Brillenschlange

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Heute gibt es glaub eine Premiere. Ein Bild von mir, total ungeschminkt außer Wimperntusche und mit Brille. Der Rotstich in den Haaren kommt von dem Fliederfarbenen Schirm.

Ich trug viele Jahre Kontaktlinsen und liebte sie sehr. Doch ich darf sie aufgrund von Bindehautproblemen leider nicht mehr tragen und so musste ich eitles Stück mich an die Brille gewöhnen. Auch nach 3 Jahren konnte ich mich noch nicht so ganz mit meinem Brillenspiegelbild anfreunden und finde mich ohne hübscher, aber es ist besser geworden. Zu anfangs lief ich immer maulwurfmässig durch die Gegend, wenn ich am Wochenende aus ging, weil ich mich mit Brille nicht gut fühlte. Doch diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Nur manchmal noch setze ich meine Brille ab, um mich „schöner“ zu fühlen. Das sind schwache Momente. Aber ich bin nur ein stinknormaler Mensch mit all seinen Schwächen und ab und an darf ich eitel sein, schwach sein, was Blödes tun.

Peinlichkeiten

irgendein schlauer Mensch hat mal gesagt, dass es ein guter Charakterzug ist, wenn man über sich selber lachen kann.  Das kann ich glaub ganz gut. Ich zähle hier mal ein paar peinliche Begebenheiten auf:

als ich noch als Übersetzerin arbeitete, hatte ich mal einen echt netten Azubi. Wir lachten viel in der Zeit, als er in meiner Abteilung war und verstanden uns ganz gut. Es war selbstverständlich rein platonisch. Er wollte nichts von mir und ich auch nichts von ihm. Es war einfach nur eine verdammt lustige Zeit. Die Auszubildenden mussten mehrere Abteilungen passieren in den 3 Jahren ihrer Ausbildungszeit. Als er dann nach 3 Monaten versetzt wurde, hatten wir nur noch selten Kontakt. Es vergingen Jahre. Wir sahen uns ab und an auf dem Flur oder in der Kaffeeküche und jedesmal lachten wir wieder über die Zeit damals, als er in meiner Abteilung war. Jedenfalls wurde er aus nie näher spezifizierten Gründen recht kurzfristig entlassen und schrieb ein Abschiedsmail an den gesamten Konzern (circa 1500 Leute). Ich Volldepp kam ausversehen auf „allen antworten“ und schrieb ihm, wie schade ich es finden würde, dass er gehen muss, aber dass seine Ausbildungszeit bei mir eine echt schöne Zeit gewesen wäre. Zum krönenden Abschluss schrieb ich noch meine Handynummer darunter und den Satz, dass wir so in Kontakt bleiben können.

Ich bemerkte meinen Fauxpas erst, als ich merkwürdige Emails aus aller Welt bekam wie etwa „endlich habe ich Deine Handynummer“, „so ein schönes Abschiedsschreiben möchte ich auch bekommen, wenn ich entlassen werde“, „ist Dir das jetzt peinlich?“. Naja, es gibt Schlimmeres und der Inhalt der Email war ziemlich harmlos, aber nach ein paar Tagen änderte ich meine Handynummer – besser war das.

Ich lästerte in der Trennungsphase von meinem Exfreund mal volle Kanne über selbigen per SMS und wollte es meiner Cousine schicken, aber ich schickte die SMS direkt an ihn… laaallaaaallaaaaa nun, sagen wir es so, es hat die Trennungsphase nicht gerade entschleunigt.

Ich ging mal mit rosa Plüschhausschuhen aus dem Haus und merkte es erst, als meine Cousine und ich direkt vor dem Club parkten, in den wir gehen wollten.

Ein andermal verwechselte ich meine Kontaktlinsen (links +6, rechts +2,75) und wunderte mich über das neblige Wetter. Ich merkte erst, was Sache ist, als es im Gebäude auch noch „neblig“ war.

Neue blaue Schlupfstiefel. Ich morgens total müde und verpeilt. Den Linken rechts angezogen und umgedreht. Sah aus wie Clownsschuhe… wunderte mich noch, warum die auf einmal so unbequem waren… bis meine Kollegin schallend zu lachen anfing.

Nach 4 Tagen Dauerfeiern auf einem Volksfest musste ich Dienstag wieder arbeiten und war total müde. Es war 7:15 als ich auf meinem Bürostuhl einnickte und ich erwachte peinlicherweise  erst eine Stunde später wieder von meinem eigenen Schnarchen.

Ich habe sehr lange Beine. Manche würden sie Stelzen nennen. Auf diesen Stelzen kann ich mehr schelcht als recht elegant laufen. Ich stakse eher daher wie ein Storch. Deshalb ist mein Spitzname ja auch – je nach Kleidung – Flamingo, Storch, Kranich, Graureiher. Jedenfalls hatte ich rosa Sandalen an, rosa Shorts, rosa Top, rosa Handtasche (und ja, ich fand und finde das verdammt gut). Ich lief im Park an einer Gruppe Punks vorbei, die auf einer Parkbank saßen. Einer johlte laut „schaut mal, ein echter Flamingo, hier in dieser Klimazone“, die Anderen stimmten ein nicht enden wollendes Gelächter an. Ich muss zugeben, ich hatte es mit dem Outfit herausgefordert.

 

 

 

Autark

ich habe mir vorgenommen, von den meisten Dienstleistungen unabhängig zu werden. Bei der Kosmetikerin war ich erst 2x in meinem Leben und es hat mir nicht gefallen. Mache ich selber und besser. Maniküre, Pediküre ebenso. Seit einiger Zeit schneide und färbe ich ja nun auch meine Haare selber. Bei sehr langem Haar macht das im Jahr eine Ersparnis von circa 400€. Das reicht für einen schönen Kurzurlaub, oder sonst irgendwas Schönes.

Heute habe ich meine Stufen noch etwas mehr geschnitten. Das Ergebnis seht Ihr hier:

 

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Unsicherheiten

es gibt Tage, da weiss ich, wer ich bin und das alles ok ist mit mir. Doch dann gibt es wieder Tage, wo ich unsicher bin. Gestern war wieder so ein Abend. Ich war auf dem Geburtstag einer Freundin eingeladen, wo ich mit Abstand die Älteste war. Ich dachte dann „hoffentlich merken die nicht, dass ich so viel älter bin“. Aber vermutlich ist das auch total egal. Alter ist so relativ. Ich bin seit Jahren 28 und werde nicht älter. Ich fühle mich nicht so, wie ich es laut meinem Personalausweis sein sollte. Aber wer sagt denn wie man in einem bestimmten Alter sein sollte? Ab Mitte 20 sollte man dies und das schon erreicht haben. Ab 30 kommt dann die Familienplanung, ab 40 ist das Leben dann eh schon fast vorbei und ab 50 wird man unsichtbar. Jaja, so ist das nun mal, so war es schon immer, so wird es immer sein. Bullshit!

Wenn ich mich bis an mein Lebenslende wie 28 fühlen will, dann fühl ich mich halt so. Wenn ich mir Zöpfe wie Pippy Langstrumpf machen will, dann mach ich das und basta. Einfach nicht immer so viel nachdenken.

selbstgemalte Bilder und eine selbstgeklebte Collage

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Diese Collage habe ich vor ein paar Jahren mal angefangen und sie wird ständig erweitert. Noch ein paar Plätze sind frei. Manches wird auch wieder überklebt. Sie verändert sich im Laufe der Zeit, angepasst an meine Sehnsüchte, Träume, Wünsche, oder einfach nur Krimskrams, den ich gut finde. Das Katzenbild hängt in unserem Kinderzimmer. Ich habe es, inspiriert von einem richtigen Gemälde, mit Wasserfarben gemalt. Ein paar Freunde von mir finden es scheuslich und kindisch. Mir gefällt es. Das Bild mit den chinesischen Schriftzeichen entstand durch mehrere Schichten Wasserfarben. Ob das was ich „künstlerisch gestalte“ Anderen gefällt oder nicht ist mir offen gesagt schnurz. Mir gefällt es 🙂