Schon wieder eine von mir erfundene Geschichte – der aufgestiegene Meister

Der aufgestiegene Meister

Seit vielen Jahren meditierte Jürgen nun schon und war ein Meister des Hatha Yoga geworden. Er sang auch oft und gerne Mantras. Er hatte es sich angewöhnt, sich ganz in weiß zu kleiden und Barfuß zu laufen. Das förderte seine Chakren und seine positive Energie konnte so besser fließen. Er ernährte sich ausschließlich von Rohkost und dem Licht der Sonne. Er hatte gehört, dass man ganz von Licht leben könnte und keine Nahrung mehr bräuchte. Das war sein Ziel.

Doch heute traf er sich mit 3 seiner besten Freunde von früher. Sie kannten Jürgen aus einer Zeit, als er noch nicht spirituell erwacht war. Man hatte sich lange nicht mehr gesehen. Sie trafen sich bei ihrem früheren Stammitaliener. Auch wenn Jürgen diese Art Restaurants nun nicht mehr unterstützen mochte, hatte er sich auf diesen Kompromiss eingelassen.

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Die barbarischen Tupsoaner – eine von mir erfundene Sci-Fi Geschichte

Der Raumfrachter landete unsanft auf der Piste des Weltraumhafens Jakonschi. Dalakon freute sich, endlich wieder zuhause auf Sumandi zu sein. Zu lange war er als Kundschafter für den Hohen Rat unterwegs gewesen. Seine Aufgabe als solcher war es, zu ermitteln, ob spezielle bewohnte Planeten sich kulturell weiterentwickelt hatten.

Der Hohe Rat der vereinten Planeten machte sich ganz besonders große Sorgen um einen gewissen blauen Planeten im Antagonato System. Der Planet wurde Tupso genannt und von einer humanoiden Lebensform, ähnlich Dalakons eigener Spezies, bewohnt. Doch im Gegensatz zu den Bewohnern Sumandis waren die Tupsoaner  furchtbar rückständig. Seit Jahrtausenden bereiteten sie ihnen nun schon Kummer.

Manchmal hatte es bereits den Anschein gehabt, sie würden sich endlich weiterentwickeln, doch dann waren sie auch schon wieder um Jahrhunderte zurückgefallen. Es war zum Verzweifeln.

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Mal wieder eine von mir erfundene Phantasy Story

Neulich in der Parallelwelt

Heinrich drehte sich noch einmal um, dem Geräusch folgend, welches aus dem Gebüsch hinter ihm kam. Im schalen Mondlicht sah er, dass es lediglich ein Eichhörnchen gewesen war, das das Rascheln verursacht hatte. Gelangweilt ließ er seine Flinte wieder sinken. Das kleine Tier abzuknallen, hätte ihm kein Vergnügen bereitet.

Er stieg die Leiter zu seinem Hochstand hinauf und suchte die nahegelegene Lichtung nach einem Hirsch ab. Doch heute tat sich nichts. Nach einer weiteren Stunde des vergeblichen Wartens hätte er sich auch mit einer Wildsau oder einem Fuchs zufriedengegeben, doch heute wollte keines dieser Tiere seinen Weg kreuzen. Frustriert verließ er den Hochstand und machte sich auf den Rückweg. Er schlurfte müde durch den Wald und wollte nur noch nach Hause. Dort würde er sich wenigstens noch um das Reh von heute Morgen kümmern können, welches noch in der Kühltruhe seines Zerwirkraumes lag.

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Mal wieder eine Geschichte, die ich mir ausgedacht habe

Neulich in der Hölle

Steve befand sich gerade im Landeanflug auf den Flugplatz der Hauptstadt Kenyas. Er freute sich auf die Tage, die vor ihm lagen. Es war ein kostspieliges Vergnügen, das er sich hier gönnte, aber Geld spielte für ihn keine Rolle.

Für ihn war dieser Trip ein Ausgleich zu seinem eintönigen alltäglichen Leben, das von Machtgier und oberflächlichen Ablenkungen geprägt war.

Kaum dass er in Nairobi gelandet war, erwartete ihn schon sein lokaler Angestellter, der auch die angeforderte Ausrüstung mitgebracht hatte. Per Jeep fuhren sie ins Reservat. Wenn man über das nötige Kleingeld verfügte, war es kein Problem, die richtigen kriminellen Subjekte zu finden, welche die Wächter aus dem Weg zu räumen wussten, und so konnte Steve ohne Probleme mitsamt seinen Jagdgewehren und seiner Munition ins Reservat gelangen. Ein Menschenleben zählte für Leute wie ihn genauso wenig wie ein Tierleben. Macht war das, worum es ihm ging.

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Die selbstlose Inkarnation – eine von mir erfundene Phantasy-Geschichte

Emma musste grinsen, als sie hörte, wie Ihre derzeitige Mutter ihrer Tante verschwörerisch zuraunte „Emma ist so altklug und weise“.

Wenn sie wüssten, wie weise sie in Wirklichkeit war. Emma war keine gewöhnliche Vierjährige. Sie war ein Einhorn. Eines dieser Zauberwesen, das die Menschen aktuell überall als Werbefigur missbrauchten. Einhornwasser, Einhornduschgel. Nichteinmal vor Einhorn-Toilettenpapier hatte der Einzehandel halt gemacht.

Im Gegensatz zu den inkarnierten Menschen war Emmas Gedächtnis nicht gelöscht worden. Sie wusste nur zu gut was und wer sie war. Anders als die Menschen war sie freiwillig als Mensch inkarniert.

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Die Rückkehr der alten Götter – eine von mir erfundene Fantasiegeschichte:

Freyja lebte nun schon seit Jahren in dieser Stadt im Süden Deutschlands. Hier konnte sie höchstens noch 5 Jahre bleiben, bevor die Leute in ihrer Umgebung argwöhnisch wurden. Im 21. Jahrhundert war die Zeitspanne länger geworden, die sie an einem Ort bleiben konnte. Freyja war unsterblich. Sie war eine Gottheit. Früher wurde sie angebetet, aber das war schon viele Jahrhunderte her. Ohne Menschen, die an sie glaubten, war sie sozusagen arbeitslos. Deshalb lebte sie einige Jahre an einem Ort und zug dann weiter, bevor auffiel, dass sie nicht alterte.

Sie war die Göttin der Liebe und Schönheit. Doch sie hatte ihren Zauber verloren. Weil niemand mehr an sie glaubte, hatte sie auch aufgehört an sich zu glauben.

Traurig rührte sie den Kessel mit dem Liebeselixier. Auch wenn sie ohne Arbeit war, so hatte sie ihr Handwerk doch nicht verlernt und was konnten die Menschen gerade am allermeisten gebrauchen: Liebe!

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Eine weitere, komplett von mir erfundene Science Fiction Kurzgeschichte

Das PSI Team

Schon in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts waren die ersten PSI-Experimente durchgeführt worden, oder besser gesagt: Man hatte altes Wissen wiederentdeckt und damit Versuche angestellt. Doch damals hatte diese Wissenschaft noch in den Kinderschuhen gesteckt.

Heute, einhundert Jahre später, sah das schon anders aus. Die Hälfte der Menschheit verfügte inzwischen über die Fähigkeit zur Telekinese, Präkognition oder Teleportation. Es gab sogar vereinzelte Personen, die mehrere der paranormalen Fähigkeiten anwenden konnten. Wobei der Begriff paranormal schon lange überholt war. Die moderne Neurowissenschaft wusste, dass frühere Menschengeschlechter lediglich nur einen winzigen Bruchteil ihres Potentials ausgeschöpft hatten. Seit man wusste, dass im Prinzip jeder diese Fähigkeiten ausbilden konnte, kam es zu einem rasanten Anstieg der Anzahl an Leuten, die mindestens eine der Fertigkeiten auch beherrschten.

Diese Entwicklung hatte die Menschheit in zwei Lager gespalten: diejenigen, die sich teleportieren, Dinge voraussagen oder Gegenstände mit Gedankenkraft bewegen konnten und diejenigen, die es nicht konnten.

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Die Invasion – eine komplett von mir erfundene Science Fiction Story

Raumschiffe, überall. Sie tauchten aus dem Nichts auf. Eine Rasse, die sich auf das Erobern von Planeten spezialisiert hatte. Ein sehr martialisches Volk. Und jetzt hatten sie die Erde erobert. Sie waren durch das Wurmloch gekommen, welches im Januar 2015 von einem internationalem Forscherteam entdeckt worden war.

Der galaktische Raum-Zeit-Tunnel hatte zuerst große Hoffnungen geweckt. Wie in Star Trek wollte man so andere Sonnenstysteme erforschen und könnte auf andere Lebensformen stoßen.

Zuerst hatte man allerdings ein unbemanntes Aufklärungsschiff hindurch geschickt. Das hatte die Eroberer auf die Erde aufmerksam gemacht und nun waren sie gekommen. Ganze Heerscharen. Keine irdische Streitmacht konnte sich ihnen entgegensetzen und alle Nationen hatten bedingungslos kapituliert.

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Eine von mir erfundene, komplett fiktive vegane Kurzgeschichte :

Der Biohof Weidland

Die Familie von Gerlinde betrieb den zertifizierten Biohof schon seit den 80er Jahren. Sie waren eine der ersten Landwirte gewesen, die auf Bio umgestiegen waren.

Die Tiere hatten hier große Koppeln und Ausläufe und breite Boxen, bekamen kein Tiermehl als Futter, sondern Pflanzennahrung, welche ebenfalls organisch auf dem Hof angebaut wurde. Sie ließen die Kälbchen sogar eine Weile bei ihren Müttern. Auf dem Biohof Weidland wurde den Tieren das geboten, was den Konsumenten das Gewissen erleichterte. Sie wurden gut gehalten und konnten glücklich groß werden. Die Ställe wurden teilweise sogar mit sanfter Musik beschallt.

Gerlinde kümmerte sich um die jungen Bullen, bis sie verkauft wurden. Sie machte den Fehler und gab ihnen Namen. Sie freundete sich mit den Tieren an. Dies passierte ihr immer, egal wie sehr sie sich dagegen zu wehren versuchte.

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Kurzgeschichte: Ein Blick in eine mögliche Zukunft

Melanie war von ihrem Mann erst vor einem Monat in die Seniorenbegegnungsstätte gebracht worden. So hießen Altersheime inzwischen. Er war mit ihrer Betreuung Zuhause überfordert gewesen. Er hatte es nicht mehr ertragen. Melanie war senil, doch sie hatte noch ein paar wenige klare Momente. Überwiegend schweiften ihre Gedanken in die Vergangenheit ab. Melanie lebte nicht im Hier und Jetzt, sondern Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts, als sie ein junges Mädchen war.

Inzwischen war sie über 90 und Dank der ärztlichen Fortschritte war sie noch bei relativ guter Gesundheit. Nur ihr Gedächtnis, das spielte ihr manchmal Streiche und sie hatte einige “Abnützungserscheinungen”. Die Ärzte sagten ihr, dass dies die Spätfolgen ihres jahrzehntelangen Konsums von rotem und verarbeitetem Fleisch, Milchprodukten und “Lebensmittel” mit hohem Zuckergehalt waren.

Schon Anfang des neuen Jahrtausends hatte es immer mehr Veganer gegeben, doch Melanie hielt nichts davon, auf ihren “Genuss” zu verzichten. Ja, ok, sie wusste schon, dass die Viecher geschlachtet wurden, aber sie kaufte doch meistens beim Biobauern. Der beschallte seine Ställe sogar mit klassischer Musik. Sie als Mensch stand schließlich am Ende der Nahrungskette, das war schon immer so. Diese Spinner forderten damals tatsächlich die gleichen Rechte für Tiere, wie für Menschen. Das hatten sie bis heute nicht erreicht, aber sehr wohl, dass die Massentierhaltung verboten worden war. Die meisten Menschen aßen schon seit den frühen 30er Jahren des 21. Jahrhunderts kein Fleisch mehr. Man hatte irgendwann einsehen müssen, dass die Tierhaltung der Hauptgrund für die CO2 Emissionen und ebenfalls für die Hungersnöte in der sogenannten 3. Welt verantwortlich war. Die meisten Plantagen waren damals für die Tierfütterung gepflanzt worden – mit verheerenden Folgen für die Umwelt. Nicht nur Flora und Fauna hatten zu leiden, sondern irgendwann auch die Menschen. Der Wasserverbrauch war ein weiteres großes Problem. Irgendwann war dann doch auf die “Weltverbesserer” und “Gutmenschen” gehört worden und entsprechende Gesetzesvorlagen wurden genehmigt. Nicht weil man es wollte, sondern weil man es musste, wenn die Menschheit weiterhin fortbestehen sollte.

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