Fleisch aus eigener Produktion

gestern sah ich wieder ein Schild, das ich so oder ähnlich schon sehr oft sah „unser Fleisch ist aus eigener Produktion“.

Es stand vor einem Döner Stand. Ich sah es aber auch schon vor Metzgereien oder kleineren Fast-Food-Laden.

Ja wirklich? Aus eigener Produktion? Wurde das Fleisch aus den Rippen der Standinhaber geschnitten und auf einen Spieß geklebt? Oder wurde der Bauchspeckgürtel des dicken Metzgers chirurgisch entfernt und daraus wurde Wurst gemacht?

 

10 Gründe warum ich vegan lebe

1. Ich möchte nicht, dass für mich ein Tier ausgebeutet und getötet wird. Das kann ich schlicht und einfach nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.

2. Jedes Tier hat meiner Meinung nach das gleiche Recht auf ein gutes Leben, wie wir Menschen auch.

3. Ich will nicht daran beteiligt sein, dass Tiere in engen Ställen ohne Tageslicht dahin vegetieren müssen.

4. Ich will nicht am Mord von Tierkindern (und das sind sie in den allermeisten Fällen) beteiligt sein.

5. Ebenso wenig möchte ich daran beteiligt sein, dass den Müttern ihre Kinder gleich nach der Geburt entrissen werden, nur damit sich Menschen die für ihn krankmachende Muttermilch einer anderen Spezies nehmen kann.

6. Genauso ist es für mich absolut inakzeptabel, dass die männlichen Küken gleich nach der Geburt grausam getötet werden.

7. Tiere dürfen gesetzlich nicht länger als Sachen behandelt werden.

8. Ich bin davon überzeugt, dass Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Bluthochdruck etc signifikant zurückgehen würden, wenn sich alle Menschen vegan ernähren würden.

9. Der Wasserverbrauch zur „Herstellung“ von Fleisch ist immens.

10. Der „Konsum“ tierischer Produkte ist ethisch verwerflich. Es war allerhöchstens in der Steinzeit noch vertretbar, als das Leben davon abhing, aber heute ganz sicher nicht mehr.

This too shall pass

ist das neue Mantra von einer meiner Freundinnen und mir. Als wir am Samstag am See waren, legte sich ein Mädchen direkt vor uns auf ihr Handtuch und drehte uns den Rücken zu. Jetzt ratet mal, was sie für ein Tattoo hatte? Richtig! This too shall pass in schön geschwungenen Lettern und daneben ein Phönix. Wie ein Wink mit dem Zaunpfahl.

Wenn wieder der Dummgedankenkreisel zuschlägt, oder man an bestimmten Situationen beinahe verzweifelt, dann hilft tief einatmen und sich der Gewissheit bewusst werden „Auch das wird vorüber gehen“.

Üble Gedanken

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Die gesamte letzte Woche war ziemlich gechillt und ich hatte „einen Lauf“. Montag war voll relaxt, Dienstag war ich mit meiner Mutter beim Arzt und wir bekamen eine recht harmlose Diagnose über die wir sehr glücklich sind. Am Mittwoch hatte ich einen total schönen und lustigen Abend mit einer Freundin im Freibad, Donnerstag mit einer anderen Freundin im Biergarten. Freitag war ich mit Mann und Freunden auf einem Sommernachtsfest. Es war echt voll witzig und einfach nur toll. Samstag war ich mit Freunden an einem See und wir schwammen im Badewannen-warmen Wasser und speisten unser selbst mitgebrachtes köstliches veganes Essen.

Um 18 Uhr war ich Zuhause und legte mich noch etwas ins Bett, bevor es zur nächsten Party weiter ging. Kaum lag ich dort, kuschelten sich meine 4 Katzen an mich und beschmusten mich. So lag ich da und fühlte mich rundum pudelwohl und glücklich.

Doch dann aus heiterem Himmel überkam mich schlagartig das üble Gefühl, „Wie kannst Du so glücklich sein, wenn Deine beste Freundin erst vor 4 Monaten gestorben ist. Du hast kein Recht dazu, so glücklich zu sein“. Dieses Gefühl war so abscheulich, wie es übermächtig war. Tief in mir drin weiss ich schon, dass sich meine beste Freundin nichts anderes für mich wünscht, als das ich glücklich bin und mein Papa sowieso.

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Der Tod meiner besten Freundin

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Vor 4 Monaten starb meine beste Freundin. Sie hatte Krebs. Zuerst sah alles ganz gut aus, doch dann vertrug sie die Therapien immer weniger und seit Dezember hatte sie kaum mehr Lebensqualität.

Als man dann sah, dass es zu Ende ging, war ich lange mit ihr alleine. Sie war anscheinend nicht mehr bei Bewusstsein, aber ich glaube schon, dass sie wusste, das ich da war.

Sie lag in dem Krankenhausbett und atmete schwer. Ihre Organe versagten langsam, das spürte man.

Ich saß daneben und hielt ihre Hand so, dass meine darunter lag und ihre darüber. Ich wollte nicht, dass sie das Gefühl gehabt hätte, dass ich sie hier fest halten würde.

Ich streichelte immer wieder ihre Hand und ihr Gesicht.

Als sie noch schwerer atmete, wollte ich kurz aufstehen und die Schwester fragen, ob sie ein Schmerzmittel bräuchte, doch sie hielt meine Hand fest. Sie wollte nicht, dass ich weg gehe. Ich klingelte dann nach der Schwester und eine der ganz netten, die ich in den 2 Monaten auf der Palliativ-Station kennen lernen durfte, kam zu mir. Sie setzte sich auf die andere Seite und streichelte die andere Hand meiner Freundin. So saßen wir da und hörten eine Weile dem schweren Atem zu. Auf einmal sagte die Schwester „bitte erzählen Sie mir, wie Sie sich kennen gelernt haben und wie Ihre Freundin war, bevor sie krank wurde“.

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Glück ist wichtiger als Geld

Eine Freundin von mir hatte diese Woche einen Banktermin.

Die konservativen Herren fragten sie, warum sie kein höheres Monatseinkommen hätte und sie antwortete wahrheitsgemäß „weil mir Glück wichtiger ist als Geld“.

Die Bankmenschen waren regelrecht schockiert von dieser Aussage. Ihnen fielen die Kinnladen runter!

Ja, Glück IST wichtiger als Geld. So viel wichtiger. Irgendwann wird jeder Mensch erkennen, dass man Geld und materielle Güter nicht mitnehmen kann, wenn das Leben hier zu Ende geht. Es sind nur Dinge. Nichts was wirklich zählt.

Wie viel mehr wert ist sinnvoll verbrachte Lebenszeit, die uns glücklich macht. Milliardenfach!

Geld mag die Welt regieren, aber in Wirklichkeit sind es die kleinen Dinge, die zählen. Ein witziger Abend mit einer Freundin, wo man über Existenzielles spricht und herumalbert und einfach nur man selbst ist.

Was nützt einem eine „Karriere“, wenn sie uns die Zeit raubt, für das, was wirklich wichtig ist im Leben und das ist NICHT Geld.

Klar, wir brauchen Geld in der jetzigen Gesellschaft zum überleben, aber es ist nicht das, was uns glücklich macht. Es ist nur ein Hilfsmittel. Nicht um uns sinnfreie Ersatzprodukte zu kaufen, welche die Leere in unseren Seelen füllen sollen, sondern um unsere Lebenshaltungskosten zu bezahlen.

Die meisten Menschen arbeiten ihr Leben lang, um sich Dinge leisten zu können, die sie nicht wirklich brauchen, die kurzfristig das Loch in der Psyche stopfen, um es langfristig noch größer auf zu reißen.

Wir sind nicht unsere „Karriere“, unsere Autos, unsere Häuser, sondern unsere Seelen.

Was nützt es dem Geschäftsmann, der bis nachts schuftet und in der Firmenhierarchie immer höher steigt, wenn er seine Kinder kaum sieht und sie quasi ohne ihn groß werden und seine Frau immer frustrierter und zickiger wird, weil er nie Zeit für sie hat. Das kann kein gehobener Lebensstil kompensieren.

Dann irgendwann geht der Mann in den Ruhestand und weiss nichts mit sich anzufangen, weil er Jahrzehnte lang nichts anderes kannte, ausser seiner Arbeit. Er und seine Frau sind sich längst fremd geworden. Sie leben so neben einander her und beobachten, was die Nachbarn so machen und geben bei gesellschaftlichen Feiern mit ihren Kindern an, die in ihre Fußstapfen getreten sind und ebenfalls angesehene „hohe Tiere“ wurden. Sie sind Anwälte, Ärzte, Manager, Firmenbosse und leben dasselbe seelenlose Leben, wie ihre Eltern. Sie kaufen sich teure Autos, unternehmen hochpreisige Urlaubsreisen, haben exklusive Hobbies und die gleichen elitären „Freunde“. Doch irgendwann ist auch die Lebenszeit all dieser Menschen abgelaufen und kein Geld der Welt kann das ändern. Dann stehen sie da und alles was sie erreicht haben, sind materielle Güter. Waren. Dinge.

Wer ist nun unvernünftig und realitätsfremd? Die Bänker, denen ihr Geld so viel bedeutet, oder meine Freundin, der ihr Glück wichtiger ist…

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Grillen mit Omnivoren

Am Wochenende waren wir auf der Geburtstagsparty einer Freundin.

Wir waren die einzigen Nicht-Fleisch-Esser.

Für alle anderen Gäste war es selbstverständlich, die Würste und Steaks zu essen.

Alle am Tisch, die ich näher kenne, sind sehr tierlieb und hatten selber geliebte Haustiere und wollen auch wieder welche.

Nur, bei den „Nutztieren“ wird differenziert. Das ist seit Jahrtausenden so antrainiert, dass es zur Selbstverständlichkeit wurde.

Karnismus wurde antrainiert und anerzogen. Es wird unterschieden zwischen süssen Häschen, Kätzchen und Hündchen, die man lieb hat (auch nicht immer…) und Schweinen, Rindern, Hünchen etc die man schlachtet und isst.

Wie kann man das ändern? Wie erreichen, dass ein Bewusstsein dafür entsteht, dass es keinen Unterschied zwischen einem Hund und einem Schwein gibt, wenn es um Empathie und Empfindung geht.

Ich war vor wenigen Wochen zu Besuch auf einem Gnadenhof von Freunden. Dort lebt das Schweinchen Molly. Es kam sofort her und schleckte mich mit ihrer Schnauze ab. Es war genauso schmusig und zutraulich, wie die Hunde und Katzen, die auf dem Hof leben.

In China war letzte Woche das Hundefleischfestival. Es ging ein Aufschrei durch Facebook. Wie können die Chinesen nur die süssen Hunde schlachten? Und was war mit dem Spanferkel das beim Grillen gegessen wurde? Es ist ein kleines Ferkel. Wenige Wochen alt. Für mich ist es gleich welcher Spezies das Tier angehört. Für mich ist keines essbar. Alles sind fühlende, empfindsame Lebewesen, die dasselbe Recht auf ein gutes Leben in Frieden haben, wie wir Menschen auch.

Es wird Zeit, dass die Menschheit erkennt, dass sie nicht das Recht hat, andere Arten auf diesem Planeten auszubeuten und zu töten. Wir leben nicht mehr in der Steinzeit, wo das Essen von Tieren das Überleben sicherte. Wir leben schließlich auch nicht mehr in Höhlen.

This is the 21st century – live it, or leave it!

Im 21. Jahrhundert ist kein Platz mehr für Speziesismus, Rassismus, Nationalismus, Homophobie.

 

 

Lästermaul

Vor ein paar Monaten habe ich mir vorgenommen, über niemand mehr zu lästern. Es wurde auch viel besser, aber gestern hatte ich einen krassen Rückfall.

Noch dazu über eine Person, die ich gar nicht richtig kenne und die mir ganz sicher noch nie was getan hat.

Er verkörpert vieles davon, was ich nicht habe, oder was ich nicht mehr will. Er hat das Selbstvertrauen, das mir oft fehlt im Übermaß. Er versinnbildlicht optisch das, was meiner Vergangenheit entspricht und was ich nicht mehr will.

Ich fühle mich scheisse, weil ich aus nichtigen Beweggründen rückfällig wurde und über diesen Menschen gelästert habe. Das war absolut nicht ok.

Der Typ ist vollkommen in Ordnung und wie er lebt und was er macht, geht mich nicht das Geringste an.

Wieso lästern wir überhaupt über Andere? Vielleicht ist es so, dass Menschen, über die wir lästern, etwas haben, was wir selber gerne hätten. Ist es dann eine Art Neid und wir müssen sie deshalb „niedermachen“? Oder aber, sie erinnern einen an etwas, was wir nicht mehr in unserem Leben haben möchten, so wie in meinem Fall. Oder auch eine Mischung aus beidem.

Oder diese Menschen spiegeln etwas in unserem Inneren wieder.

Ich werde weiter versuchen nicht mehr über irgend jemand zu lästern und Rückfälle, wie gestern, zu vermeiden.

Es wird mir vermutlich nicht immer gelingen, weil ich auch nur ein ganz stinknormaler Mensch bin, aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.