Wo bist Du jetzt?

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Meine älteste Katzentochter starb am 27. Juni 2018. Seither glaube ich, sie um mich zu spüren und einmal glaubte ich sogar sie zu sehen. Ich spüre ihre Präsenz um mich und des nachts bilde ich mir ein, dass ich sie auf meinem Rücken liegen spüre, wie zu ihren Lebzeiten.

Ich bilde mir ein, dass sie mir Zeichen sendet. Eine Eintagsfliege, die sehr anhänglich war und nicht mehr von meiner Hand weg flog. Ein kleiner Vogel, der fröhlich auf ihrem Grab auf und ab hüpfte und vorgestern ein Lichtschwall aus einer Wolke – am sonst bedeckten Himmel – genau in dem Moment, als ich über sie sprach.

Einen Tag nach ihrem Tod hat mich einer der Kater genau so geküsst, wie sie es morgens immer gemacht hat. Das hat er zuvor noch nie gemacht. Keine der anderen drei Katzen liegt auf den Plätzen, auf denen sie gerne lag. Sie meiden sie. Als sie noch in ihrem Körper bei uns war, lagen auch die Kater oft auf dem Kissen neben dem Bett, aber seit sie ihren Körper verlassen hat, ging keiner der beiden mehr dort hin. Überhaupt verhalten sich die anderen als ob nichts geschehen wäre, als ob alles genauso ist, wie vorher. Ist das so, weil sich für sie tatsächlich nichts verändert hat? Können sie MissC sehen und wissen, dass sie noch da ist und es macht einfach keinen Unterschied für sie, ob sie noch ihren festen Körper hat, oder nicht?

Bilde ich mir das alles ein und ich suche nach Zeichen und interpretiere alles Mögliche in das Verhalten der anderen Katzen hinein? Mag sein, aber selbst wenn ich mir das alles einbilde, ist es doch gleich. Solange es mir Trost gibt und es mir guttut dass ich glaube, sie um mich zu spüren ist es vollkommen gleichgültig, ob es real ist oder nicht.

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