Walderkundung mit pflanzenkundiger Betreuung

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Gestern war ich mit Freundinnen auf einer geführten Kräuterwanderung – oder besser gesagt: wir fuhren mit E-Bikes durch den Wald und hielten an besonderen Plätzen an. Hierzu en paar Eindrücke:

 

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Es war ein herrlicher Nachmittag / Abend in angenehmer Gesellschaft mitten in der Natur. Nur die Heimfahrt war etwas gruselig. Bei Nacht mit dem Fahrrad durch den Wald zu fahren hatte etwas Blair Witch Project – mässiges an sich.

I am enough

Ich las heute einen Spruch, der etwas in mir ausgelöst hat. Es war „I am enough“.

So oft in meinem Leben befand ich mich selbst als nicht gut genug, nicht erwachsen genug, nicht spirituell genug. Oft hadere ich mit mir und nörgle an mir selber herum. Dass ich endlich am Bauch abnehmen muss, dass ich keinen Kaffee mehr trinken sollte, dass ich nichts mehr Süsses essen darf, dass ich weniger Klamotten kaufen sollte, dass ich endlich etwas Vernünftiges mit meinem Leben anfangen soll.  Dabei bin ich vollkommen ok, so wie ich bin, mit all meinen Schwächen und Fehlern. I am enough – ich bin genug. Schlau genug, erleuchtet genug, dünn genug, gesund genug. Genau so, wie ich bin.

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Haarspülung mit naturtrübem Bio-Apfelessig

Weil ich Plastikmüll vermeiden will, probiere ich gerade neue Rezepte für Kosmetikprodukte aus. Nach mehr oder weniger gelungenen Experimenten mit Kokosöl als Haarkur probierte ich gestern mittag noch eine Essigspülung. Dazu mischte ich 2 Esslöffel Bio-Apfelessig mit einem halben Liter lauwarmen Wasser. Das goss ich als Spülung über mein Haar und spülte kräftig mit purem Wasser nach.

Das Ergebnis war seidig glänzendes Haar mit dem kleinen Wermutstropfen, dass mein Haar bestimmt noch zwei Stunden lang nach Apfelessig roch. Es gibt schlimmere Gerüche und dieser „Preis“ ist ein kleiner für Chemie und Plastik-freie Haarpflegeprodukte.

Sobald mein gekauftes Shampoo von Santè aufgebraucht ist, werde ich es durch Natron ersetzen. Kombiniert mit der Apfelessigspülung soll das richtig schönes Haar ergeben. Ich bin gespannt.

 

Für den Fall, dass Ihr zuviel Öl in Eure Haarspitzen getan habt:

so erging es mir. Ich meinte es etwas zu gut mit meinen Haaren und hatte viel zu viel Kokosöl über Nacht in meine Haare geschmiert. Das bemerkte ich aber erst morgens. Abends war ich müde und etwas verpeilt und hatte großzügig in den Fettnapf ähm Kokosöltopf gegriffen. Zum Haarewaschen und vor allem Trocknen war die Zeit zu knapp. Also habe ich Bio-Dinkelmehl in den Haaren verteilt und dann ausgekämmt. Voilà, das Malheur war verschwunden und das Haar wieder gesellschaftstauglich.

 

Bin ich ein „Magnet“ für seltsame Menschen?

Diese Frage stellte ich mir schon öfter und auch heute beschäftigt sie mich – aus gegebenem Anlass – wieder.

Die erste „Begegnung der dritten Art“ fand vor drei Jahren statt. Eine ältere Dame hatte sich bei mir gemeldet. Sie wollte in der Stadt, in der ich wohne, ein veganes Cafè eröffnen und bat mich, ihr die Stadt zu zeigen und abends mit ihr essen zu gehen. Ich nahm dafür extra einen Nachmittag frei und wir trafen uns auf der Terrasse eines Cafès.  Es saßen nur 3 Personen an den Tischen als ich eintraf und mein erster Gedanke war „oh bitte, lass es nicht DIE sein“, aber sie war es. Sie war mir auf Anhieb nicht sonderlich sympathisch und sie war optisch das exakte Gegenteil von mir. Wir hatten nichts, aber auch gar nichts gemein. Trotzdem trafen mein Mann und ich uns abends noch in einem Restaurant mit ihr und ihrem Lebensgefährten.  Dieser war überraschend sympathisch. Sie hat sich zum Glück gegen ein Cafè in unserer Stadt entschieden und sich Gottseidank auch nie wieder gemeldet.

Die zweite Begegnung war krasser. Diesmal fiel nicht nur ich auf die Person rein, sondern auch eine meiner Freundinnen. Eine neu zugezogene Veganerin suchte Anschluss. Sowohl meine Freundin wie auch ich trafen uns einzeln mit ihr und befanden sie für eigentlich recht nett. Wir verabredeten uns daher mit ihr auf einem Stadtfest und erlebten dann eine Szene, wie man sie nur aus ganz schlechten TV Produktionen kennt. Wir schworen danach beide, dass wir nie wieder Kontakt mit dieser Person haben werden. Wir haben sie zum Glück auch nie wieder gesehen.

Eigentlich hätte ich nach diesen Erlebnissen „geheilt“ sein sollen, aber ich bekam wieder eine Anfrage einer Frau, die neu zugezogen war und Anschluss suchte. Ich traf mich wieder mit ihr und hatte in etwa dasselbe Gefühl wie bei der ersten Begegnung damals auf der Terrasse des Cafès. Sie sah dieser Frau sogar ziemlich ähnlich. Offen gesagt mochte ich sie nicht besonders und ich möchte mich nicht noch einmal mit ihr treffen.

Was mache ich nun mit diesen Erlebnissen? Aus Angst, so etwas nicht mehr zu erleben, keine neuen Menschen mehr kennen zu lernen ist schwachsinnig. Damit würde ich mir wegen ein paar seltsamen Gestalten selber die Möglichkeit verbauen, nette Menschen kennen zu lernen. Ich hatte auch nie irgend ein schlechtes Bauchgefühl, bevor ich mich mit den Leuten traf. Da gab es kein „Warnsignal“. Es waren ja auch recht harmlose Begegnungen. Alle drei Frauen waren einfach nur nicht passend.

Auch auf die Gefahr wieder „rein zu fallen“, werde ich auch weiterhin offen sein für neue Begegnungen. Ich habe dieses Jahr auch schon sehr viele wirklich wahnsinnig liebe und nette Menschen kennen gelernt. Wenn ich es hoch rechne, dann habe ich bis jetzt nur eine „unpassende Person“ kennen gelernt. Eigentlich eine recht gute Quote und noch lange kein „Indiz“ dass ich seltsame Gestalten anziehe. Wahrscheinlich auch nicht mehr oder weniger, als andere Leute. Jeder lernt doch unterwegs, auf der Arbeit, auf Parties, beim weggehen oder sogar beim Einkaufen „Solche und Solche“ kennen. Es gibt immer Menschen, die einfach nicht zu einem passen. Oft passen auch Freunde oder Bekannte nach einigen Jahren nicht mehr so wirklich zu einem. Entweder weil man sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt hat, oder man fest stellt, dass man eigentlich nie wirklich etwas gemeinsam hatte. Das ist das Leben und dessen Lauf. So etwas passiert. Manche Freundschaften halten dafür ewig oder man lernt neue Menschen kennen, mit denen man sich fühlt, als würde man sie schon seit Urzeiten kennen.

Ein Gutes hat es auch noch: diese „unpassenden“ Menschen erinnern mich immer wieder daran, was ich wirklich will und was nicht in mein Leben passt. Vermutlich begegnen sie mir deswegen um mir das immer wieder ins Gedächtnis zu bringen, bis es eingesickert ist. Everything happens for a reason.