
Ein Zeichen der Hoffnung
hat meine Freundin Anna gestern fotografiert und mir für meine Sammlung gesendet:

Bin ich seltsam und schrullig?
vermutlich bin ich das. Immer wieder fällt mir auf, dass ich Dinge oder Situationen nicht mag, die andere Menschen in Verzückung versetzen:
- ich kann Blumensträuße nicht leiden. Ich mag Blumen auf der Wiese oder im Garten, aber keine Schnittblumen. Ich finde, das „Gestrüpp“ hat etwas Morbides an sich.
- ich gehe nicht gerne zu IKEA. Ich mag das echt gar nicht. Muss ich nicht haben. Man kann sich von dort auch Krimskrams liefern lassen, oder von Freunden (die dort gerne hin gehen) etwas mitbringen lassen.
- ich mag Einkaufscenter nicht wirklich. Generell sind mir große Menschenansammlungen suspekt.
- ich mag keine typischen „Frauenfilme“. Schlaflos in Seattle, Email für Dich, Jenseits von Afrika, der englische Patient, in den Schuhen meiner Schwester etcetcetc… ein Graus! Ich glaube, ich habe einen fast „männlichen“ Filmgeschmack. Ich mag Iron Man (alleine schon wegen Robert Downey jun.), die meisten Quentin Tarantino Filme (außer „The hateful 8“, der hat mir überhaupt nicht gefallen). Ich mag Science Fiction, aber Fantasy nur bedingt und ich mag tatsächlich so Klamauk-Flime wie Tucker and Dale vs Evil.
- Schuhe kaufen ist total anstrengend und ein notwendiges Übel. Schuhe müssen mir gut gefallen, bequem sein, vegan sein und dürfen keine hohen Absätze haben. Erstens stakse ich auf hohen Haken wie ein Storch und zweitens bin ich dann ratzfatz die Zweimeterfrau. Ok, das ist übertrieben, aber ich möchte auch nicht über 1,80m groß sein und das bin ich schon mit über 4cm hohen Absätzen.
- ich mag keine Kosmetikanwendungen oder Massagen von mir unbekannten Personen. Ich mag es echt nicht, wenn mir fremde Leute im Gesicht herumfingern. Nichts gegen die Leute, sie können absolut nichts dafür, ich mag es schlicht und einfach nicht. Wenn eine befreundete Visagistin mich schminkt ist das was Anderes. Das mag ich ganz gerne. Nur eben nicht von Fremden.
- ich gehe nicht gerne zum Friseur. Viele Frauen freuen sich immer auf ihren Friseurbesuch. Auch das ist für mich eher ein Muss und ich zögere es raus, solange es geht. Bei meinen überlangen Haaren muss ich zum Glück nicht sehr oft zum Friseur. 2-3x im Jahr reichen vollkommen aus. Das ist meinen „Traumas“ mit früheren Friseurinnen geschuldet. Ich habe noch immer Panik, dass mir jemand meine langen Haare wieder abschneiden könnte.
- ich kann Musicals echt rein gar nichts Schönes abgewinnen. Das ist absolut nicht meine Welt.
Ja, vermutlich bin ich wirklich etwas anders, verschroben, nicht der Norm entsprechend. Die Welt wäre gähnend langweilig, wenn wir alle das Gleiche mögen würden.
Antipasti und Salat an einem heißen Sommertag im September


Halbmond

vegane Pina Colada

Etwas Ananassaft, Sojasahne und Kokosmilch mit einem guten Schuß Rum mixen und fertig ist die Pina Colada.

Neulich im Biergarten
bekam ein weitläufiger Bekannter mit, dass ich vegan lebe. Daraufhin sagte er das, was mich reich machen würde, wenn ich jedesmal Geld bekäme, wenn ich es höre: „Aber ich habe von einer Familie gelesen, dessen Kind vegan ernährt wurde und das ist fast gestorben“.
Ja klar, die Medien picken sich gezielt immer solche Extremfälle heraus. Wieviele Kinder von Omnis mangelernährt sind, interessiert auch nur im Ernstfall. Dann wird auch das groß aufgebauscht. Von den vielen dicken Kindern, die einfach falsch und einseitig ernährt werden, redet kaum einer. Ich schätze mal, dass in allen Industriestaaten Millionnen von Kinder mit Fertigfraß vollgestopft werden. Darum schert sich keiner. Sind ja keine Veganer…
Ich persönlich kenne 6 Kinder, die vegan ernährt werden und das sind alle miteinander richtige Wonneproppen. Die Eltern beschäftigen sich aber auch mit der Ernährung und schauen, dass die Kinder alles bekommen, was sie brauchen.
Es ist „normal“, Kinder mit der Muttermilch einer anderen Spezies zu füttern, oder mit „Gläsern“ von sehr bekannten Produzenten von „Kindernahrung“. Das wird als „gesund und gut“ angesehen. Noch immer gibt es – wie zu meiner Kindheit schon – die Initiative „Schulmilch“, obwohl circa 80% der Weltbevölkerung an einer Laktoseintoleranz „leiden“. Das ist nichts „Neues“, sondern schon die Menschen im Altertum beschrieben diese Unverträglichkeit.
Gestern habe ich aber auch etwas erfahren, was mich hoffen lässt: Eine Realschullehrerin erzählte mir, dass viele Kinder es inzwischen aus Gewissensgründen ablehnen, Schulausflüge in Zoos oder Delphinarien zu machen.Wenn sich schon 7t Klässler Gedanken machen, gibt es noch Hoffnung.
Sonnenaufgang – frühes Aufstehen lohnt sich manchmal sogar für „Eulen“


Zauberhaftes am Morgen
Manchmal spiele ich morgens mit meiner ältesten Tochter „Fange und Verstecken“. Ich merke immer an der Art, wie sie rennt – oder besser gesagt:galoppiert – dass sie in Spiellaune ist. Sie springt an solchen Tagen immer den Flur entlang wie ein junger Rehbock.
In diesen Augenblicken geht mir das Herz auf! Wenn ich dann zu ihr sage „versteck Dich, damit ich Dich suchen kann“ versteckt sie sich sofort. Erst kürzlich hat sie sich hinter der Wäschetruhe versteckt. Ich sah, wo sie hinsprang, aber ich tat natürlich eine Weile so, als würde ich sie suchen. Immer wenn ich sie „gefunden“ habe, springt sie davon und ich muss sie fangen. Wir rennen ungefähr eine halbe Stunde durch`s Haus, was grundsätzlich damit endet, dass ich total außer Atem bin und sie gerade warm gelaufen ist.
Heute Morgen ging es mir ähnlich mit der Nachbarskatze. Sie sprang mir freudig entgegen. Das war unglaublich drollig. Ein wunderschöner Anblick. Wie sie sich freute mich zu sehen. Wenn die Nachbarn mich heute morgen gehört haben, sind sie vermutlich endgültig überzeugt, dass ich ein gewaltiges Rad ab habe. Ich habe mich lange und liebevoll mit der Kleinen unterhalten und sie hat mir maunzenderweise geantwortet.
Ich fürchte, ich war in meiner letzten Inkarnation eine Katze und ich habe noch eine vage Ahnung, was das für ein Leben war. Das würde so einiges erklären.

Mittagessen vom 30. August 2016
