You are dismissed

Am Freitag hatten wir lieben Besuch und irgendwie kamen wir auf alte MTV “Serien”, wie diese Show, wo Partner gesucht wurden und die Kandidaten recht schnell dismissed wurden und the “next” kam.

Ich würde so gerne einigen Personen sagen “You are dismissed” und “NEXT”. Schade, dass man das nicht mit Randfiguren des Lebens machen kann. Das wäre zu schön. Aber Randfiguren sind, wie ihr Name schon so treffend sagt, nur Randfiguren. Ich mache zu oft den Fehler, Randfiguren soviel Energie zukommen zu lassen, dass sie fast schon Hauptfiguren in den jeweiligen Lebensstücken sind. Dabei werden sie irgendwann (in hoffentlich naher Zukunft) irrelevant sein. Wieso also mache ich mir so einen Kopf um Menschen, die nur peripher mein Leben beeinflussen und gebe ihnen so viel Macht, dass man meinen könnten, sie würden mein Leben bestimmen. Ich bin nicht so stark, wie es oft den Anschein hat. Vermutlich haben die Randfiguren selbst nur Angst vor der Belanglosigkeit ihres Lebens und stilisieren deshalb Mücken zu Elefanten und schaffen Probleme wo keine sind, um wichtiger zu erscheinen.

Vielleicht sollte man diesen Menschen sagen “Das hier ist nicht das wahre Leben, also nimm es bitte nicht so ernst. Du musst Dich nicht über das hier definieren. Du bist auch so genug, oder besser gesagt, viel mehr”.

Manchmal überlege ich mir, was oder wer solche Menschen ihn ihren früheren Leben gewesen sein könnten. Vielleicht waren sie einmal Despoten und haben das Verhalten in diesem Leben noch nicht ganz abgelegt. Feudalherrscher, die es gewohnt waren, dass man sie fürchtet. Vermutlich aber nur kleine Landvogte, die die Bauern ausgenutzt haben und in Jahrhunderten nichts dazugelernt haben. Sie haben nicht gelernt, dass man mit Freundlichkeit weiter kommt als mit Rechthaberei und Besserwisserei. Niemand mag kleinkarierte Klugscheißer.

Ich erfuhr kürzlich, dass eine Frau, die ich kenne und sehr sehr sehr merkwürdig finde, in der Firma, in der sie arbeitet in Pension geschickt werden sollte. Obwohl sie das nötige Alter hat, weigerte sie sich und blieb weiterhin in der Firma. Die Kollegen waren jedoch so von ihrer Art und ihrem Verhalten genervt, dass sie ihr ein “Büro” im Erdgeschoss einrichten ließen. Weit weg von allen anderen Mitarbeitern, wo sie so wenig wie möglich nerven konnte. Was war die wohl in einer früheren Inkarnation? Das wäre wirklich interessant zu wissen. Ich bin mir jedoch sicher, dass Leute noch viele Leben vor sich haben. Bis sie gelernt haben, dass aus Angst und Schrecken nichts Gutes entsteht. Bis sie erkennen, dass am Ende, wenn alles unweigerlich wieder in die Kiste kommt (auch unsere Körper) gänzlich andere Werte zählen, als anderen Leuten unnötig das Leben schwer zu machen nur um scheinbar wichtig zu sein. Für den flüchtigen Moment von “Macht” über Andere. Doch letztendlich sind es Menschen wie ich, die ihnen diese Macht geben. Ich bin dafür verantwortlich. Ich habe es in der Hand, ob sie in meinem persönlichen Schachspiel Bauern sind oder Könige. Es wird allerhöchste Zeit für Schach matt!

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