Veganes Stoffwechselprogramm

wir waren heute bei einem veganem Brunch, der alle 2 Monate statt findet. Wir trafen eine Bekannte, die wir zuletzt vor 4 Monaten gesehen hatten, weil sie letztes Mal nicht da war. Wir erkannten sie kaum wieder. Sie hatte 30kg abgenommen und sah fantastisch aus.

Sie erzählte uns, dass sie in einem Fitnessstudio Interesse an einem Stoffwechselprogramm geäußert hatte, der Speiseplan dort jedoch aus zwei Fleischmahlzeiten pro Tag bestand. Sie fragte dann den Trainer, wie sie den Speiseplan Veganisieren könnte und er sagte ihr, dass das Programm bei veganer Ernährung nicht funktionieren würde, weil sie zu Kohlehydrat-lastig wäre.

Das nahm sie als Herausforderung an! Sie stellte sich ihr eigenes Stoffwechselprogramm zusammen und zog dieses seit Februar konsequent alleine für sich durch. Im August hatte sie so 30kg verloren.

Der Trainer war nun doch interessiert, weil das die mit Abstand größte Gewichtsreduktion war. Die Teilnehmer des „Fleischprogramms“ hatten viel weniger Gewicht reduzieren können.

Das Fitnessstudio denkt jetzt darüber nach, das vegane Stoffwechselprogramm der Bekannten offiziell an zu bieten.

Das ist wieder ein Beispiel von „geht nicht, gibt`s nicht“ und dass man nicht immer gleich alles glauben darf, wenn einem Jemand sagt „das funktioniert bei veganer Ernährung nicht“.

Die Bekannte hat sich nicht entmutigen lassen, sondern im Gegenteil. Sie sagte sich „das werden wir doch erst noch sehen“. Zur Belohnung bekam sie ihr Wohlfühlgewicht und ein komplett neues Lebensgefühl und ein wirklich strahlendes, tolles Aussehen.

Der Klassiker

Am Freitagmorgen wartete ich auf meinen Bus und wie des öfteren, gesellte sich eine nette ältere Dame zu mir. Sie ist schätzungsweise in den 70ern. Wir halten öfter Smalltalk über das Wetter oder die neuesten Nachrichten.

Gestern standen wir etwas verloren da und keiner wußte so recht, was man noch sagen könnte, als das Wetterthema durch war, bis sie plötzlich in die Stille hinein fragte „Finden Sie es nicht auch so schade, dass es in unserem gesamten Stadtviertel keinen einzigen Metzger gibt?“.

Ich antwortete ihr höflich und nett „Nein, das finde ich überhaupt nicht schade. Ich vermisse garantiert keinen Metzger. Ich bin Veganerin“.

Daraufhin weiteten sich ihre Augen und sie sagte den Satz, der dann wirklich in mindestens 80% der Fälle kommt „Ich esse auch ganz wenig Fleisch und Wurst“. Sie setzte noch eins drauf mit „Man hat ja erst diese Woche wieder gelesen, wie schädlich Wurst sein soll“.

Ich ließ Beides unkommentiert, dachte aber im Bus noch etwas darüber nach.  Bei vielen Omnivoren greift sofort der Verteidigungsmechanismus, sowie ich auch nur erwähne, dass ich Veganerin bin. Sie beteuern dann sofort, dass sie nur ganz wenig Fleisch essen. Es muss ihnen also doch auf irgend einer Ebene bewusst sein, dass das, was die Menschheit den Tieren antut, nicht ok ist.

Doch die Karnismus-Prägung ist oftmals (noch!) zu stark. Dennoch ist da Hoffnung. Ein Mensch, den ich sehr liebe und der mir viel bedeutet, war früher der größte Fleischesser, den ich kannte. Ohne das ich ihn „missioniert“ habe, hat er seine Ernährung selbstverantwortlich umgestellt. Auch er konnte sich vor wenigen Jahren wahrscheinlich noch nicht vorstellen, dass er „ohne Fleisch leben kann“ und das auch noch sehr gut. In jedem Menschen steckt früher oder später das Potential zur Erkenntnis, dass man nicht länger mitverantwortlich sein will, für das Töten und Misshandeln von Tieren.

Veganismus ist ganz sicher kein kurzlebiger „Trend“, sondern die Zukunft. Jeder muss seinen eigenen Weg dazu finden. Es hilft schon, wenn man seinen Konsum tierischer „Produkte“ reduziert. Wir sind fast alle nicht als Veganer geboren worden und haben früher Fleisch, Milch, Eier und Honig gegessen und Lederschuhe und Kleidung getragen. Es ist ein guter Anfang, den Konsum nach und nach zu reduzieren, vielleicht merkt dann die Eine oder der Andere, dass es eine riesige Vielfalt an Alternativen dazu gibt.

Auf den Spuren der Kelten zu Samhain

Wir hatten heute Mädelsnachmittag / Abend und waren bei einer geführten Wanderung mit Ritualen zum keltischen Jahresende. Es war wirklich toll und wir werden sicher noch mehr keltische Jahresfeiern mitfeiern.

Die Stimmung hatte etwas Mystisches. Wir räucherten weißen Salbei und verbrannten symbolisch das, was wir nicht mehr in unserem Leben haben wollen.

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Im Wald sangen wir zusammen:

Erde mein Körper
Wasser mein Blut
Luft mein Atem
Feuer meine Seele

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und zum Abschluss saßen wir noch um ein Lagerfeuer und sangen:

Feuerkind sing, Feuerkind tanz, Feuerkind ich bin Dein, Feuerkind sing, Feuerkind tanz, Feuerkind Du bist mein.
Licht ströme, Licht ströme, lass mein Feuerkind glühn

Es war wirklich ein sehr friedvoller, schöner Nachmittag im Wald. Wenn man lange in der Stadt lebt, weiß man so eine kleine Auszeit in der Natur erst richtig zu schätzen.