Es ist mal wieder Zeit für eine aberwitzige Story

Ich hatte mal einen echt guten Kumpel, mit dem ich öfter Essen ging. Ich mochte den echt gern, nur mochte er mich leider auf andere Art, wie ich ihn. Er war liiert und seine Frau mega eifersüchtig auf jedes weibliche Wesen in seinem Umfeld, aber ganz speziell auf mich.

Wir waren wieder mal beim Asiaten essen und unterhielten uns, als ich aus dem Augenwinkel heraus sah, dass seine Frau zum Fenster des Restaurants herein schaute. Als sie sah, dass ich sie gesehen hatte, duckte sie sich. Ich sprach meinen Kumpel darauf an. Er glaubte es zuerst nicht, bis er den Haarschopf seiner Frau ebenfalls am Fenster sah.

Er ging raus und sie unterhielten sich auf dem Gehweg vor dem Lokal. Ich konnte nicht verstehen, was sie sagten, aber dem Gefuchtel der Arme nach, war es eine handfeste Diskussion. Ich fühlte mich sehr unwohl. Irgendwann ging sie und er kam zurück an den Tisch.

Er wollte nicht über das Geschehene reden und ich beließ es dabei. Wir unterhielten uns wieder, aber es war schon deutlich seltsamer als zuvor. Der Kellner kam und wir zahlten. Der Kumpel machte seinen Geldbeutel auf und ich sah, wie dort in diesem Klarsichtfach ein Bild von mir war. Ich sprach ihn darauf an und er druckste etwas herum, dass er das als eine Art Talisman mit sich herumtragen würde.

Ich fühlte mich noch unwohler und sagte ihm, dass ich die Eifersucht seiner Frau echt verstehen könne, wenn er ein Bild von mir anstatt ihr in seinem Geldbeutel herumträgt. Es wurde dann echt schräg und ich und er hatten danach viele Jahre keinen Kontakt mehr.

In jüngeren Jahren erlebte ich öfter ähnliche Szenen. Einmal sprach mich auf einem Fest ein mir völlig Unbekannter an, dass er mich schon beobachten würde, seit ich ein Teenager wäre und er darauf hoffen würde, dass ich Single werden würde. Ein Anderer war so obsessiv in mich verknallt, dass es mir echt richtig unheimlich wurde. Er schickte mir ernsthaft mal eine schwarze Orchidee per Post, eingewickelt in ein schwarzes Tuch. Das hat mir echt Angst gemacht und ich sagte ihm, dass er mich in Ruhe lassen soll. Von dem hab ich zum Glück schon 20 Jahre nichts mehr gehört und will auch nie wieder was von dem hören oder sehen.

Irgendwas muss ich früher an mir gehabt haben, dass ich sowas anzog. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Ich bin „unsichtbarer“ geworden. Das ist eines der wenigen Vorteile am Altern. Man wird für obsessive Verehrer uninteressant, was gut ist. Das vermisse ich echt nicht.

Familienzuwachs

Seit fast 5 Wochen wohnen diese beiden Schätze bei uns. Noch nicht alle „Geschwister“ sind vom Familienzuwachs begeistert, aber es wird Woche für Woche etwas gechillter im Haus. Wir haben nun also 5 Katzen. Auch diese Beiden sind wieder „Second Hand“ Katzen und fast 5 Jahre alt.

Es kamen so Fragen wie „Weshalb adoptiert Ihr so viele Katzen?“. Tja, weil wir selbst keine Katzen bekommen können, müssen wir sie adoptieren, hahahaha.

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Warum muss das so heißen?

Wir unterhalten uns nett mit neuen Bekannten. Wir kommen – wie immer – unweigerlich auf das Thema vegan. Die Bekannten äußern, dass sie sich daran stören, dass vegane Produkte, wie die „Echten“ heißen. Also zum Beispiel vegane Currywurst, veganes Schnitzel. Ich frage sie, was sie damit für ein Problem haben. Sie wissen es nicht so recht. Es fallen Sätze wie „Ich verstehe nicht, warum das so heißen muss wie das ‚Echte‘, warum kann das nicht anders heißen“ und „Wenn ich eine Currywurst will, dann will ich eine ‚Richtige‘.

Es wird doch niemand gezwungen die pflanzlichen Alternativen zu essen. Wie sollte man es denn vermarkten, wenn man es nicht, wie das „Original“ benennen dürfte? „Produkte auf Erbsen/Soja/Tempeh/ Seitan etc Basis an Currysoße klingt etwas sperrig.

Dann müssten die tierischen Produkte aber auch umbenannt werden. Dann wäre eine Currywurst „zerstückelte Leichenteile eines fühlenden Lebewesens in dessen Darm gestopft“ mit Currysoße. Nicht so prickelnd, gell.

Bei Milch ist es ja schon lange so, dass pflanzliche Milchalternativen nur „Drink“ oder so ähnlich genannt werden dürfen, aber keinesfalls Milch. Wenn man hier ehrlich wäre, müsste „richtige“ Milch „Eutersekret einer artfremden Spezies, die für deren Kinder bestimmt war, die wir Menschen ihnen aber weggenommen haben um die Kinder mit spätestens 5 Monaten zu schlachten wenn sie männlich sind und oder jahrelang auszubeuten, wenn sie weiblich sind“.

Es kam noch das Argument vom „humanen“ Schlachten auf der Wiese. Eine Kuh ist sehr sozial und pflegt viele Freundschaften. Als ob das die anderen Kühe nicht mitbekommen würden, wenn eines ihrer Mitglieder aus der Herde gerissen wird und unter ihnen getötet wird. Das ist alles andere als human. Es gibt kein humanes Schlachten. Einem Lebewesen wird das Leben genommen. Es will nicht weit weit weit vor seiner Zeit sterben!

Ich kenne persönlich einen Mann, der tut für seine Rinder alles. An Silvester schläft er bei ihnen im Stall, damit sie keine Angst haben, er striegelt sie täglich, er redet immer mit ihnen. Er gibt ihnen Namen und sie bekommen nur das beste Heu / Gras und können aus dem Stall raus und rein gehen auf die Weide, wie sie wollen. Sie werden nie angebunden. Es geht ihnen dort echt richtig gut. Tja, bis die Kühltruhe leer ist und er eines von ihnen zum Tode verurteilt. Er geht sogar mit ihnen den „letzten Gang“ und ist beim Metzger „bis zum Ende“ dabei.

Das finde ich fast noch schlimmer. Die Tiere vertrauen ihm, lieben ihn wahrscheinlich und dann verrät er sie und lässt sie töten. Er hat sogar selbst zugegeben, dass sie spüren, was passieren wird, wenn er mit ihnen den „Metzgersgang“ geht. Sie haben Todesangst. Das ist auch beim scheinbar „humanen“ Schlachten auf der Weide so.

Wisst Ihr was das Allerschlimmste daran ist, vegan zu Leben? Dass sich die Meisten keine Gedanken darüber machen, was mit den Tieren geschieht. Es ist ihnen egal, dass sie ausgebeutet und getötet werden. Es wird sich dann herausgeredet mit besagtem „humanen Schlachten“ oder „Wir essen nur ganz wenig Fleisch und wenn, dann vom Metzger des Vertrauens“. Selbst wenn sie glauben das zu tun, essen sie noch immer genug Produkte aus der Massentierhaltung. Sei es in Süssigkeiten oder Gebäck etc. In diesen Produkten sind ganz sicher nicht nur Biomilch und Bioeier verwendet worden.

Manchmal ertrage ich das nicht mehr. All die Ausreden und fadenscheinigen Ausflüchte, weshalb man nicht auf Tierleid verzichten kann. Man könnte, aber will nicht. Dann wäre es ehrlicher zu sagen „Ich habe keinen Bock mein Leben für Tiere umzukrempeln, weil die mir egal sind. Ich will mich nicht verändern und meinen Lebensstil auch nicht, weil es ’nur‘ Tiere sind und der Mensch sie schon immer ausgebeutet und getötet hat und deswegen ist es mir auch im wahrsten Sinne des Wortes Wurscht was mit denen geschieht“.

Jammerlappen

Ich werde demnächst eine Preisverleihung durchführen und den Jammerlappen des Jahrzehnts vergeben. Die Person, die den „Preis“ bekommt,  hat sich einen „HeulNichtRum“ gründlich verdient und erarbeitet.

Es vergeht kein Zusammentreffen ohne Jammern. Meist sind es Kleinigkeiten. Das Wetter, Geld, unangenehme Menschen im Umfeld der Person. Die kleinen „Dramen“ des Alltags, die jeder von uns mal stärker mal schwächer hat. Doch darüber lamentieren tun die wenigsten. Es bringt ja auch nix.

Ich würde es der Person gerne sagen, aber ich trau mich nicht, weil sie sehr nachtragend ist. Sie hat schon wegen „weniger“ einige Zeit nichts mehr mit mir geredet. Sie hat aber wohl auch witzige Phasen und macht gerne Party. Das jedoch erlebe ich nicht. Was mich zu der Theorie veranlasst, dass ich der Jammerkasten bin. Ich bin die Person zum ausjammern. Andere bekommen die Party Version zu sehen, ich das jammernde „Elend“.

Natürlich wird die „Preisverleihung“ nie wirklich stattfinden. Das bring ich echt nicht und ich mag die Person ja auch sehr gerne. Ich möchte lediglich auch mal ab und an die Spaßvariante abbekommen und nicht immer den „Jammerlappen“. Das ist doch nun wirklich nicht zuviel verlangt.

Natürlich hat jeder mal Phasen oder Tage, wo man über Belangloses rumnölt. Das ist völlig ok. Ich rede hier von einem Zustand, der seit sehr vielen Jahren anhält und nicht von Tagen oder Wochen. Ich kann mich nicht mal mehr erinnern, wann ich mit dieser Person zuletzt so richtig Spass hatte. Und falls sich hier jemand erkennen sollte: Tja, dann wird’s wohl so sein, aber wie immer gibt es nicht „die eine Person“, sondern ich habe mehrere Personen zu einer zusammengefasst.

An dieser Stelle eine Bitte: Sollte ich ewig, über einen länger andauernden Zeitraum immer wieder über das gleiche rumnölen, rumjammern, rumnörgeln dann sagt es mir bitte gleich und wartet nicht zu lange. Ich will niemals Jammerlappen des Monats oder Jahres oder gar Jahrzehnts werden. Das ist wahrlich kein erstrebenswerter Zustand und so einen „Preis“ will niemand.

Es wurde etwas exzessiv

Es begann vor circa 2,5 Wochen. Meine beste Freundin und ich waren in der Stadt unterwegs und entdeckten einen Popup Store mit Braut- und Festmoden. Modelle aus 2020 wurden dort sehr günstig verkauft, ebenso wie Schmuck, Haarreifen, Diademe, Gürtel und Fascinatoren.

Wir waren wie im Prinzessinnenrausch und probierten Kleider an. Kauften auch Modelle und waren glücklich. Bis wir die Aktionen wiederholten und wiederholten. Letztendlich kauften wir echt viel Schmuck und viele Kleider.

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Meine beste Freundin hat all ihren Glitzerschmuck ausgebreitet und sich am Funkeln erfreut. Warum auch nicht. Wir werden nicht alle Kleider behalten, aber 1 oder 2 Modelle garantiert. Damit werden wir auch mal im Garten sitzen oder einfach in der Wohnung herumflanieren.

Ja, wir geben zu, es wurde etwas zur Manie, aber wir hatten so viel Spaß, dass wir den Laden – nun da er geschlossen ist – vermissen. Die Verkäufer kannten uns schon ziemlich gut und gestern sagte einer von ihnen zu mir, dass er sich immer freute, wenn wir kamen. Wir waren noch nie so oft und so gerne in einem Laden, wie in diesem. Dort wurde die Prinzessin in uns geweckt und wir konnten all die Feen und Elfenkleider anziehen und uns darin wundervoll fühlen, auch wenn die Meisten uns zu eng waren (Gr. 36). Die Welt hat eh viel zu wenig Glitzer auf dem Boden der Tatsachen. Da tut es wirklich gut, sich ab und an etwas Glamour zu gönnen.

Altern macht echt keinen Spass

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Momentan habe ich wieder eine etwas ausgeprägtere dysmorphophobe Phase und finde mich mal mehr mal weniger hässlich, wenn ich in den Spiegel schaue.

Der Lack ist ab, ich bin keine 20 mehr, ich sehe dennoch gut aus für mein Alter. Gott ,wie ich diese Sprüche hasse. Entweder man sieht gut aus oder nicht, das hat nichts mit dem Alter zu tun. Trotzdem fällt mir das Altern schwer. Ich altere nicht „in Würde“. Auch so ein saublöder Spruch. Ich bin mir sicher, dass insgeheim niemand gerne älter wird. Jung möchte ich jedoch auch nicht mehr sein. Also nicht jünger als 28.

Unsichtbarer zu werden hat seine Vorteile. Man ist nicht mehr, oder nur noch sehr selten von Spinnern umgeben. In jüngeren Jahren gab es so manche Kandidaten, wo ich echt berechtigte Angst hatte, die könnten sich daheim einen kleinen Schrein mit Bildern von mir gebastelt haben, wie in einem schlechten Film. Diese Typen habe ich jetzt los, für die bin ich zu alt geworden.

Hier ein paar Pluspunkte für höheres Alter:

  • Man erregt nicht mehr die Aufmerksamkeit von obsessiven Psychos
  • Man ist „zu alt“ für so manchen Bullshit und muss sich das nicht mehr geben
  • Man wird beim weggehen nicht mehr von besoffenen Trotteln angebaggert
  • Andere Frauen hassen einen nicht mehr so wegen dem Aussehen
  • Man muss nicht mehr fürchten ungewollt schwanger zu werden
  • Man bekommt irgendwann ermässigte Eintritts- und Bahnkarten
  • Bis zur Rente ist es nicht mehr so lange

So hat doch alles sein Gutes, auch das altern.

Brautkleiderwahn

Meine beste Freundin und ich entdeckten letzte Woche einen Popup Store, der Braut- und Festmoden extrem günstig verkauft. Er ist nur für eine kurze Zeit in einem leerstehenden Gebäude ansässig und die Aktion ist einmalig.

Wir fühlten uns wie im Paradies und probierten einen Großteil der Kleider an und fühlten uns wie Prinzessinnen. Die Kleider hatten mal bestimmt so um die 1000 Euro gekostet und wurden nun zu massiven Schleuderpreisen verkauft.

Wir konnten nicht widerstehen und kauften Kleider, auch wenn wir keinen wirklichen Bedarf dafür haben.

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Das bin ich, in einem der gekauften Kleider. Der Verkäufer kennt uns schon und grinst immer, wenn wir den Laden betreten. Nächste Woche gehen wir wieder hin und ich fürchte, wir werden wieder ein Braut- oder Festkleid mitnehmen. Warum auch nicht. Wir haben Spass daran und wir haben sicher Geld schon unsinniger ausgegeben als für wunderschöne Kleider in denen wir uns königlich fühlen. Vielleicht machen wir mal eine Royal Party und ziehen unsere Schätze an. Eine Bekannte fragte „Was, Du hast schon wieder so ein Kleid gekauft, aber warum und weshalb?“ Weil ich es kann!

Rebel yell

Jemand aus meinem weiteren Umfeld sagte zu mir, dass ich doch darüber nachdenken solle, meine langen Haare schneiden zu lassen. In meinem Alter wären solch langen Haare nicht mehr angebracht.

Wisst Ihr, was daraufhin geschehen ist? Richtig, ich habe sie noch länger wachsen lassen.

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So sehen sie gerade aus. Sie gehen exakt bis zu meiner OP Narbe und sie werden noch länger. Jetzt erst recht!

Immer wenn sich jemand anmasst, mir vorschreiben zu wollen, was ich tun oder lassen soll, hat das den gegenteiligen Effekt und weckt die Rebellin in mir.

So einen Blödsinn, wie dass man ab einem bestimmten Alter dies oder das zu tun oder zu lassen hat, ging mir schon immer gewaltig auf den Zeiger!

Ab Mitte 20 wird einem eingeredet, dass man nun nicht länger Sachen tragen darf, die Teenager tragen. Ungefähr zeitgleich fangen die saublöden Fragen an, wie „Hast Du einen Freund“, „Wann heiratet Ihr“, später gefolgt von „Wann kommt den endlich was Kleines“. Ab 30 wird man schräg angeschaut, wenn man noch immer Party macht und tanzen geht und ab und an einen über den Durst trinkt. Man sollte doch jetzt vernünftig sein. Blablabla. Irgendwann werden kurze Röcke und Kleider sanktioniert, lange Haare geächtet und bunte Sachen sowieso.

Ich denke, wir sind aus den Zeitaltern raus, wo man ab 40 nur noch schwarz, dunkelblau oder mausgrau tragen durfte und am besten eine adrette Kurzhaarfrisur trug.

Das mit den Haaren ist bei mir vermutlich ein kleines Kindheitstrauma, weil meine Mutter lange Haare doof fand und sie mir immer abschneiden ließ. Seit ich 17 bin, habe ich deshalb lange Haare. Immer wieder mal so richtig lang. Meist nach Bemerkungen wie dem, des Bekannten, der mir eine Kurzhaarfrisur aufschwatzen wollte. Aufgrund von Trotzreaktionen wurden sie dann immer sehr lang, so wie nun wieder. Ich finde kurze Haare bei den wenigsten Frauen schön. Dafür muss man wirklich eine ganz bestimmte Kopfform haben, ansonsten steht es den wenigsten. Gerade bei älteren und alten Frauen finde ich es ganz schlimm und es sieht nicht mehr weiblich, sondern sehr burschikos aus.

Kennt Ihr diese Personen, die von hinten ausschauen wie Männer, bis sie sich umdrehen und man feststellt, dass es doch Frauen sind? Ist es gewollt so, dass Frauen ab, sagen wir circa 50 unsichtbar werden sollen mit ihren „pflegeleichten“ Kurzhaarschnitten? Es ist ok für mich, wenn jemand kurze Haare gefallen und die Person das für sich selbst – ohne diese Bemerkungen, dass man das ab einem gewissen Alter so haben sollte – entscheidet, hey, ich fühl mich super mit dem Kurzhaarschnitt. Dann ist das absolut fein für mich, auch wenn es mir nicht gefällt. Mir muss sicher nicht alles gefallen. Geschmäcker sind verschieden. Ich würde auch sicher nie verlangen, dass alle Frauen lange Haare tragen müssen. Das wäre genauso bescheuert.

Ich finde meinen langen Haare übrigens extrem pflegeleicht. Ich wasche sie einmal die Woche, trage 5 Minuten eine Kur für langes Haar auf, knete ins nasse Haare eine leave in Pflege und bei Bedarf kommt etwas Haaröl in die Spitzen. Ich lasse sie lufttrocknen und ab und zu – zu besonderen Anlässen – mache ich mir Locken mit meinem Lockengerät, oder glätte sie mit der Glättbürste. Das wars. So wie auf dem Bild, sehen sie aus, wenn ich sie einfach nur durch kämme. Kein Styling, kein Spray, kein stundenlanges Herumgewurstel, wie es bei kurzen Haaren aufgrund meiner vielen Wirbel der Fall war. Ich habe selten bad hair days. Lange Haare sind alles andere als pflegeaufwendig.

Und um den „Willst nicht endlich mal Deine Haare kurz schneiden lassen“ – Personen zu antworten: NÖ! Macht Ihr doch mit Euren Haaren was Ihr wollt und lasst mich mit meinen Haaren machen was ich will! Das geht Euch nämlich einen feuchten Kehricht an!

Almost harmless stimmt nicht so ganz

Ich habe gestern spaßeshalber bei einer großen, bekannten Jobplattform als Suchkriterium „Tierschutz“ eingegeben. Ratet was für Jobs mir angeboten wurden? Exakt einer, nämlich als Metzger eines großen Fleischproduzenten in der Nachbarstadt.

Das ist in etwa so, als wenn ich bei der Suche „Pfarrer“ eingeben würde und es würde ein Jobgesuch als Satanist erscheinen.

Diese Suchmaschine spiegelt die Gesellschaft wider. Es gibt so viele Tierheime, die ihre Jahresfeiern mit der Verköstigung von toten anderen Tieren abhalten. Die Hunde, Katzen, Kaninchen, Hamster etc werden gerettet und aufgepäppelt, die sogenannten Nutztiere getötet, gegrillt und gegessen.

Ich bin mal aus einem Tierschutzverein hier in der Gegend ausgetreten, weil die regelmässigen Treffen in einer Metzgereigaststätte stattfanden.

Es ist nur anerzogener Karnismus. Hierzulande sind Meerschweinchen Haustiere, in Peru sieht man das gänzlich anders. Welche Tierart gegessen wird und welche nicht, ist völlig willkürlich und von Gebiet zu Gebiet unterschiedlich. In vielen Ländern wird kein Schwein gegessen, in anderen ist es kein Problem Hunde oder Katzen zu verspeisen.

Ich bin der Meinung, dass jedes Leben gleich lebenswert ist. Eine Kuh, ein Schwein, ein Schaf etc, hat es genauso verdient, ein schönes Leben zu führen, wie ein Hund oder eine Katze.

Ich sah gestern ein Reel auf Insta, wo ein Huhn aus Bodenhaltung gerettet worden war. Es hatte die Nummer 3000. Es hatte einen gebrochenen Flügel, viele Hämatome, Pickstellen am Kopf und sah wirklich sehr lädiert aus. Ein tierliebes Paar päppelte es über Monate auf, bis es letztendlich ein glückliches, gesundes Huhn wurde, das zum ersten Mal richtigen Boden und Sonnenlicht spüren durfte. Hühner sind überaus liebenswerte Mitgeschöpfe, genauso wie alle anderen Tiere.

Hier noch passend zu Ostern mein Lieblingslammrezept: Man nehme ein Lämmchen, rette es und lässt es glücklich leben, bis es eines Tages einen natürlichen Tod an Altersschwäche stirbt.

Jeder der eine Katze oder einen Hund hat, der weiss, das es eigenständige Persönlichkeiten sind, die Gefühle haben. Wieso sollte das bei anderen Tierarten anders sein. Das ist es natürlich nicht und alle empfinden Freude, Schmerz, Angst und haben Familie und Freundschaften.

Nochmals: Wir sind die Hüter unserer Tiergeschwister. Wir müssen sie beschützen, nicht ausbeuten, quälen, ausnützen und töten.

Ich sah diese Woche die Science Fiction Serie „3 Body Problem“ und als die Aliens sagten, dass sie Angst vor den Menschen haben, konnte ich das sehr gut verstehen.

Fake new world

Das bin ich, ungeschminkt (nur mit etwas Wimperntusche) und ohne Filter:

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Und das bin ich mit Filter, digitalem Make-up und leicht retuchiert:

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und das bin ich komplett retuschiert:

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Mit ein paar Mausklicks wurde ich so „verschönt“. Makellosigkeit ist langweilig und diese Einheitsgesichter auf Insta sind meiner Meinung nach sehr gefährlich. Mit Filtern und retuschiert entspricht man einem unerreichbaren „Idealbild“, aber im wahren Leben gibt es keinen Filter, keine Retusche, die man drauflegen könnte. Da ist das Gesicht unbearbeitet (ausser Make-up).

Es gibt in meinem Umfeld so ein paar Kandidatinnen, die verändern ihre Profilbilder so sehr, dass man sie nur noch mit Mühe erkennen kann. Aber das ist doch eigentlich bescheuert, weil wenn man sie in Natura trifft, dann sehen sie eben aus, wie sie aussehen und nicht wie auf Social Media. Ich kenne auch Fotografen, die Bildbearbeitung so betreiben, dass die Bilder zwar makellos aussehen, aber die Menschen sich nicht einmal mehr ansatzweise selbst ähneln. Es werden die Gesichtszüge komplett umgemodelt. Sowas schürt unterschwellig vorhandene dysmorphophobe Tendenzen und fördert den ungesunden Schönheitswahn. Alle jagen einem scheinbaren Ideal hinterher. Volle, pralle Lippen und perfekte Augenbrauen, hohe Wangenknochen und ein spitzes Kinn.

Ich las mal auf einem Plakat „In a world full of Kardashians, be a Janis (Joplin)“. Ich drücke das jetzt einfach mal so aus: „In einer Welt voller Prinzessinnen, sei eine Hexe!“