Weisswurstfrühstück und andere Bräuche

Heute bekamen wir von einer lieben Freundin eine Einladung zum Weisswurstfrühstück. Sie hätte uns natürlich etwas Veganes angeboten. Dennoch, wir haben die Einladung abgelehnt.

Vor einigen Jahren musste ich geschäftlich an einem Weisswurstfrühstück teilnehmen. Ich bekam auch damals eine vegane Alternative. Doch als ich die Kollegen die Würste essen sah, wie sie diese weiße Haut abzuzelten und ich den Geruch wahrnahm, wurde mir so übel, dass ich es gerade noch aufs WC schaffte um mich zu übergeben. Damals schwor ich mir: “Das gebe ich mir nie wieder”.

Es ist schon jeden Tag grausig genug, das Katzenfutter für unsere pelzigen Mitbewohner in die Näpfe zu füllen und da würgt es mich auch das eine oder andere mal, je nach Tagesform. Aber diese Würste sind nochmal eine andere Nummer.

Das erinnert mich an die Hausschlachtungen im Dorf, als ich ein Kind war. Wenn das bei meinen Großeltern “angesagt” war, wusste ich, dass ich viel viel viel später von der Schule nach Hause kommen würde. Der Gestank nach Tod war aber selbst am Abend noch so überwältigend, dass ich mich jedes Mal übergeben musste.

Es tut mir leid, ich kann an keinem Weisswurstfrühstück teilnehmen, an keiner Metzelsuppe und an keinem Spanferkelessen.

Wer mich nicht um jeden Preis auf den Tisch reihern sehen will, der versteht das.

 

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