Serienjunkie

Ich bin schon seit vielen Jahren bekennender Serien-Junkie.

Es fing an mit „Beverly Hills 90210“, ging über in „Melrose Place“ und mündete Jahre später in „Akte X“.

Diese Serien waren damals nur ein müder Abklatsch der wirklich guten. Wenn ich Wiederholungen dieser Serien anschaue, dann weiß ich, dass sie nicht mehr dem heutigen Zeitgeist entsprechen. Auch Serien, die ich vor ein paar Jahren heiß und innig liebte, passen nicht mehr so ganz in die heutige Zeit und sind schon jetzt fast nostalgisch. Dazu gehören „Ally McBeal”, „Dawson’s Creek”, „Buffy”, „Charmed”, „Special Unit 2”, „Roswell” und „O.C., California”.

Alles hat sich weiterentwickelt, und es entstanden erstklassige, anspruchsvolle Serien wie „Boston Legal“, „Desperate Housewives“, „Heroes“, „Eli Stone“ und „Dr. House“.

So wie meine Lebensbedingungen immer von bestimmten Liedern geprägt waren, so war es auch mit meinen Lieblingsserien. Ich hinterfragte den Sinn meines Lebens zusammen mit Ally McBeal, und das Ende meiner ersten Beziehung fand fast zur selben Zeit statt, als sich auch Joey gegen Dawson entschied. Ich jagte mit Buffy zusammen die Dämonen in meinem Leben und sah mich während meiner Singlezeit oft mit Trollen und seltsamen Gestalten konfrontiert, die den Fabelwesen in „Special Unit 2“ zum Verwechseln ähnlich sahen. Ich verliebte mich zeitgleich mit Seth Cohen und Summer Roberts und heiratete, als auch Bree Van de Kamp wieder heiratete.

Ich hoffe, dass Ted endlich die Muter seiner Kinder findet und  freue mich auf die nächste Staffel „Big Bang Theorie“ – dann ist das Leben wieder im Lot und es wird sich nerdhaft alles zum Guten wenden.

Es bleibt spannend!

Smokey Eyes

Es gibt Tage, da erwache ich, und mir sitzt schon morgens gründlich der Schalk im Nacken. So auch an einem Tag, an dem ich mit meiner Kollegin ausgemacht hatte, ihr und mir Smokey Eyes zu schminken.

Die Schminkanleitung war rasch aus dem Internet heruntergeladen. So wurden ungeniert in der Frühstückspause die Augen ausdrucksvoll betont.

Seltsam war, dass den meisten männlichen Kollegen die Verwandlung nicht einmal aufzufallen schien. Es war eigentlich nicht zu übersehen, weil wir ein wirklich sehr ausdrucksstarkes Abend-Augen-Make-up herausgesucht hatten.

So verbrachten wir den ganzen Tag mit tiefgrau geschminkten Augen bis hoch zu den Brauen, umrandet mit schwarzem Kajal und Eyeliner, die Wimpern getuscht mit rabenschwarzer Mascara.

Wir fanden solchen Gefallen daran, dass wir das Ganze am nächsten Tag noch toppten und die Smokey Eyes noch stärker ausprägten als am Tag zuvor. Ich erinnerte an diesem Tag etwas an einen Pandabären, was meiner Laune und der Stimmung im Büro nicht den geringsten Abbruch tat.

Wieder einmal war das Leben sorglos, bunt und granatenstark: „Volle Kanne, Hoschi!“, wie Keanu Reeves immer in „Bill und Teds verrückte Reise durch die Zeit“ zu sagen pflegte.

Das Leben ist zu kurz um sich immer an das zu halten, was man macht und was man tun und lassen sollte.

Jeder sollte immer das tun, wonach ihm/ihr gerade ist, ohne Rücksicht auf Konventionen und anerzogene Weltbilder. Niemand sollte sich je einreden lassen, dass man bestimmte Sachen an einem bestimmten Ort oder ab einem bestimmten Alter nicht mehr tun sollte oder was auch immer. Ein Minirock ist zum Beispiel typabhängig. Ich ärgere mich oft über Aussagen wie: „Ab einem bestimmten Alter sollte man keine kurzen Röcke mehr tragen.“ An einer über 40jährigen Elle Macpherson sehen kurze Röcke mit Sicherheit millionenfach besser aus als an so mancher Minderjährigen, die es figurtechnisch oder vom Typ her eher vermeiden sollte, kurze Röcke zu tragen. Lange Haare sind dasselbe Thema. Wo steht geschrieben, dass Frauen ab spätestens Mitte dreißig am besten nur noch mit einem „pflegeleichten“ Hausfrauenschnitt herumlaufen müssen? Wieso sollte man sich in der Frühstückspause keine Smokey Eyes schminken, wenn einem gerade danach ist? Warum sollte man nach seiner Teenagerzeit kein Skateboard mehr fahren dürfen? Jeder muss selber wissen, was gut und richtig ist.

Jeder sollte sich viel öfter die Freiheit nehmen, darauf zu pfeifen, was man machen sollte und was nicht!

Jeder sollte sich öfter „Smokey Eyes“-Tage gönnen! ’cause this life is too short, um es mit langweiligem, angepasstem Verhalten zu verbringen.

Die größte Herausforderung im Leben ist vielleicht die, dass man anderen sein eigenes Weltbild nicht versucht aufzuzwängen.

Nix

Ich habe mal einen tollen Witz von einem Kumpel geschickt bekommen. Einer sitzt da und der andere fragt ihn “was machst Du?”, “nix”, “aber das hast Du Doch gestern schon gemacht”, “bin halt nicht ferig geworden” :-).Auch ich habe mir vorgenommen, dieses Wochenende nx zu machen und ich bin heute auch nicht fertig damit geworden.Oder wie es Ferris in “Ferris macht blau” sagt: man sollte öfters mal inne halten.

 

Alpträume

Ich werde seit Wochen / Monaten von immer denselben Alpträumen geplagt, aber nun kam noch ein neuer dazu:

Ich träumte, dass ich im Urlaub bin. An einem paradisischen Ort in der Südsee. So ein richtiges Postkartenidyll. Doch auf einmal war alles verschwunden, das Hotel und alles und ich war alleine in einer Art Dschungel, der aber nun eher aussah wie ein Alpenpanorama.

Ich lief zum Strand, aber dort lagen überall im Wasser “Leichen” aus Holz geschnitzt zur Warnung. Als ich den Weg zum Hotel suchte, lagen überall auf dem Weg tote Katzen. Ich bin dann irgendwann schweißgebadet aufgewacht und habe mich davor gefürchtet weiter zu schlafen, für den Fall, dass der Traum weiter ging.

Dagegen sind die anderen, immer wiederkehrenden Träume beinahe harmlos. Ich träume entweder, dass ich ein ganz wichtiges Dokument brauche, ohne das ich aufgeschmissen bin, aber ich kann es nicht finden, oder dass ich ein lebensrettendes Medikament brauche, aber nicht finden kann, oder Variante 3, dass ich ein extrem teures Schmuckstück oder ganz viel Geld nicht finden kann.

Eigentlich bin ich ja glücklich. Ich habe mehr als die Meisten… doch trotzdem fehlt etwas Wesentliches in meinem Leben. Etwas, was mir Sinn gibt.

 

 

 

Bilder von unserem süssen Patenkind

IMG_5683IMG_5088IMG_5062IMG_5087 hier nochmal ein paar Eindrücke von unserem wunderschönen Patenkind Giovanni

Bald ist Weihnachtszeit und es flattern wieder viele Spendenanfragen ins Haus. Flyer mit mitleideregenden Tieren oder Kindern, die Hilfe brauchen. Am liebsten würde ich allen helfen, aber ich bin leider auch keine Millionärin. Man kann aber auch im Kleinen helfen und sei es auch nur mit einer Patenschaft für ein Tier.

Ich kann jedem nur empfehlen, eine Patenschaft zu übernehmen. Wenn man das Patenkind dann noch selber persönlich kennen lernt, dann ist das 1000x erfüllender, als irgend ein Gegenstand, den man sich mit dem Geld gekauft hätte. Das Geld ist um so vieles besser angelegt, als für etwas seelenloses, was einem vielleicht eh schon bald nicht mehr gefällt. Wer etwas für seine Seele tun will, dem ist eine Patenschaft zur Unterstützung eines Tierheims oder Gnadenhofes zu empfehlen. Man bekommt so viel zurück.

“Unser” Giovanni ist, wie alle Tiere auf dem Eulhof, total verschmust, lieb und zutraulich. Er hat sich mich quasi ausgesucht. Als wir den Eulhof zum ersten Mal besucht haben, hat er sich sogleich mit dem Kopf an mein Bein gekuschelt und auch ich hatte ihn sofort lieb. Alle Tiere dort sind so liebenswert.

Wenn Ihr also noch ein Weihnachtsgeschenk für Euch selber sucht (oder jemand dem Ihr was Gutes tun wollt), was Euch mit Sicherheit gut tut und was Ihr garantiert nicht umtauschen müsst, dann seit Ihr mit einer Patenschaft eines dieser wundervollen Geschöpfe auf dem Eulhof sicher sehr gut beraten.