Zeit für etwas Schabernack

Nach all den tiefgründigen Gedanken gibt es heute mal wieder eine Geschichte aus meinem Leben. Die „Tat“ ist verjährt und ich kann sie erzählen.

Ich hatte mal einen Arbeitsplatz mit wirklich tollen Kollegen. Wir waren eine coole Clique und wir nannten uns „The Agents“. Wir hatten jedoch auch einen Antagonisten. Einen neidischen Typen, der immer versuchte, uns eins rein zu würgen. Der Kerl hatte eine Lieblingstasse und eines schönen Tages beschlossen wir, dass wir seine Tasse „töten“ müssen. Wir kauften Silvesterknaller und sprengten das Ding auf dem Parkplatz in die Luft.

Dieser Vorfall ereignete sich bestimmt schon vor beinahe 20 Jahren. Der Besitzer der Tasse schrieb damals ein Rundmail an die gesamte Firma und forderte zur Herausgabe seiner Keramik auf, weil er lediglich von einer „Entführung“ ausging. Es gab bestimmt viele, die unsere Aktion mitbekommen hatten, aber niemand verlor ein Wort darüber, weil dieser Mann insgesamt sehr unbeliebt war.

Es war nicht nett und die Tasse konnte nichts dafür, aber dennoch ist das nichts, was ich bereuen würde. Ausser der Tasse kam niemand zu schaden, der hinterhältige Kollege hatte es verdient, seiner Lieblingskaffeetasse beraubt zu werden und mit der Zerstörung selbiger, war auch unsere Wut auf ihn verflogen. Er hatte seine Strafe erhalten und damit war die Angelegenheit für uns erledigt. Ab dem Tag der Sprengung gab es seltsamerweise auch seinerseits keine Repressalien mehr gegen uns. Vielleicht ahnte er, dass wir es waren. Jedenfalls bin ich froh, dass ich diesen Menschen nicht mehr sehen muss.

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