ein perfekter unperfekter Sommertag

Heute hatte es 25 Grad mit starker Bewölkung und leichtem Wind. Für die Meisten kein ideales Badewetter. Mir persönlich sind solche Tage viel lieber ,wie über 30 Grad, ohne dass ein Lüftchen weht, geschweige denn ein Wölkchen am Himmel zu sehen ist.

Bei „idealem“ Sommerwetter sind die Strände voll, oft mit Sixpacks (und damit meine ich jetzt keine definierten Muskeln…) und Grillgut. Laut grölend. Kinder die vom Steg aus ins Wasser pinkeln, ohne dass die daneben stehende Mutter etwas sagt (alles schon gesehen!).

Heute war es anders. Es waren allerhöchstens 20 Leute am See und es war sehr ruhig und friedlich. Das Wasser Badewannen-warm und klar. Ohne Sonnencremerückstände. Die Erwachsenen und Kinder lasen entweder, oder schwammen, hingen ihre Beine ins Wasser oder spielten am aufgeschütteten Kiesstrand. Alles sehr gechillt und entspannt. Ein perfekter Julitag am See:

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Wie treibe ich andere in den Wahnsinn?

letzte Woche war ich mit einer Freundin was trinken und orderte einen Erdbeer-Caipi beim Barkeeper. Ich muss dazu vorweg nehmen, dass ich allergisch auf Zitrusfrüchte reagiere. Die Bar war wie eine Limette gestaltet. Der Barkeeper war neu. Bei seinem Kollegen hatte ich schon mal vor ein paar Wochen einen Erdbeer-Caipi bestellt und ihn gebeten, den Limettensaft weg zu lassen, aufgrund meiner Allergie. Das war damals absolut kein Problem und der Barkeeper hatte volles Verständnis. Diesmal jedoch fühlte sich der gute Mann persönlich von mir angegriffen. Er sagte „Ich stehe hier in einer LIMETTE!!! und soll einen Cocktail ohne Limettensaft mixen???“. Ich erklärte ihm dann noch einmal, dass ich mir diese Allergie nicht ausgesucht habe. Ich wollte ihn damit nicht ärgern, aber genau so hatte er es aufgefasst, obwohl ich es nett und lieb erklärt hatte.

Das Konzept ist ausbaufähig. Nächstes Mal bestelle ich einen Erdbeer-Caipi ohne Erdbeersirup UND ohne Limettensaft. Oder ich bestelle einen Erdbeer-Caipi ohne Alkohol. Doch leider bin ich nicht skrupellos genug das durch zu ziehen und ich werde dort einfach gar nichts mehr bestellen, wenn besagter Herr arbeitet. Bei seinem netten Kollegen werde ich jederzeit wieder etwas bestellen.

vegane „Käsespätzle“ mit Gemüse – eine etwas abgewandelte Variante

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ok, Käsespätzle sind bei dem Wetter nicht gerade das ideale, leichte Sommeressen, aber die Spätzle waren schon ein paar Tage abgelaufen und mussten daher dringend gegessen werden. Um das Ganze doch etwas „sommerlicher“ zu gestalten, habe ich Zucchini und Paprika mit angeröstet. „Käse“ von Bedda. Spätzle weiss ich leider nimmer und ich habe die Verpackung schon weggeworfen.

Schon wieder aus alt mach neu:

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vor einigen Jahren hatte ich dieses T-Shirt gekauft, aber irgendwie stand mir der klassische T-Schnitt nicht.

Deshalb beschloss ich, es leicht zu modifizieren:

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ich schnitt die Ärmel weg, nahm die Spitzenborte eines Rockes, der mir eh nicht gefiel ab und nähte die Borte an das Oberteil. Säumte das Ganze und voilà:

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Endlich habe ich ein Top, das mir steht und gefällt. Die Botschaft ist auch klar: Schafe haben, wie alle anderen Tiere, das Recht auf ein gutes Leben.

Mecker Mecker Mimimi

Der Sommer ist zu bewölkt, zu regnerisch, zu windig, zu kühl. Letztes Jahr war er zu heiß, zu trocken, zu extrem.

Eine meiner Freundinnen hörte kürzlich, wie sich eine Gruppe von Leuten an einem Badesee ewig über den nicht vorhandenen, schlechten Sommer ausließ. Diese Menschen lagen dabei an einem warmen Sommertag an einem idyllisch gelegenen See. Sie beschwerten sich auch über das Schnattern der Enten und das Quaken der Frösche. Vermutlich störten auch die Sonnenstrahlen und die Vögel, die dort gerne ihre Bahnen fliegen.

Viele von uns haben den Kontakt zur Natur auch gänzlich verloren.

Ich kenne das von mir selbst. Als ich noch Vollzeit gearbeitet habe, stand ich um 5:30 morgens auf, fuhr kurz nach 6:00 zur Arbeit, kam um 17:00 nach Hause, wo dann noch Einkauf, Kochen und der Haushalt auf mich wartete, bis ich irgendwann gegen 22:00 müde ins Bett fiel. Bei so einem Leben bleibt keine Zeit für Spaziergänge in der Natur.  Die Jahreszeiten fliegen einfach so an einem vorbei. Man sitzt in einem klimatisierten Büro. Womöglich gibt es noch Sensoren für die Jalousien, die einen dazu zwingen selbst bei strahlendem Sonnenschein in einem abgedunkelten Büro mit Kunstlicht zu sitzen. Wenn dann der Feierabend endlich naht, begibt man sich ins klimatisierte Auto oder ein öffentliches Verkehrsmittel. Im Winter sieht man manchmal über Wochen kein richtiges Tageslicht. Man geht bei Dunkelheit zur Arbeit und kommt bei Dunkelheit nach Hause. Man erledigt alles automatisch und ist dann froh, einfach nur seine Ruhe zu haben. Dies läßt wenig Raum für Entfaltung und Kreatives.

Jemand der noch nie Vollzeit gearbeitet hat, kann es wahrscheinlich nicht nachvollziehen, wie sehr einem so ein Lebensstil Energie raubt. Ich persönlich möchte nie wieder Vollzeit arbeiten (zumindest nicht im konventionellem Sinn – Home Office bei freier Zeiteinteilung wäre wieder eine ganz andere Sache). Klar verdiene ich bei Teilzeit weniger Geld und dennoch habe ich so viel mehr. Ich erlebe die Jahreszeiten wieder bewußter. Ich genieße bewölkte Sommertage, die nicht zu heiß sind. Ich mag regnerische Herbsttage. Ich zehre von der Sonne, die mich wärmt. Ich schätze das angenehme Lüftchen. Ich habe „gestohlene Stunden“ nur für mich – nicht nur im Urlaub, sondern jede Woche. Eine Auszeit, die mir gut tut.

Wenn ich ab und an mal wieder eine Woche durcharbeiten muss, weil es die Arbeit verlangt, dann merke ich das sofort. ich bin dann wieder ausgelaugt und gestresst, weil es meine innere Balance stört.

Leider gibt es noch immer Arbeitsplätze, die einen dazu zwingen Vollzeit zu arbeiten, weil sie so schlecht bezahlt sind, dass man bei Teilzeit nicht über die Runden kommen würde, geschweige denn, eine Familie ernähren könnte. Oftmals reicht nichtmal ein Vollzeitjob und viele müssen sich noch Nebenjobs suchen.

Vielleicht tun wir den Leuten, die ständig über das Wetter meckern unrecht. Vermutlich sind sie nur so in ihrer Tretmühle gefangen, dass sie den Blick auf das Schöne verloren haben. Sie haben am Wochenende eventuell nur einen oder eineinhalb Tage frei und wenn dann das Wetter nicht den Erwartungen entspricht, sind sie enttäuscht. Jetzt, wo sie etwas entspannen könnten, macht ihnen die Natur auch noch einen Strich durch die Rechnung. Keine ersehnte Ruhe, sondern laut quakende Amphibien und kreischende Vögel. Ein kühler Wind, der das Badevergnügen trübt. Nicht jeder hat das Glück, sich öfters eine Auszeit zu gönnen und die Natur zu genießen. Es ist schon ein Privileg und ich bin dankbar dafür, dass ich nicht mehr 100% arbeiten muss. Das sollten wir im Hinterkopf behalten, wenn uns mal wieder Jemand begegnet, der über Kleinigkeiten meckert. Man steckt nicht in dessen Schuhen.

Leider haben nur sehr Wenige das unsägliche Glück, von dem leben zu können, das sie lieben. Dann fühlt es sich auch nicht wie Arbeit an. Wenn man das tut, was man von Herzen gerne tut und was einen erfüllt, dann graut einem auch nicht schon nach Feierabend vor dem nächsten Morgen, freitags vor dem kommenden Montag, oder schon zu Beginn des Urlaubs vor dessen Ende…