Was sind Seelenverwandte?

Sehr oft ist irgendwo die Rede von Seelenverwandten, doch was ist das eigentlich?

Eine verwandte Seele. Soweit so gut, aber wie kommt es zu dieser Verwandtschaft der Seelen. Sind es Inkarnationen, die einem in früheren Leben nahe standen? Sind es Seelen, die einem selbst ähnlich sind?

Gibt es eine Seelenfamilie und in jeder neuen Verkörperung sammeln die sich irgendwie wieder zusammen? Was wenn mal eine Wiedergeburt schief geht und man zur falschen Zeit oder am falschen Ort wieder geboren wird? Macht das „Universum“ keine Fehler, sondern nur Menschen? Stimmt da alles immer mit dem „Schicksal“ und alles ist passgenau und alles geschieht so, wie es sein soll und aus einem bestimmten Grund? Oder ist alles nur Chaos und reiner Zufall?

Früher dachte ich oftmals, ich hätte Seelenverwandte gefunden und irgendwann stellte sich heraus, dass sie Dimensionen und Lichtjahre von mir entfernt waren und nicht im geringsten mit meiner Seele verwandt,

Ist es überhaupt erstrebenswert, wenn man immer in jeder Reinkarnation die gleichen Seelen wieder findet? Vielleicht sind ganz andere neue Seelen mit denen man nicht „verwandt“ ist besser für einen, als immer die „Alten“, die man eh vielleicht schon seit Jahrtausenden kennt?

Gibt es sowas wie „Seelenverwandtschaftsinzest“, wenn man in jedem Leben immer die gleichen Seelen um sich schart?

Vielleicht werden wir es irgendwann einmal erfahren, in einer anderen „Welt“ und vielleicht werden wir herausfinden, dass all unsere Vorstellungen die wir heute haben nichts weiter sind, wie die von Frühzeitmenschen, die Blitz und Donner für das Grollen der Götter hielten.

Länglich braun und kein Duplo

Drei unserer Katzenkinder haben längere Haare. Speziell bei den Katern kommt es ab und an mal vor, dass hinten im Fell was hängen bleibt, was dort nicht hin gehört. Es verfangen sich darin – nett umschrieben – „braune Brocken“. Ich denke das ist anschaulich genug.

Wenn sowas geschieht ist dies sehr schnell erkennbar am abartigen Gestank. Wenn einer der beiden Kater (das Mädchen hatte das noch nie) wieder eine „Praline“ am Hintern hängen hat, erkennt man das sehr schnell. Leider jedoch meist nicht schnell genug.

In 90% der Fälle haben sie bei Entdeckung schon das halbe Haus „gestempelt“. Solche Malheure treiben unseren Verbrauch an Essigessenz enorm in die Höhe.

Das Putzen alleine ist noch nicht das „Schlimmste“. Beim Versuch, die Hinterlassenschaften mit einer Papierschere vorsichtig aus den Haaren zu schneiden, entwickeln sich die sanftmütigen Samtpfoten zu Wirbelwinden und man könnte meinen, sie hätten so viele Pfoten wie ein Oktopus Tentakel hat.

Wenn man einen echt üblen Tag erwischt hat, dann wurde das Überbleibsel schon etwas weich und platt gedrückt und selbst wenn man es großzügig herausgeschnitten hat und der Kater von hinten wie ein Pavian aussieht, muss noch gründlich nach gewaschen werden. Was Katzen echt liiiiieben… nicht…

Danach ist die Katze mindestens eine halbe Stunde beleidigt. In ganz schlimmen Fällen – wenn es keine „Brocken“ mehr sind, sondern eher im flüssigen Zustand wird es eklig. Das ist richtig richtig übel. Einer der beiden hat es auch schon wiederholt fertig gebracht, seine Schweifspitze in die Pfütze zu tunken und damit die halbe Kellerwand zu „streichen“. Kürzlich kam er freudestrahlend angerannt und streichte mir um die Beine mit in die höhe gestelltem Schweif und säuberte die Spitze des Schwanzes so an meiner Pyjamahose…ein Traum. Der Verbrauch an Waschmitteln ist an solchen Tagen auch exorbitant hoch, weil ich doch eine kleine „Adriana Monk“ bin.

Aber wenn sie einen einmal anschauen, mit ihren Kulleraugen und einen anschnurren, dann ist alles vergessen. Es gibt auch bei weitem Schlimmeres, als Katzenscheiße zu putzen.

Bildbearbeitung Schritt für Schritt

IMG_5196Das ist ein Schnappschuss unserer jüngsten Tochter. Sie sitzt auf dem Boden neben meinem Rucksack. Kein sehr schöner Hintergrund. Also habe ich einen Hintergrund gewählt, der Ihre Schönheit mehr gerecht wird. Dazu musste ich allerdings das Ursprungsbild etwas vergrößern um es dem neuen Hintergrundbild anzupassen:

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Das Bild habe ich vor einigen Wochen unterwegs aufgenommen. Ich habe mein Töchterchen frei gestellt und dieses Bild mit dem freigestellten Konterfei meiner Prinzessin überlagert in zwei Schichten und es entstand folgendes Bild:

IMG_5196_pp

Ich habe die partielle Schärfe noch etwas angepasst und die Tonwerte sowie den Ausschnitt . Ich glaube, es ist einigermaßen natürlich geworden.

Moderne Sklaverei?

„Wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich selbst hat, ist ein Sklave“

Friedrich Nietzsche

Recht hat er, der gute alte Friedrich. Nach dieser Definition bin ich eindeutig ein Sklave.

Wann holt mich das Mutterschiff endlich wieder ab? Wann kommt der Kobold mit dem Kessel voll Gold und bringt mich ins Elfen- und Feenland.

Dort wo ich hin gehöre, denn ein lieber Mensch sagte gestern zu mir „Ich hab Dich heute morgen gesehen, wie Du über den Zebrastreifen gelaufen bist: Das ist jetzt echt nciht böse gemeint, aber Du läufst wie ein Einhorn im Wald. Wie nicht von dieser Welt“ .

Was triggert Dich so sehr?

Einer meiner Katzensöhne hat seit Monaten Durchfall. Mal schlimmer, mal besser. Wir waren selbstverständlich beim Tierarzt und auch eine Tierheilpraktikerin wurde engagiert. Die Blutwerte waren gut und unauffällig. Die Kotproben ohne Befund. Keine Erreger, keine Keime, keine Parasiten, keine Würmer, keine Giardien. Soweit so gut, doch wie jetzt weiter machen? Der nächste Schritt war der Versuch verschiedener Futtermittel nach dem Ausschlussverfahren, jedoch war es gleichbleibend, egal was wir fütterten. Also ließen wir einen Allergietest durchführen.  Der war wieder ergebnislos. Er reagierte zwar auf einige Substanzen, aber nichts davon ist in unserem Haushalt zu finden.

Mit jeder Woche wurde ich panischer, obwohl er eigentlich fit ist. Er hat ein schönes Fell, klare Augen und springt herum wie ein junger Gott. Trotzdem wurde ich von einer eiskalten Angst gepackt, dass er was „Schlimmes“ haben könnte, obwohl sein Aussehen, Verhalten und auch alle Werte und Untersuchungsergebnisse dagegen sprechen.

Die Tierärztin und die Tierheilpraktikerin waren sich einig in ihrer Vermutung, es könnte psychisch sein. Die Tierheilpraktikerin ging sogar noch einen Schritt weiter und sprach den Verdacht aus, dass es sein könnte, dass mein kleiner sensibler Mann auf meinen Stress reagiert. Dass ich quasi meine Gefühle auf ihn übertrage. Zu meiner Verantwortlichkeitsgefühl kam jetzt noch zusätzlich die Schuld für seinen Durchstand. Ich fühlte mich bei jedem weichen Stuhlgang schuldig, weil ich es ja irgendwie verursacht haben könnte.

Vor zwei Wochen erzählte mir die Tierheilpraktikerin, dass auch sie bei ihren eigenen Tieren manchmal in irrationale Panik verfällt, wenn sie bestimmte Symptome zeigen. Ich dachte lange darüber nach und erkannte, was mich wirklich so triggerte. Es war nicht der Durchfall an sich, der mir solche unsägliche Angst machte. Es war der Umstand, dass mein Sohnemann seit einiger Zeit auf dem Kissen lag, der sonst der Platz unserer verstorbenen Katzentochter war. Über ein Jahr war dieser Platz tabu. Keine der anderen Katzen legte sich auf ihn. Die Tierheilpraktikerin sprach vom Trauerjahr, das auch die Katzen haben.

Mein Unterbewußtsein hat nun total irreal kombiniert, dass dieses Kissen ein „Todesomen“ sein könnte. Wer auf diesem Platz liegt wird krank, totkrank. Das hatte also meine fürchterliche Furcht um meinen kleinen Schatz ausgelöst. Wenn man den Hintergrund rational beleuchtet ist das natürlich total irre, aber Ängste sind Ängste. Ob abwegig oder nicht.

Seit ich das erkannt habe, bin ich gelassener. Vielleicht bessert sich mit meiner zunehmenden Gelassenheit auch der Durchfall des süssen Schurrers Ich hoffe es sehr.

Ich bin keine „Dekotante“

Auf dem Nachhauseweg von der Bushaltestelle traf ich heute eine Nachbarin. Sie fragte mich, ob ich am Wochenende auch auf dem Martinsmarkt in der Halle um die Ecke gewesen wäre, wo allerlei Krimskrams und Dekozeugs angeboten worden war. Ich sagte ihr wahrheitsgetreu, dass ich nicht so die Dekotante bin. Wir lieben es eher puristisch im Haus.

Das war jedoch nicht immer so. Früher hatte ich viel Dekomaterial und dekorierte das gesamte Haus den Jahreszeiten entsprechend. Im Advent hingen Sterne in den Fenstern und Rehe standen vor dem Haus. An Halloween schmückten Tonkürbisse mit Kerzen darin den Eingangsbereich. Im Frühling hingen Holzschafe an der Haustür und im Herbst Füchse. Im Sommer zierten bunte Schmetterlinge den Innenbereich. Doch dann zog 2011 unsere jüngste Tochter ein. Sie ist bekennende Purristin (hahah ein Wortspiel). In kürzester Zeit hatte sie alle Dekogegenstände aus Porzellan genüsslich und klirrend zerstört. Es folgten die Gipsfigürchen und die Kalksteinabbildungen. Lediglich die ägyptischen Bastetfiguren wurden verschont. Alles andere wurde mit den Pfoten an den Rand der Regale bugsiert und in den Abgrund gestürzt. Holzelemente wurden als Kratzbrett missbraucht und Glasobjekte wurden in rasanter Geschwindigkeit von uns in Sicherheit gebracht.

Die Innendekorateurin erzog uns in den letzten Jahren dazu, wenig Staubfänger im Haus aufzustellen und sie hat recht. Es sieht jetzt viel besser aus als früher und Geld sparen wir auch noch, weil wir kein Rumstellzeug mehr kaufen.

Euphoria ist für mich nur ein Parfüm

Ich kenne Leute, die sind wirklich immer von etwas komplett ergriffen. Sie erleben magische Momente, inspirierende Wochenenden. Sie lernen charismatische Menschen kennen und es vergeht keine Woche, wo sie nicht von ganzem Herzen von solchen Erlebnissen und Begegnungen erfüllt sind.

Und ich so? Bei mir heißt nur mein Lieblingsparfüm Euphoria. Es gibt kaum jemand oder etwas, was mich wirklich beeindruckt. Nichts berührt mich so sehr, dass ich mir mit beiden Händen ans Herz fassen müsste, weil ich so unendlich davon beseelt wäre. Andere Menschen beeindrucken und inspirieren mich eher selten und niemals so, dass ich davon hin und weg wäre. Bin ich abgestumpft oder einfach schwerer zu beeindrucken?

Ich finde Sonnenuntergänge, Regenbögen und schöne Landschaften toll. Euphorische Luftsprünge mache ich deswegen aber noch lange nicht. Es gibt ein paar Lieder, die Glücksgefühle in mir auslösen. Eines davon ist „Temple of love“ von den Sisters of Mercy. Ich höre es aber selten, weil ich weiss, dass es sich abnützen würde, wenn ich es zu oft hören würde. Das ist mir schon einmal passiert. „Down under“ von Men at Work war einmal eines meiner Lieblingslieder. Doch ich hörte es zu oft und es nutzte sich ab. Irgendwann konnte ich es nicht mehr hören. Inzwischen geht es wieder, aber es ist keines meiner Lieblingslieder mehr. Diesen Status hat es leider durch die Abnützung eingebüßt.

Nutzt sich die Euphorie der Momente und Begegnungen bei den besonders euphorischen Menschen niemals ab? Fühlen sie einfach mehr als ich? Bin ich ein zu pragmatisch veranlagter Mensch und es entspricht nicht meiner Mentalität schon, überspitzt gesagt, allein beim Anblick eines Marienkäfers (Marienkäfer sind auch echt toll, ich mag sie auch gerne) in Glückstränen auszubrechen? Bin ich emotional einfach etwas simpler gestrickt oder gar gestört?

Das würde auch meine fehlende romantische Ader erklären. Blumen finde ich morbide, Feuerwerke sind für mich Umweltverschmutzung und Lärmbelästigung zugleich. Lichternächte finde ich langweilig und die vielen Menschenmassen schrecken mich ab. Lasershows schaue ich achselzuckend an und weiss nichts damit anzufangen. Sehenswürdigkeiten und Momente schaue ich mir an, aber sie lösen nichts in mir aus.. Großen Rednern höre ich zu, picke mir das raus, was für mich stimmig ist und vergesse den Rest. Ich wäre aber niemals gefährdet, einem Schneeballsystem ins Netz zu gehen oder einem Guru hörig zu werden. Sowas würde ich ziemlich sicher durchschauen, weil mich das eben nicht beeindrucken würde Menschen, die im Allgemeinen als charismatisch angesehen werden , stehe ich neutral gegenüber. Ihr Charisma prallt an mir ab. Es ist also nicht unbedingt immer ein Nachteil, eben nicht von allem ergriffen und begeistert zu sein. Vielleicht ist es sogar ein Vorteil, wenn man vieles so distanziert und emotionslos betrachtet, wie ich das Meiste in meinem Leben betrachte.

Ach nein, ich hätte es fast vergessen. Es gibt doch Einges, das mich begeistert und nachhaltig beeindruckt  Nur sind das in den wenigsten Fällen Menschen, aber Tiere schaffen das einfach durch ihr bloßes Dasein. Die Krähe, die vor meinem Bürofenster auf dem Geländer balanciert begeistert mich. Die Amseln, die in unserem Rosenbusch wohnen und nach dem Regen den Rasen nach Käfern und Würmern absuchen lassen mein Herz hüpfen. Der Grünspecht, der mich ab und zu besucht ebenso. Ein Blick in die Augen meiner Katzen und ich bin glücklich. Ganz so abgestumpft bin ich wohl doch nicht, sondern einfach nur wählerischer und selektiver im Verteilen meiner Euphorie.

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Damit will ich selbstverständlich nicht ausdrücken, dass es verkehrt wäre, wenn man alles euphorischer erlebt. Das freut mich für die Leute. Sehr sogar. Es muss toll sein, von beinahe allem ergriffen zu sein und alles intensiv zu fühlen. Ich habe lediglich für mich versucht zu hinterfragen, ob ich „gestört“ bin, weil ich nicht so bin.  Ich kam zu der Erkenntnis, dass alles seine Berechtigung in der Vielfalt der unterschiedlichen Charaktere hat und es kein „falsch“ oder „richtig“ gibt.  Es ist nichts verkehrt daran, euphorischer zu sein, jedoch auch nichts, wenn es so ist wie bei mir: Wenn nur das Parfüm sozusagen „euphorisch“ ist.

Je einfacher, purer, umso besser

Auf Instagram habe ich einen belgischen Influencer abonniert, der einen wirklich schönen Account mit tollem Content hat. Dabei schreibt er selten was und ich habe auch noch nicht gesehen, dass er eine Story gepostet hätte. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen, folge ich ihm total gerne. Er labbert nicht und will einem weder was verkaufen noch vorschreiben. Seine Posts sind wundervolle, magisch anmutende Bilder und ab und an schreibt er ein paar wenige Worte dazu.

Sein Kanal wirkt einfach so. Durch seine schlichte Einfachheit. Bilder sagen oftmals so viel mehr als Worte es je vermögen würden. Er drückt durch die herausragenden Fotografien in ihrer Schlichtheit die Weisheit des Universums aus,

Der InstaAccount heißt übersetzt „Einfach der Fred“. Das trifft es ziemlich gut. Ein unkomplizierter InstaAccount der einem trotz oder gerade durch seine Einfachheit viel gibt.

Das ist übertragbar auf Vieles im Leben. Das Einfache, Pure, Echte, Wahrhaftige, Simple, Schlichte, Leichte, Stille ist das, was glücklich macht. Nicht nur beim Makeup ist weniger oft mehr.