Mein Iphone ist ne Zeitmaschine

Es führte mich mit Lavender und Out in the Fields zurück in meine Schulzeit, mit Smells like teen spirit in die 90er mit grazy Town ins neue Jahrtausend. Über don’t stay von Linkin Park zurück ins Jahr 2003 als ich mich von Altlasten trennte…mit get busy zurück in meine 2jährige Partyzeit und mit get Ur Freak on direkt zu einer abgefahrenen Party 2004. zurück ins Jahr 1984 mit celebrate the youth, auch wenn der gute Rick seit seiner Rolle in Californiacation viel von seinem Glanz verloren hat… Schnell zurück in eine geilere Zeit und es ist Juli. Nochmal in die 90er mit Every you Every me… Kurz to the Moon and back und ganz zurück aufs WG mit Boys don’t cry. Mit der Seven Nation Army zur WM 2006, ein Tänzchen Alors on danse ins Jahr 2010…Hangover auf dem Volksfest 2012 und back in Time mit den pittbulls und für all das musste ich nicht mal nen russischen Energy Drink drüberschütten

Kulturbanausen

Ich kann mit Fug und Recht von mir behaupten, dass ich eine Kulturbanausin ist. Die meisten meiner Freunde auch. Man trinkt lieber Asti Spumante anstatt Champagner, man genießt lieber Ritter Sport Marzipan anstatt belgischer Pralinen für fünf Euro pro Stück. Ich esse am allerliebsten Pizza und Pasta anstatt hochgestochener Gerichte, von denen eh kein Mensch satt wird. Erdbeerbowle wird eindeutig irgendeinem so genannten Edelgesöff wie Gourmet-Essig vorgezogen. Ich bekam einmal einen schweineteuren Eiswein geschenkt. Ich wusste dies jedoch nicht zu würdigen und trank ihn morgens um acht zusammen mit einigen meiner Freunde aus Plastikbechern. Er schmeckte nicht schlecht, war jedoch kein Vergleich zu Himbeerlikör.

Auch lege ich keinen großen Wert auf irgendwelche Marken. Speziell bei Klamotten gilt das Motto: Hauptsache ist, es sieht gut aus. Alles, was einem gut steht, ist erlaubt. Dabei ist es egal, ob die Teile von einem Markenhersteller oder aus der kleinen Boutique um die Ecke stammen.

Zeitgenossen, die sich ständig durch irgendetwas profilieren müssen, gingen mir schon immer gewaltig auf den Zeiger.

Mir ist es gleichgültig, was meine Familie oder meine Freunde für Autos fahren, erst recht bei fremden Leuten. Ich würde es eh nicht merken. Ich unterscheide Autos nicht nach dem Hersteller, sondern nach Farben. Wenn man mich fragen würde, was für ein Auto ich fahre, würde ich vermutlich „Ein Weißes“ antworten. Mein Mann fährt ein Schwarzes. Das Fabrikat ist mir total gleich. Autos sind für mich Gebrauchsgegenstände, die einen gut und sicher von A nach B bringen sollten, nichts weiter.

Ich mag Musicals nicht und auch Theaterauffürungen sind nicht so mein Ding. Ich höre lieber Bosse, Maxim oder Cro per Kopfhörer auf meinem IPhone. Ich stehe mehr auf Dancefloor à la David Guetta oder Taio Cruz anstatt auf Klassik oder Oper. Musikalisch bin ich ein Kind des neuen Jahrtausends.

Würde sich mein Charakter ändern, wenn ich richtig reich wäre und das Geld mit vollen Händen zum Fenster rauswerfen könnte? Würde ich mir dann auch eine Flasche französischen Wein aus dem 18. Jahrhundert bestellen für tausend Euro die Flasche, den ich nicht mal mögen, sondern als Sauerampfer runterwürgen würde? Würde ich mir auch ein Auto in der Preisklasse eines größeren Einfamilienhauses zulegen mit dem Spritverbrauch einer Kleinstadt? Würde ich mir gar eine Yacht kaufen?

Würde ich dann eine dieser botoxverschandelten Schnepfen werden, die man öfter in drittklassigen Pseudo-Reportagen sieht? Würde ich eine dieser versnobten, oberflächlichen Bussi-Bussi-Tussies werden, wie man sie in München oft herumstolzieren sieht? Wäre ich auch eines dieser gelangweilten Modepüppchen, für die die Welt untergeht, wenn einer der Gelfingernägel abbricht? Würde ich Designerklamotten für meine Katzen kaufen? Nun, meine Kätzin würde mit einem Diamantdiadem bestimmt wunderschön aussehen. Aber nein, ich würde höchstwahrscheinlich sehr bodenständig bleiben. Ich würde mir gewiss mehr gönnen als jetzt und meiner Familie und meinen Freunden viel Gutes tun. Wahrscheinlich ein größeres Haus in meiner Heimat bauen. Ein Haus in der Nähe meiner  Familie und Freunde mit Swimmingpool. Ein Platz für viele schöne Feiern im Kreise von allen mir wichtigen Menschen.

Sicherlich würde sich der Lebensstandard erhöhen, wenn ich Geld im Überfluss hätte, aber mein Mann und ich würden keinesfalls abheben. Dessen ich mir sicher. Es würde weiterhin Pizza und Pasta anstatt Kaviar mit Tongabohnensorbet geben. Ich würde mir auch auf keinen Fall goldene Wasserhähne einbauen lassen oder sonstigen komplett überflüssigen Schnickschnack. Jedoch würde ich mir eine Putzfrau leisten. Ich würde mit meinem Mann die Hochzeitsreise auf die Seychellen nachholen. Ich würde mir mit meinen Freundinnen einen Shopping-Trip nach London gönnen anstatt nach München. Ich würde vermutlich viel Geld für teure Kosmetik ausgeben, aber vor Schönheitsoperationen würde ich auf jeden Fall zurückschrecken. Obwohl:  Eventuell würde ich für spezielle Events einen Stylisten engagieren. Wenn Geld wirklich absolut keine Rolle spielen würde, würde ich mir sicherlich auch einigen Luxus gönnen, alles andere wäre blauäugig. Es würde allerdings im Rahmen bleiben. Ich würde mich ebenfalls sehr für den Tierschutz einsetzen und Geld spenden.

Es wäre interessant, herauszufinden, ob man sich wirklich wesentlich verändern würde. Prägt einen Geld oder das Umfeld? Würde das Umfeld überhaupt gleich bleiben oder würde es sich ändern? Was wäre, wenn man plötzlich richtig reich wäre?
Vielleicht gilt auch hier der Spruch: Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen

Serienjunkie

Ich bin schon seit vielen Jahren bekennender Serien-Junkie.

Es fing an mit „Beverly Hills 90210“, ging über in „Melrose Place“ und mündete Jahre später in „Akte X“.

Diese Serien waren damals nur ein müder Abklatsch der wirklich guten. Wenn ich Wiederholungen dieser Serien anschaue, dann weiß ich, dass sie nicht mehr dem heutigen Zeitgeist entsprechen. Auch Serien, die ich vor ein paar Jahren heiß und innig liebte, passen nicht mehr so ganz in die heutige Zeit und sind schon jetzt fast nostalgisch. Dazu gehören „Ally McBeal”, „Dawson’s Creek”, „Buffy”, „Charmed”, „Special Unit 2”, „Roswell” und „O.C., California”.

Alles hat sich weiterentwickelt, und es entstanden erstklassige, anspruchsvolle Serien wie „Boston Legal“, „Desperate Housewives“, „Heroes“, „Eli Stone“ und „Dr. House“.

So wie meine Lebensbedingungen immer von bestimmten Liedern geprägt waren, so war es auch mit meinen Lieblingsserien. Ich hinterfragte den Sinn meines Lebens zusammen mit Ally McBeal, und das Ende meiner ersten Beziehung fand fast zur selben Zeit statt, als sich auch Joey gegen Dawson entschied. Ich jagte mit Buffy zusammen die Dämonen in meinem Leben und sah mich während meiner Singlezeit oft mit Trollen und seltsamen Gestalten konfrontiert, die den Fabelwesen in „Special Unit 2“ zum Verwechseln ähnlich sahen. Ich verliebte mich zeitgleich mit Seth Cohen und Summer Roberts und heiratete, als auch Bree Van de Kamp wieder heiratete.

Ich hoffe, dass Ted endlich die Muter seiner Kinder findet und  freue mich auf die nächste Staffel „Big Bang Theorie“ – dann ist das Leben wieder im Lot und es wird sich nerdhaft alles zum Guten wenden.

Es bleibt spannend!

Smokey Eyes

Es gibt Tage, da erwache ich, und mir sitzt schon morgens gründlich der Schalk im Nacken. So auch an einem Tag, an dem ich mit meiner Kollegin ausgemacht hatte, ihr und mir Smokey Eyes zu schminken.

Die Schminkanleitung war rasch aus dem Internet heruntergeladen. So wurden ungeniert in der Frühstückspause die Augen ausdrucksvoll betont.

Seltsam war, dass den meisten männlichen Kollegen die Verwandlung nicht einmal aufzufallen schien. Es war eigentlich nicht zu übersehen, weil wir ein wirklich sehr ausdrucksstarkes Abend-Augen-Make-up herausgesucht hatten.

So verbrachten wir den ganzen Tag mit tiefgrau geschminkten Augen bis hoch zu den Brauen, umrandet mit schwarzem Kajal und Eyeliner, die Wimpern getuscht mit rabenschwarzer Mascara.

Wir fanden solchen Gefallen daran, dass wir das Ganze am nächsten Tag noch toppten und die Smokey Eyes noch stärker ausprägten als am Tag zuvor. Ich erinnerte an diesem Tag etwas an einen Pandabären, was meiner Laune und der Stimmung im Büro nicht den geringsten Abbruch tat.

Wieder einmal war das Leben sorglos, bunt und granatenstark: „Volle Kanne, Hoschi!“, wie Keanu Reeves immer in „Bill und Teds verrückte Reise durch die Zeit“ zu sagen pflegte.

Das Leben ist zu kurz um sich immer an das zu halten, was man macht und was man tun und lassen sollte.

Jeder sollte immer das tun, wonach ihm/ihr gerade ist, ohne Rücksicht auf Konventionen und anerzogene Weltbilder. Niemand sollte sich je einreden lassen, dass man bestimmte Sachen an einem bestimmten Ort oder ab einem bestimmten Alter nicht mehr tun sollte oder was auch immer. Ein Minirock ist zum Beispiel typabhängig. Ich ärgere mich oft über Aussagen wie: „Ab einem bestimmten Alter sollte man keine kurzen Röcke mehr tragen.“ An einer über 40jährigen Elle Macpherson sehen kurze Röcke mit Sicherheit millionenfach besser aus als an so mancher Minderjährigen, die es figurtechnisch oder vom Typ her eher vermeiden sollte, kurze Röcke zu tragen. Lange Haare sind dasselbe Thema. Wo steht geschrieben, dass Frauen ab spätestens Mitte dreißig am besten nur noch mit einem „pflegeleichten“ Hausfrauenschnitt herumlaufen müssen? Wieso sollte man sich in der Frühstückspause keine Smokey Eyes schminken, wenn einem gerade danach ist? Warum sollte man nach seiner Teenagerzeit kein Skateboard mehr fahren dürfen? Jeder muss selber wissen, was gut und richtig ist.

Jeder sollte sich viel öfter die Freiheit nehmen, darauf zu pfeifen, was man machen sollte und was nicht!

Jeder sollte sich öfter „Smokey Eyes“-Tage gönnen! ’cause this life is too short, um es mit langweiligem, angepasstem Verhalten zu verbringen.

Die größte Herausforderung im Leben ist vielleicht die, dass man anderen sein eigenes Weltbild nicht versucht aufzuzwängen.

Nix

Ich habe mal einen tollen Witz von einem Kumpel geschickt bekommen. Einer sitzt da und der andere fragt ihn „was machst Du?“, „nix“, „aber das hast Du Doch gestern schon gemacht“, „bin halt nicht ferig geworden“ :-).Auch ich habe mir vorgenommen, dieses Wochenende nx zu machen und ich bin heute auch nicht fertig damit geworden.Oder wie es Ferris in „Ferris macht blau“ sagt: man sollte öfters mal inne halten.

 

Alpträume

Ich werde seit Wochen / Monaten von immer denselben Alpträumen geplagt, aber nun kam noch ein neuer dazu:

Ich träumte, dass ich im Urlaub bin. An einem paradisischen Ort in der Südsee. So ein richtiges Postkartenidyll. Doch auf einmal war alles verschwunden, das Hotel und alles und ich war alleine in einer Art Dschungel, der aber nun eher aussah wie ein Alpenpanorama.

Ich lief zum Strand, aber dort lagen überall im Wasser „Leichen“ aus Holz geschnitzt zur Warnung. Als ich den Weg zum Hotel suchte, lagen überall auf dem Weg tote Katzen. Ich bin dann irgendwann schweißgebadet aufgewacht und habe mich davor gefürchtet weiter zu schlafen, für den Fall, dass der Traum weiter ging.

Dagegen sind die anderen, immer wiederkehrenden Träume beinahe harmlos. Ich träume entweder, dass ich ein ganz wichtiges Dokument brauche, ohne das ich aufgeschmissen bin, aber ich kann es nicht finden, oder dass ich ein lebensrettendes Medikament brauche, aber nicht finden kann, oder Variante 3, dass ich ein extrem teures Schmuckstück oder ganz viel Geld nicht finden kann.

Eigentlich bin ich ja glücklich. Ich habe mehr als die Meisten… doch trotzdem fehlt etwas Wesentliches in meinem Leben. Etwas, was mir Sinn gibt.

 

 

 

Bilder von unserem süssen Patenkind

IMG_5683IMG_5088IMG_5062IMG_5087 hier nochmal ein paar Eindrücke von unserem wunderschönen Patenkind Giovanni

Bald ist Weihnachtszeit und es flattern wieder viele Spendenanfragen ins Haus. Flyer mit mitleideregenden Tieren oder Kindern, die Hilfe brauchen. Am liebsten würde ich allen helfen, aber ich bin leider auch keine Millionärin. Man kann aber auch im Kleinen helfen und sei es auch nur mit einer Patenschaft für ein Tier.

Ich kann jedem nur empfehlen, eine Patenschaft zu übernehmen. Wenn man das Patenkind dann noch selber persönlich kennen lernt, dann ist das 1000x erfüllender, als irgend ein Gegenstand, den man sich mit dem Geld gekauft hätte. Das Geld ist um so vieles besser angelegt, als für etwas seelenloses, was einem vielleicht eh schon bald nicht mehr gefällt. Wer etwas für seine Seele tun will, dem ist eine Patenschaft zur Unterstützung eines Tierheims oder Gnadenhofes zu empfehlen. Man bekommt so viel zurück.

„Unser“ Giovanni ist, wie alle Tiere auf dem Eulhof, total verschmust, lieb und zutraulich. Er hat sich mich quasi ausgesucht. Als wir den Eulhof zum ersten Mal besucht haben, hat er sich sogleich mit dem Kopf an mein Bein gekuschelt und auch ich hatte ihn sofort lieb. Alle Tiere dort sind so liebenswert.

Wenn Ihr also noch ein Weihnachtsgeschenk für Euch selber sucht (oder jemand dem Ihr was Gutes tun wollt), was Euch mit Sicherheit gut tut und was Ihr garantiert nicht umtauschen müsst, dann seit Ihr mit einer Patenschaft eines dieser wundervollen Geschöpfe auf dem Eulhof sicher sehr gut beraten.