Das Alter ist an Allem schuld

lernte ich diese Woche mal wieder…

Breite Hintern bekommt man nämlich nicht durch zu wenig Bewegung kombiniert mit überproportionalem „Genuss“ von Süssigkeiten – nein – es liegt am verlangsamten Stoffwechsel im Alter.

Mit fortgeschrittenem Alter gibt es sowieso kein Idealgewicht mehr — das haben nur maximal 20 Jährige. Dass es viele übergewichtige und adipöse Kinder und Jugendliche gibt ist dabei irrelevant. Es liegt eindeutig am Alter. Es gibt keine schlanken älteren Menschen, nein, niemals.

Im Alter schwitzt man mehr. Ähm, ja natürlich. So etwas kann nicht an der falschen Deo-Wahl oder an synthetischer Kleidung liegen. Nein, es ist allein dem Alter geschuldet.

Ab 40 kommt man ins Bandscheibenvorfall-Alter – unweigerlich und ohne Ausnahme.

Früher war alles besser… jaja so ist das. Es liegt nicht daran, dass wir alle dazu neigen die negativen Erlebnisse zu vergessen oder zumindest zu verdrängen und die Guten manchmal zu verherrlichen. Damals war alles gut.

Warum ist das in so vielen Köpfen drin? Eigentlich junge Frauen machen sich künstlich älter, bis alt. Das sind wieder die Gedanken in den Köpfen, die am meisten den Denkenden selbst schaden.

Alter ist immer relativ. Ich kenne Endzwanziger, die wie mindestens 50 Jährige agieren und ich habe von einer 70 Jährigen DJane gehört.  Ich kenne coole junge und ältere Leute und ebenso uncoole. Es geht nicht um die Anzahl der Jahre, die wir auf diesem Planeten verbringen, sondern wie wir sie verbringen.

 

Heute ist Tag der Pressefreiheit

in einer Zeit, wo Satire, Ironie und Comedy auch hierzulande nicht mehr ganz so frei ist wie früher, ist es wichtiger den je, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Pressefreiheit zu schärfen.

Warum erscheinen zum Beispiel in den Medien kaum Berichte über die TTIP Leaks?

Wieso müssen Whistleblower um ihr Leben fürchten und sich verstecken? Sie haben für die Öffentlichkeit wichtige Informationen an die Presse weitergegeben. Dafür sollte niemand bestraft werden.
Sowohl Meinungsfreiheit wie auch Pressefreiheit sind Grundwerte, die wir uns nicht nehmen lassen dürfen.

 

Die Milchpreise sind noch weiter gefallen

… hurraaaaa…. jetzt werden den Kühen aus noch nichtigeren Gründen die Kälbchen weg genommen, die dann verwurstet werden (wenn sie männlich sind) oder ebenfalls als Gebährmaschinen enden (wenn sie weiblich sind). Immer wieder zwangsgeschwängert, weil Kühe entgegen der landläufigen Meinung „Nicht einfach so“ Milch geben. Aber echt super, wenn das durch sehr viel Tierleid entstandene Zeug, das die meisten Menschen eh nicht vertragen und was im Verdacht steht Krebs auszulösen, jetzt nochmal billiger geworden ist.

Jetzt erschallt der Ruf nach „fairer Milch“. Ja fair im Sinne von „Mehr Geld“ für den Landwirt (ich weigere mich, ihn als Hersteller oder Produzenten zu bezeichnen. Tiere sind einfach keine Ware und keine Sache, auch wenn das rückständige Gesetz das leider noch anders sieht). Fair im Sinne der Kuh würde bedeuten ganz auf „Die gute Milch“ zu verzichten.

Faire Milch gibt es nur, wenn das Kälbchen die Milch bekommt, so wie es von der Natur vorgesehen ist. Milch für den Menschen ist niemals fair. Für die Kuh auf gar keinen Fall und für den Menschen auch nicht.

Gibt es so etwas wie Überverantwortlichkeit und was kann man dagegen tun?

Was mich diese Woche sehr zum Nachdenken gebracht hat, war die Aussage eines praktizierenden Buddhisten, dass Gedanken vor allem dem Denkenden selbst schaden. Er hat absolut recht! Auch ich schade mir sehr oft mit meinen Gedanken und wahrscheinlich fast alle anderen Menschen auch. Vielleicht Menschen wie Eckhart Tolle nicht, aber die kann man sicher an einer Hand abzählen.

Ich hatte schon immer die Neigung zum „Worst-Case-Szenario“ und in Zeiten, wo es mir nicht so gut geht, verstärkt sich das noch. Damit meine ich nicht irgendwelche pessimistischen Weltuntergangsszenarien. In dieser Hinsicht bin ich ein unerschütterlicher Optimist. Die schlimmen Szenen denke ich mir zu beinahe alltäglichen Situationen aus. Ganz besonders wenn mein Selbstwertgefühl und mein Selbstbewusstsein im Keller sind. Dann denke ich, dass jede meiner Handlungen irgend etwas Furchtbares nach sich zieht. Nicht für mich, sondern da ist dann die unsägliche Angst, dass ich anderen schaden könnte. Durch Unachtsamkeit, durch Kleinigkeiten, durch irgend eine Arglosigkeit meinerseits, die ich mir dann in meinem Hirn zum Supergau zusammen bastle.

Diejenigen, von denen ich denke, dass ich ihnen durch irgend eine achtlose Bemerkung geschadet hätte, oder die ich womöglich durch irgend eine meiner Handlungen benachteiligt habe – die merken nie etwas davon und sind weder benachteiligt worden noch wurde ihnen durch mich Schaden zugefügt. So war es bisher in 99,9% aller Fälle, wo ich mir Horror -Geschichten ausgedacht hatte. Denn das waren es – Geschichten – nur in meinem Kopf real und existent.

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Etwas Science Fiction in meinem Leben

Ich kam heute auf die geniale Idee, dass ich einer Person, die in 50 Jahren vermutlich noch leben wird, eine Nachricht zukommen zu lassen. Die Person müsste allerdings zuverlässig sein und gewissenhaft. Sie dürfte meine Nachricht erst im Jahr 2066 öffnen. Wenn dann Zeitreisen oder Portationen von Gegenständen durch die Zeit möglich wären, dann könnte sie uns die Lottozahlen von nächster Woche schicken, oder (wie in Zurück in die Zukunft) einen Sport Almanach, oder auch eine Info, über erfolgreiche Firmen, von denen man Anteile oder Aktien kaufen könnte.

Ich könnte den Brief einer jungen Person geben, die ich für verlässlich und diszipliniert genug halte. Doch wenn das in der Zukunft möglich wäre, dann wären schon lange Gegenstände aus der Zukunft aufgetaucht. Zumindest, wenn jeder Zugang zu den Zeitmaschinen hätte.

Was aber, wenn es nur einer Hand voll Eingeweihten möglich wäre, Zugang zu den Zeitportalen zu erhalten?

Ich glaube, ich schreib gleich mal einen Brief mit der Aufschrift „Nicht vor 2066 öffnen“…

Und wenn ich den Brief an mich selbst adressiere? Nun, dann müsste ich einen weit früheren Zeitpunkt wählen, denn 2066 werde ich 98 sein.  Aber wären Zeitreisen in ungefähr 20 Jahren  schon realistisch? Ach, es ist einen Versuch wert.

Das Wort zum Samstag – was mir heute so beim Zwiebelschneiden einfiel

Ich habe eine Bekannte, wenn die mir ein Buch oder einen Film empfiehlt, dann weiss ich, dass ich das Buch nie lesen sollte. Auch den Film sollte ich nie anschauen und wenn sie eine Getränkeempfehlung ausspricht, dann sollte ich auch um das Getränk einen großen Bogen machen. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass wir viel zu unterschiedlich sind, als dass mir etwas von ihr Empfohlenes gefallen könnte. Das ist komplett ohne Wertung, wir haben nur total konträre Geschmäcker und Ansichten, that`s it!

In den vergangenen Monaten kam es immer wieder vor, dass mir Menschen etwas geraten haben, ich solle mich so oder so verhalten, das oder jenes tun, mich an bestimmte Dinge anpassen, bis hin zu dem RatSchlag, ich solle meinen Mund halten. Gerade wenn es um das Thema Tierrechte und Tierschutz ging, jedoch auch in gänzlich alltäglichen Dingen.

Hier geht es mir genauso wie mit der Bekannten von oben, die auf (für mich total langweilige) Literaturverfilmungen steht und am liebsten herbe bis bittere Getränke trinkt und nur (für mich sehr schwer verdauliche) Bücher liest. Ich mag lieber süsse Getränke, stehe durchaus schon manchmal auf Literaturverfilmungen, aber auch auf Filme wie Party Animals, die Hochzeitscrasher, oder Hot Tube 1. Besagte Bekannte würde sich solche Filme niemals ansehen. Ich würde sie ihr aber auch nicht empfehlen. Sie hasst Harry Potter, als Buch genauso wie als Film und Herr der Ringe natürlich auch. Sie würde nie und nimmer über Serien wie „Big Bang Theory“ lachen können und sie weiss nicht wer Darth Vadder ist (was ich persönlich für eine große Bildungslücke halte!).

Wenn also jemand, der grundverschieden von mir selbst ist, sagt, ich solle mich nicht mehr für Tierrechte einsetzen oder wenn mir jemand der gänzlich komplementär zu mir denkt und fühlt mir suggeriert ich wäre „ein Nichts“, dann hat das nicht das Geringste mit mir zu tun. Vielleicht ist es sogar so eine Art Kompliment. Wenn Jene, die total verschieden sind, mir „raten“ mich zurück zu halten oder gar mich zu ändern, dann bin ich für mich stimmig.

Vielleicht sollten wir uns allgemein weniger von ungerechtfertigter Kritik tangieren lassen. Was sagt es schon aus, wenn eine einzelne Person zum Beispiel unsere Handschrift nicht gefällt. Dafür finden sie zehn andere voll schön. Ich würde jetzt – als allgemeines Beispiel – ja auch keine Schminktips von Nina Hagen annehmen. Genauso ist es, wenn jemand der eher einen sportlichen Kleidungsstil pflegt, meinen sehr verspielten Style nicht gut findet. Oder ein Mensch, der Kurzhaarfrisuren toll findet, dem werden meine langen Haare nie gefallen. Genauso verhält es sich aber nicht nur mit Äußerlichkeiten, sondern auch mit Ansichten und Lebenshaltungen, nur nehmen wir es da meist persönlicher. Warum eigentlich? Es ist doch dasselbe. Geschmäcker sind auch hier verschieden und Menschen sind nun mal oft total unterschiedlich und werden es vermutlich immer sein.

Gedanken machen müsste ich mir erst, wenn die Besagten irgendwann sagen würden „das was Du machst, finde ich Klasse“, ohne dass sie sich geändert haben… dann wäre ich eindeutig auf dem falschen Weg.