Guardians of the Galaxy

Gestern waren wir im Kino und schauten uns den zweiten Teil von Guardians of the Galaxy an. Der kleine Gruuut ist echt klasse.

Teil 1 hat mir allerdings einen ticken besser gefallen, aber der zweite Teil ist trotzdem sehr empfehlenswert.

Ich will hier nicht zu sehr spoilern, aber „The Dude“ – The Big Lebowski – Darsteller Jeff Bridges ist diesmal in einer recht zwielichtigen Rolle zu sehen.

Solides Popcorn-Kino!

 

Was ist das Leben einer Ente wert?

Die Geschichte, die ich jetzt erzähle, hat sich schon am Wochenende ereignet. Sie hat mir emotional so zu gesetzt, dass ich erst heute darüber schreiben kann.

Am Sonntag fuhren wir von einer Familienfeier nach Hause und fanden eine offensichtlich verletzte Ente mitten auf der Straße sitzend. Der Ort, wo wir die Ente fanden, ist ein kleiner Weiler mit nur wenigen Häusern, wie es sie im ländlichen Süddeutschland recht häufig gibt.

Die Autos vor uns fuhren um die Ente herum, aber keiner ausser uns hielt an. Als ich ausstieg und das Entlein auf den Arm nahm, fuhren die Autos langsam an uns vorbei und schauten neugierig, was ich da mache.

Ich lief auf das Haus zu, vor dem wir das Unfallopfer gefunden hatten. Sie blutete und es sah aus, als ob ihr ein Organ hinten aus dem Körper heraushängen würde. Sie war schwer verletzt, das sahen wir sofort. Es war leider niemand Zuhause und ich setzte das federleichte Wesen vorsichtig auf den Rasen vor dem Haus. Sie gab kein Geräusch von sich, bewegte sich auch kaum. Nur den Kopf streckte sie noch tapfer nach oben.

Mein Mann hatte inzwischen einen Mann und eine Frau gefunden, die auf dem Hof ihre Pferde untergestellt haben. Ich hatte in der Zwischenzeit versucht, herauszufinden, welcher Tierarzt an Ostern Notdienst hat. Wurde jedoch nicht fündig.

Wir zeigten den Beiden das verletzte Tier und fragten, ob sie wüssten, zu wem sie gehört. Die Frau kannte tatsächlich die Familie und rief sie gleich per Handy an und informierte sie über den Unfall. Der Mann fragte mich, was ich jetzt vor hätte und ich sagte, dass ich die Ente zum Tierarzt bringen will. Darauf sagte er „Das ist doch rausgeschmissenes Geld, die wird eh nimmer. Die ist überfahren worden. Das rentiert sich doch nicht, die behandeln zu lassen“. Ich sagte ihm „Das sehe ich anders!“

Genau daran krankt unsere Gesellschaft! Es „rentiert“ sich nicht, ein Leben zu retten. Die Behandlung der Ente würde den „Warenwert“ bei weitem übersteigen. Ich denke jedoch, dass jedes Leben zählt und viel mehr wert ist als Geld!

Das Entlein hat leider nicht überlebt. Ich fühle mich hilflos, weil ich ihr nicht helfen konnte. Die Familie, wo sie lebte, sind sehr tierliebe Menschen. Vermutlich vermissen Sie die Kleine. Sie kennen bestimmt alle ihre Enten mit Namen. Vielleicht haben sie sie beerdigt. Es war ein Unfall und niemand von uns konnte etwas dagegen tun. Ich hoffe, dass das Entlein geliebt wurde. Mit Sicherheit hatte sie ein Leben in Freiheit, auch wenn ihr diese zum Verhängnis wurde.

Wie ich Veganerin wurde

ich hab`s vermutlich schon mal irgendwo erzählt, aber hier nochmals die Geschichte, wie ich Veganerin wurde:

Vegetarierin war ich schon seit ich ungefähr 20 Jahre alt war. Dazu bewogen, vegan zu werden, hat mich ein skurriler Vorfall. Ich war mit Freunden auf einer Veranstaltung und ein alter Mann mit Seehundbart setzte sich neben meine Freunde und mich. Obwohl der Tisch eigentlich mit unserer Clique besetzt war, nahm er einen Stuhl von einem anderen Tisch und setzte sich an das Kopfende unseres Tisches.
Er war schwer angetrunken und lallte unter hysterischem Kichern irgendwas, das sich anhörte wie „Die geschredderten Küken haben wir einfach untergeäckert auf dem Acker von meinem Kumpel. Dann waren wir das Zeug los. Da kommt keiner drauf, wir sind so schlau. Das wenn der Gesundheitsminister wüsste höhöhöhöhö – wir haben alle ausgetrickst und haben auch noch guten Dünger hähähähähä“.
 
Wir alle hielten ihn für einen verwirrten alten Mann, dennoch lies mir die absurde Story keine Ruhe. Deshalb googelte ich nach getöteten Küken und fand heraus, dass die Männlichen tatsächlich geschreddert oder vergast werden, sowie sie aus dem Ei geschlüpft sind. Ab da aß ich nichts mehr mit Eiern, weil ich an dieser Grausamkeit nicht mehr mit beteiligt sein wollte. Das war vor circa 10 Jahren. Milchprodukte ass ich zu dem Zeitpunkt allerdings noch. Erst als ich ungefähr vier Jahre später eine Reportage sah, die zeigte, dass die Kälbchen den Müttern weg genommen werden und in sogenannte Iglus gesperrt werden, nur damit die Menschen die Milch trinken können, die für die Kälbchen bestimmt ist, hörte ich auch damit auf.
Lederzeugs hatte ich schon seit ungefähr Anfang der 90er Jahre nicht mehr. Alles mit Gelatine mied ich auch schon sehr lange. Honig mochte ich noch nie und Kosmetik kaufte ich auch schon Mitte der 90er Jahre vegan. Damals noch von Beauty without Cruelty aus England.
Ich vermisse nichts und bereuen tue ich nur, dass ich nicht schon früher erkannt habe, dass ein veganes Leben besser ist. Besser für die Tiere, besser für die Umwelt, besser für uns Alle.
 
Manchmal kommt sogar etwas Gutes dabei raus, wenn man von einem besoffenen alten Typen ungefragt vollgelabbert wird!
 
 

Lammbraten zu Ostern

Heute habe ich auf Facebook eine ehemalige Kollegin de-abonniert, weil sie stolz ihren ach so leckeren Lammbraten gepostet hat.

Manchmal habe ich einfach keine Kraft mehr, mir das an zu sehen. Ich bin es leid.

Genauso leid wie die geistreichen Sprüche, die man immer wieder hört – über Jahrzehnte: „Die werden doch so oder so geschlachtet“, „Die werden doch extra dafür gezüchtet“, „Das Fleisch ist so zart“, „Wenn wir sie nicht fressen, fressen sie uns“, „Das haben wir immer schon so gemacht“…etcetcetc… zum Kotzen!