauberhaft, dass ich nicht widerstehen konnte. Das Einzige, welches ich jemals außerhalb unseres Heimes trug, ist das Dunkelblaue, welches ich letzte Woche auf einer Hochzeit an hatte. Selbst dort war ich damit hoffnungslos overdressed. Aber wie meine Cousine zu sagen pflegt: man ist niemals overdressed, die anderen sind einfach schäbiger angezogen!
Das hellgraue Kleid, das ich mir nun bestellt habe, wird selbst auf einer pompösen Hochzeit too much sein. Es ist ein Red Carpet Kleid. Ich werde vermutlich hier in der Provinz keine Gelegenheit haben, es auf einem Event zu tragen. Eine meiner Freundinnen hatte eine super Idee. Ich kann doch einfach in meinem Garten einen Ball veranstalten, alle meine Freundinnen einladen und wir ziehen dann unsere schönsten Ballkleider an. Ein Elfenball in unserem Garten. Das wird wundervoll. 

Was für Bälle gilt, gilt auch für andere Begebenheiten im Leben. Wenn es keine Gelegenheit gibt muss man sich selber welche erschaffen.
Im Sommer las ich in der Zeitung, dass ein Kälbchen vom lokalen Schlachthof ausgebüxt war und zum Abschuss freigegeben worden war. Das konnte ich nicht zulassen. Deshalb bot ich dem Bauern das Geld, das er für das Kalb im Falle einer Schlachtung bekommen hätte. Es war eine für mich sehr hohe Summe, aber das war mir egal. Irgendwie hätte ich das finanziert. Viel wichtiger war das Leben des Kalbs. Es wurde nach zwei Wochen Suche gefunden, lebend eingefangen und der Bauer versprach mir, dass es nicht geschlachtet wird, sondern leben darf, bis es eines natürlichen Todes stirbt.
Ich habe es besucht und mich selbst überzeugt, dass es dem Kuhmädchen gut geht. Es lebt auf einem Biohof. Die Rinder haben ein sehr großes Areal zum abgrasen und leben dort sehr idyllisch. Im Vergleich zur Massentierhaltung geht es den Tieren sehr gut. So lange jedenfalls, bis sie zum Schlachthof gebracht werden, was bei Kälbern schon nach 5 Monaten Lebenszeit der Fall ist. Trotzdem ist das noch immer die weitaus bessere Variante, wie in einer Anlage ohne Tageslicht in Anbindehaltung, wo sich die Tiere kaum bewegen können und dahin vegetieren, bis sie entweder schon als Kalb geschlachtet werden, oder erst noch 5 Jahre als Milchkuh leben müssen und immer wieder zwangsgeschwängert werden, damit sie Milch geben. Der Bauer und seine Schwestern sind sehr nette Zeitgenossen. Bitte nicht falsch verstehen, selbstverständlich wünsche ich mir, dass kein Tier sterben muss und alle ein schönes Leben bis zu ihrem natürlichen Tod führen können. Doch bis jetzt lebt leider der Großteil der Menschheit karnistisch geprägt. Der Bauer deckt nur die Nachfrage. Die einen Tiere isst man, die anderen streichelt man. Fleischkonsum wurde anerzogen. Mitgefühl für Nutztiere aberzogen. Seit Jahrtausenden. Welche Spezies Nutztier ist und welche Haustier ist kulturell unterschiedlich und je nach Region stark variierend.
In der Lokalzeitung wurde über die gesamte Aktion berichtet und die Überschrift lautete „Veganerin will Kalb kaufen“.
Ja, ich lebe vegan, das stimmt. Aber ich bin so viel mehr als eine „Veganerin“. Vegan zu leben impliziert nicht automatisch, dass einem Tierrechte wichtig sind. Einige Veganer essen aus gesundheitlichen Gründen keine tierischen Produkte. Nicht jeder Veganer ist ethisch motiviert und setzt sich für Tierrechte ein. Eine genauere Definition wäre also „sich rein pflanzlich ernährende Tierrechtlerin, die tierische Produkte aus ethischen Gründen ablehnt“.
Ich glaube, ich werde mir angewöhnen in Restaurants, nicht mehr zu sagen, dass ich Veganerin bin, sondern dass ich mich rein pflanzlich ernähre. Das verhindert vielleicht auch Situationen, wie ich sie einmal in einem „gutbürgerlichen“ deutschen Lokal erlebt habe. Das „vegane Gericht“ enthielt Rauchfleischstückchen. Auf die Frage was das bitte soll, bekam ich zur Antwort „Ja wie soll ich den sonst einen Geschmack rein bringen“. Ich antwortete damals „Gewürze wären eine gute Möglichkeit“, aber ich stieß auf taube Ohren. Der Wirt hatte offensichtlich nicht verstanden, was vegan bedeutet. Vielleicht wäre es ihm bei „rein pflanzlich“ klarer gewesen. Vermutlich hätte ich dort einen Blattsalat ohne jegliches Dressing bekommen, aber darüber würde ich mich viel mehr freuen als über ein für mich ungeniessbares Gericht mit Rauchfleischstückchen.
Warum sind Amokläufer und Attentäter eigentlich überwiegend männlich?
Kriege werden auch viel seltener von Frauen angezettelt. Ich kenne keine Frau, die machthungrig über Leichen geht, ausser vielleicht Cersei Lannister. Ok, in der Historie gab es schon so Giftmischerinnen, die alle beiseite schafften, die ihren Interessen im Weg standen. Es gab sie in der Antike genauso wie im Mittelalter. Vermutlich gibt es solche Frauen auch heute noch, aber trotzdem ist es auffallend, dass Terroristen, Attentäter und Amokläufer in den meisten Fällen Männer sind.
Vielleicht könnte man hier bei der Prävention ansetzen. Was ist bei Frauen anders? Wenn man herausfinden würde, was Menschen / Männer zu Terroristen oder Amokläufern macht, dann könnte man gezielt daran arbeiten, es zu verhindern.
Letztes Wochenende demonstrierten in Tel Aviv ungefähr 30 000 Demonstranten für TIERRECHTE. Es war die bisher größte Demo für Tiere. Es tut sich was.
Wir sind heute an der Schwelle zu einem Bewusstseinswandel. So wie es Anfang des 20ten Jahrhunderts in Bezug auf das Frauenwahlrecht war, oder die Kinderarbeit.
Heute ist der Schutz von Kindern und das Frauenwahlrecht selbstverständlich für uns, in unserem Kulturkreis. Das gibt stark zu hoffen, dass es in Bezug auf Tierrechte bald ähnlich sein wird. Es stärkt die Hoffnung, dass es bald unvorstellbar wird, dass Menschen Tiere für ihren persönlichen „Genuss“ töten ließen, sie in Zoos sperrten und sie zu ihrer „Unterhaltung“ im Zirkus und in Delphinarien Kunststückchen aufführen ließen. So, wie es für uns im Jahr 2017 nicht mehr nachvollziehbar ist, dass es vor noch gar nicht so langer Zeit für Frauen nicht erlaubt war zu wählen und Kinder in Mienen und der Industrie schuften mussten.
Die Geschichte wird uns recht geben. TierrechtlerInnen sind die „Suffragetten“ des 21ten Jahrhunderts. Es wird Zeit für Bürgerrechte von nicht menschlichen Tieren.


Erdbeer-, Blaubeer- und Meloneneis nur aus Früchten, Wasser und Zucker hergestellt. Heute in einer Eisdiele in der Nähe entdeckt! Tierleidfreies Eis, Nette Bedienung und günstiger Preis. Was will man mehr.

Heute möchte ich über meine veganen Sandalen von Nae berichten. Sie wurden aus Ananasblättern hergestellt. Sie sind angenehm zu tragen und man bekommt keine Stinkefüsse in dem Material. Einziger Abzug in der B-Note: die Riemchen zum binden gehen ziemlich leicht auf und man muss immer mal wieder die Schleifen neu festziehen. Das ist aber das einzige Manko.

So oder so ähnlich schlafe ich jede Nacht. Die kleine schwarze Schönheit liegt am allerliebsten auf mir. Auf meinem Rücken, Bauch, meinen Beinen oder sogar meinem Kopf scheinen für sie die schönsten Plätze der Welt zu sein.
Anfangs der Woche hatte sie eine Blasenentzündung und sie erbrach danach auch jeden Tag – vermutlich als Nebenwirkung der Antibiotika – aber dennoch hatte ich gleich wieder Panik.
Sie wurde im April 16 Jahre alt und ich weiss, dass unsere gemeinsame Zeit endlich ist. Das wird unaufhaltsam so sein, egal ob ich mir massive Sorgen um sie mache oder nicht.
Deshalb ist es viel besser, wenn ich jeden Augenblick mit allen diesen wundervollen Wesen, sowie überhaupt allen geliebten Menschen und Tieren genieße. Weil sie alle endlich sind. Es ist müßig sich ständig Sorgen zu machen und Angst zu haben. Es kommt, wie es kommen soll. Das muss ich mir in Momenten der Panik bewußt machen.

In 4 Monaten werde ich unfassbare 50 Jahre alt! Die Zahl macht mir Angst. Ich bin ein Hasenfuß, was das Altern angeht. Ich gehe nicht entspannt damit um. Es hilft mir auch nicht arg viel, dass ich meistens über 10 Jahre jünger geschätzt werde. Diese Zahl mit der 5 vorne dran löst blankes Entsetzen in mir aus. 50 Jahre auf diesem Planeten und was habe ich erreicht? War das jetzt Alles?
Da ist diese Leere in mir. Die Suche nach dem Sinn und die Frage zu was ich hier bin. Bin ich heute glücklich? Nein, das bin ich nicht. Ich bin nicht unglücklich, aber auch nicht glücklich. Irgendwas so zwischendrin.
Vermutlich ist es heute nur der „bald bist Du 50-Blues“ und morgen sieht die Welt wieder besser aus. Ich hoffe es zumindest inständig. Dieses beklemmende Gefühl ist nicht schön. Aber heute wird morgen schon gestern sein und ein neuer Tag bringt neue Gefühle. Jeden Tag werden die Karten neu gemischt. Es ist nur ein kleines Zwischentief – this too shall pass. Vielleicht lache ich schon morgen wieder über diese irrationalen Ängste. Es hat eh keinen Sinn, sich darüber Gedanken zu machen. Der Tag wird kommen und die 4 wird unweigerlich verschwinden und der 5 weichen. Was soll`s dann werde ich halt FÜNFZIG. So what! Das wird mich als Person nicht groß verändern. Oder doch?