Adopt don’t shop

Wir haben ja in die letzten Wochen zwei Kater adoptiert. Unser Muffin kam am Donnerstag, 18. Februar von Palma de Mallorca nach Frankfurt geflogen. Weil unser kleiner rabiater Mann die Stofftragetasche zerlegt hatte, musste die Organisation (Cats Karma) noch eine stabile Transportbox besorgen. Der kleine Herr kam in den Frachtraum und wir bezahlten € 50,00 Cargo Aufschlag.

Die Flugpatin war so nett und brachte ihn zu einem Mitglied von Cats Karma in Frankfurt, die so unglaublich lieb war, ihn für uns aufzunehmen, bis wir nach Feierabend kamen um ihn abzuholen. Der Flug war um 15:05 in Frankfurt gelandet und wir holten den süssen Schatz um 18:00 Uhr ab und waren so gegen 20:30 Uhr Zuhause. Ich setzte mich zu ihm auf die Rückbank und streichelte ihn durch die Gitter der Box hindurch und schon nach 5 Minuten Fahrt rieb er vertrauensvoll sein Köpfchen an meiner Hand und schnurrte.

Zuhause angekommen versteckter er sich im Hobbyraum erst einmal hinter meiner Fotoleinwand, aber schon ab dem nächsten Tag folgte er mir auf Schritt und Tritt und so ist es noch immer.

Yoshi kam am 28.02. mit einem Sprinter aus Bulgarien. Wir holten ihn auf einem Parkplatz in der Nähe von Esslingen ab. Dort waren ungefähr 40 andere Leute, die ebenfalls ihre Adoptivkinder abholten. Es war dort nicht nur unsere Organisation (Wags his tail), sondern noch zig andere. Die Namen der Adoptivkinder wurden aufgerufen, man gab den Helfern der Orgas die Transportbox und zurück kam die Box gefüllt mit dem neuen Liebling. Die Helfer händigten uns noch den Impfpass aus und wir fuhren nach Hause. Wir mussten dann Yosi erst einmal Entflocken. Er war in einer Gitterbox mit Tiereinstreu transportiert worden und leider hatte sich dieses Streu stark in seinen langen Haaren verfangen. Als er halbwegs sauber war, versteckte er sich im Büro auf dem Bücherschrank. Er brauchte einige Tage, bis er den Rest des Hauses etwas erkundete.

Momentan klären die Katzen die Rangordnung. Orpheus juckt das Ganze gar nicht. Onya weisst die neuen Buben mit Backpfeifen in die Schranken, wenn sie es für angebracht hält und Muffin fängt eine Art Singsang an, wenn er Yoshi sieht, woraufhin Yoshi ihn anfaucht. Es wird aber täglich etwas besser und die Singsang-Fauch-Episoden finden nur noch 2-3x täglich statt.

Wir wollten eigentlich nur einen Schmusekumpel für Orpheus und hatten schon Ende Dezember für Yoshi angefragt, aber er war schon reserviert. Wir fanden daraufhin Muffin. Gerade als wir die Adoptionspapiere für Muffin unterschrieben hatten, fragte Wags his tail uns, ob wir noch an Yoshi interessiert wären, die Adoption wäre doch nicht zustande gekommen.

Wir nahmen das als Wink des Schicksals. Schließlich hatten wir bis Mitte letzten Jahres auch vier Katzen, so what. Wir adoptierten also Yoshi auch noch.

Momentan ist es so, dass noch keiner der beiden neuen Katzen Freundschaft mit Orpheus geschlossen hat, aber es ist ja auch noch keine Zeit.

Yoshi trinkt aus unseren Gläsern. Wir müssen nun unsere Getränke immer abdecken, wenn wir die kleine raue Zunge nicht in unserem Wasser haben wollen. Muffin schläft dafür genauso nachts auf meinen Beinen, wie es Gizmo getan hat. Exakt so. Meine Kniekehlen scheinen der tollste Schlafplatz der Welt zu sein.

Gerade findet wieder ein “Minnesang” des kleinen spanischen “Minnesängers” statt. Ich bilde mir ein, dass es schon etwas optimistischer klingt.

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